Kotarb J

Janina Kotarbinska


Die Logikerin Janina Kotarbinska (* 1901, †  1997) gehörte zur Lwow-Warschau-Schule. Sie war mit Tadeusz Kotarbinski verheiratet.

Literatur

  • W. Krajewski: Janina Kotarbinska – Logical Methodology and Semantic. In: Polish Philosophers of Science and Nature in the 20th Century. (Ed. by Wladyslaw Krajewski) Amsterdam-Atlanta 2000

Weblinks


Kotarbin

Tadeusz Kotarbinski


Der Logiker Tadeusz Kotarbinski (* 31. März 1886, † 3. Oktober 1981) gehörte zur Lwow-Warschau-Schule. Er war mit Janina Kotarbinska verheiratet.

Die Logik nennt Kotarbinski eine allgemeinbildende Disziplin, die unmittelbar mit dem Leben zusammenhängt und Fragen der Erkenntnistheorie, der Semantik der natürlichen Sprache und auch Probleme der Methodologie und Didaktik umfasst.

Zunächst bezeichnete Kotarbi&;ski seine philosophische Lehre als Reismus (res lat. Ding). Nach dieser Theorie existieren nur Dinge, die der Mensch erkennt. Da keine allgemeinen Gegenstände existieren, sondern nur eine unbegrenzte Anzahl konkreter Körper, bezeichnete er seine Theorie auch als Konkretismus.

Online-Texte

Literatur

  • J. Wolenski: Tadeusz Kotarbinski – Reism and Science. In: Polish Philosophers of Science and Nature in the 20th Century. (Ed. by Wladyslaw Krajewski) Amsterdam-Atlanta 2000

Weblinks


Kozlow

Alexej Alexandrowitsch Kozlow (1831 – 1901)

Alexej Alexandrowitsch Kozlow wirkte von 1876 bis 1887 als Professor in Moskau.

Kozlow ist ein von Leibniz und Teichmüller beeinflußter Vertreter eines pluralistischen Panpsychismus.

Der Begriff des Seins entstammt dem Ich-Bewußtsein. Er wird auf die Außendinge übertragen. Die räumliche Welt ist ein Zeichensystem, dessen An sich geistig ist.

Kraft V

Victor Kraft (1880 – 1975)

Der österreichische Logiker und Philosoph war ab 1925 Professor in Wien.

Er ist einer der führenden Vertreter des Wiener Kreises. Er wird dem Neopositivismus zugerechnet.

Nach dem 2. Weltkrieg bildet sich in Wien ein Diskussionskreis um Victor Kraft, in dem über philosophische Grundlagenprobleme der Naturwissenschaft diskutiert wurde. Dieser Diskussionskreis wurde u. a. von Wittgenstein, Anscombe, Feyerabend und von Wright besucht.

Kraft kritisiert den im Wiener Kreis vorherrschenden Wertrelativismus und vertritt statt dessen eine Form des ethischen Kognitivismus.

Mit Russell lehnt Kraft den Apriorismus ab. Auch synthetische Urteile a priori könne es nicht geben. Aussagen über Tatsachen können nur aufgrund von Erfahrung gelten.

Logik und Mathematik sagen nichts über die erfahrbare Wirklichkeit aus.


Krates M

Krates von Mallos (1. Hälfte des 2. Jh. v. u. Z.)

Krates von Mallos (in Kilikien) war Haupt der pergamenischen Grammatikerschule. Sein Prinzip war die Anomalie der Stoa im Gegensatz zur Analogie der alexandrinischen Schule (Hauptgegner Aristarchos von Samothrake). Anders als Eratosthenes sah Krates Homer als großen Geographen an, in dessen Werk er das stoische Weltbild mittels allergorischer Erklärungen hineininterpretierte. Krates soll auch den ersten Globus gebaut haben. Bei seinem Aufenthalt als Gesandter in Rom(um 169/68) beeinflußte Krates durch seine Vorträge nachhaltig die grammatisch-philologischen Studien der Römer.


Krates T

Krates von Theben (Ende 4. Jh. v. u. Z.)

Der griechische Kyniker Krates von Theben ist Schüler des Diogenes von Sinope und Lehrer des Zenon von Kition. Er war hochgebildet und führte mit seiner Frau Hipparchia, die aus vornehmen Hause stammte und ebenfalls der kynischen Schule als wandernde Sittenprädigerin angehörte, ein Bettlerdasein. Im Gegensatz zum Volksglauben vertrat er einen monotheistischen Standpunkt.


Kratesik

Kratesikleia

Die Lakonerin Kratesikleia war die Frau des Lakedaimoniers Kleanor.

Iamblichos erwähnt Boio in seiner Aufzählung der 17 Pythagoreerinnen.

Die Textstelle mit der Aufzählung lautet: " bedeutendsten Pythagoreerinnen: Timycha, die Frau des Myllias von Kroton, Philtys, die Tochter des Theophris von Kroton, Schwester des Byndakos, Okkelo und Ekkelo, die Schwestern der Lukaner Okkelos und Okkilos, Cheilonis, die Tochter des Lakedaimoniers Cheilon, die Lakonerin Kratesikleia, die Frau des Lakedaimoniers Kleanor, Theano, die Frau des Metapontiers Brotinos, Myia, die Frau des Milon von Kroton, Lasthenia aus Arkadien, Habroteleia, die Tochter des Habroteles von Tarent, Echekrateia von Phlius, Tyrsenis aus Sybaris, Peisirrhode aus Tarent, Theadusa aus Lakedaimon, Boio aus Argos, Babelyka aus Argos, Kleaichma, die Schwester des Lakedaimoniers Autocharidas. Insgesamt: 17." (Iamblichos: Pythagoras, 1963, 267)

Kratylos

Kratylos (4. Jh. v. u. Z.)

Der griechische Philosoph Kratylos war ein an Heraklit anknüpfender erster Vertreter des Relativismus, ein Lehrer Platons Heraklits Erkenntnis, dass man nicht zweimal in gleichen Fluss steigen kann, da sich inzwischen dessen Wasser und auch unser Körper verändert hat, spitzte er zu der Behauptung zu, dass das auch nicht einmal geschehen könnte. Diese Leugnung der relativen Ruhe entspricht der Verneinung der Möglichkeit, überhaupt zu Urteilen zu gelangen (damit ist er ein Vorläufer der Skepsis).

Auf sprachphilosophischem Gebiet vertrat Kratylos die Auffassung, dass jedem Ding von Natur die richtige Bezeichnung anhafte, die nichts zu tun habe mit der auf Konvention beruhenden.

Kratylos interpretiert die Lehre von Heraklit über die allumfassende Bewegung, über die Erneuerung und Vergänglichkeit der Dinge relativistisch. Er schlußfolgerte, dass die in der Natur zu beobachtenden Erscheinungen jeder qualitativen Definiertheit beraubt sind un der Mensch daher keinerlei Urteil formulieren kann, weil man über etwas, das sich absolut und ununterbrochen verändert, nichts Konkretes aussagen kann.


Knutzen

Martin Knutzen (1713 – 1751)

Martin Knutzen ist ein Vertreter der Wolffschen Schule. Er knüpft außerdem stark an Newton an.

Aus der Einheit des Selbstbewusstseins schloß er auf die Immaterialität und die Unsterblichkeit der Seele.


Koehl W

Wolfgang Köhler (geb. 1887)

Wolfgang Köhler ist ein Vertreter der Berliner Schule der Gestaltpsychologie.

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