Presburg
Mojzesz Presburger
Mojzesz Presburger (* 1903?, † 1943?) ist ein Vertreter der Lwow-Warschau-Schule.Weblinks
Joseph Priestley sieht die Vorstellungsassoziationen in Abhängigkeit von den Gehirnschwingungen. Er spricht jedoch – anders als Hartley – von einer Materialität der seelischen Vorgänge und will eine Physik des Nervensystems schaffen. Priestley betrachtet die Psychologie als Teil der Physiologie.
Für die Physiologie ist die Seele mit dem Gehirn eins. Für die Metaphysik und Religion ist die Seele eine unsterbliche Substanz.
Wie jedes Geschehen in der Welt ist auch der menschliche Wille determiniert. Die (absolute) Willensfreiheit ist eine Illusion. Das Handeln ist frei, sofern es ein Ausfluß des menschlichen Wesens ist, welches unter bestimmten Umständen nicht anders handeln kann, als es der Fall ist.
Er hat die (mathematische) Chaostheorie begründet, hat die von Hendrik Antoon Lorentz aufgestellte Theorie zur Elektrodynamik verbessert. Er hat die spezielle Realtivitätstheorie (1905) insofern begründend vorweggenommen, da er die Gültigkeit der Lorentz-Transformation anerkannte (1904) und die Gleichzeitigkeit mittels Signalaustausch durch Licht beschrieb (1898). Er postulierte die konstante und absolute Geschwindigkeit des Lichtes. Dazu hat er als erster die Möglichkeit einer Erweiterung der drei Raumdimensionen um die Zeit auf vier, zum Raum-Zeit-Kontinuum, erwogen. Diese von Poincaré stammende Idee erwähnt Hermann Minkowski zu seiner Raum-Zeit-Konstruktion im Rahmen seines Beitrags zur Relativitätstheorie.
Einstein kannte Poincarés Arbeiten zum Teil. Auf jeden Fall hatte er Kenntnis von Wissenschaft und Hypothese, und damit den Grundzügen der Ideen Poincarés zur Absolutheit resp. Relativität der Zeit. (Die deutsche Ausgabe enthielt Auszüge von „La mesure du temps“ (Das Maß der Zeit).)
Zusammen mit Lorentz fand Poincaré grundlegende theoretische Ansätze für die Quantenphysik, was Louis de Broglie in Kombination mit Einsteins spezieller Relativitätstheorie die Möglichkeit gab, den Welle-Teilchen-Dualismus zu formulieren.
Poincaré war ausgebildeter Ingenieur, arbeitete im Bergbau, schrieb philosophische Abhandlungen zur Wissenschaftstheorie, begründetet dabei eine Form des Konventionalismus.
Bei Polemon zeigt sich eine Abwertung der Theorie. Er sagte, "man müsse sich an den Aufgaben des Lebens üben und nicht an dialektischen Spekulationen" [1].
[1] Diogenes Laërtios: Leben und Meinungen berühmter Philosophen. IV 18
Piaget arbeitete zunächst zur parallelen Entwicklung logischer und psychologischer Kompetenzen bei Kindern, dann zu den sozialen und sprachlichen Einflüssen auf die kindliche Intelligenz.
Ab 1925 standen die Untersuchungen der vorsprachlichen kognitiven Funktionen und ihre Abhängigkeit von der Sensomotorik im Vordergrund. Von 1929 – 1939 arbeitete er zur Erkenntnistheorie in Genf und untersuchte insbesondere das Denken.
Ab 1940 beschäftigte er sich insbesondere mit der Entwicklung der frühkindlichen Wahrnehmung und mit der Bildung des Zeitbegriffes bei Kindern. Nach dem 2. Weltkrieg entstanden zahlreiche interdisziplinäre Studien.
Philosophie kann nach Piaget ohne Instrumente und ohne Experimente keine Probleme lösen. So wandelt er vor allem die Frage Was ist Erkenntnis? in die Frage Wie wird Erkenntnis? um.
Piaget knüpft am Rationalismus an. So hält er an der Souveränität des Erkenntnissubjekts fest.
