Queccius
Georg Queccius
Georg Queccius (* 1561 in Nürnberg, † 1628) war Professor der Sittenlehre und der griechischen Sprache.Literatur
- Jöcher, Christian Gottlieb: Allgemeines Gelehrten-Lexicon, Bd. 3, 1828
1951 griff er in einem Aufsatz Two Dogmas of Empiricism zwei Überzeugungen an, die innerhalb der damaligen Philosophie breite Anerkennung fanden, nämlich den erkenntnistheoretischen Reduktionismus und die Unterscheidung zwischen analytischen und synthetischen Sätzen. Der erkenntnistheoretische Reduktionismus besagt, dass eine Theorie in Einzelaussagen zerlegt werden könne, die je für sich empirisch überprüft werden könnten. Die Unterscheidung zwischen analytischen und synthetischen Sätzen besagt, dass die Wahrheit mancher Sätze (der analytischen) auf der Synonymie der Ausdrücke beruht, die sie verwenden, wohingegen die Wahrheit der anderen Sätze (der synthetischen) von deren Übereinstimmung mit der Wirklichkeit herrührt.
Quine hält diesen beiden Dogmen entgegen, dass niemals einzelne Sätze, sondern immer nur Theorien als ganze empirisch gerechtfertigt werden können (Duhem-Quine-These, Holismus) und dass zur Identifizierung von Synonymie innerhalb von Sätzen immer auch die empirischen Umstände maßgeblich sind, die die Äußerung solcher Sätze begleiten. Mit seinem Argumentationsgang trug Quine maßgeblich zur so genannten pragmatischen Wende“ in der Philosophie bei.
Gleichwohl zeigte Quine aber auch die Grenzen eines empirischen Verifikationismus auf: demnach können Aussagen niemals restlos verifiziert oder falsifiziert werden, selbst jene nicht, die nahe an der empirischen Peripherie einer wissenschaftlichen Theorie liegen: „Jede Aussage kann als wahr gelten, wenn nur im System genügend drastische Anpassungen vorgenommen werden.“
Quine vertritt die These der Übersetzungsunbestimmtheit. Die zentrale Stelle dazu in seinem Werk ist das zweite Kapitel von Word and Object.
Quine meint, dass man verschiedene Übersetzungsmanuale zur Übersetzung der Quellsprache in die Zielsprache erstellen kann, die sich untereinander widersprechen, aber dennoch passende Übersetzungen sind. Man kann nicht entscheiden, welche dieser Übersetzungen richtig ist. Als Grund dafür führt er eine prinzipielle empirische Unterbestimmtheit an.
Das Urteil bezeichnete Radischtschew das Erkennen von Zusammenhängen, die zwischen den Dingen existieren.
Zwei Arten des unmittelbaren Schlusses von den drei Arten, die er akzeptierte, basieren auf dem Erkennen des Charakters der Zusammenhänge zwischen den Dingen, die er Ausgleich und Analogie nannte.
Für die Definition des Begriffes der Zahl verwendete er die Anzahlgleichheit.
Prodikos wurde besonders durch die religionsgeschichtliche Erkenntnis berühmt, dass alles, was für den Menschen nützlich sei – Sonne, Flüsse, Quellen usw. – von ihnen zu den Göttern gerechnet worden wäre. Prodikos erzählt im Rahmen seines Die Horen betitelten Werkes u. a. die durch Xenophon überlieferte berühmte mythische Erzählung Herakles am Scheidewege, in der er Herakles den steilen und beschwerlichen Weg der Tugend anstelle der bequemen Straße der Lust und des Lasters wählen lässt.
Prodikos wurde auch durch seine Untersuchungen auf dem Gebiet der Synonymik (Auffinden von Ähnlichkeiten von Wörtern nach ihrer Bedeutung bei unterschiedlicher Lauftung) und Homonymik (Auffinden von Wörtern mit gleicher Lautung aber unterschiedlicher Bedeutung) bekannt.
Großes Interesse zeigte Prodikos auch für die Erforschung des Streitgespräches.
Er knüpfte bei Alexandros von Aphrodisias an und gilt als der bedeutendste Alexandriner im Aristotelismus der Renaissance.
Seine Schrift Tractatus de immortalitate animae (1516) wurde öfentlich verbrannt und von Papst Leo X. verurteilt.
Entgegen der averroistischen Aristoteles-Interpreation der Philosophen in Padua beschäftige sich Pomponazzi mit dem Problem einer natürlichen Individualität. Diese soll nicht gegen die Natur, sondern aus ihr gefolgert werden.
Der Versuch einer immanenten Natur- und Seelenerklärung führt ihn in der Ethik zu einer diesseitsorientierten Lehre. Der Lohn tugendhaften Handelns ist die Tugend selbst.
In der Psychologie führt in der Naturalismus zu einer Überwindung des Gegensatzes von Seele und Körper.
Er reaktiviert die Bestimmung der Seele als Entelechie des Leiben durch Aristoteles. Die Seele ist materiell und sterblich, auch wenn mit Blick auf die Erkenntnis zeitloser, notwendiger und allgemeiner Begriffe in gewisser Weise auch unsterblich genannt werden kann.
Der Mensch erlangt Glückseligkeit in der sittlich-praktischen Tätigkeit. Das Sein des einzelnen Menschen ist durch das Teilhaben an allem Sein bestimmt. Die menschliche Gattung ist ein Mikrokosmos.
Pomoazzi entwickelte eine Physik, die auf einer Veränderung des aristotelischen Modells von Gott als letzter Ursache, höchstem Zweck und Denken des Denkens, in seinem Verhältnis zur Welt beruht. Im Mittelpunkt der Überlegungen steht nicht die causa finalis, sondern die wirkende Ursache.