Ernesti

Johann August Ernesti (1707 – 1781)

Johann August Ernesti ist ein Vertreter der Wolffschen Schule.


Eubulid

Eubulides aus Milet (4. Jh. v. u. Z.)

Der griechische Philosoph und Logiker ist ein Vertreter der megarischen Schule.

Eubulides aus Milet formulierte eine ganzen Reihe von Paradoxien wie das Paradoxon vom Haufen, das Sophismus vom Verhüllten und der Sophismus vom Gehörnten, mit deren Hilfe er zu beweisen versuchte, dass Erkenntnis unmöglich ist, weil sie widersprüchlich ist.

Im Sophismus vom Gehörnten und vom Verhüllten unterstellte er einen Fehler, der in der Folgezeit von der Logik analysiert und quaternio terminorum genannt wurde.

Die Paradoxie vom Lügner hat er wie folgt formuliert:

"Wenn ein Lügner sagt, dass er lügt, dann bedeutet das, dass er sowohl lügt als auch die Wahrheit spricht, denn wenn er die Wahrheit sagt, so lügt er, und wenn er lügt, so lügt er nicht, sondern sagt die Wahrheit."


Eudemos

Eudemos von Rhodos (ca. 300 v. u. Z.)

Der griechische Philosoph und Wissenschaftshistoriker Eudemos ist einer der angesehensten Schüler des Aristoteles.

In seiner sog. Eudemischen Ethik näherte er die aristotelischen Ethik den Gedanken Platons an.

In Zusammenarbeit mit Theophrastos, ebenfalls ein Schüler des Aristoteles, fügte Eudemos der aristotelische Logik eine Reihe von Ergänzungen und Präzisierungen hinzu.

Sie entdeckten fünf Modi der vierten Figur des einfachen kategorischen Syllogismus und versuchten, die aristotelische modale Logik zu vereinfachen.

Von ihnen stammt eine neue Ansicht über die Modalität von Urteilen. Während Aristoteles der Modalität einen objektiven Sinn beimaß, verstanden Theophrastos und Eudemos unter Modalität den Grad der subjektiven Überzeugtheit.

Eudemos versuchte auch die aristotelische mit dem hypothetischen und dem disjunktiven Urteil zu ergänzen.

Eudemos verfasste auch historische Abrisse der mathematischen und astronomischen Lehren.


Euhemer

Euhemeros aus Messene (ca. 300 v. u. Z.)

Euhemeros lebte am Hofe des makedonischen Königs Kassandros. Von ihm sind nur Fragmente erhalten. Nach Euhemeros sind die mythologischen Gottheiten und Heroen nur vergötterte Menschen, die Großes geleistet haben und dafür verehrt, werden. Euhemeros wird der kyrenaischen Schule zugerechnet.

Eukleid

Eukleides von Megara (ca. 450 – 380 v. u. Z.)

Auf diesen megarischen Philosophen, Schüler des Sokrates, berief sich sowohl die megarische Philosophenschule als auch die dialektische Schule.

Soweit heute bekannt ist, waren Platon und Eukleides von Megara die ersten, die über logische Probleme nachgedacht haben. Eukleides ixt berühmt für seine Rätsel, eines von ihnen ist der das Sorites-Paradox, das Haufen-Argument.

Literatur

  • Jöcher, Christian Gottlieb: Allgemeines Gelehrten-Lexicon, Bd. 2, 423


Euklid

Eukleides von Alexandreia (ca. 365 – 300 v. u. Z.)

Der griechische Mathemaiker Eukleides von Alexandreia (auch Euklid) wirkte am Musaion in Alexandria. In den 13 Büchern seiner Elemente hat Eukleides von Alexandreia das theoretische mathematische Wissen seiner Zeit unter systematischen Gesichtspunkten dargestellt.

Insgesamt hat er in seinen Elementen den mathematischen Lehrstoffen, wie er in der platonischen Schule vorgeschrieben war, zusammengefasst. Die Elemente waren nicht, wie man nach dem Titel vermuten könnte, für Anfänger bestimmt, sondern für Lernende auf fortgeschrittem Niveau.

