Edelmann
Johann Christian Edelmann (1698 – 1767)
Johann Christian Edelmann ist als Vertreter des Deismus und insbesondere als Vertreter einer Vernunftreligion bekannt.
Auch nach seiner Restituierung predigte er die Rückkehr zur Natur und zum einfachen Leben. Neben sozialen Fragen widmete er sich ethischen (Ablehnung des Genußlebens, ehrbare Lebensführung), philosophischen und politischen Themen.
Christian von Ehrenfels studierte zunächst in Wien, u. a. bei Brentano und Meinong, wechselte er nach Meinongs Berufung nach Graz im Spätherbst 1882 nach Graz und promovierte 1885 an der Grazer Universität.
Der Begriff der Gestalt bzw. der Gestaltqualität wurde von Ehrenfels (1890) zuerst formuliert und am Beispiel einer Verlaufsgestalt, der Melodie, demonstriert.
Eine solche Gestalt kann nach Ehrenfels nicht als Summe der sie konstituierenden Töne interpretiert werden, da sie transportierbar sei, wobei die Qualität des Ganzen erhalten bleibe.
Diese beiden Merkmale – Übersummativität und Transponierbarkeit – seien konstituierend für alle echten Gestalten (Ehrenfelskriterien).
Ob Diotima tatsächlich gelebt hat, ist umstritten.
Dafür sind folgende Argumente vorgetragen worden:
Im Symposion berichtet Sokrates von einem Gespräch mit Diotima, das die Liebe zum Gegenstand hat. Diotimas Umgang mit Sokrates ist von ihrer Überlegenheit geprägt, sie erklärt ihm seine Fehler und rügt ihn, wenn er etwas nicht versteht.
Diotima leitet Sokrates zur Erkenntis des wahren Eros an; sie macht ihm deutlich, dass Eros kein Gott sei, sondern ein Dämon, eion Wesen, das zwischen den Göttern und den Sterblichen steht. Durch ihn können die Götter mit Sterblichen Umgang haben. Diotima erklärt die Herkunft des Eros mit der Sage wie Penia, seine Mutter, ihn empfangen habe. Zum Begleiter der Aphrodite wurde Eros, da die Empfängnis bei einem Fest stattfand, das ihr zu Ehren veranstaltet wurde.
Eros ist in Diotimas Konzept der Liebe ein Symbol für das menschliche Streben nach dem Vollkommenen. Nicht nur dem Schönen zugewandt, steht er für das Verlangen nach der Entstehung des Schönen.
Ausgehend vom Wesen des Eros, den Diotima als Liebenden beschreibt, erklärt sie den Begriff der Liebe. Sie wird bestimmt als eine Geburt des Schönen, in geistiger und körperlicher Hinsicht. Es sei das Ziel des Menschen, ihre Natur zu reproduzieren, was nur im Schönen möglich ist. Die Geburt des Schönen ist dann eine göttliche Sache, die dem sterblichen Leben etwas Unsterbliches verleiht. Auch die Liebenden streben nach Unsterblichkeit, die sie durch die Schaffung des Schönen erreichen. Das geschieht auf der geistigen Ebene durch die Reproduktion der einen Seele in der anderen.
Unsterblichkeit wird erreicht durch die Ideen, Tugenden und die Weisheit der Partner. Damit geht es den Liebenden nicht mehr um Vereinigung mit dem Schönen, sondern um dessen Reproduktion. Das Ziel der Liebe ist die Wiedergeburt der eigenen Seele in dem Anderen durch die Idee des Schönen.
Damit vertritt Diotima nicht wie Platon die Meinung, dass die Seele wiedergeboren wird, sondern sie wird unsterblich durch Qualitäten, die die Liebe der Partner hinterlässt.
Sie kann also nicht übergehen in ein aderes Wesen, sondern sie hinterlässt durch die Vereinigung in der Liebe eine Spur, die sie unsterblich macht.
Der Weg zur Erkenntnis des Schönen führt die Liebenden über mehrere Stufen "Von den schönen Gestalten zu den schönen Sitten und Handlungsweisen, und von den schönen Sitten zu den schönen Kenntnissen, bis man von den Kenntnissen endlich zu jener Kenntnis gelangt, welche von nichts anderem als eben von jenem Schönen selbst die Kenntnis ist." (Platon, Symposion).
