Ferrari
Giuseppe Ferrari (1812 – 1876)
Giuseppe Ferrari wirkte als Professor in Rom.Er ist ein positivistischer Geschichtsphilosoph. Revolutionen und Reaktionen wechseln nach Ferrari in der Geschichte ab.
Er ist ein positivistischer Geschichtsphilosoph. Revolutionen und Reaktionen wechseln nach Ferrari in der Geschichte ab.
Er vertritt einen voluntaristischen Standpunkt, der sich an Wundt orientiert.
Es gibt nach Ferrier keine selbständige Materie. Die Dinge der Außenwelt sind nur für die Subjekte. Es gibt nur Geister. Deren Vorstellungsinhalte sind vom göttlichen Geist abhängig.
Galenos vertrat medizinisch und philosophisch einen eklektischen Standpunkt, akzeptierte aber Hippokrates uneingeschränkt als medizinische Autorität. In seinen philosophischen Positionen knüpfte er vor allem an Aristoteles an.
Er kommentierte neben Aristoteles auch Platon, Theophrast, Eudemos und Chrysippos.
Man nahm lange an, dass Galenos die vierte Figur des einfachen kategorischen Syllogismus entdeckt habe. In neuerer Zeit wird diese Entdeckung aber Theophrast zugeschrieben, der die Modi dieser Figur des Sylogismus in einer von ihm etwas erweiterten syllogistischen Figur analysierte. Darüber hinaus untersuchte Galen u. a. den Schluss mit Relationsstufen.
Galenos betont in seinen philosophischen und logischen Schriften, die zum großen Teil verloren gegangen sind, die Notwendigkeit der gegenseitigen Durchdringung von Philosophie und Medizin.
Der österreichische Philosoph studierte ab 1946 in Weimar Theaterwissenschaft und musische Fächer in Weimar, Geschichte, Mathematik, Physik und Astronomie in Wien sowie Philosophie in London und Kopenhagen.
In Wien war Feyerabend Mitglied eines Diskussionskreises um Victor Kraft, in dem über philosophische Grundlagenprobleme der Naturwissenschaft diskutiert wurde. Dieser Diskussionskreis wurde u. a. von Wittgenstein, Anscombe und von Wright besucht.
Feyerabend befasst sich vor allem mit Fragen der Wissenschaftstheorie, Erkenntnistheorie und den soziokulturellen Folgen der Wissenschaft.
In Against Method (1974) bestreitet Feyerabend die These von Popper und Lakatos, dass es Regelmäßigkeiten in der Wissenschaft gibt. Wie die Forschungsgeschichte zeigt, beruht der Fortschritt in der Wissenschaft, gemessen an den Wissenschaftskriterien und der jeweils herrschenden Theorie auf Irrtümern, Irrationalitäten und abgelehnten Theorien. Wissenschaftsfortschritt konnte sich nur dort durchsetzen, wo geltende Wissenschaftsregeln und diesoziopolitische Machtsituation ignoriert, psychologische Aspekte einbezogen und die herrschende Rhetorik durch eine neue Beobachtungssprache ersetzt wurden. Dies gilt nach Feyerabend sowohl für die kopernikanische Revolution als auch für die moderne Atomtheorie und die Wellentheorie des Lichtes. Es waren nicht die besseren Argument der Grund, dass sich die neuen Theorien durchsetzten, sondern günstige psychologische Bedingungen und Propaganda.
Feyerabend kritisiert die Wissenschaft als Ideologie ihrer (unbewussten) Voraussetzungen, welche die soziale Realität strukturieren. Tatsachen werden durch eine Theorie, ein bestimmtes Erkenntnisinteresse und durch Internalisierung ideell perzipiert. Ergebnis seiner Analyse des Wissenschaftsfortschritts ist ein epistemologischer Anarchismus, für den das Schlagwort Anything goes steht.
Nach dem Prinzip der Proliferation, der Trägheit und der Inkommensurabilität und Heteromorphie des Wissens postuliert Feyerabend einen bewahrenden, nicht eliminativen und radikalen Wissenscaftspluralismus, der Erkenntnispraktiken vom Orakel, chinesischer Medizin, vorantiker Astronomie und Navigation, aber auch die modernen Wissenschaften zulässt.
