Philosophie Wörterbuch

Index S

Index S 
S | Sachverhaltsevidenz | Satz des Grundes | Satz der reziproken Relation zwischen Begriffsumfang und -inhalt | Satz vom ausgeschlossenen Dritten | Satz vom ausgeschlossenen Widerspruch | Satz vom Widerspruch | Satz vom zureichenden Grunde | Schadenfreude | Schließen, korrektes | Schluss | Schluss, deduktiver | Schluss, direkter | Schluss, distributiver bedingter | Schluss, eduktiver | Schluss, einfacher | Schluss, falscher | Schluss, gesicherter | Schluss, induktiver | Schluss, inverser | Schluss, logisch falscher | Schluss mit Relationsstufen | Schluss, mittelbarer | Schluss, modaler | Schluss, reiner | Schluss, traduktiver | Schluss, unmittelbarer | Schluss, vermischter | Schluss vom bedingt Gesagten zum schlechthin Gesagten | Schluss von der Distributivbedeutung zur Kollektivbedeutung | Schluss von der Kollektivbedeutung zur Distributivbedeutung | Schluss, wahrscheinlicher | Schmerz | Schmerz, exzentrischer | Schmerz, irradiierter | Schmerz, seelischer | Schottische Schule | Schreibweise, klammerfreie | Schreibweise, polnische | Schule, alexandrinische | Schule, athenische | Schule, Badische | Schule, Berliner | Schule von Chartres | Schule, Frankfurter | Schule, Göttinger | Schule, Grazer | Schule, Kynische | Schule, Kyrenaische | Schule, Leipziger | Schule, Marburger | Schule, Paduaner | Schule, physiologische neukantianische | Schule, pergamenische | Schule, physiologische neukantianische | Schule des Pythagoras | Schule, Schottische | Schule, Südwestdeutsche | Schule, syrische | Schweizer-(1)-Intersection | Schweizer-(1)-Union | Schweizer-(2)-Intersection | Schweizer-(2)-Union | Schweizer-(3)-Intersection | Schweizer-(3)-Union | Seinsquantor | Selbstgenügsamkeit | Selbstgewißheit | selbstpräsentierend | Semantik | Semantische Wahrheitstheorie | Semele-Problem | sense data | sensus communis | seq-Funktion | Sheffer-Funktion | Sinn, moralischer | Sinnesdatum | Sinneseindruck | Sinneseindruck, erfassender | Sinnesempfindung | Sinnestäuschung | Sinnlichkeit | Sinnzusammenhängen, Erklärung aus | Skandal der Philosophie | Skepsis | Skepsis, absolute | Skepsis, partielle | Skepsis, relative | Skepsis, universale logische | Skepsis, universelle | Skeptische Wahrheitstheorie | Skeptizismus | Skeptizismus, ästhetischer | Skeptizismus, allgemeiner | Skeptizismus, besonderer | Skeptizismus, ethischer | Skeptizismus, gemäßigter | Skeptizismus, genereller | Skeptizismus, juristischer | Skeptizismus, logischer | Skeptizismus, metaphysisch-theologischer | Skeptizismus, moralischer | Skeptizismus, pädagogischer | Skeptizismus, philosophischer | Skeptizismus, physischer | Skeptizismus, religiöser | Skeptizismus, theologischer | Skeptizismus, wissenschaftstheoretischer | Slippery-slope-Argument | Sokratische Methode | Solipsismus | Solipsismus, methodischer | Solipsismus, methodologischer | Sophismus | Sophismus der Hipparchia | Speziesismus | Speziesismus, qualifizierter | Speziesismus, unqualifizierter | Sportethik | Sprache der Gedanken | Sprache, Philosophie der idealen | Sprache, Philosophie der normalen | Sprachphilosophie | Stadionparadoxie | Stagirite | Standardbedingung der Alternative | Standardbedingung der Implikation | Standardbedingung der Konjunktion | Standardbedingung der Negation | Standardbedingung der mehrwertigen Wahrheitswertunktionen | Sterbenlassen | Stoa | Stoffursache | Streben | Strukturelle Linguistik | Subduktion | Subjekt, logisches | Subjektivismus, egoistischer | subkonträr | subnotio | Subordination | Substanz | Subsumtionsmodell der Erklärung | Südwestdeutsche Schule | Summa | Superemprist | Supererogation | Syllogismenkette | Syllogismus | Syllogismus, absteigender | Syllogismus, aufsteigender | Syllogismus, bedingter | syllogismus cornutus | Syllogismus der Subordination | Syllogismus, dreigliedriger | Syllogismus durch Induktion | Syllogismus, einfacher distributiver | Syllogismus, einfacher kategorischer | Syllogismus, indischer | Syllogismus nach Analogie | Syllogismus, negative Form des bedingten | Syllogismus, positive Form des bedingten | Syllogismus, progressiver | Syllogismus, regressiver | Syllogismus, rein bedingter | Syllogismus, rein distributiver | Syllogismus, verkürzter | Syllogismus, zusammengesetzter | Syllogistik | Symbol, logisches | Synkrisis | Syntax, logische | Synthese, assoziative | Synthesis der Apprehension | Syrische Schule | System | Szientismus

