Implmehr

Wahrheitswertfunktionen für Implikationen

Für den dreitwertigen Fall von&;ukasiewicz [1]und für den mehrwertigen Fall von
&;ukasiewicz/Tarski [2] wurde die&;ukasiewicz-Tarski-Implikation zur Beschreibung einer mehrwertigenImplikation benutzt. Sie ist wie folgt definiert:

seq1 (x, y) =df min(1, 1 – x + y)

Zu jeder T-Norm tlässt sich eine Wahrheitswertfunktion der Implikationbestimmen, die wie folgt definiert ist:

seqt (x, y) =df sup {x: t(x, z) &; y}.

Die &;ukasiewicz-Tarksi-Implikation ist nach diesem Schema an die Bounded Difference gebunden.

Eine andere mehrwertige Implikation hat Gödel[3] entwickelt. Diese Implikation wird daher auch als Gödel-Implikation bezeichnet. Sie ist wie folgt definiert.

seq2 (x, y) =df 1 falls x &; y, sonst y.

Der gleiche Zusammenhang wie zwischen &;ukasiewicz-Tarksi-Implikation und Bounded Difference besteht zwischen Gödel-Implikationund &;ukasiewicz-Tarksi-Konjunktion.

Die G43-Implikation wird wie folgt berechnet:

seq3 (x, y) =df 1, falls x &; y, sonst y/x.

Die Zadeh-1-Implikation ist wie folgt definiert:

seq4 (x, y) =df 1 – x, fallsx < y, 1 falls x = y, sonst y.

Die Zadeh-2-Implikation wird wie folgt bestimmt:

seq5 (x, y) =df 1 fallsx &; y, sonst min(1 – x, y).

Die Zadeh-3-Implikation wird bestimmt als:

seq6 (x, y) =df 1 fallsx &; y, sonst y/(x+(1-y)).

Die nächste Implikation findet sich bereitsbei Post und wird daher von mirPost-Implikation genannt.

seq7 (x, y) =df seq2 (x, y), falls x ausgezeichneter Wahrheitswert ist, seq1 (x, y) sonst.

Diese Implikation muss nicht die Standardbedingung der Implikationerfüllen.

Die Implikation seq8 ist eine Verallgemeinerung der dreiwertigen Implikation vonKleene und wie folgt definiert:

seq8 (x, y) =df max(1 – x, y)

Diese Implikation erfüllt die Normalbedingung der Implikation.

[1] &;ukasiewicz, J.: O logice trójwarto&;ciowej, Ruch Filozoficzny 5 1920, 170f.;
engl. in: &;ukasiewicz, J.: Selected Works (ed. L. Borkowski)Amsterdam/London/Warschau 1970
[2] &;ukasiewicz, J./Tarski, A.: Untersuchungenüber den Aussagenkalkül,Comptes Rendus Séances Société des Sciences et Lettres Varsovie, Cl. III, 23 (1930), 30 – 50
[3] Gödel, K.: Zum intuitionistischen Aussagenkalkül. In:Anzeiger Akademie der Wissenschaften Wien. Math.-naturwissensch. Klasse 69(1932), 65 – 66

Inaddef

Inadäquatheit der Definition

Der Fehler der Inadäquatheit kann nur in feststellenden Definitionen auftreten. Eine feststellende Definition ist adäquat, wenn die Extension des Definiens dem des Definiendum gleicht.

In einer adäquaten feststellenden Definition muss daher das Definiens so gewählt werden, dass seine Extension der festgestellten Extension des Definiendum gleicht. Im anderen Fall, wenn sich also die Extensionen nicht gleichen, ist die Definition inadäquat. Formen der inadäquaten Definition sind die zu enge und die zu weite Definition sowie Definitionen, in denen sich die Extension des Definiendum mit der des Definiens kreuzt.

Hysteres

Hysteresis

Als Hysteresis bezeichnet man das zeitliche Zurückbleiben einer Folge hinter der sie hervorrufenden Ursache.