Die Textstelle mit der Aufzählung lautet: " bedeutendsten Pythagoreerinnen: Timycha, die Frau des Myllias von Kroton, Philtys, die Tochter des Theophris von Kroton, Schwester des Byndakos, Okkelo und Ekkelo, die Schwestern der Lukaner Okkelos und Okkilos, Cheilonis, die Tochter des Lakedaimoniers Cheilon, die Lakonerin Kratesikleia, die Frau des Lakedaimoniers Kleanor, Theano, die Frau des Metapontiers Brotinos, Myia, die Frau des Milon von Kroton, Lasthenia aus Arkadien, Habroteleia, die Tochter des Habroteles von Tarent, Echekrateia von Phlius, Tyrsenis aus Sybaris, Peisirrhode aus Tarent, Theadusa aus Lakedaimon, Boio aus Argos, Babelyka aus Argos, Kleaichma, die Schwester des Lakedaimoniers Autocharidas. Insgesamt: 17." (Iamblichos: Pythagoras, 1963, 267)
Oft wird angenommen, dass es sich bei Ekkelo um den Namen eines Mannes handelt oder bei den vier Namen um nur eine historische Person geht.
Bei anderer Lesart des griechischen Textes wären Okkelos und Ekkelos die Brüder der Byndakis. Dann würde der Katalog allerdings nicht wie angegeben 17 Frauen aufzählen.
Stobaios überliefert ein Fragment aus der Schrift Über Gerechtigkeit, die vom Pythagoreer Ekkelos verfasst worden sein soll, und nach der pythagoreischen Lehrart von der Harmonie der Seele und der Tugend der Gerechtigkeit handelt. Dieses Fragment stammt vermutlich nicht von einer Frau.
Er arbeitete mit Salamucha auf dem Gebiet der Metaphilosophie. Gemeinsam mit Bochenski bemühte er sich um die Modernisierung der traditionellen Logik.
Er arbeitete ein eigenes logisch-symbolisches System aus, das jedoch während des 2. Weltkrieges verloren ging.
Jan Drewnowski gehörte sowohl zur Lwow-Warschau-Schule als auch zum Krakower Kreis.
Schon im Winter 1620 verlor er seine Krone und musste mit seiner Familie in die Niederlande fliehen.
1643 lernte Elisabeth von der Pfalz René Descartes kennen, dessen Werke sie bereits früher mit großem Eifer studierte. Von diesem Zeitpunkt an begann ein intensiver Briefwechsel zwischen den beiden, so dass die Prinzessin nicht nur zu einer der treuesten Schülerinnen von Descartes, sondern auch seine vertrauteste Freundin wurde.
Sie wird daher wie auch Marie Dupré, Anne de Lavigne und Louise-Anastasia Serment zu den Cartesienne gerechnet.
Ihre Zweifel und Fragen zur cartesianischen Philosophie motivierten Descartes, einige Aspekte seines Systems zu ergänzen und zu erklären. Dies führte dazu, dass er die Abhandlung über die Leidenschaften der Seele (1649) schrieb, in denen er dei Leib-Seele-Problematik präziser diskutiert.
Von großem Interesse ist auch ihre Diskussion über die Grundlagen der Moral und die darauf folgenden Folgen, die ab 1645 in ihren Briefen stattfand.
1646 musste sie die Niederlande verlassen und gind nach Deutschland, zu ihrer Tante der Kurfürstin von Brandenburg. Später zog sie nach Herford in Westfalen in ein lutherisches Kloster, in dem sie 1667 Äbtissin wurde und bis 1680 blieb.
Hans Driesch wurde am 28.10.1867 in Bad Kreuznach geboren und starb am 16.4.1941 in Leipzig.
Dreisch besuchte 1877-1886 ein humanistisches Gymnasium, die Gelehrtenschule des Johanneums in Hamburg. Er studierte in Freiburg, München und Jena Zoologie. 1889 promovierte er in Jena bei Haeckel mit einer Arbeit unter dem Titel ‚Tektonische Studien an Hydroidpolypen‘, die sich mit der Struktur von Polypenstöcken beschäftigte.
