Feder

Johann Georg Heinrich Feder (1740 – 1821)

Johann Georg Heinrich Feder ist ein Vertreter der Popularphilosophie. Er wirkte als Professor in Göttingen und als Direktor des Georgianum in Hannover.

Mit Meiners gab er 1788 – 1791 die Philosophische Bibliothek heraus.

Feder betrachtet als das eigentliche Objekt der Philosophie den Menschen, dessen Handeln und Denken verbessert werden soll. Quelle der Moral ist die Sympathie.

Wie Meiners bekämpft er die Lehre von den angeborenen Begriffen.

Nach soll die Logik recht denken lehren. Die Logik muss ein Organon für die übrige Philosophie sein.


Erasmus

Desiderius Erasmus von Rotterdam (1466 – 1536)

Der holländische Philologe und Philosoph Desiderius Erasmus (eigentlich Gerhard Gerhards) ist die führende Gestalten des europäischen Humanismus.

Erasmus von Rotterdm hat unter Anwendung philologisch-kritischer Methoden u. a. Das Neue Testament und klassische Texte herausgegeben.

Er wollte Humanismus und Christentum verbinden, indem er das Christentum als ethisch-religiöses Ideal auffasst.

Erasmus von Rotterdsam war Freund von Thomas Morus und stand mit der platonischen Akademie in Florenz in Verbindung.

Er verfocht die religiöse Toleranz.


Feigl

Herbert Feigl (geb. 1902)

Herbert Feigl war Mitglied im Wiener Kreis.

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Eratosth

Eratosthenes von Kyrene (ca. 282 – 202 v. u. Z.)

Der griechische Gelehrte war Schüler des Kallimachos und leitete ab 246 die Bibliothek von Alexandreia. Er arbeitete zur Philologie, Grammatik, Literaturgeschichte, Mathematik, Chronologie, Astronomie und Geographie.

Eratosthenes vermaß die Erdkugel und bestimmte den Erdumfang mit 252.000 Stadien. Er begründete theoretisch die Möglichkeit der Weltumseglung und teilte die Erdoberfläche für seine Erdkarte in Vierecke ein. Damit begründete Eratosthenes die mathematische Geographie.

Er vertrat wie Pytheas und Poseidonios die These, dass der Okeanos ein die Kontinente umgebendes Weltmeer ist.

Eratosthenes sprach (anders als Krates von Mallos) Homer die Kompetenz in geographischen Fragen ab und stützte seine Theorie auf Anaximandros, Hekataios und die Begleiter des Zuges von Alexander dem Großen.

Als Mathematiker soll Eratosthenes die Gleichung a : x = x : y = y : b durch Einschiebung gelöst haben. Nach ihm ist auch das Sieb des Eratosthenes benannt, eine Methode, um Primzahlen zu finden.


Erdmn B

Benno Erdmann (1851 – 1921)

Benno Erdmann arbeitete als Professor in Berlin.

Erkenntnistheorie ist die Wissenschaft, deren Aufgabe es ist, die allen Einzelwissenschaften gemeinsamen Voraussetzungen über die materialen Grundlagen unseres Erkennens zu untersuchen.

Die Logik ist die allgemeine Wissenschaft von den Arten und der Geltung der Urteilsoperationen, d. i. den formalen Voraussetzungen, die allem wissenschaftlichen Denken zugrunde liegen. Die Logik abstrahiert nicht von allem Denkinhalt. Sie ist nicht Psychologie, keine Tatsachenwissenschaft, sondern die allgemeine formale und normative Wissenschaft von den methodischen Voraussetzungen des wissenschaftlichen Denkens. Die Psychologie setzt die Gültigkeit des logischen Verfahrens voraus. Ihr Maßstab ist das Ideal durchgängiger Allgemeingültigkeit oder Wahrheit.

Auf Erdmann geht die Einordnungstheorie zurück.

Die Axiome der Geometrie sind empirischen Ursprungs. Nur sofern die Raumvorstellung durch psychische Vorgänge erzeugt wird, ist sie a priorisch.

