Zoilos

Zoilos

Zoilos (lat.: Zoilus, * ca. 400 v. u. Z. in aus Amphipolis (Mazedonien), †  320 v. u. Z.) war ein kynischer Redner und Sophist. Er war evtl. ein Schüler des Polykrates von Athen. Er kritisierte Platon, Isokrates und Homer. Wegen seiner Kritik an Homer wurde er Homeromastix (Homergeißel) genannt.

Literatur

  • Jöcher, Christian Gottlieb: Allgemeines Gelehrten-Lexicon, Bd. 4, 2120 f.

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Zenon S

Zenon aus Sidon

Zenon aus Sidon (Ζ&;νων ο Σιδ&;νιο&;, lat. Zeno, * ca. 150 v. u.- Z., †  ca. 70 v. u. Z. in Athen) war ein griechischer Philosoph, Mathematiker und Logiker. Er lehrte in Athen, wo ihn Cicero hörte. Er ist Schüler des Apollodoros und gehört zu den Epikureern.

Literatur

  • Jöcher, Christian Gottlieb: Allgemeines Gelehrten-Lexicon, Bd. 4, 2182 f.

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Zindler

Konrad Zindler

Konrad Zindler (* 1866, †  1934) wirkte als Professor für Mathematik in Innsbruck. Er ist ein Schüler Meinongs aus des Grazer Zeit, wandte sich aber später der Mathematik zu.



Wwedensk

Alexandr Iwanowitsch Wwedenski

Alexandr Iwanowitsch Wwedenski (russisch: &;&;&;&;&;&;&;&;&; &;&;&;&;&;&;&;&; &;&;&;&;&;&;&;&;&;&;, translit.: Aleksandr Ivanovi&; Vvedenskij, engl.: Aleksandr Ivanovich Vvedenskiy, * 19. März 1856 (31. März 1856) in Tambow; †  7. März 1925 in Leningrad) war ein russischer Philosoph und Psychologe.

Wwedenski gilt als bedeutender Neukantianer und wirkte an der Universität Petrograd (heute Sankt Petersburg). Seine Arbeiten sind der kritischen Kantschen Erkenntnismethode gewidmet. Er erklärte diese Methode zur einzig geeigneten und sah es als seine Aufgabe an, die Lehre von Kant unter Berücksichtigung der naturwissenschaftlichen Erkenntnisse des 19. Jahrhunderts weiterzuentwickeln.

Wwedenski vertrat das Prinzip der Apriorität von Raum, Zeit und Kausalität. Nach seiner Auffassung besitzt die Erkenntnis a priori einen größeren Grad von Gewißheit als die Erkenntnis a posteriori. Die Prinzipien a priori gehen der Erfahrung logisch voran und fungieren als Bedingungen ihrer Möglichkeit. Das Wissen über die Dinge erklärt nicht ihr Wesen. Über das wahre Sein könnte man nichts anderes wissen als diese Möglichkeit des Wissens über das wahre Sein.

Die Seele ist nach Wwedenski unerkennbar und unsterblich. Sie ist die Quelle der Wahrnehmung.

Als Logik bezeichnete Wwedenski die Wissenschaft von der Richtigkeit oder Fehlerhaftigkeit des Denkens. Richtiges Denken bestimmte er als ein Denken, das zur Erweiterung des Wissens geeignet ist, und falsches als ein Denken, das sich zu diesem Zweck nicht eignet.

Davon ausgehend, definierte er als Aufgaben der Logik

  1. Regeln zu ermitteln, bei deren Befolgung sich das Denken zur Wissenserweiterung eignet,
  2. diese Regeln mit den Gesetzen des Denkens zu erklären und
  3. die im Denken auftretenden Fehler zu ermitteln und zu beschreiben.

Das Urteil definiert Wwedenski als einen Gedanken, in dem etwas behauptet oder etwas negiert wird. Aus Urteilen besteht das Wissen, die Begriffe jedoch sind Bestandteile des Urteils, sie sind weder wahr noch falsch, da nur Urteile wahr oder falsch sein können.

Den Schluss charakterisiert er als eine Vereinigung von zwei oder mehr Urteilen.

Aufgabe der Psychologie ist es nach Wwedenski das Seelenleben mit Hilfe der Introspektion zu beschreiben. Die Logik gründet sich nicht auf Psychologie, sondern die Psychologie auf die Logik.

Für Wwedenski gibt es sowohl Willensfreiheit als auch göttliche Vorsehung.