Da seiner Ansicht nach die Stammbaum-Methodik nicht ausreichte, um dynamische Probleme der Biologie zu bewältigen, beschäftigte er sich nach einer Forschungsreise in die Tropen 1890 mit biologischen Werken die von Gegnern Haeckels geschrieben worden waren. Die aufgrund dieser Überlegungen entstandene Arbeit über ‚Die mathematisch-mechanische Betrachtung morphologischer Probleme der Biologie‘ (1891) führte zum äußeren Bruch mit Haeckel.
Experimentelle entwicklungsgeschichtliche Arbeiten begründeten seinen Ruhm als Entwicklungsphysiologe. Über seinen philosophischen Bildungsweg schreibt Driesch in einer Selbstdarstellung: "Als Student habe ich einmal, in Freiburg bei Riehl, ein einstündiges philosophisches Kolleg über Willensfreiheit gehört. In Jena verbot jedoch der ‚gute Ton‘ den jungen Naturforschern damals den Besuch philosophischer Vorlesungen, und so blieb jenes Freiburger Kolleg das einzige. Nun fiel mir aber, als ich eben promoviert hatte, Liebmanns ‚Analysis der Wirklichkeit‘ in die Hände. Dieses Werk hat einen sehr starken Einfluss auf mich gehabt und mich zunächst einmal zum Studium der Originalwerke Kants und Schopenhauers, dann weiter Descartes‘, Lockes und Humes geführt. So war bald eine gewisse philosophische Grundlage da, vervollkommnet durch Riehls ‚Kritizismus‘, und auf ihr gestalteten sich nun meine nächsten, von den Experimenten her beeinflußten, biotheoretischen Schriften." (H. Driesch: Mein System und sein Werdegang, 51).
In diesen ‚biotheoretischen Arbeiten‘ (‚Die Biologie als selbständige Grundwissenschaft‘, 1893, ‚Analytische Theorie der organischen Entwicklung‘, 1894) verwendete Driesch einen Teleologie-Begriff, über den er später schrieb: "Mein Teleologie-Begriff war aber, mir selbst unbewusst, in einem sehr wesentlichen Punkte unbestimmt, in demselben Punkte, in dem das meines Erachtens der kantische ist. Ich hatte immer schlechthin von ‚zweckmäßig‘, von ‚teleologisch‘ geredet. Was ich gemeint hatte, war aber durchaus nicht immer ‚Vitalismus‘, sondern etwas, was ich später als ’statische Teleologie‘ bezeichnet habe oder auch als ‚vorgebildete Zweckmäßigkeit‘; ich meinte nämlich damals, dass die Konstellation der Materie, als ein für alle Mal Gegebenes, die hinzunehmende Grundlage der zweckmäßigen und ‚harmonischen‘ organischen Vorgänge sei, während diese Vorgänge selbst vom physikalisch-chemischen Typus seien." (H. Driesch: Mein System und sein Werdegang, 51).
Die Überwindung dieses Teleologie-Begriffes führte Driesch zum Vitalismus.
Die 1899 erschienene Schrift ‚Die Lokalisation morphogenetischer Vorgänge, ein Beweis vitalistischen Geschehens‘, bezeichnet Driesch als seine erste vitalistische bzw. dynamisch-teleologische Schrift. (H. Driesch: Mein System und sein Werdegang, 52).
Zentraler Begriff dieser Arbeit ist das harmonisch-äquipotentielle System. Driesch schreibt: "Harmonisch-äquipotentielle Systeme nenne ich solche in der Embryologie oder bei der Wiederherstellung der gestörten Organisation (Restitution) auftretenden Zellgesamtheiten, für deren organisatorische Leistung es nichts ausmacht, ob man ihnen beliebige Teile nimmt oder ihre Teile beliebig verlagert." (H. Driesch: Mein System und sein Werdegang, 52).
Ab 1902 machten experimentelle Arbeiten nicht mehr das Zentrum seiner Tätigkeit aus. Der Schwerpunkt verlagerte sich auf philosophische Probleme.
