Reimarus
Herman Samuel Reimarus (1694 – 1768)
Der Philosoph und Theologe Hermann Samuel Reimarus ist als Vertreter des Deismus und insbesondere als Vertreter einer Vernunftreligion bekannt.
Schlußgesetze sind nach Reinach allgemeine Prinzipien die gesetzmäßige Beziehungen von Sachverhalten zum Ausdruck bringen. Zwei kontradiktorische urteile können nach Reinach nicht wahr sein, weil die Sachverhalte nicht zusammen bestehen können.
Er ist vor allem von Kant beeinflußt.
Die Philosophie bestimmt er als "die wissenschaftliche Entwicklung des organisch verbundenen Ganzen der wesentlichen, zufolge des Wesens der Menschheit streng notwendigen und allgemeinen Erkenntnisbegriffe der menschlichen Intelligenz". Diese Begriffe erfassen das objektiv Notwendige sowie die Einheit des Weltganzen und des Weltgrundes. Sie sind Universalbegriffe.
Das Philosophieren ist das Streben nach einer wissenschaftlichen, systematischen Ausbildung der Erkenntnis aller für das menschliche Bewußtsein als solches notwendigen und allgemeingültigen Wahrheiten.
Die formale Logik ist E. Reinhold zufolge die Lehre von den subjektiven Formen unseres Denkens. Sie schöpft ihren Inhalt aus rationaler Betrachtung und empirischer Beobachtung.
Rescher geht von der Erkenntnis des Idealismus aus, dass Wahrheit Wahrheit nur als System begriffen werden kann. Er verknüpft eine Korrespondenztheorie der Wahrheit mit einer Kohärenztheorie der Rechtfertigung.
Kohärenz ist nach Rescher das Wahrheitskriterium, aber keinesfalls eine Definition der Wahrheit. Die Kohärenztheorie hat damit zu studieren, wie wir wahre von falschen Aussagen unterscheiden können. Bestandteile der Kohärenz sind nach Rescher Umfassung (comprehensiveness) und Konsistenz.
Kohärenz ist eine Relation zwischen einer wahrheitsfähigen empirischen Aussage A und einer nichtleeren Aussagenmenge M, die bereits als kohärent erwiesen ist. Die Relation besteht genau dann, wenn
Rescher verweist darauf, dass dieses Kriterium nicht kohärenztheoretisch belegt werden kann, sondern durch den praktischen Erfolg gerechtfertigt wird (methodischer Pragmatismus).
In der Ethik interessiert Rescher vor allem die Frage, wie die kulturelle Vielfalt von Werten und Normen ohne ethischen Relativismus erklärt werden kann. Rescher zufolge gibt es eine absolute Moral, die absolute Gültigkeit besitzt, aber unter Bedingungen bestimmter sozialer und kultureller Kontexte zu einer Vielfalt von moralischen Regeln wird. Moral kann sich nach Rescher nicht nur an den Interessen des einzelnen orientieren, sondern muss die Interessen von anderen berücksichtigen.
Er war auf verschiedenen Gebieten belesen und interessierte sich für fast alles. Politisch war er linksorientiert und wie seine Ehefrau ein militanter Atheist. In einem Gespräch mit Charles Kay Ogden äußerte er seinen Wunsch Deutsch zu lernen. Ogden gab ihm ein Wörterbuch, dazu eine deutsche Grammatik und eine schwer verständliche philosophische Abhandlung und sagte zu ihm: Benutze die Grammatik und das Wörterbuch; komm wieder und sag uns, was du darüber denkst. Ungefähr eine Woche später hatte er nicht nur Deutsch gelernt, sondern hatte Einwendungen gegen die Theorien der Abhandlung vorzubringen. Er benutzte seine neuerworbene Fähigkeit, um Ludwig Wittgensteins Tractatus Logico-Philosophicus zu lesen, welches jener 1918 fertigstellte.
