Portig
Gustav Portig (geb. 1858)
Gustav Portig, geboren in Leipzig, ist Schüler von Weiße. Er vertritt eine Variante des Dualismus, der auf der Zweiheit als universales Prinzip beruht.
Seine universale Gelehrsamkeit stand im Dienste seiner Philosophie, in der er die Lehren der älteren Stoa mit Erkenntnissen Platons und Aristoteles‘ zu verbinden suchte.
Sein Geschichtswerk in 52 Bänden (nur in Fragmenten erhalten) bildet eine Fortsetzung der "Weltgeschichte" des Polybios für die Jahre 144-86 v. u. Z.
Wie Polybios bewunderte er die wachsende Macht Roms, insbes. die Politik des Pompeius; die Geschichte der hellenistischen Staaten sah er als Verfallsprozeß. Auch seine Erforschung der Kulturgeschichte fremder Völker verstand er als Beleg für den fortschreitenden Abfall der Menschen vom Logos, der ursprünglich den Kosmos und die Menschheit durchwaltet hatte.
Gemäß der altstoischen Theorie vom zyklischen Weltbrand denkt er an ein katastrophales Ende dieser Entwicklung. Philosophie dient dazu, die Verbindung des Menschen mit dem Logos festzuhalten. In seinem Leben soll der Mensch dem der Natur nicht mehr innewohnenden Logos folgen. Da der Körper die Seele am vollen Kontakt mit dem Logos hindert, muss sie unsterblich gedacht werden.
Er vertrat wie Eratosthenes und Pytheas die These, dass der Okeanos ein die Kontinente umgebendes Weltmeer ist.
Post entwickelte diese Systeme im Kontext der Untersuchung der klassischen Aussagenlogik, insbesondere ihrer funktionalen Vollständigkeit. Post führt beliebige entdlichwertige Systeme ein [1].
Post diskutiert den Fall, dass außer dem Wert 1 noch weitere Quasiwahrheitswerte ausgezeichnet sein können.
Post verwendet dabei als Negation die sogenannte Post-Negation und als Alternative die &;ukasiewicz-Tarski-Alternative.
Es findet sich bei Post eine Implikation, die eine Kopplung der &;ukasiewicz-Tarksi-Implikation und der Gödel-Implikation ist und von mir Post-Implikation genannt wird.
[1] Post, E. L.: Introduction to a general theory of elementary propositions. American Journal Mathematics 43 (1921), 163 – 185
Nach Powarnin bilden die Verfahren des Kalküldenkens den Gegenstand der mathematischen Logik. Diese Theorie beschäftigt sich mit deduktiven Schlüssen und ist daher deduktiv.
Gegenstand der traditionellen Logik sind Verfahren und Formen des urteilenden Denkens. In dieser vermischen sich Deduktion und Induktion.
In seinem Buch Kunst des Streitgesprächs (1918) liefert er einige interessante Gedanken zur Argumentationstheorie.
In den 1930er Jahren entwickelte er mit Aleksander Wundheiler einen radikalen Anti-Realismus. Sie hielten die empirischen Wissenschaften fär zyklisch und aus prinzipiellen Gründen für anti-fundamentalistisch. Man kann nach ihrer Auffassung keine Daten identifizieren, wenn man nicht auf Theorien referiert. Daher gibt es in der Wissenschaft keine Korrespondenz der Wahrheit mit Fakten.
Er gab Schriften von Aristoteles heraus.
In seiner Geschichte der Logik im Abendlande (Bd. 1 – 4, 1885 – 1890) finden sich einige entlegene Quellen der Logik des Mittelalters.
Joseph Priestley sieht die Vorstellungsassoziationen in Abhängigkeit von den Gehirnschwingungen. Er spricht jedoch – anders als Hartley – von einer Materialität der seelischen Vorgänge und will eine Physik des Nervensystems schaffen. Priestley betrachtet die Psychologie als Teil der Physiologie.
Für die Physiologie ist die Seele mit dem Gehirn eins. Für die Metaphysik und Religion ist die Seele eine unsterbliche Substanz.
Wie jedes Geschehen in der Welt ist auch der menschliche Wille determiniert. Die (absolute) Willensfreiheit ist eine Illusion. Das Handeln ist frei, sofern es ein Ausfluß des menschlichen Wesens ist, welches unter bestimmten Umständen nicht anders handeln kann, als es der Fall ist.
Prodikos wurde besonders durch die religionsgeschichtliche Erkenntnis berühmt, dass alles, was für den Menschen nützlich sei – Sonne, Flüsse, Quellen usw. – von ihnen zu den Göttern gerechnet worden wäre. Prodikos erzählt im Rahmen seines Die Horen betitelten Werkes u. a. die durch Xenophon überlieferte berühmte mythische Erzählung Herakles am Scheidewege, in der er Herakles den steilen und beschwerlichen Weg der Tugend anstelle der bequemen Straße der Lust und des Lasters wählen lässt.
Prodikos wurde auch durch seine Untersuchungen auf dem Gebiet der Synonymik (Auffinden von Ähnlichkeiten von Wörtern nach ihrer Bedeutung bei unterschiedlicher Lauftung) und Homonymik (Auffinden von Wörtern mit gleicher Lautung aber unterschiedlicher Bedeutung) bekannt.
Großes Interesse zeigte Prodikos auch für die Erforschung des Streitgespräches.