Feyerabend fordert u. a. die Formulierung von Anti-Regeln und kritisiert das Konsistenzpostulat.
In Science in Free Society (1978) entwirft Feyerabend das Konzept einer freien Gesellschaft des demokratischen Relativismus, in der ein Bürger die Maßstäbe der Tradition verwendet, der er angehört.
Ob Astrologie, Voodoo-Praktiken oder die Relativitätstheorie angemessene Formen der Lebensorientierung sind, entscheiden in der freien Gesellschaft alle Bürger und nicht nur die Wissenschaftler.
Feyerabend tritt für die Trennung der Einheit von Staat und Wissenschaft ein, in der die Wissenschaft die Funktion der Kirche übernommen hat. Er kritisiert die Expertenherrschaft und ist für die Kontrolle der Wissenschaft durch Bürgerinitiativen. Dem Ethnozentrismus stellt der die Mulitiplizität kultureller Traditionen entgegen. Bürgerinitiativen als Organisationsformen des mündigen Bürgers sollen den Staat kontrollieren und den Wettstreit der Traditionen und Maßstäbe garantieren. Feyerabends Schlagwort ist hier Bürgerinitiativen statt Erkenntnistheorie.
Feyerabend überträgt in der kleinen Schrift Wissenschaft als Kunst (1984) die Kunsttheorie von Alois Riegl, der die Kunst als Produktion gleichberechtigter Stilformen versteht, auf die Wissenschaften. Die Wissenschaften sind für Feyerabend eine Frage des Stils. Ebenso wie in der Kunst kann auch in der Wissenschaft nicht objektiv über den Wert eines Stils geurteilt werden.
In seinem Buch Dialogo sul metodo (1989; dt.: Über Erkenntnis) verwendet Feyerabend die klassische Dialogform zur Darlegung seiner Argumente. Farewell to Reason (1986) ist eine Zusammenfassung seiner Philosophie. Nach seinem Tod durch ein Krebsleiden erschien eine Autobiographie mit dem Titel Zeitverschwendung (1995).
Fichte ist ein Kind armer Eltern und arbeitet anfangs als Hütejunge. Durch eine kuriose Geschichte gelangt Fichte an eine schulische Ausbildung. Eines Tages kommt der Gutsherr Freiherr von Miltitz, der die Predigt des Sonntags verpasst hat, nach Rammenau. Fichte bemerkt diesen Gutsherrn und versichert ihm alle Predigten wiederholen zu können. Daraufhin imitiert Fichte den Pfarrer so perfekt, dass der Gutsherr in seiner Entzückung ihm seine Ausbildung an der Fürstenschule Schulpforta bei Naumburg finanziert.
Nach seiner Schulzeit zieht Fichte nach Jena zwecks eines Studiums, was ihm seine finanzielle Lage aber erschwert. So wird ihm ein Stipendium verweigert, und der gütige Gutsherr verstarb. Er schlägt sich mühsam mit Privatunterricht durch.
Eine Rettung, die er annimmt, scheint ein Angebot aus Zürich zu sein, in dem Fichte Hauslehrer werden soll. Nach nicht langer Zeit wird der Pädagoge des Hauses verwiesen, da Fichte die Auffassung hatte, dass man, bevor man Kinder erzieht, zu allererst die Eltern erziehen müsste. In Zürich verliebt und verlobt Fichte sich. Nach längerer Überlegung, ob eine Heirat ihm nicht die Flügel abschneidet, kommt es dann doch zur Schließung des Bundes der Liebe.
Nach Ende der Hauslehrertätigkeit treibt es Fichte nach Leipzig. Dort will Fichte ohne Erfolg Prinzenlehrer werden. Seine zweite Idee, eine „Zeitschrift für weibliche Bildung“, ist jedem Verleger zu heikel. Trauerspiele und Novellen bringen ihm ebenfalls kein Geld.
Die Philosophie Immanuel Kants inspirierte ihn zu seiner am Begriff des Ich ausgerichteten Wissenschaftslehre. Fichte sah eine rigorose und systematische Einteilung zwischen den Dingen wie sie sind und wie die Dinge erscheinen (Phänomene) als eine Einladung zum Skeptizismus. Ein utopisches Gesellschaftsmodell findet sich in dem Werk Der geschlossne Handelsstaat von 1800.