Die Lektüre beeindruckte ihn tief. Er übersetzte daraufhin einen großen Teil davon ins Englische und veröffentlichte eine erste Rezension in der philosophischen Zeitschrift Mind. 1923 reiste er für kurze Zeit nach Österreich und diskutierte in dieser Zeit mit Wittgenstein, der in Puchberg zu der Zeit als Lehrer tätig war.
1924 schloss sich ein weiterer Besuch in Österreich an für eine Psychoanalyse bei Theodor Reik in Wien und weiteren Besuchen bei Wittgenstein. Er war ein scharfer Kritiker Wittgensteins und beeinflusste, neben Piero Sraffa dessen Spätphilosophie.
Zurück in England wird er im jugendlichen Alter von 21 Jahren als Fellow ans King’s College berufen und war Colleg’s Director of Studies in Mathematics.
Die beiden Existenzsätze, die von Ramsey in seiner Arbeit On a problem of formal logic aufgestellt wurden, wirkten als Initialzündung für weitere Arbeiten auf dem Gebiet der Graphentheorie und der Kombinatorik und sind als Ramsey-Theorem bekannt. Den in der Kombinatorik daraus entstandener Korpus nennt man Ramsey-Theorie.
Bekannt wurde Reuchlin durch seinen öffentlich ausgetragenen Streit mit dem Juden Johannes Pfefferkorn, dessen von den Kölnr Dominkanern unterstützte Forderung nach Verbrennung der nichtbiblischen jüdischen Schriften Reuchlin entschieden ablehnte.
Reuchlin ist beeinflußt von der Akademie in Florenz, von der Kabbala und von Nicolaus Cusanus.
Pierre de La Ramée stützte sich auf Platon, Cicero sowie Quintilian und wandte sich gegen die aristotelische Logik. Sie sollte – wie er in seinen Aristotelicae animadversiones (1543) festhät – durch eine natürliche Logik des gesunden Menschenverstandes ersetzt werden.
Als Aufgabe der Logik betrachtete Ramée das Finden der kürzesten Wege in die Kunst des Entdeckens. Im Erkenntnisprozeß ist nicht die Syllogistik die Hauptsache, sondern das Vermögen zur Beobachtung und zum Experimentieren. Daher soll die Logik der Natur untersucht werden.
Die Logik teilt er in zwei Teile:
Wie Platon und Cicero strebte Pierre de la Ramée nach einer Vereinigung des Schönen mit dem Wahren, der Philosophie mit der Poesie (Dialecticae partiones, 1543).
Ramée war Anhänger des Sprac“philosormers L. Meigret. Er orientierte sich aber mehr noch als dieser an der Sprache des Volkes als Quelle für die schriftsprachliche Norm. Seinen Vorschlag für eine radikale Rechtschreibreform (Gramere (1562), Neuauflage 1572 als Gramaire) konnte er nicht durchsetzen.
Da er Anhänger der Reformation war, musste er seinen Lehrstuhl 1563 aufgeben. Nach dem Frieden von Amboise 1576 erhielt er ihn zurück. Er wurde in der Bartholomäusnacht (26.8.1572) ermordet.
Nach Pierre de la Ramée ist der Ramismus benant.
Ranke hat 1830 in seiner Studie Geschichte und Philosophie und 1854 in den Vorträgen Über die Epochen der neueren Geschichte gegen die Auffassung Stellung genommen, dass sich die Gesellschaft in einem ununterbrochenen Fortschrittsprozeß befindet. Nach Ranke ist ein Fortschritt nur in allem anzunehmen, was sich auf Erkenntnis und Naturbeherrschung bezieht. Der Fortschrittsbegriff ist nicht auf das individuell moralische oder religiöse Dasein und auf die Produktion des Genius in Kunst, Poesie, Wissenschaft und Staat anzuwenden.
Bei Ranke gibt es Ansätze einer Generationstheorie.