Zunächst bemühte er sich die Überlegungen vom morphogenetischen Gebiet auf die gesamte Biologie zu übertragen. Die Ergebnisse dieser Arbeit veröffentlichte er in den Schriften ‚Die organischen Regulationen‘ (1901) und ‚Die ‚Seele‘ als elementarer Naturfaktor‘ (1903).
Über sein nächstes Werk schreibt H. Driesch: "In der Schrift Naturbegriffe und Natururteile (1904) fasste ich zusammen, was ich über die Beziehungen zwischen Organischem und Anorganischem zu sagen hatte. Dieses Buch enthält als Hauptsache eine eingehende Kritik der Energetik und, als deren Wesentlichstes, den Nachweis, dass der sogenannte ‚zweite Hauptsatz‘ aus zwei logisch ganz heterogenen Teilen besteht; zum anderen bringt es zum ersten Male im engeren Sinne philosophische Fundierungen und Kritisches über den Kausalitätsbegriff; endlich denkt es natürlich die Hauptfrage zu lösen, wie Entelechie zu Materie und Energie in Beziehung stehe." (H. Driesch: Mein System und sein Werdegang, 53).
1905 schrieb Driesch eine kurze Geschichte des Vitalismus und stellte zudem sein eigenes ‚biotheoretisches‘ System dar. Die entsprechende Arbeit heißt ‚Der Vitalismus als Geschichte und als Lehre‘.
In das Jahr 1905 fällt auch das Studium von Werken von Sigwart, Lotze, Wundt, Windelband und Überweg-Heintze, sowie eigene Studien zur reinen Logik und Kategorientheorie, die ihn später zur Ordnungslehre führten.
Die schottische Universität Aberdeen wählte Driesch 1907/8 zum Gifford Lecturer. Zehn große Vorträge waren in jedem dieser beiden Jahre zu halten; sie mussten in Buchform erscheinen. Als Thema wählte Driesch ‚The Science and Philosophy of the Organism‘.
Driesch schreibt über die nächsten Jahre: "Die Jahre 1907/08 hatten mich, freilich im Ausland und nur auf kurze Zeit zum ersten Male zum Universitätslehrer gemacht. Ich hatte Gefallen daran gefunden, und so hatten denn einige Kollegen in Heidelberg es nicht schwer, mich zur Habilitation für ‚Naturphilosophie‘ zu überreden. Von allen üblichen Formalitäten wurde dabei abgesehen. So war ich denn also (1909) Provatdozent, zunächst in der naturwissenschaftlich-mathematischen Fakultät, wurde 1911 Extraordinarius und trat Anfang 1912 in die philologische Fakultät über." (H. Driesch: Mein System und sein Werdegang, 55).
Interessant ist die Bestimmung der Philosophie durch Driesch: "Philosophie ist das gefügehafte Wissen vom Wissen und von allem Gewußten als Gewußtem. Der Zusatz ‚als Gewußtem‘ scheidet Philosophie von Wissenschaft im eigentlichen Sinne; ein Teil der Wissenschaft wird sofort zu einem Teil der Philosophie, wenn er als gewusster betrachtet wird und, neben einer Inhaltlichkeit, in seinem Gewußtsein erfasst wird." (H. Driesch: Mein System und sein Werdegang, 58).
Driesch gliedet sein philosophisches System in drei Teile: die Lehre vom Ausgang, die Ordnungslehre und die Wirklichkeitslehre.
"Von diesen drei Teilen ist aber die erste keine eigentliche ‚Lehre‘, sondern kommt vor aller Lehre; er besteht in der schlichten selbstbesinnlichen Feststellung, dass es einen von allen anderen Sachverhalten unterschiedlichen Ursachverhalt gibt, welcher allein über jeden Zweifel erhaben und auch allein zum Ausgang der Lehre vom Wissen geeignet ist." (H. Driesch: Mein System und sein Werdegang, 58).
Der Ursachverhalt besteht nach Driesch aus drei Bestandteilen: (1) ‚Ich, der um sein Wissen Wissende‘ (2) ‚habe bewusst‘ (3) ‚Etwas‘.