Werke

  • Versuch des Aufbaus einer Theorie der Materie auf den Prinzipien der kritischen Philosophie (russ.), 1888
  • Lekzi po logike (Lektionen über Logik – Vorlesungen), 1891
  • Woproci filosofi i psychologi (Fragen der Philosophie und Psychologie), 1894
  • Lekzi po logike (Lektionen über Logik – Vorlesungen), 1896 Nowaja postanowka woproca o camostojatjelnocti schertypex figur sillogisma, 1897
  • Russische Literatur über Kant aus den Jahren 1893 – 1895, 1897 -1898, in: In: Kant-Studien 2, Seite 349-353.
  • Philosophische Essays (russ.), St. Petersburg 1901, Prag 1924
  • Die Geschicke der Philosophie in Russland In: ebenda, Rede auf der ersten öffentlichen Sitzung der Philosophischen Gesellschaft am 31. Januar/12. Februar 1898 in der Kaiserlichen Universität von St. Petersburg Religioznoe obnovlenie, 2 Bände 1903-1904
  • Logika, kak schast teori posnanija, 1909
  • Logika dlja gimnasi c dopolnenijami dlja samoobrasowanija, 1910
  • Psychologie ohne jede Metaphysik (russ.), 1914

Literatur

  • Kondakow, N. I.: Wörterbuch der Logik, Leipzig 1983, p. 524

Weblinks

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Xacca

Xacca

Der japanische Philosoph Xacca (1. Jh. u. Z.) ging von der Seelenwanderung aus. Er nahm an, dass er mehr als eine Welt gibt.

Seine Schüler durften mit niemanden diskutieren, damit sie nicht von der Lehrmeinung abgebracht werden können.

Literatur

  • Jöcher, Christian Gottlieb: Allgemeines Gelehrten-Lexicon, Bd. 4, 1098

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Xenarch

Xenarchus

Der Aristoteliker Xenarchus stammt aus Selenzia (Silizien, heute Türkei). Er wirkte in Alexandrien und Rom. Er ist Lehrer von Strabo.

Xenarchus darf nicht mit dem gleichnamigen Komödiendichter verwechselt werden.

Literatur

  • Jöcher, Christian Gottlieb: Allgemeines Gelehrten-Lexicon, Bd. 4, 2102

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Xeniades

Xeniades

Der Sophist Xeniades (5. Jh. v. u. Z.) lebte in Korinth. Er erklärte, dass es keine wahren Urteile gibt, dass alle Aussagen der Menschen falsch sind.

Er scheint damit gemeint zu haben, dass es keine absolut wahren Aussagen gibt.

Die entscheidende Stelle findet sich bei Sexuts Empiricus:

"παντ‘ ειρων ψευδη και πασαν φαντασιαν και δοξαν ψευδεσται" [Sextus Empiricus, adv. Math. VII, 53; zit. nach Eisler: Wörterbuch der philosophischen Begriffe, Bd.2, 674].

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Xenokrat

Xenokrates von Chalkedon

Xenokrates von Chalkedon (* 396 v. u. Z.; †  314 v. u. Z.) war ein griechischer Philosoph.

Er wurde schon in jugendlichem Alter ein Schüler von Platon. Er soll gesagt haben, wer Platon töten wollen, müsse ihm vorher das Leben nehmen.

Nach Platons Tod verließ er zunächst die Akademie, kehrte dann aber auf Wunsch des Speusippos, der als Nachfolger Platons Leiter der Akademie war, zurück. Nach dem Tod des Speusippos kam es 339 zu einer Kampfabstimmung um die Leitung der Akademie mit Herakleides Pontikos. Xenokrates gewann knapp.

Xenokrates wurde wegen seiner Besonnenheit und Bescheidenheit geschätzt, und man bewunderte seinen Fleiß. Xenokrates vertrat den pythagoreischen Vegetarismus.

Seine Schüler waren Polemon, der sein Nachfolger als Leiter der Akademie wurde, und Krantor.

Er scheint in erster Linie Didaktiker gewesen zu sein. Seine Aufgabe sah er darin, die Lehre Platons, die dieser nie zusammenhängend schriftlich fixiert hatte, für den Unterricht systematisch zu ordnen. Dabei konnte er sich auf seine Erinnerung an Platons mündliche Ausführungen stützen.

In seinen rund 70 Schriften, deren Titel überliefert sind, befasste sich Xenokrates mit der ganzen Bandbreite der Themenbereiche, die an der Akademie studiert wurden (außer der Musik): Logik, Erkenntnistheorie, Physik und Kosmologie, Seelenlehre, Metaphysik, Ethik und Charakterkunde, Politik (Verfassungstheorie), Mathematik, Sprachwissenschaft, Wissenschaftstheorie, Astronomie, Dämonenlehre. Erhalten ist davon nichts, doch überliefern viele Quellen seine Ansichten.