Eukleides von Alexandreia hinterließ außer den Elementen auch eine Reihe eigener Forschungsergebnisse, die allerdings z. T. nur dem Thema nach oder in arabischer Übersetzung überliefert sind.

Dazu gehören Über die Zerlegung von Figuren, Porismen, Pseudaria (Trugschlüsse), Dedomena, Optika, Katoptrika, Sectio Canonis und Phainomena. Eine Kegelschnittlehre von ihm ist verlorengegangen, da sie durch die ausführlichere Kegelschnittlehre seines Schülers Apollonios von Perge verdrängt wurde.

Literatur

  • Jöcher, Christian Gottlieb: Allgemeines Gelehrten-Lexicon, Bd. 2, 423


Drewnow

Jan F. Drewnowski (1896 – 1978)

Jan F. Drewnowski studierte Physik, Mathematik und Technikwissenschaften und dann auch Philosophie und Logik unter Führung von Le&;niewski, &;ukasiewicz und Kotarbi&;ski.

Er arbeitete mit Salamucha auf dem Gebiet der Metaphilosophie. Gemeinsam mit Bochenski bemühte er sich um die Modernisierung der traditionellen Logik.

Er arbeitete ein eigenes logisch-symbolisches System aus, das jedoch während des 2. Weltkrieges verloren ging.

Jan Drewnowski gehörte sowohl zur Lwow-Warschau-Schule als auch zum Krakower Kreis.

Online-Texte


Elisab

Elisabeth von Böhmen, Elisabeth von der Pfalz (1618 – 1680)

Elisabeth von Böhmen wurde am 27. November 1618 geboren. Ihr Vater, der Kurfürst von der Pfalz, Friedrich V., wurde einige Monate nach ihrer Geburt 1618 in Heidelberg zum König von Böhmen gekrönt.

Schon im Winter 1620 verlor er seine Krone und musste mit seiner Familie in die Niederlande fliehen.

1643 lernte Elisabeth von der Pfalz René Descartes kennen, dessen Werke sie bereits früher mit großem Eifer studierte. Von diesem Zeitpunkt an begann ein intensiver Briefwechsel zwischen den beiden, so dass die Prinzessin nicht nur zu einer der treuesten Schülerinnen von Descartes, sondern auch seine vertrauteste Freundin wurde.

Sie wird daher wie auch Marie Dupré, Anne de Lavigne und Louise-Anastasia Serment zu den Cartesienne gerechnet.

Ihre Zweifel und Fragen zur cartesianischen Philosophie motivierten Descartes, einige Aspekte seines Systems zu ergänzen und zu erklären. Dies führte dazu, dass er die Abhandlung über die Leidenschaften der Seele (1649) schrieb, in denen er dei Leib-Seele-Problematik präziser diskutiert.

Von großem Interesse ist auch ihre Diskussion über die Grundlagen der Moral und die darauf folgenden Folgen, die ab 1645 in ihren Briefen stattfand.

1646 musste sie die Niederlande verlassen und gind nach Deutschland, zu ihrer Tante der Kurfürstin von Brandenburg. Später zog sie nach Herford in Westfalen in ein lutherisches Kloster, in dem sie 1667 Äbtissin wurde und bis 1680 blieb.

Weblinks


Driesch

Hans Driesch (1867 – 1941)

Hans Driesch wurde am 28.10.1867 in Bad Kreuznach geboren und starb am 16.4.1941 in Leipzig.

Dreisch besuchte 1877-1886 ein humanistisches Gymnasium, die Gelehrtenschule des Johanneums in Hamburg. Er studierte in Freiburg, München und Jena Zoologie. 1889 promovierte er in Jena bei Haeckel mit einer Arbeit unter dem Titel ‚Tektonische Studien an Hydroidpolypen‘, die sich mit der Struktur von Polypenstöcken beschäftigte.

Da seiner Ansicht nach die Stammbaum-Methodik nicht ausreichte, um dynamische Probleme der Biologie zu bewältigen, beschäftigte er sich nach einer Forschungsreise in die Tropen 1890 mit biologischen Werken die von Gegnern Haeckels geschrieben worden waren. Die aufgrund dieser Überlegungen entstandene Arbeit über ‚Die mathematisch-mechanische Betrachtung morphologischer Probleme der Biologie‘ (1891) führte zum äußeren Bruch mit Haeckel.

