Effic1

Erste wirkende Ursache

Eine Ursache die sowohl causa prima und causa efficiens ist, heißt erste wirkende Ursache.

Efficien

causa efficiens

Die causa efficiens (wirkende Ursache, Wirkursache, auswirkende Ursache) ist eine äußere Ursache. Sie ist nach Aristoteles die Quelle, worin die Veränderung oder die Ruhe ihren Ursprung hat, d. h. die causa efficiens bewirkt, dass etwas erzeugt wird.

So ist das Hämmern des Schmieds auf die Bronze eine der wirkenden Ursachen, die die Bronzestatue erzeugen. Auch der Schmied selbst kann als causa efficiens bezeichnet werden.

Bei Hobbes gibt es nur eine Art Ursachen, nämlich wirkende Ursachen.

Die causa efficiens bewirkt im Gegensatz zur causa conservans, dass etwas zustande kommt.

Eine besondere Rolle in der Diskussion der wirkenden Ursachen spielt die erste wirkende Ursache.

Egosubj

Egoistischer Subjektivismus

Als egoistischen Subjektivismus bezeichnet man ethische Theorien, die den subjektiven Willen des Akteurs als zentrales ethisches Kriterium heranziehen. Solche Theorien sind mit einer anthropozentrischen Position verbunden, wenn sie als nur den Mensch als willensfähig ansehen. Dies ist aber nicht zwingend der Fall. Gesteht man auch Tieren einen Willen (bzw. Egoismus) zu, ergibt

Auch wenn das Mitleid nicht nur als Gefühl des Akteurs betrachtet, sondern wie bei Schopenhauer – mit der Aufnahme des Leidens anderer in Verbindung gebracht wird, pathozentrische Positionen möglich.

Ehrfurch

Ehrfurcht vor dem Leben

Von Albert Schweitzer stammt eine ethische Position, die durch den Begriff der Ehrfurcht vor dem Leben bekannt geworden ist.

"Wahre Philosophie muss von der unmittelbarsten und umfassendsten Tatsache des Bewußtseins ausgehen. Diese lautet: >Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das Leben will.< […]

Wie in meinem Willen zum Leben Sehnsucht ist nach dem Weiterleben und nach der geheimnisvollen Gehobenheit des Willens zum Leben, die man Lust nennt, und Angst vor der Vernichtung und der geheimnisvollen Beeinträchtigung des Willens zum Leben, die man Schmerz nennt: also auch in dem Willen zum Leben um mich herum, ob er sich mir gegenüber äußern kann oder ob er stumm bleibt.

Ethik besteht also darin, dass ich die Nötigung erlebe, allem Willen zum Leben die gleiche Ehrfurcht vor dem Leben entgegenzubringen wie dem eigenen. Damit ist das denknotwendige Grundprinzip des Sittlichen gegeben. Gut ist, Leben erhalten und Leben fördern; böse ist, Leben vernichten und Leben hemmen. […]

Wahrhaft ethisch ist der Mensch nur, wenn er der Nötigung gehorcht, allem Leben, dem er beistehen kann, zu helfen, und sich scheut, irgendetwas Lebendigem Schaden zu tun. Er fragt nicht, inwiefern dieses oder jenes Leben als wertvoll Anteilnahme verdient, und auch nicht, ob und inwieweit es noch empfindungsfähig ist. Das Leben als solches ist ihm heilig. Er reißt kein Blatt vom Baume ab, bricht keine Blume und hat acht, dass er kein Insekt zertritt. Wenn er im Sommer nachts bei der Lampe arbeit hält er lieber das Fenster geschlossen und atmet dumpfe Luft, als dass er Insekt um Insekt mit versengten Flügeln auf seinen Tisch fallen sieht."

Das Problem bei dieser Ansicht ist es, dass im metaphorischen Stil eine Position ableitet wird, die Schweitzer dann wörtlich nimmt. Schweitzer beruft sich auf die Sehnsucht, Lust und Angst der Pflanzen, alles Erlebnisse die Pflanzen nicht haben.

Einbegr

Einfacher Begriff

Begriff, dessen Definition nur ein einziges Artmerkmal enthält, z. B. der Begriff rot.

Einfschl

Einfacher Schluss

Als einfachen Schluss bezeichnet man einen Schluss, der nicht in andere Schlüsse zerlegt werden kann.

Einordth

Einordnungstheorie

Die Einordnungstheorie geht auf Bruno Erdmann zurück.

Nach der Einordnungstheorie ist das Urteil eine Gleichheitsbeziehung der Einordnung und gültig, wenn das Prädikat, als Inhaltsbestandteil des Subjekts vorgestellt werden kann (Logische Immanenz des Prädikats).


Einzubeg

Einzuteilender Begriff

Einzuteilender Begriff (lat.: totum dividendum) ist der Begriff, dessen Umfang einzuteilen ist. Der Begriff, dessen Umgang eingeteilt wird heißt Gattungsbegriff, und die neuen Begriffe, die durch die Einteilung erhalten werden, heißen Artbegriffe.

Emergenz

Emergenztheorie

Conwy Lloyd Morgan und Samuel Alexander entwickelten zusammen die Emergenztheorie.

Nach dieser Theorie handelt es sich beim Bewußtsein um ein Phänomen, das plötzlich in der Entwicklung der Arten auftaucht und sich aus unserer Kenntnis vom Aufbau der organischen Materie nicht im voraus berechnen lässt.

Duhemqu

Duhem-Quine-These

Die Duhem-Quine-These, nach der eine wissenschaftliche Hypothese nie isoliert überprüft werden kann, ist nach Duhem und Quine, benannt. Diese These verlangt, dass experimentelle Ergebnisse immer mit der vorhandenen Theorie als ganzer konfrontiert werden müssen. Nach der Duhem-Quine-These sind stets alternative theoretische Erklärungen eines gegebenen Datensatzes angebbar.