Du Bois

Emil Du Bois-Reymond (1818 – 1896)

Emil Du Bois-Reymond gehört zum physiologischen Neukantianismus.

Er arbeitete in Berlin als Professor der Physiologie.

Du Bois-Reymond ist durch sein Ignorabimus bekannt geworden. Von den sieben Welträtseln sind der Ursprung des Lebens, die Zweckmäßigkeit der Organismen und die Ausbildung der Vernunft und Sprache im Prinzip lösbar. Hingegen bleiben vier Probleme unlüsbar: Wesen von Kraft und Materie, Ursprung der Bewegung, Entstehung von Empfindung und Bewußtsein und Willensfreiheit.

Wenn man auch noch so genau den Bau des Gehirns und das mechanische Zusammenwirken der Moleküle und Atome kennen wird, kann man daraus doch nicht im geringsten das Psychische als solches begreifen und ableiten. Dies gilt selbst für einen unendlichen (Laplaceschen) Geist, der aus der Kenntnis der Lage und Bewegungen der Atome zu einer bestimmten Zeit alles Zukünftige, soweit es mechanisch abläuft, vorauszusehen vermag.

Trotz ihrer Mängel und Schwierigkeiten ist die mechanistische Naturerklärung die einzig mögliche.


Engel

Johann Jakob Engel (1741 – 1802)

Johann Jakob Engel, in Parchim geboren, ist ein Vertreter der Popularphilosophie. Er wirkte als Lehrer in Berlin und war Oberdirektor des Theaters.


Dubislav

Walter Dubislav (1895 – 1937)

Walter Dubislav ist ein Vertreter der Berliner Gruppe.

Engels

Friedrich Engels (1820 – 1895)

Der deutsche Politiker, Philosoph und Militärhistoriker Friedrich Engels war während seiner Militärzeit 1841 Hörer an der Berliner Universität und näherte sich dem Kreis der Junghegelianer. 1842 veröffentlichte er die Schelling-Kritik Schelling und die Offenbarung.

1878 erschien sein Anti-Dühring, u. a. ein Verriß der Philosophie von Dühring.

Entgegen eigenem Bekunden hat seine Philsophie stark positivistische Züge.

Online-Texte


Dubois

W. E. B. Du Bois (1868 – 1963)

Der amerikanische Historiker und Soziologe untersuchte in The Souls of Black Folk (1903) die Ursprünge, Praxis und Folgen der Rassendiskriminierung in den USA.

Du Bois nahm an den Bemühungen um die sozialen Reformen teil, gründete 1910 die National Association fot the Advancement of Colored People und gab die Zeitschriften Crisis und Phylon heraus.

Weblinks


Duhem

Pierre Duhem (1861 – 1916)

Der franz. Physiker, Wissenschaftshistoriker und Philosoph Pierre Duhem studierte in Paris. Er war ab 1894 Physikprofessor in Bordeaux.

Er hat wichtige Arbeiten zur Wissenschaftstheorie geliefert.

Die Duhem-Quine-These ist nach ihm und Quine benannt.


Dupre

Marie Dupré (17. Jh.)

Marie Dupré war die Nichte des Humanisten Roland Desmarets.

Während ihrer Studien wuchs ihr Interesse am Werk Descartes‘ und sie gehörte zu den Cartesienne, denen auch Anne de Lavigne, Louise-Anastasia Serment und Elisabeth von der Pfalz zugerechnet werden.

Sie verteidigte das Werk von Descartes leidenschaftlich gegen jede Kritik.

Marie Dupré verfasste auch eigene poetische Werke unter dem Pseudonym Isis. Überliefert sind die Werke Responses d’Isis à Climène und Recueil des vers choisis.

Außerdem stand sie im Briefwechsel mit Madeleine de Scudéry.

Weblinks


Durkheim

Émile Durkheim (1858 – 1917)

Der französische Philosoph und Soziologe Émile Durkheim war Professor in Bordeaux und Paris.

Durkheim betonte, dass die Gesellschaft mehr ist als die Summe der Individuen, die zu ihr gehören. Er stellte fest, dass die Gesellschaft nicht mit biologischen oder psychologischen Begriffe erklärt werden kann.

Die Arbeitsteilung stellt den Menschen in ein von ihm nicht beherrschbares Geflecht von Ursachen und Wirkungen.

Durkheim entwickelte eine soziologische Methode, die soziale Phänomene als selbständige Größen betrachtet, die sich nicht auf psychologische Phänomene reduzieren lassen.


Ebbingh

Hermann Ebbinghaus (1850 – 1909)

Hermann Ebbinghaus wirkte in Berlin (1880 – 1893), Breslau (1894 – 1905) und Halle (1905 – 1908).

Er nimmt in der Psychologie einen vermittelnden Standpunkt ein. Ohne Anhänger des psychologischen Atomismus zu sein, hält er die Zerlegung des Bewußtseins in Elemente für notwendig.

Es gibt keine einfachen Willensakte, sondern nur Kombinationen von Empfindung bzw. Vorstellung und Gefühl.

Für das Gedächtnis gilt folgendes Gesetz: Die Quotienten aus Behaltenem und Vergessenem verhalten sich etwa umgekehrt wie die Logarithmen der verstrichenen Zeit.

Es besteht ein psychophysischer Parallelismus, keine Wechselwirkung zwischen Seele und Leib.


Echekrat

Echekrateia von Phlius

Iamblichos erwähnt Echekrateia in seiner Aufzählung der 17 Pythagoreerinnen.

Die Textstelle mit der Aufzählung lautet: " bedeutendsten Pythagoreerinnen: Timycha, die Frau des Myllias von Kroton, Philtys, die Tochter des Theophris von Kroton, Schwester des Byndakos, Okkelo und Ekkelo, die Schwestern der Lukaner Okkelos und Okkilos, Cheilonis, die Tochter des Lakedaimoniers Cheilon, die Lakonerin Kratesikleia, die Frau des Lakedaimoniers Kleanor, Theano, die Frau des Metapontiers Brotinos, Myia, die Frau des Milon von Kroton, Lasthenia aus Arkadien, Habroteleia, die Tochter des Habroteles von Tarent, Echekrateia von Phlius, Tyrsenis aus Sybaris, Peisirrhode aus Tarent, Theadusa aus Lakedaimon, Boio aus Argos, Babelyka aus Argos, Kleaichma, die Schwester des Lakedaimoniers Autocharidas. Insgesamt: 17." (Iamblichos: Pythagoras, 1963, 267)