Porcia

Porcia (gest. 42 u. Z.)

Die römische Stoikerin gilt als Tochter Catos und Frau des Brutus, der an der Verschörung gegen Cäsar beteiligt war.

Sie galt als gelehrt. Plutarchos bezeichnet sie in seinem Buch Das Leben des Brutus als Philosophin.

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Porezki

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Platon Sergejewitsch Porezki (1846 – 1907)

Der russische Logiker, Astronom, Mathematiker und Philosoph Platon Sergejewitsch Porezki war Professor an der Universität Kasan.

Er hielt als erster in Rußland Vorlesungen über mathematische Logik.

Porezki verallgemeinerte die Ergebnisse von Boole, Jevons und Schröder auf dem Gebiet der Algebra der Logik. Ergebnis ist eine Theorie logischer Identitäten.

Er versuchte das Problem der Entscheidbarkeit im Klassenkalkül durch einen möglichst einfachen Algeorithmus zu lösen.

Porezki meinte, dass die Logik qualitative Formen und die Algebra quantitative Formen untersucht. Die Methodik der mathematischen Logik und der Algebra sind nach Porezki analog.

Im Kalkül von Porezki gibt es zwei konstante Termini: 1 für die Universalklasse und 0 für die Leerklasse. Die variablen Termini werden bei ihm mit lateinischen Buchstaben a, b, c, d … bezeichnet, die logischen Operationen mit den Zeichen . für die Multiplikation, + für die Addition und ‚ für die Ergänzung. Porezki schuf eine Theorie der logischen Gleichungen und später auch der logischen Ungleichungen.

Porphyr

Porphyrios von Tyros (232/3 – ca. 301)

Porphyrios, eigentlich Malchos, ein Schüler und Biograph Plotins, trat vor allem als Kommentator Plotins hervor. Eine Zeit lang war Pophyrios Schüler des Longinos in Athen, dann war er Schüler des Plotin in Rom (ab 262). Porphyrios lebte mehrere Jahre in Sizilien.

Er gilt als Vertreter der alexandrinischen Schule des Neuplatonismus und trug durch seine verständliche Darstellung zur Verbreitung der Gedanken Plotins bei.

Er stellt die mystische Lehre von der Versenkung der Seele in die Gottheit (Ekstasis) in den Mittelpunkt seiner Interpretation und forderte für die vorhergehende Seelenreinigung (Katharsis) asketische Übungen.

Aus dem göttlichen Einen gehen der Geist und die Seele und aus dieser die Materie hervor. Die Materie war niemals ohne Form, so dass die Welt ewig ist. Die Einzelseelen sind aus der Weltseele hervorgegangen. Die Seele ist immateriell und unvergänglich. Sie erkennt vermittelst der ihr eigenen Vernunftkeime. Das Böse beruht auf der niederen Begierde der Seele. Die Tugend hächster Art ist die asketische Reinigung und Vergeistigung der Seele.

Porphyrios schrieb Kommentare zu Platon und eine Einführung (Isagoge) in die aristotelische Logik, die in der Übersetzung von Boëthius ein Standardwerk der mittelalterlichen Logik wurde.

In dieser Schrift behandelt Porphyrios die fünf Grundbegriffe Gattung (genus), Art (species), artbildender Unterschied (differentia specifia), wesentliches Merkmal (proprium), unwesentliches bzw. zufälliges Merkmal (accidens), die nach Porphyrios den Aristotelischen Kategorien zugrunde liegen.

Auf diese Schrift, die vielfach Quinque voces (Von den fünf Lautungen) genannt wird, geht die Entstehungsgeschichte des Universalienstreites zurück.

Bekannt ist ein von Porphyrios vorgeschlagenes Schema der fünf Grundbegriffe, das später die Bezeichnung arbor porphyrii (Baum des Porphrios) erhielt, mit dem das Verhältnis zwischen Gattungs- und Artbegriffen bei der dichotomischen Einteilung graphisch dargestellt wird.

Porphyrios verfasste auch eine Kampfschrift in 15 Büchern Gegen die Christen, die 448 unter Theidosius II. vernichtet wurde.

Seine Geschichte der antiken Philosophie ist ebenfalls nicht erhalten geblieben.


Portig

Gustav Portig (geb. 1858)

Gustav Portig, geboren in Leipzig, ist Schüler von Weiße. Er vertritt eine Variante des Dualismus, der auf der Zweiheit als universales Prinzip beruht.


Poseid

Poseidonios von Apameia (135 – 51 v. u. Z.)

Poseidonios, ein hellinistischer Philosoph, Historiker, Geograph und Astronom, war Schüler des Panaiotos. Er wird zur mittleren Stoa gezählt und wirkte ab 97 v. u. Z. auf Rhodos, wo ihn auch vornehme Römer hörten, u. a. Cicero und Pompeius. Auch Varro war sein Schüler.

