Clauberg

Johann Clauberg (1622 – 1665)

Johann Clauberg ist Cartesianer. Er war Professor in Herborn und Duisburg.

Clauberg führt die Wechselwirkung zwischen Leib und Seele auf den Willen Gottes zurück. Damit nähert er sich dem Okkasionalismus. Alle Dinge sind nach Clauberg Schöpfungen des göttlichen Geistes.

Clauberg schreibt: Logica est ars ratione utendi.

Er unterscheidet die potentia, (agendi possibilitas) und die Fähigkeit (facultas).

Clodius

Chr. Aug. Heinr. Clodius (1772 – 1836)

Chr. Aug. Heinr. Clodius, geboren in Altenburg, war Professor in Leipzig. Er starb in Leipzig.

Clodius war erst Anhänger von Kant und dann von Jacobi.

Cohen P

Paul Joseph Cohen

Der US-amerikanischer Logiker und Mathematiker Paul Joseph Cohen (* 2. April 1934 in Long Branch, New Jersey) besuchte bis 1950 die Stuyvesant High School in New York City.

Im Alter von 29 Jahren entwickelte Cohen 1963 ein Verfahren, mit dem sich für wenige und spezielle Sätze feststellen lässt, ob diese entscheidbar sind oder nicht. Cohen fand mit diesem Verfahren die ersten tatsächlich unentscheidbaren Aussagen, deren Existenz Kurt Gödel bewiesen hatte.

Zu den Problemen, von denen Cohen ihre Unentscheidbarkeit auf Grundlage der Zermelo-Fraenkel-Mengenlehre beweisen konnte, gehören die Kontinuumshypothese und das Auswahlaxiom.


Cohen

Hermann Cohen (1842 – 1918)

Der deutsche Philosoph und Logiker Hermann Cohen ist einer der Gründer der Marburger Schule.

Einziger Sinn der Philosophie ist für Cohen die Untersuchung der transzendentalen Grundlagen des reinen Bewußtseins als eines logischen, sittlichen und ästhetischen Bewußtseins.

Jeder Rückgriff auf vorhandene Wirklichkeit ist in der Philosophie unerlaubt. Eine metaphysische Grundlage der Wirklichkeit gibt es nicht.

Nach Cohen ist die Logik erkenntnistheoretisch und antipsychologisch. Die Logik ist Logik des Urteils. Sie erzeugt formal aus dem Urteil die Kategorien als Voraussetzungen der Wissenschaft. Aufgabe der Logik ist es, der Wissenschaft ihren Weg bewusst zu machen. Die Logik ist Lehre von der Methode. Das Denken der Logik ist das Denken der Wissenschaft. Die Logik ist zugleich die Metaphysik.

Cohen bestimmte die Wahrheit eines Urteils als die Übereinstimmung mit logischen Kategorien und betrachtete das Sein insgesamt als Verflechtung logischer Beziehungen.

Er kritisierte Kant, weil jener die Existenz eines Ding an sich außerhalb und unabhängig vom Bewußtsein zuließ. Das Ding an sich – so Hermann Cohen – ist kein materielles Objekt, sondern eine besondere Idee, die das menschliche Denken lenkt.

Cohen bestimmt die Induktion als Hinführung auf die allgemeinen Gesetze der Kausalität und des Systems.

In seinen letzten Lebensjahren nährte sich die Philosophie von Cohen der jüdischen Religion.


Caerell

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Charron

Pierre Charron (1541 – 1603)

Der französische Geistliche und Philosoph Pierre Charron systematisierte in seinem Werk De la sagesse (1601) den von M. de Monatigne begründeten Skeptizismus.

Charron zweifelte an der Möglichkeit sicheren theoretischen Wissens und metaphysischer Erkenntnis, weil die menschliche Intelligenz dafür nicht ausreiche.

Mit Montaigne ging er von der Selbstbeobachtung und Selbsterkenntnis aus, die dem Menschen zwar seine Schäche und Unkenntnis vorführt, aber auch die nötige Demut lehrt, die für das sittliche Leben ausreichend ist.

In der Urteilsenthaltung wurzelt die Freiheit des Geistes.

Trotz seines Skeptizismus verfasste Charron die theologische Streitschrift Trois vérités contre tous les athéesm idolâtres, juifs, Mohamétans, hérétiques et schismatiques (1593), in der er behauptete, dass es Gott, einen wahren Glauben, eine wahre Religion (die christlische) und eine wahre Kirche (die katholische) gäbe.

Der Skeptizismus von Charron stützt sich auch auf die Stoiker, Epikureer und die römische Popularphilosophie.


Caesalp

Andrea Cesalpino (1519 – 1603)

Der italienische Mediziner, Botaniker und Philosoph Andrea Cesalpino (auch: Andreas Caesalpinus) studierte an der Universität Pisa Philosophie und Medizin. Er wurde 1555 in Pisa Professor der Medizin und Direktor des botanischen Gartens.

1592 gibg er als Arzt des Papstes Clemens VIII. und wurde gleichzeitig Professor an der Sapienza in Rom.

Als Philosoph versuchte er, obwohl Anhänger des Aristoteles, einen Ausgleich verschiedener Richtungen seiner Zeit vor allem mit dem platonischen Pantheismus.

Die Philosophie war Grundlage für seine naturwissenschaftlichen Untersuchungen.

Ausgangspunkt der Erkenntnis sind nach Cesalpino allgemeine Verstandessätze oder induktiv gewonnene Vorstellungen. Die Erkenntnis muss die Angabe der allgemeinen Gattung und des besonderen Unterschiedes enthalten.

Dies erfolgt durch Bestimmung der Materie und der besonderen Formen. Beide besitzen im Begriff der Substanz ihre Einheit.

Die Hierarchie der Substanzen endet mit einer obersten Zweckursache als Prinzip des Lebens.

Der Kosmos ist allbelebt und ein Zwecke realisierender Organismus. Die finalistische Erklärung wird durch die Betrachtung von Mitursachen ergänzt.

Caird E

Edward Caird (1835 – 1908)

Edward Caird arbeitete als Professor in Oxford. Er ist ein Vertreter des absoluten Idealismus.

Bekannt geworden ist Edward Caird durch seine Studien zu Kant und Hegel. In seinen philosophiehistorischen Arbeiten versucht er die Autoren immer aus sich selbst zu verstehen. Daher diskutiert er eher am Rande die Schwierigkeiten der einzelnen Positionen.

Wie Wallace und sein Bruder John Caird wollte er Hegels Philosophie vor allem nutzen, um das Christentum zu verteidigen. Er entwickelt einen Ansatz der Religionsphilosophie, der die Entwicklung in der Religion berücksichtigt.

Als Bewußtsein einer den Gegensatz von Subjekt und Objekt überwindenden Einheit ist das Religiöse ein Faktor alles Bewußtseins.

Das Unendliche offenbart sich in den Dingen und ist zugleich der alles Endliche überragende göttliche Geist.


Caird J

John Caird (1820 – 1898)

John Caird ist ein Vertreter des absoluten Idealismus.

Wie Wallace und sein Bruder Edward Caird wollte er Hegels Philosophie vor allem nutzen, um das Christentum zu verteidigen.


Calker

Friedrich van Calker (1790 – 1870)

Friedrich van Calker war Professor in Bonn. Er ist Anhänger von Fries.

Die Philosophie ist nach van Calker Selbsterkenntnis des Geistes, in welchem wir die Urgesetze des Wahren, Guten und Schönen finden.