Experimentelle entwicklungsgeschichtliche Arbeiten begründeten seinen Ruhm als Entwicklungsphysiologe. Über seinen philosophischen Bildungsweg schreibt Driesch in einer Selbstdarstellung: "Als Student habe ich einmal, in Freiburg bei Riehl, ein einstündiges philosophisches Kolleg über Willensfreiheit gehört. In Jena verbot jedoch der ‚gute Ton‘ den jungen Naturforschern damals den Besuch philosophischer Vorlesungen, und so blieb jenes Freiburger Kolleg das einzige. Nun fiel mir aber, als ich eben promoviert hatte, Liebmanns ‚Analysis der Wirklichkeit‘ in die Hände. Dieses Werk hat einen sehr starken Einfluss auf mich gehabt und mich zunächst einmal zum Studium der Originalwerke Kants und Schopenhauers, dann weiter Descartes‘, Lockes und Humes geführt. So war bald eine gewisse philosophische Grundlage da, vervollkommnet durch Riehls ‚Kritizismus‘, und auf ihr gestalteten sich nun meine nächsten, von den Experimenten her beeinflußten, biotheoretischen Schriften." (H. Driesch: Mein System und sein Werdegang, 51).
In diesen ‚biotheoretischen Arbeiten‘ (‚Die Biologie als selbständige Grundwissenschaft‘, 1893, ‚Analytische Theorie der organischen Entwicklung‘, 1894) verwendete Driesch einen Teleologie-Begriff, über den er später schrieb: "Mein Teleologie-Begriff war aber, mir selbst unbewusst, in einem sehr wesentlichen Punkte unbestimmt, in demselben Punkte, in dem das meines Erachtens der kantische ist. Ich hatte immer schlechthin von ‚zweckmäßig‘, von ‚teleologisch‘ geredet. Was ich gemeint hatte, war aber durchaus nicht immer ‚Vitalismus‘, sondern etwas, was ich später als ’statische Teleologie‘ bezeichnet habe oder auch als ‚vorgebildete Zweckmäßigkeit‘; ich meinte nämlich damals, dass die Konstellation der Materie, als ein für alle Mal Gegebenes, die hinzunehmende Grundlage der zweckmäßigen und ‚harmonischen‘ organischen Vorgänge sei, während diese Vorgänge selbst vom physikalisch-chemischen Typus seien." (H. Driesch: Mein System und sein Werdegang, 51).

Die Überwindung dieses Teleologie-Begriffes führte Driesch zum Vitalismus.

Die 1899 erschienene Schrift ‚Die Lokalisation morphogenetischer Vorgänge, ein Beweis vitalistischen Geschehens‘, bezeichnet Driesch als seine erste vitalistische bzw. dynamisch-teleologische Schrift. (H. Driesch: Mein System und sein Werdegang, 52).

Zentraler Begriff dieser Arbeit ist das harmonisch-äquipotentielle System. Driesch schreibt: "Harmonisch-äquipotentielle Systeme nenne ich solche in der Embryologie oder bei der Wiederherstellung der gestörten Organisation (Restitution) auftretenden Zellgesamtheiten, für deren organisatorische Leistung es nichts ausmacht, ob man ihnen beliebige Teile nimmt oder ihre Teile beliebig verlagert." (H. Driesch: Mein System und sein Werdegang, 52).

Ab 1902 machten experimentelle Arbeiten nicht mehr das Zentrum seiner Tätigkeit aus. Der Schwerpunkt verlagerte sich auf philosophische Probleme.

Zunächst bemühte er sich die Überlegungen vom morphogenetischen Gebiet auf die gesamte Biologie zu übertragen. Die Ergebnisse dieser Arbeit veröffentlichte er in den Schriften ‚Die organischen Regulationen‘ (1901) und ‚Die ‚Seele‘ als elementarer Naturfaktor‘ (1903).

