Index A
a | A | a dicto secundum quid ad dictum simpliciter | a fortiori | a majore ad minus | a maximis ad minima | a nescire ad non esse | a posse ad esse | a posteriori | a prima facie | a sensu composito ad sensum divisum | a sensu diviso ad sensum compositum | Ab-esse-ad-posse-Prinzip | ab esse ad posse valet, a posse ad esse non valet | Abakus, logischer | Abbildungstheorie der Wahrheit | Abduktion| Ableitungskepsis | Abscheu | Abschreckungstheorie | Absicht | Absichtstheorie | Absolute, das | absoluter Idealismus | absoluter Parameter | Abstimmungsparadoxon | Abtreibung | ad absurdum | ad impossibile | Admetos-Dilemma | aeternae veritates | Aggregat | Agrippa’s Trilemma | Akademie | Akademie, alte | Akademie in Florenz | Akademie, mittlere | Akademie, neuere | Akademisch-Philosophischer Verein zu Leipzig | Akt | Akt, illokutionärer | Akt, perlokutionärer | Aktkonsequentialismus | Aktteleologie | Aktualistischer Idealismus | Alethiologie | Alexandrinische Schule | Algebra, Boolesche | Algebra der Logik | Algebra, logische | Algebraic Product | Algebren, polyadische | Algebren, substitutiv induzierte | Allschluß | Allgemeinbegriff | Allinduktionismus | Allquantor | Alternative, starke | Altruismus | Analogieschluß | Analyse-Paradoxon | Analyse, logische | Angemessenheit der Definition | anthropoauditoriell | anthropooriginär | anthroporeferentiell | Anthroporelationalität | Anthropozentrik | Anthropozentrik, erkenntnistheoretische | Anthropozentrik, ethische | Anthropozentrik, ontologische | Anthropozentrik, sprachlogische | Anthropozentrik, unvollständige | Anthropozentrismus | Anti-Psychologismus | Anti-Regel | Antilogismus | Antinomie | Antinomie, Berry’s | Antinomie, Burali-Forti’s | Antinomie, Cantor’s | Antinomie, Grelling’s und Nelson’s | Antinomie, logische | Antinomie, Russell’s | Antinomie, semantische | Antinomie vom Barbier | Apodizität | Apophantische Logik | Aporetiker | Apprehension | Apprehension, Synthesis der | Apriorismus | Äquivalenzschema | äquivok | Äquivokation | arbor porphyrii | Argument | Argument der Halluzination | Argument der Illusion | Argument der schiefen Bahn | Argument der schiefen Ebene | Argument der sich widersprechenden Erscheinungen | Argument der Träume | Argument des übelwollenden Dämons | Argument, modales | Argumentationstheorie | argumentum nimium probans | Armut | Armut, absolute | Armut, relative | Art | Artbegriff | Artunterschied | assertiv | Assoziation | Assoziationsgesetz | Assoziationismus | Assoziationspsychologie | Assoziationszeit | Athenische Schule | Atomismus, logischer | Aufforderung | Ausdrücke, sprachliche | Äußerung, assertive | Äußerung, konstative | Äußerung, performative | Äußerung, repräsentionale | Aussage, vage | aut-Funktion | Autarkie | autologisch | Autonomie | Autonomie der Vernunft | Autonomie, moralische | Averroismus | Axiologie | Axiom
I Allg
Induktive Verallgemeinerung
Als induktive Verallgemeinerung oder Induktionsschluß bezeichnet man die Form der Induktion bei der von einer Teilklasse auf die Gesamtklasse geschlossen wird. Die Prämissen dieses Schlusses bestehen darin, dass einerseits eine bestimmte Klasse in einer anderen enthalten ist und andererseits alle Elemente der ersten Klasse eine bestimmte Eigenschaft haben. Es wird geschlossen, dass auch alle Elemente der zweiten Klasse diese Eigenschaft haben.In der logischen Untersuchung des Induktionsschlusses gibt es eine starke Tradition eines wahrscheinlichkeitslogischen Ansatzes. Mit diesem konkurriert aber zumindest auch ein Ansatz im Rahmen der mehrwertigen Logik.
Carnap unterscheidet in seiner Arbeit Induktive Logik und Wahrscheinlichkeit fünf Haupttypen der induktiven Verallgemeinerung:
Hume, Popper u. a. bezweifeln die Möglichkeit, durch induktive Verallgemeinerung die Wahrheit wissenschaftlicher Hypothesen begründen zu können.
Die induktive Verallgemeinerung ist Grundlage des Induktivismus.