Index D

Index D 
Daimonion | Dämons, Argument des übelwollenden | Dammbruchargument | Danken | Dedikativ | Deduktion | Deduktionsparadoxon | Definiendum | Definiens | definitio abundans | definitio angustior | definitio attributiva vel accidentalis | definitio essentialis | definitio fit per genus proximum et differentiam | definitio genetica sive causalis | definitio latior | definitio nominalis | definitio realis | definitio substantialis | definitio verbalis | Definition | Definition, axiomatische | Definition des Unbekannten durch Unbekanntes | Definition durch Abstraktion | Definition, explizite | Definition, festsetzende | Definition, feststellende | Definition, genetische | Definition, implizite | Definition, indirekte | Definition, induktive | Definition, korrelative | Definition mit Pleonasmus | Definition, negative | Definition, nichtprädikative | Definition, ostensive | Definition, persuasive | Definition, regulierende | Definition, substantielle | Definition, wesentliche | Definition, zufällige | Definition, zu enge | Definition, zu weite | Desiderativ | Diamat | Dianoilogik | Diatribe | Dichotomie | Dichotomieparadoxie | Dignitativ | Dilemma | Dilemma, destruktives | Dilemma, konstruktives | Dilemma, negatives | Dilemma, positives | direkte Methode der Widerlegung von Urteilen | Disjunktion, falsche | Diskursethik | Dispositionserklärung | Disquotationstheorie der Wahrheit | dito-Theorie der Wahrheit | Dogma | Dombi-Intersection | Dombi-Union | Domino-Argument | Doppelte Wahrheit | Drastic Product | Dreieck, Ogdensches | Dreistadiengesetz | Dubois-Intersection | Dubois-Union | Duhem-Quine-These | Dysteleologie

Index T

Index T 
t. | T-Conorm | T-Norm | tabula rasa | Tatsachenwahrheit | Täuschung, kognitive | Täuschung, visuelle | Tautologie | Tautologie in der Definition | Terminismus | tertium non datur | Teufelskreis | Theorie des subnotio | Theorie, kritische | These des Primats des Intentionalen | Thomismus | Thomson-Paradoxon | Tierethik | Timologie | Toleranzprinzip | totum dividendum | Traduktion | Träume, Argument der | Triade | Trichotomie | Trilemma, Agrippa’s | Trilemma, Fries‘ | Tugendethik | Turing-Test | twin earth

I

i

Das Symbol i ist in der traditionellen Logik das Zeichen für ein partiulär verneinendes Urteil. So wird Einige S sind nicht P durch SiP abgekürzt. Das Symbol kommt von dem Wort affirmo = ich behaupte.

Ichheit

Ichheit

Als Ichheit bezeichnet Fichte den Charakter des Ich-Seins, das heißt das Für-sich-sein.

Idbegr

Identische Begriffe

Begriffe, die denselben Begriffsumfang haben, heißen identisch, äquipollent, umfangsgleich oder extensional gleich und werden bei logischen Untersuchungen häufig miteinander identifiziert (Extensionalitätsprinzip).

Die identischen Begriffe gehören zu den vereinbaren Begriffen.

Eine wichtige Teilklasse der identischen Begriffe sind die reziproken Begriffe.

Idealism

Idealismus

Als Idealismus bezeichnet man eine philosphische Grundhaltung, die dem Denken oder den Ideen den Vorrang gegenüber der materiellen Welt oder der sinnlichen Erfahrung einräumt.

Der Idealismus tritt erstmals in ausgeprägter Form bei Platon auf.

Maßgeblichen Einfluß auf die Entwicklung des Idealismus hatte Descartes. Nach Descartes ist die geistige Seinsweise leichter zu erkennen als die körperliche (cogito ergo sum).

Eine der bedeutendsten idealistischen Schulen ist die Schule des absoluten Idealismus. Diese Schule hat insbesondere auf die Herausbildung der Kohärenztheorien maßgeblichen Einfluß gehabt.

In The Refutation of Idealism (1903) kritisiert Moore den Idealismus der damaligen englischen Universitätsphilosophie. Moore untersucht die seiner Meinung nach entscheidende idealistische Annahme, dass das, was nicht von einem Bewußtsein aufgefaßt werden kann, auch nicht existiert. Bei näherer Betrachtung – so Moore – erweist sich die Frage nach der Existenz eines Gegenstands unabhängig von einem Bewußtsein als eine offene Frage, und damit bricht die Grundlage der idealistischen Philosophie zusammen.

Simmel verbindet die psychologisch-genetische, evolutionistische mit einer idealistischen, an Kant und Hegel orientierten, Auffassung.


Idemidem

Idem per idem

Lateinische Bezeichnung für die Tautologie in der Definition.

Idspr P

Philosophie der idealen Sprache

Die Untersuchungen der Philosophie der idealen Sprache zielen darauf, ein System der Sprache zu erstellen, in dem der semantische Begriff der Wahrheit präzise definiert werden kann.

Ein Satz der natürlichen Sprache gilt als Aussage, wenn er in eine interpretierte künstliche Sprache Sn übersetzbar ist.

Häufig wird daraus geschlossen, dass sich die Philosophie der idealen Sprache auf deskriptive Aussagen beschränkt. Dies ist nicht selbstverständlich, da sich auch für andere Sätze der natürlichen Sprache ideale künstliche Sprachen finden lassen. Beispiele sind die meisten deontischen Logiken. G. Meggle hat dies beispielsweise auch für zahlreiche Begriffe in seiner Kommunikationstheorie vorgeführt.

Der Zweck der Philosophie der idealen Sprache (in ihrer Beschrünkung auf deskriptive Aussagen) besteht darin, die Aussagen in eine Sprache zu transformieren, deren Aussagen und Aussageformen die Eigenschaft logisch wahr oder logisch falsch zugeschrieben werden kann.

Die wichtigsten Vertreter der Philosophie der idealen Sprache sind Russell, Wittgenstein, Frege, Schlick Carnap und Goodman.

Ignotum

Ignotum per ignotum

Lateinische Bezeichnung für die Definition des Unbekannten durch Unbekanntes.