Vorländer schreibt:

Xenokrates "… wird als eine ernste und strenge, wenn auch im Denken etwas schwerfällige, Persönlichkeit gerühmt. Die Ideen oder (!) Zahlen gehen ihm aus dem Urgrund des Einen und der unbestimmten Zweiheit hervor, aus ihnen die sich selbstbewegende Weltseele, aus dieser wiederum eine unendliche. Stufenreihe von Kräften und Wesen, die zum Teil mit den Namen von Göttern und Dämonen bezeichnet werden, bis hinab zu dem Niedersten und Unvollkommensten. Auch die menschliche Seele ist ihm eine sich selbst bewegende Zahl. Er hat die Philosophie zuerst in Physik, Logik und Ethik gegliedert." [Vorländer, Karl: Geschichte der Philosophie 1902, § 26]

Die Einteilung der Philosophie in Physik, Ethik und Logik geht nach Sextus Empiricus (adv. Math. VII, 16) auf Xenokrates zurück.

Literatur

  • Jöcher, Christian Gottlieb: Allgemeines Gelehrten-Lexicon, Bd. 4, 2102 – 2104
  • Hans Krämer: Xenokrates, in: Grundriss der Geschichte der Philosophie, Bd. 3 (hrsg. von Hellmut Flashar), 2. Auflage, Basel 2004, S. 32-55. ISBN 3-7965-1998-9.
  • Margherita Isnardi Parente (Hrsg.): Senocrate – Ermodoro: Frammenti, Napoli 1982 (Ausgabe der Quellen mit Kommentar)
  • D. Van de Wynpersse, De Xenocrate Chalcedonio (Leiden, 1822)
  • C. A. Brandis, Geschichte die griechisch-romischen Philosophie (Berlin, 1853), ii. 2, I
  • Eduard Zeller, Philosophie die Griechen (Leipzig, 1875), ii. I
  • F. W. A. Mullach, Fragmenta Philosophorum Graecorum (Paris, 1881), iii. R. Heinze, Xenocrates (1892)

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Xenophan

Xenophanes aus Kolophon

Der griechische Philosoph, Dichter und Rhapsode Xenophanes (Ξενοφ&;νη&;, * ca. 570, †  480 v. u. Z.) ist der Begründer der eleatischen Philosophie.

Xenophanes verließ 546 v. u. Z., vor den Persern fliehend, seine Heimatstadt und kam schließlich nach einem unsteten Leben als Wanderer und fahrender Sänger nach Elea in Unteritalien.

Berichten zufolge war er Schüler von Anaximandros und Lehrer von Parmenides.

Xenophanes kritisiert, dass die Menschen, darunter nicht zuletzt Homer und Hesiod, den Göttern menschliche Eigenschaften – auch die schlechtesten – zugeschrieben haben. Er stellt dem ein pantheistisches Gottesbild gegenüber, demzufolge Gott ein von der Welt ungeschiedener, diese durchwaltender Allgeist sei, der nicht mit den Menschen vergleichbar ist und alles mit der Denkkraft leitet.

Dieser mit der Welt identische Gott, dieses Eine, ist nicht geworden, ist ohne Veränderung und füllt den ganzen Raum aus. Der Raum gleicht einer Kugel.

Aus Versteinerungen von Muscheln, die auf den Bergen gefunden wurden, schloss er, dass die Erde hat sich aus dem Meer gebildet hat. Die Erde wird nach Xenophanes zweitweise wieder ins Meer versinken.

Bei Xenophanes findet sich die Unterscheidung von Wissen (episteme) und Meinung (doxa). Er bestreitet, dass es ein Wissen gebe, "Meinung liegt über allem" [1].

Menschen, so Xenophanes, können über die Dinge Vermutungen anstellen, aber das Wissen davon ist das Vorrecht einer Gottheit, deren Geist ganz anders als der menschliche, unbegrenzt ist [2].

Xenophanes ist einer der ersten (oder der erste), der das Honig-Beispiel diskutiert.


[1] DK 21 B 34
[2] DK 21 B 23-25

Werke

Literatur

  • Jöcher, Christian Gottlieb: Allgemeines Gelehrten-Lexicon, Bd. 4, 2105 f.

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Xenophil

Xenophilus

Der Pythagoreer Xenophilus (* in Chalkis (Thrakien), † in Athen) soll 105 Jahre geworden sein. Er ging davon aus, dass das soziale Umfeld, den Menschen beeinflußt. Auf die Frage wie er seinen Sohn am besten unterweisen könne, soll er gesagt haben, „wenn er ihn in einen wohlbestellten Stadt Bürger werden lasse.“

Literatur

  • Jöcher, Christian Gottlieb: Allgemeines Gelehrten-Lexicon, Bd. 4, 2105 f.

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