Während seiner Jenaer Professur (1794 – 1799) wurde er zur Zielscheibe im Atheismusstreit. 1805 wurde er als Professor an die (damals preußische) Universität in Erlangen versetzt.
Fichte war spätestens seit 1794 Mitglied einer Freimaurerloge in Rudolstadt, trat allerdings nach einigen Jahren wieder aus. Auch bei der Entstehung der Gesellschaft der freien Männer hatte er einen bedeutenden Anteil. In Berlin wurde er Mitglied der deutschen Tischgesellschaft, ab Sommer 1811 deren Sprecher (Vorsitzender).
Er starb am 29. Januar 1814 in Berlin, wo er 1810, kurz nach der Gründung der ersten Berliner Universität, Dekan der philosophischen Fakultät und für kurze Zeit ihr erster gewählter Rektor war.
Mit der platonischen Philosophie wurde er zunächst durch Schriften von Cicero, Augustinus und Macrobius bekannt.
Auf Grundlage dieser Quellen schrieb eine Einleitung in die platonische Philosophie.
Er begann Griechisch zu lernen und legte 1462 erste Übersetzungen vor (Orphische Hymnen, Proklos, Hesiod).
Im Auftrag von Cosimos de’Medici, der durch Vorträge von Plethon für die platonische Philosophie Interesse gefunden hatte, nahm Ficino kurze Zeit später eine Übersetzung aller Dialoge Platons ins Lateinische in Angriff.
Cosimo de’Medici schenkte ihm ein Haus in Careggi bei Florenz, das Ficino in Anlehnung an die von Platon gegründete Schule als Akademie bezeichnete und in dem sich ein Kreis zusammenfand, der als Akademie von Florenz in die Geschichte der Philosophie eingegangen ist.
Ficinos eigene philosophische Arbeiten stehen in der Tradition des Neuplatonismus.
Beduetenden Einfluss erlangte sein Kommentar zu Platons Gastmahl, in dem Ficino erstmals die platonische Liebe popularisierte.
Finino arbeitete auch zur Astrologie, Medizin und Musiktheorie.
In seinem Werk Theologia Platonica (1482) bemüht sich Ficino unter Berufung auf Augustinus darum, eine Einheit zwischen gelehrter Religion (docta religio) und gottesfürchtiger Philosophie (pia philosophia) herzustellen. Diese Einheit hat Platon nach Ficinos Ansicht in seiner Philosophie realisiert.
Ficino legt seiner Philosophie den neuplatonischen Gedanken einer fünfgliedrigen Seinshierarchie (Gott, Engel, Seele, Körper, Qualität) zugrunde. Gott versteht er als Prinzip, als Quelle aller Seinsformen, als Lichtstrahl, der die gesamte Welt durchdringt und ihr dadurch Schönheit und Harmonie verleiht.
Durch die Schönheit der irdischen Dinge wirde im Menschen die Liebe zum Schönen erweckt, die ihn vermittels der Erkenntnis zu Got zurückführt.
Die Seele hat eine Mittlerposition, da sie einerseits Spiegelbild des Göttlichen ist, anderseits mit dem Körper verbunden ist, den sie formt und belebt.
Soweit heute bekannt ist, waren Platon und Eukleides von Megara die ersten, die über logische Probleme nachgedacht haben. Eukleides ixt berühmt für seine Rätsel, eines von ihnen ist der das Sorites-Paradox, das Haufen-Argument.
Insgesamt hat er in seinen Elementen den mathematischen Lehrstoffen, wie er in der platonischen Schule vorgeschrieben war, zusammengefasst. Die Elemente waren nicht, wie man nach dem Titel vermuten könnte, für Anfänger bestimmt, sondern für Lernende auf fortgeschrittem Niveau.
Eukleides von Alexandreia hinterließ außer den Elementen auch eine Reihe eigener Forschungsergebnisse, die allerdings z. T. nur dem Thema nach oder in arabischer Übersetzung überliefert sind.
Dazu gehören Über die Zerlegung von Figuren, Porismen, Pseudaria (Trugschlüsse), Dedomena, Optika, Katoptrika, Sectio Canonis und Phainomena. Eine Kegelschnittlehre von ihm ist verlorengegangen, da sie durch die ausführlichere Kegelschnittlehre seines Schülers Apollonios von Perge verdrängt wurde.