Index B
Badische Schule | Barbier, Antinomie vom | Baum des Porphyrios | Bedeutungsempirismus | Bedürfnis | Bedürfnis, gesellschaftliches | Bedürfnislosigkeit | Begriff | Begriff, absoluter | Begriff, abstrakter | Begriff, allgemeiner | Begriff, apriorischer | Begriff, einfacher | Begriff, einzuteilender | Begriff, komplementärer | Begriff, konkreter | Begriff, negativer | Begriff, registrierender | Begriff, relativer | Begriff, relationsloser | Begriff, subalterner | Begriff, subordinierender | Begriff, subordinierter | Begriff, undefinierter | Begriff, unvollständiger | Begriff, vager | Begriff, vollständiger | Begriffe, äquipollente | Begriffe, äquivoke | Begriffe, disparate | Begriffe, extensionsgleiche | Begriffe, identische | Begriffe, kontradiktorische | Begriffe, konträre | Begriffe, koordinierte | Begriffe, nichtvergleichbare | Begriffe, reziproke | Begriffe, sich schneidende | Begriffe, umfangsgleiche | Begriffe, univoke | Begriffe, unvereinbare | Begriffe, untergeordnete | Begriffe, vereinbare | Begriffe, vergleichbare | Begriffsbestimmung | Begriffsbestimmung, genetische | Begriffsempirismus | Begriffsinhalt | Begriffsrealismus | Begriffsumfang | Behauptung | Behaviorismus | Beobachtung | Berliner Gruppe | Berliner Schule | Berry’s Antinomie | besser, epistemisch | besser, intrinsisch | Beurteilung | Bevölkerungsethik | Bevormundungs-Paradoxon | Beweisempirismus | Bewußtseinsindustrie | Bezugnahme, Problem der objektiven | Bioethik | Bitte | Bivalenz | Bivalenzprinzip | Boolesche Algebra | Bounded Difference | Bounded Sum | Brain in the vat | Bündeltheorie der Referenz | Burali-Forti’s Antinomie | Buridians Esel
I Logik
Induktive Logik
Als induktive Logik (auch: Induktionslogik) bezeichnet man den Teil der Logik, in dem die Induktion untersucht wird.In der nichtklassischen Induktionslogik werden Mittel zur Wertung des Grades des logischen Zusammenhanges von hypothetischen Aussagen mit anderen Aussagen erarbeitet, deren Wahrheit bereits bewiesen ist.
Es wird der Grad der Wahrscheinlichkeit von Urteilen untersucht, die aufgrund der Daten einer unvollständigen Information gebildet werden.
Die moderne Induktionslogik, die in Arbeiten von Reichenbach, Carnap, Hempel, Keynes u. a. erarbeitet wird, verwendet bei ihren Untersuchungen die Wahrscheinlichkeitslogik.
Ein anderer wichtiger Strom der Induktionslogik gründet auf der mehrwertigen Logik (approximatives Schließen, unscharfes Schließen).
I Wwf
Innere und äußere Wahrheitswertfunktion
Bo&;var unterscheidet in der mehrwertigen Logik zwischen inneren und äußeren Wahrheitswertfunktionen.Die inneren Wahrheitswertfunktionen bilden die von 0, 1 verschiedenen Quasiwahrheitswerte stets wieder auf solche Quasiwahrheitswerte ab.
Die äußeren Wahrheitswertfunktionen nehmen nur die Werte 0, 1 als Funktionswerte an.
Diese Klassifikation ist freilich nicht vollständig.
Ein Beispiel für eine innere Negation ist die Negation der mehrwertigen Logik von &;ukasiewicz und Tarski, deren dreiwertige Variante auch von Bo&;var in seinen Systemen benutzt wurde.
Ein Beispiel für die äußere Negation ist die Gödel-Negation.
I
i
Das Symbol i ist in der traditionellen Logik das Zeichen für ein partiulär verneinendes Urteil. So wird Einige S sind nicht P durch SiP abgekürzt. Das Symbol kommt von dem Wort affirmo = ich behaupte.Ichheit
Ichheit
Als Ichheit bezeichnet Fichte den Charakter des Ich-Seins, das heißt das Für-sich-sein.Idbegr
Identische Begriffe
Begriffe, die denselben Begriffsumfang haben, heißen identisch, äquipollent, umfangsgleich oder extensional gleich und werden bei logischen Untersuchungen häufig miteinander identifiziert (Extensionalitätsprinzip).Die identischen Begriffe gehören zu den vereinbaren Begriffen.
Eine wichtige Teilklasse der identischen Begriffe sind die reziproken Begriffe.
Idealism
Idealismus
Als Idealismus bezeichnet man eine philosphische Grundhaltung, die dem Denken oder den Ideen den Vorrang gegenüber der materiellen Welt oder der sinnlichen Erfahrung einräumt.Der Idealismus tritt erstmals in ausgeprägter Form bei Platon auf.
Maßgeblichen Einfluß auf die Entwicklung des Idealismus hatte Descartes. Nach Descartes ist die geistige Seinsweise leichter zu erkennen als die körperliche (cogito ergo sum).
Eine der bedeutendsten idealistischen Schulen ist die Schule des absoluten Idealismus. Diese Schule hat insbesondere auf die Herausbildung der Kohärenztheorien maßgeblichen Einfluß gehabt.
In The Refutation of Idealism (1903) kritisiert Moore den Idealismus der damaligen englischen Universitätsphilosophie. Moore untersucht die seiner Meinung nach entscheidende idealistische Annahme, dass das, was nicht von einem Bewußtsein aufgefaßt werden kann, auch nicht existiert. Bei näherer Betrachtung – so Moore – erweist sich die Frage nach der Existenz eines Gegenstands unabhängig von einem Bewußtsein als eine offene Frage, und damit bricht die Grundlage der idealistischen Philosophie zusammen.
Simmel verbindet die psychologisch-genetische, evolutionistische mit einer idealistischen, an Kant und Hegel orientierten, Auffassung.