1001. Nacht

admin am Dez 22nd 2011


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1001. Nacht

“Man sagt, oh Sultan, dass jene Frau dem König weiter erzählte, wie der Fuchs glücklich aus der Stadt entkommen, und auf diese Weise sein Leben gerettet habe, wie er nimmermehr geglaubt hätte. Da sagte der König: “Ich will die Verurteilung der Frau meinem Sohn überlassen: Er mag sie vorher foltern, oder gleich töten lassen.” Der Sohn des Königs nahm nun das Wort und sagte: “Verzeihen ist besser als Rache nehmen: So handelt der Edle.” – “Ich überlasse es Dir ganz,” sagte hierauf der König. – “Wenn das ist,” erwiderte der Prinz, “so schenke ich ihr die Freiheit: Aber,” indem er sich an sie wandte, “verlasse auf immer unsere Nähe. Gott hat Dir Deine früheren Übeltaten verziehen.” Hierauf stand der König von seinem Thron auf, und ließ seinen Sohn auf selbigen setzen, nahm dann die Krone vom Haupt, krönte seinen Sohn damit, und befahl, dass diesem gehuldigt werden solle. “Denn,” fügte er hinzu, “ich bin alt. Ich will mich nun ganz dem Dienst meines Herrn, dem erhabenen Schöpfer aller Welten widmen, und ich nehme Euch hiermit zum Zeugen, dass ich meine königliche Gewalt meinem Sohn übertrage, sowie ich ihm jetzt meine Krone soeben aufs Haupt gesetzt habe.” Nunmehr leisteten ihm die Herrn und die Vornehmen des Hofes den Eid der Treue. Der Vater zog sich sofort in eine fromme Einsamkeit zurück, und der Sohn hörte nicht auf, dem Reich mit Gerechtigkeit vorzustehen, und dasselbe durch wohltuende Handlungen zu erfreuen. Seine Macht und seine Größe nahm täglich zu, bis ihn endlich das Gewisse1) erreichte.”

Hier bezeigte der König Schacherbas seine Verwunderung mit den Worten: “Bei Gott, ich


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