Index A

Index A 
a | A | a dicto secundum quid ad dictum simpliciter | a fortiori | a majore ad minus | a maximis ad minima | a nescire ad non esse | a posse ad esse | a posteriori | a prima facie | a sensu composito ad sensum divisum | a sensu diviso ad sensum compositum | Ab-esse-ad-posse-Prinzip | ab esse ad posse valet, a posse ad esse non valet | Abakus, logischer | Abbildungstheorie der Wahrheit | Abduktion| Ableitungskepsis | Abscheu | Abschreckungstheorie | Absicht | Absichtstheorie | Absolute, das | absoluter Idealismus | absoluter Parameter | Abstimmungsparadoxon | Abtreibung | ad absurdum | ad impossibile | Admetos-Dilemma | aeternae veritates | Aggregat | Agrippa’s Trilemma | Akademie | Akademie, alte | Akademie in Florenz | Akademie, mittlere | Akademie, neuere | Akademisch-Philosophischer Verein zu Leipzig | Akt | Akt, illokutionärer | Akt, perlokutionärer | Aktkonsequentialismus | Aktteleologie | Aktualistischer Idealismus | Alethiologie | Alexandrinische Schule | Algebra, Boolesche | Algebra der Logik | Algebra, logische | Algebraic Product | Algebren, polyadische | Algebren, substitutiv induzierte | Allschluß | Allgemeinbegriff | Allinduktionismus | Allquantor | Alternative, starke | Altruismus | Analogieschluß | Analyse-Paradoxon | Analyse, logische | Angemessenheit der Definition | anthropoauditoriell | anthropooriginär | anthroporeferentiell | Anthroporelationalität | Anthropozentrik | Anthropozentrik, erkenntnistheoretische | Anthropozentrik, ethische | Anthropozentrik, ontologische | Anthropozentrik, sprachlogische | Anthropozentrik, unvollständige | Anthropozentrismus | Anti-Psychologismus | Anti-Regel | Antilogismus | Antinomie | Antinomie, Berry’s | Antinomie, Burali-Forti’s | Antinomie, Cantor’s | Antinomie, Grelling’s und Nelson’s | Antinomie, logische | Antinomie, Russell’s | Antinomie, semantische | Antinomie vom Barbier | Apodizität | Apophantische Logik | Aporetiker | Apprehension | Apprehension, Synthesis der | Apriorismus | Äquivalenzschema | äquivok | Äquivokation | arbor porphyrii | Argument | Argument der Halluzination | Argument der Illusion | Argument der schiefen Bahn | Argument der schiefen Ebene | Argument der sich widersprechenden Erscheinungen | Argument der Träume | Argument des übelwollenden Dämons | Argument, modales | Argumentationstheorie | argumentum nimium probans | Armut | Armut, absolute | Armut, relative | Art | Artbegriff | Artunterschied | assertiv | Assoziation | Assoziationsgesetz | Assoziationismus | Assoziationspsychologie | Assoziationszeit | Athenische Schule | Atomismus, logischer | Aufforderung | Ausdrücke, sprachliche | Äußerung, assertive | Äußerung, konstative | Äußerung, performative | Äußerung, repräsentionale | Aussage, vage | aut-Funktion | Autarkie | autologisch | Autonomie | Autonomie der Vernunft | Autonomie, moralische | Averroismus | Axiologie | Axiom

I Allg

Induktive Verallgemeinerung

Als induktive Verallgemeinerung oder Induktionsschluß bezeichnet man die Form der Induktion bei der von einer Teilklasse auf die Gesamtklasse geschlossen wird. Die Prämissen dieses Schlusses bestehen darin, dass einerseits eine bestimmte Klasse in einer anderen enthalten ist und andererseits alle Elemente der ersten Klasse eine bestimmte Eigenschaft haben. Es wird geschlossen, dass auch alle Elemente der zweiten Klasse diese Eigenschaft haben.

In der logischen Untersuchung des Induktionsschlusses gibt es eine starke Tradition eines wahrscheinlichkeitslogischen Ansatzes. Mit diesem konkurriert aber zumindest auch ein Ansatz im Rahmen der mehrwertigen Logik.

Carnap unterscheidet in seiner Arbeit Induktive Logik und Wahrscheinlichkeit fünf Haupttypen der induktiven Verallgemeinerung:

Hume, Popper u. a. bezweifeln die Möglichkeit, durch induktive Verallgemeinerung die Wahrheit wissenschaftlicher Hypothesen begründen zu können.