Über sein nächstes Werk schreibt H. Driesch: "In der Schrift Naturbegriffe und Natururteile (1904) fasste ich zusammen, was ich über die Beziehungen zwischen Organischem und Anorganischem zu sagen hatte. Dieses Buch enthält als Hauptsache eine eingehende Kritik der Energetik und, als deren Wesentlichstes, den Nachweis, dass der sogenannte ‚zweite Hauptsatz‘ aus zwei logisch ganz heterogenen Teilen besteht; zum anderen bringt es zum ersten Male im engeren Sinne philosophische Fundierungen und Kritisches über den Kausalitätsbegriff; endlich denkt es natürlich die Hauptfrage zu lösen, wie Entelechie zu Materie und Energie in Beziehung stehe." (H. Driesch: Mein System und sein Werdegang, 53).

1905 schrieb Driesch eine kurze Geschichte des Vitalismus und stellte zudem sein eigenes ‚biotheoretisches‘ System dar. Die entsprechende Arbeit heißt ‚Der Vitalismus als Geschichte und als Lehre‘.

In das Jahr 1905 fällt auch das Studium von Werken von Sigwart, Lotze, Wundt, Windelband und Überweg-Heintze, sowie eigene Studien zur reinen Logik und Kategorientheorie, die ihn später zur Ordnungslehre führten.

Die schottische Universität Aberdeen wählte Driesch 1907/8 zum Gifford Lecturer. Zehn große Vorträge waren in jedem dieser beiden Jahre zu halten; sie mussten in Buchform erscheinen. Als Thema wählte Driesch ‚The Science and Philosophy of the Organism‘.

Driesch schreibt über die nächsten Jahre: "Die Jahre 1907/08 hatten mich, freilich im Ausland und nur auf kurze Zeit zum ersten Male zum Universitätslehrer gemacht. Ich hatte Gefallen daran gefunden, und so hatten denn einige Kollegen in Heidelberg es nicht schwer, mich zur Habilitation für ‚Naturphilosophie‘ zu überreden. Von allen üblichen Formalitäten wurde dabei abgesehen. So war ich denn also (1909) Provatdozent, zunächst in der naturwissenschaftlich-mathematischen Fakultät, wurde 1911 Extraordinarius und trat Anfang 1912 in die philologische Fakultät über." (H. Driesch: Mein System und sein Werdegang, 55).
Interessant ist die Bestimmung der Philosophie durch Driesch: "Philosophie ist das gefügehafte Wissen vom Wissen und von allem Gewußten als Gewußtem. Der Zusatz ‚als Gewußtem‘ scheidet Philosophie von Wissenschaft im eigentlichen Sinne; ein Teil der Wissenschaft wird sofort zu einem Teil der Philosophie, wenn er als gewusster betrachtet wird und, neben einer Inhaltlichkeit, in seinem Gewußtsein erfasst wird." (H. Driesch: Mein System und sein Werdegang, 58).
Driesch gliedet sein philosophisches System in drei Teile: die Lehre vom Ausgang, die Ordnungslehre und die Wirklichkeitslehre.

"Von diesen drei Teilen ist aber die erste keine eigentliche ‚Lehre‘, sondern kommt vor aller Lehre; er besteht in der schlichten selbstbesinnlichen Feststellung, dass es einen von allen anderen Sachverhalten unterschiedlichen Ursachverhalt gibt, welcher allein über jeden Zweifel erhaben und auch allein zum Ausgang der Lehre vom Wissen geeignet ist." (H. Driesch: Mein System und sein Werdegang, 58).

Der Ursachverhalt besteht nach Driesch aus drei Bestandteilen: (1) ‚Ich, der um sein Wissen Wissende‘ (2) ‚habe bewusst‘ (3) ‚Etwas‘.

Im Sommer 1909 begann Driesch mit der Ausarbeitung seine logischen Systems, das 1912 unter dem Titel ‚Ordnungslehre‘ erschien.

Die Absicht, welche ursprünglich zu ihrem Entwurf geführt hatte, war die logische Rechtfertigung des Vitalismus gewesen. Driesch untersucht weiter die Fragen: Was sind Kategorien? Wie komme ich zu Kategorien? Was heißt Denken? Wovon hat das Denken auszugehen? Die Ordnungslehre wurde von Driesch bewusst ‚methodisch-solipsistisch‘ gestaltet.