Im Sommer 1909 begann Driesch mit der Ausarbeitung seine logischen Systems, das 1912 unter dem Titel ‚Ordnungslehre‘ erschien.
Die Absicht, welche ursprünglich zu ihrem Entwurf geführt hatte, war die logische Rechtfertigung des Vitalismus gewesen. Driesch untersucht weiter die Fragen: Was sind Kategorien? Wie komme ich zu Kategorien? Was heißt Denken? Wovon hat das Denken auszugehen? Die Ordnungslehre wurde von Driesch bewusst ‚methodisch-solipsistisch‘ gestaltet.
1903 entwarf Driesch seine ‚Wirklichkeitslehre‘, in der er zeigen will, dass Metaphysik als Lehre vom ‚Wirklichen‘, vom ‚An sich‘ hypothetisch und als induktive Wissenschaft möglich ist.
In seiner 1916 erschienen Schrift ‚Leib und Seele‘ (2. Aufl. 1920) bemüht sich Driesch den psychomechanischen Parallelismus durch den Vergleich der ‚Mannigfaltigkeitsgrade‘ des Physischen und Psychischen zu widerlegen.
Im Frühjar 1920 siedelte Driesch als Ordinarius nach Köln über. Im Herbst 1921 wurde er als Nachfolger Volkelts nach Leipzig berufen, wo er bis zu seiner vorzeitigen Emeritierung wirkte. In Leipzig schrieb Driesch vor allem Arbeiten, die seine bisherigen Überlegungen präszisierten.
Die Grundidee der Ethik von Driesch geht auf das Ganzheitsprinzip zurück: Die ganzheitliche unsterbliche Seele des Menschen sei in materielle Ketten geschlagen. Das Urbefinden des Menschen sei das Leiden. Die Aufgabe der Menschheit besteht darin, das Leiden zu lindern, zu bekämpfen.
Ethik müsse auf politischem Gebiet fruchtbar werden. Deshalb wandte Driesch sich mit seinen sittlichen Hauptforderungen (Beseitigung der Kriege, des Nationalismus, des Rassismus, des Antisemitismus und Kolonialismus) vor allem an die Staatsmänner und Lehrer. Er empfahl Pazifismus als Grundhaltung und sah in passiver Existenz und Boykottmaßnahmen die einzigen Mittel im Friedenskampf. Eine Revolution zum Sturz eines Diktators war für ihn ein extremes und ethisch nicht wünschenswertes Mittel.
Driesch zeichnete das Bild einer künftigen geistigen Gemeinschaft der Menschheit, die auf den durch alle Völker erarbeiteten kulturellen Traditionen aufbaue und über den Völkerbund zum Menschheitsstaat entwickelt werden müsse.
Driesch war führend in der ‚Liga für Menschenrechte‘ tätig, die die Ideale der Völkerverständigung propagierte. Er argumentierte öffentlich gegen die den Faschismus vorbereitende Liaison von Junkertum, Militarismus und Reaktion. Driesch verurteilte öffentlich faschistische und antisemitische Kampagnen und Ausschreitungen, so z. B. die gegen Theodor Lessing, der 1933 ermordet wurde. In einem Rundfunkvortrag anläßlich des 12. Jahrestages der Novemberrevolution warnte er das deutsche Volk vor der drohenden Diktatur.
Nach seiner durch die faschistischen Machthaber veranlaßten vorzeitigen Emeritierung 1933 traten parapsychologische Probleme in den Vordergrund seiner Arbeit.
Ausgewählte Werke:
(1) Philosophie des Organischen, 2 Bde, Leipzig 1909
(2) Ordnungslehre. Ein System des nichtmetaphysischen Teiles der Philosophie. Jena 1912
(3) Wirklichkeitslehre. Ein metaphysischer Versuch. Leipzig 1917
(4) H. Driesch: Mein System und sein Werdegang. In: Die Philosophie der Gegenwart in Selbstdarstellungen. (2. Aufl.) Leipzig 1923, 49-78).
(5) Die sittliche Tat. Ein moralphilosophischer Versuch. Leipzig 1927
(6) Der Mensch und die Welt. Leipzig 1928