Nach Erdmann setzt die Induktion voraus, dass gleiche Ursachen gleiche Wirkungen hervorbringen, und dass gleiche Ursachen gegeben sind. Der Grundsatz der Induktion ist ein Postulat des Vorherwissens, das sich in der Erfahrung bewährt hat.

Unsere Urteile beziehen sich auf ein Transzendentes. Diese wird nur symbolisch, vermittelst der Phänomene erkannt.

Die Außenwelt als Phänomen ist ein besonderer Ausschnitt aus unserem vorstellenden Bewußtsein.

Es besteht zwischen Psychischem und Physischem keine Wechselwirkung, sondern ein Parallelismus. Psychisches und Physisches sind koordinierte Erscheinungsreihen des Seienden.


Ernesti

Johann August Ernesti (1707 – 1781)

Johann August Ernesti ist ein Vertreter der Wolffschen Schule.


Eubulid

Eubulides aus Milet (4. Jh. v. u. Z.)

Der griechische Philosoph und Logiker ist ein Vertreter der megarischen Schule.

Eubulides aus Milet formulierte eine ganzen Reihe von Paradoxien wie das Paradoxon vom Haufen, das Sophismus vom Verhüllten und der Sophismus vom Gehörnten, mit deren Hilfe er zu beweisen versuchte, dass Erkenntnis unmöglich ist, weil sie widersprüchlich ist.

Im Sophismus vom Gehörnten und vom Verhüllten unterstellte er einen Fehler, der in der Folgezeit von der Logik analysiert und quaternio terminorum genannt wurde.

Die Paradoxie vom Lügner hat er wie folgt formuliert:

"Wenn ein Lügner sagt, dass er lügt, dann bedeutet das, dass er sowohl lügt als auch die Wahrheit spricht, denn wenn er die Wahrheit sagt, so lügt er, und wenn er lügt, so lügt er nicht, sondern sagt die Wahrheit."


Eudemos

Eudemos von Rhodos (ca. 300 v. u. Z.)

Der griechische Philosoph und Wissenschaftshistoriker Eudemos ist einer der angesehensten Schüler des Aristoteles.

In seiner sog. Eudemischen Ethik näherte er die aristotelischen Ethik den Gedanken Platons an.

In Zusammenarbeit mit Theophrastos, ebenfalls ein Schüler des Aristoteles, fügte Eudemos der aristotelische Logik eine Reihe von Ergänzungen und Präzisierungen hinzu.

Sie entdeckten fünf Modi der vierten Figur des einfachen kategorischen Syllogismus und versuchten, die aristotelische modale Logik zu vereinfachen.

Von ihnen stammt eine neue Ansicht über die Modalität von Urteilen. Während Aristoteles der Modalität einen objektiven Sinn beimaß, verstanden Theophrastos und Eudemos unter Modalität den Grad der subjektiven Überzeugtheit.

Eudemos versuchte auch die aristotelische mit dem hypothetischen und dem disjunktiven Urteil zu ergänzen.

Eudemos verfasste auch historische Abrisse der mathematischen und astronomischen Lehren.


Euhemer

Euhemeros aus Messene (ca. 300 v. u. Z.)

Euhemeros lebte am Hofe des makedonischen Königs Kassandros. Von ihm sind nur Fragmente erhalten. Nach Euhemeros sind die mythologischen Gottheiten und Heroen nur vergötterte Menschen, die Großes geleistet haben und dafür verehrt, werden. Euhemeros wird der kyrenaischen Schule zugerechnet.

Eukleid

Eukleides von Megara (ca. 450 – 380 v. u. Z.)

Auf diesen megarischen Philosophen, Schüler des Sokrates, berief sich sowohl die megarische Philosophenschule als auch die dialektische Schule.

Soweit heute bekannt ist, waren Platon und Eukleides von Megara die ersten, die über logische Probleme nachgedacht haben. Eukleides ixt berühmt für seine Rätsel, eines von ihnen ist der das Sorites-Paradox, das Haufen-Argument.

Literatur

  • Jöcher, Christian Gottlieb: Allgemeines Gelehrten-Lexicon, Bd. 2, 423