Seine universale Gelehrsamkeit stand im Dienste seiner Philosophie, in der er die Lehren der älteren Stoa mit Erkenntnissen Platons und Aristoteles‘ zu verbinden suchte.

Sein Geschichtswerk in 52 Bänden (nur in Fragmenten erhalten) bildet eine Fortsetzung der "Weltgeschichte" des Polybios für die Jahre 144-86 v. u. Z.

Wie Polybios bewunderte er die wachsende Macht Roms, insbes. die Politik des Pompeius; die Geschichte der hellenistischen Staaten sah er als Verfallsprozeß. Auch seine Erforschung der Kulturgeschichte fremder Völker verstand er als Beleg für den fortschreitenden Abfall der Menschen vom Logos, der ursprünglich den Kosmos und die Menschheit durchwaltet hatte.

Gemäß der altstoischen Theorie vom zyklischen Weltbrand denkt er an ein katastrophales Ende dieser Entwicklung. Philosophie dient dazu, die Verbindung des Menschen mit dem Logos festzuhalten. In seinem Leben soll der Mensch dem der Natur nicht mehr innewohnenden Logos folgen. Da der Körper die Seele am vollen Kontakt mit dem Logos hindert, muss sie unsterblich gedacht werden.

Er vertrat wie Eratosthenes und Pytheas die These, dass der Okeanos ein die Kontinente umgebendes Weltmeer ist.


Post

Emil L. Post

Der amerikanische Mathematiker und Logiker E. L. Post hat unabhängig von &;ukasiewicz und etwa gleichzeitig Systeme mehrwertiger Aussagenlogik betrachtet.

Post entwickelte diese Systeme im Kontext der Untersuchung der klassischen Aussagenlogik, insbesondere ihrer funktionalen Vollständigkeit. Post führt beliebige entdlichwertige Systeme ein [1].

Post diskutiert den Fall, dass außer dem Wert 1 noch weitere Quasiwahrheitswerte ausgezeichnet sein können.

Post verwendet dabei als Negation die sogenannte Post-Negation und als Alternative die &;ukasiewicz-Tarski-Alternative.

Es findet sich bei Post eine Implikation, die eine Kopplung der &;ukasiewicz-Tarksi-Implikation und der Gödel-Implikation ist und von mir Post-Implikation genannt wird.


[1] Post, E. L.: Introduction to a general theory of elementary propositions. American Journal Mathematics 43 (1921), 163 – 185


Powarnin

Sergei Innokentjwitsch Powarnin (1870 – 1952)

Der russische Philosoph und Logiker S. I. Powarnin war einer der ersten in Rußland, die sich mit der Relationenlogik beschäftigten. In seinem Buch Relationslogik (1917) legte er seine Ansichten über die Theorie des Schließens dar. Er wandte sich gegen Versuche, die traditionelle Logik durch die mathematische Logik zu ersetzen.

Nach Powarnin bilden die Verfahren des Kalküldenkens den Gegenstand der mathematischen Logik. Diese Theorie beschäftigt sich mit deduktiven Schlüssen und ist daher deduktiv.

Gegenstand der traditionellen Logik sind Verfahren und Formen des urteilenden Denkens. In dieser vermischen sich Deduktion und Induktion.

In seinem Buch Kunst des Streitgesprächs (1918) liefert er einige interessante Gedanken zur Argumentationstheorie.


Poznansk

Edward Pozna&;ski

Edward Pozna&;ski (* 1901; †  1976) ist ein Vertreter der Lwow-Warschau-Schule.

In den 1930er Jahren entwickelte er mit Aleksander Wundheiler einen radikalen Anti-Realismus. Sie hielten die empirischen Wissenschaften fär zyklisch und aus prinzipiellen Gründen für anti-fundamentalistisch. Man kann nach ihrer Auffassung keine Daten identifizieren, wenn man nicht auf Theorien referiert. Daher gibt es in der Wissenschaft keine Korrespondenz der Wahrheit mit Fakten.

Literatur


Prantl

Karl von Prantl (1820 – 1888)

Der deutsche Philosoph Karl von Prantl ist Autor einer Reihe von Arbeiten zur Geschichte der Philosophie und zur Geschichte der Logik.

Er gab Schriften von Aristoteles heraus.

In seiner Geschichte der Logik im Abendlande (Bd. 1 – 4, 1885 – 1890) finden sich einige entlegene Quellen der Logik des Mittelalters.


Presburg

Mojzesz Presburger

Mojzesz Presburger (* 1903?, †  1943?) ist ein Vertreter der Lwow-Warschau-Schule.

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