Die induktive Verallgemeinerung ist Grundlage des Induktivismus.

Index B

Index B 
Badische Schule | Barbier, Antinomie vom | Baum des Porphyrios | Bedeutungsempirismus | Bedürfnis | Bedürfnis, gesellschaftliches | Bedürfnislosigkeit | Begriff | Begriff, absoluter | Begriff, abstrakter | Begriff, allgemeiner | Begriff, apriorischer | Begriff, einfacher | Begriff, einzuteilender | Begriff, komplementärer | Begriff, konkreter | Begriff, negativer | Begriff, registrierender | Begriff, relativer | Begriff, relationsloser | Begriff, subalterner | Begriff, subordinierender | Begriff, subordinierter | Begriff, undefinierter | Begriff, unvollständiger | Begriff, vager | Begriff, vollständiger | Begriffe, äquipollente | Begriffe, äquivoke | Begriffe, disparate | Begriffe, extensionsgleiche | Begriffe, identische | Begriffe, kontradiktorische | Begriffe, konträre | Begriffe, koordinierte | Begriffe, nichtvergleichbare | Begriffe, reziproke | Begriffe, sich schneidende | Begriffe, umfangsgleiche | Begriffe, univoke | Begriffe, unvereinbare | Begriffe, untergeordnete | Begriffe, vereinbare | Begriffe, vergleichbare | Begriffsbestimmung | Begriffsbestimmung, genetische | Begriffsempirismus | Begriffsinhalt | Begriffsrealismus | Begriffsumfang | Behauptung | Behaviorismus | Beobachtung | Berliner Gruppe | Berliner Schule | Berry’s Antinomie | besser, epistemisch | besser, intrinsisch | Beurteilung | Bevölkerungsethik | Bevormundungs-Paradoxon | Beweisempirismus | Bewußtseinsindustrie | Bezugnahme, Problem der objektiven | Bioethik | Bitte | Bivalenz | Bivalenzprinzip | Boolesche Algebra | Bounded Difference | Bounded Sum | Brain in the vat | Bündeltheorie der Referenz | Burali-Forti’s Antinomie | Buridians Esel

I Logik

Induktive Logik

Als induktive Logik (auch: Induktionslogik) bezeichnet man den Teil der Logik, in dem die Induktion untersucht wird.

In der nichtklassischen Induktionslogik werden Mittel zur Wertung des Grades des logischen Zusammenhanges von hypothetischen Aussagen mit anderen Aussagen erarbeitet, deren Wahrheit bereits bewiesen ist.

Es wird der Grad der Wahrscheinlichkeit von Urteilen untersucht, die aufgrund der Daten einer unvollständigen Information gebildet werden.

Die moderne Induktionslogik, die in Arbeiten von Reichenbach, Carnap, Hempel, Keynes u. a. erarbeitet wird, verwendet bei ihren Untersuchungen die Wahrscheinlichkeitslogik.

Ein anderer wichtiger Strom der Induktionslogik gründet auf der mehrwertigen Logik (approximatives Schließen, unscharfes Schließen).

I Wwf

Innere und äußere Wahrheitswertfunktion

Bo&;var unterscheidet in der mehrwertigen Logik zwischen inneren und äußeren Wahrheitswertfunktionen.

Die inneren Wahrheitswertfunktionen bilden die von 0, 1 verschiedenen Quasiwahrheitswerte stets wieder auf solche Quasiwahrheitswerte ab.

Die äußeren Wahrheitswertfunktionen nehmen nur die Werte 0, 1 als Funktionswerte an.

Diese Klassifikation ist freilich nicht vollständig.

Ein Beispiel für eine innere Negation ist die Negation der mehrwertigen Logik von &;ukasiewicz und Tarski, deren dreiwertige Variante auch von Bo&;var in seinen Systemen benutzt wurde.

Ein Beispiel für die äußere Negation ist die Gödel-Negation.


I

i

Das Symbol i ist in der traditionellen Logik das Zeichen für ein partiulär verneinendes Urteil. So wird Einige S sind nicht P durch SiP abgekürzt. Das Symbol kommt von dem Wort affirmo = ich behaupte.

Ichheit

Ichheit

Als Ichheit bezeichnet Fichte den Charakter des Ich-Seins, das heißt das Für-sich-sein.