1903 entwarf Driesch seine ‚Wirklichkeitslehre‘, in der er zeigen will, dass Metaphysik als Lehre vom ‚Wirklichen‘, vom ‚An sich‘ hypothetisch und als induktive Wissenschaft möglich ist.

In seiner 1916 erschienen Schrift ‚Leib und Seele‘ (2. Aufl. 1920) bemüht sich Driesch den psychomechanischen Parallelismus durch den Vergleich der ‚Mannigfaltigkeitsgrade‘ des Physischen und Psychischen zu widerlegen.

Im Frühjar 1920 siedelte Driesch als Ordinarius nach Köln über. Im Herbst 1921 wurde er als Nachfolger Volkelts nach Leipzig berufen, wo er bis zu seiner vorzeitigen Emeritierung wirkte. In Leipzig schrieb Driesch vor allem Arbeiten, die seine bisherigen Überlegungen präszisierten.

Die Grundidee der Ethik von Driesch geht auf das Ganzheitsprinzip zurück: Die ganzheitliche unsterbliche Seele des Menschen sei in materielle Ketten geschlagen. Das Urbefinden des Menschen sei das Leiden. Die Aufgabe der Menschheit besteht darin, das Leiden zu lindern, zu bekämpfen.

Ethik müsse auf politischem Gebiet fruchtbar werden. Deshalb wandte Driesch sich mit seinen sittlichen Hauptforderungen (Beseitigung der Kriege, des Nationalismus, des Rassismus, des Antisemitismus und Kolonialismus) vor allem an die Staatsmänner und Lehrer. Er empfahl Pazifismus als Grundhaltung und sah in passiver Existenz und Boykottmaßnahmen die einzigen Mittel im Friedenskampf. Eine Revolution zum Sturz eines Diktators war für ihn ein extremes und ethisch nicht wünschenswertes Mittel.

Driesch zeichnete das Bild einer künftigen geistigen Gemeinschaft der Menschheit, die auf den durch alle Völker erarbeiteten kulturellen Traditionen aufbaue und über den Völkerbund zum Menschheitsstaat entwickelt werden müsse.

Driesch war führend in der ‚Liga für Menschenrechte‘ tätig, die die Ideale der Völkerverständigung propagierte. Er argumentierte öffentlich gegen die den Faschismus vorbereitende Liaison von Junkertum, Militarismus und Reaktion. Driesch verurteilte öffentlich faschistische und antisemitische Kampagnen und Ausschreitungen, so z. B. die gegen Theodor Lessing, der 1933 ermordet wurde. In einem Rundfunkvortrag anläßlich des 12. Jahrestages der Novemberrevolution warnte er das deutsche Volk vor der drohenden Diktatur.

Nach seiner durch die faschistischen Machthaber veranlaßten vorzeitigen Emeritierung 1933 traten parapsychologische Probleme in den Vordergrund seiner Arbeit.

Ausgewählte Werke:

(1) Philosophie des Organischen, 2 Bde, Leipzig 1909

(2) Ordnungslehre. Ein System des nichtmetaphysischen Teiles der Philosophie. Jena 1912

(3) Wirklichkeitslehre. Ein metaphysischer Versuch. Leipzig 1917

(4) H. Driesch: Mein System und sein Werdegang. In: Die Philosophie der Gegenwart in Selbstdarstellungen. (2. Aufl.) Leipzig 1923, 49-78).

(5) Die sittliche Tat. Ein moralphilosophischer Versuch. Leipzig 1927

(6) Der Mensch und die Welt. Leipzig 1928

Elsenh

Theodor Elsenhans (geb. 1868)

Theodor Elsenhans war Professor an der Technischen Hochschule in Dresden.

Wahrheitskriterium ist das Evidenzgefähl, das sich mit dem Vernunftglauben verbindet.

Die Psychologie ist eine Vorarbeit zur Erkenntnistheorie. Die Erkenntnistheorie richtet ihr Augenmerk auf die Beziehung von Subjekt und Objekt.

Die Ethik ist nach Elsenhans die Wissenschaft vom sittlichen Bewußtsein. Es gibt ein absolutes Sittengesetz, dessen Äußerungen der Entwicklung unterliegen.