Mit der These, dass Denken aus Handeln hervorgeht, stellt sich Piaget auf eine erkenntnistheoretische Position, die er Konstruktivismus nennt. Er nimmt an, dass der Mensch seine Begriffe so konstruiert, wie er Handlungen plant. Die Intelligenz wird als eine Strategie betrachtet, mit deren Hilfe die Wirklichkeit aktiv konstruiert wird.
Wie auch andere Konstruktivisten geht Piaget vom Begriff der Operation aus, die er als innere Tätigkeit des Subjektes betrachtet. Solche Operationen ermöglichen den Aufbau invarianter Strukturen im Erkenntnissubjekt.
Die Operationen der Kinder sind praktische Vorläufer des Denkens. Die geistige Entwicklung der Kinder ist weder eine Entfaltung angeborener Anlagen noch eine Prägung durch die Umwelt.
Die Kinder haben einen Drang in die Welt einzugreifen und sie zu erobern. Angeborene Wahrnehmungsstrukturen und Handlungsabläufe werden von ihnen auf die Wirklichkeit angewendet und so stufenweise Denkformen angeeignet.
Für den Logiker ist seine Verwendung von logischen Kalkülen als formalen Apparat zur Beschreibung von Systemen intellektueller Operationen von Interesse.
Obwohl kein direkter Schüler von Meinong kann er daher der Grazer Schule zugerechnet werden.
1484 kam Pico della Mirandola nach Florenz und wirkte dort in der Akademie von Florenz mit.
1486 veröffentlichte er 900 Thesen, die sich über viele Gebiete der Logik, Philosophie und Theologie erstreckten und mit denen er beanspruchte, die verschiedensten philosophischen Denkrichtungen und Systeme zu einer Einheit zusammengeführt zu haben. So bezog er die antiken Mysterien, das Alte und das Neue Testament, die Lehren von Pythagoras, Empedokles, Platon, Iamblichos, Zarathustra, die Chaldäischen Orakel, die Lehren von Augustinus, Averroës, Thomas von Aquino, Duns Scotus, Kabbala und Magie ein.
Die einheitlich Grundlage für seine Betrachtungen sieht Pico della Mirandola in der neuplatonischen Philosophie. Seine Überlegungen liegt der neuplatonische Gedanke einer Seinshierarchie zugrunde, die sich vom unbelebten Körper über verschiedene Stufen bis hin zum höchsten Sein (Gott) erstreckt.
Gott habe den Menschen zum Weltmittelpunkt bestimmt. Daher ist der Mensch weder sterblich noch unsterblich, weder himmlisch noch irdisch. Es liegt ganz in seinem Willen, zu welcher der vielfätigen Seinsformen er sich selbst bestimmt.
Der Mensch unterscheidet sich von den übrigen Lebewesen dadurch, dass er nicht an ein vorher bestimmtes Gesetz gebunden ist, sondern die Art und Weise seiner Existenz in freier und bewusster Wahl bestimmen kann. Er kann sich zum Tier erniedrigen, aber auch zum göttlichen Wesen erhöhen.
Für Pico della Mirandola besteht – ganz in neuplatonischer Tradition – das höchste Ziel des Menschen darin, sich dem göttlichen Ursprung zu nähern, was eine Reinigung von sinnlichen Antrieben und philosophischer Erkenntnis voraussetzt.
Die Astrologie lehnt Pico della Mirandolla mit der Begründung ab, dass sie mit ihrem Gedanken der Vorbestimmtheit des menschlichen Lebenslaufs durch die Konstellation der Gestirne jede freie Entscheidung unmöglich mache.
Pico della Mirandola rief die Gelehrten Europas zu einer Disputation über seine Thesen nach Rom. Papst Innozenz VIII. erklärte aber 13 der Thesen als häretisch, worauf Pcio della Mirandola nach Frankreich floh. Trotzdem wurde Pico della Mirandola durch Beauftragte der päpstlichen Kurie unter Arrest gestellt. Durch Fürsprache von Lorenzo de’Medici und von anderen italienischen Herrschern wurde er freigelassen und ging nach Florenz zurück.
Nach seiner Rückkehr nach Florenz lebte Pico della Mirandola sehr zurückgezogen. Thomas Morus hat eine Beschreibung des Lebens von Pico della Mirandola geschrieben.