Lossius

Johann Christian Lossius (1743 – 1813)

Johann Christian Lossius, geboren in Liebstedt, war Professor in Erfurt. Er ist ein Vertreter der deutschen Assoziationspsychologie. Er knüpft dabei an Hartley und Priestley an.

Lossius untersucht die Beziehungen des geistigen Lebens zu den Gehirnprozessen. Die Wahrheit ist nichts Metaphysisches, Absolutes, sondern eine Relation auf den, der denkt. Psychologisch ist sie das angenehme Gefühl aus der Zusammenstimmung der Schwingungen der Fibern im Gehirne.


Lotz

Johannes Baptist Lotz (geb. 1903)

Johannes Baptist Lotz ist ein Vertreter des Katholischen Existentialismus.

Lotze

Rudolph Hermann Lotze (1817 – 1881)

Nach Meinung des deutschen Philosophen und Logikers Rudolph Hermann Lotze kann das Bewußtsein nicht über die Grenzen dessen hinausgehen, was dem Subjekt bereits bekannt ist, da alle Kenntnisse des Menschen von der Außenwelt auf Vorstellungen über diese Welt beruhen, die im Menschen vorhanden sind. Lotze unterschied eine subjektive und eine objektive Seite der Gedanken.

Nach Lotze soll die Logik lehren in welchen Formen wir unsere Einzelvorstellungen verbinden und abändern müssen, damit wir aus gegebenen Tatsachen der Wahrnehmung andere nicht wahrgenommene oder zukünftige Tatsachen berechnen können. Die Logik ist nach Lotze unabhängig von der Psychologie.

In den Beziehungen zwischen den Begriffen unterschied er die Subordinierung, d. h. das Aufsteigen von der Art zur Gattung, und die Subsumtion, d. h. das Unterordnen einer Art unter ein Merkmal einer Gattung.

Bekannt ist seine Kritik an dem Gesetz vom Wechselverhältnis von Inhalt und Umfang eines Begriffes bei der Verallgemeinerung.

Lotze führt die Induktion auf die Deduktion zurück.

Seine Vorlesungen über Logik hörtenu. a. Vladislavlev, Troizki und Karinski.

Lotze hat den Begriff des Wertes in die philosophische Diskussion eingeführt.

Lubkin

Alexander Stepanowitsch Lubkin (1770 – 1815)

Der russische Philosoph und Logiker Alexander Stepanowitsch Lubkin unterrichtete Logik am Armeeseminar in Petersburg. Er war von 1812 bis zu seinem Tode Professor der Philosophie an der Universität Kasan.

Er definierte die Logik als jenen Teil der Anthropologie, der den Gebrauch der Verstandestätigkeit untersucht und Verfahren aufstellt, wie man die Verstandestätigkeit lenkt. Logik ist daher die Wissenschaft vom richtigen und begründeten Urteilen über die Dinge.

Das Wesen der Erkenntnis suchte Lubkin in der Einheit von Sinnlichem und Logischem.

Lubkin schlug eine eigene Klassifikation der Figuren des Syllogismus vor. Dabei geht er nicht davon aus, dass der Mittelbegriff gesetzt wird, sondern davon, wie er verwendet wird.

Wahrheit ist nach Lubkin die Ähnlichkeit unserer Gedanken mit den Gegenständen, an die wir denken. In seinen letzten Lebensjahren ließ er auch die religiöse Wahrheit zu.


Liebert

Arthur Liebert (1878 – 1946)

Der Philosoph Arthur Liebert ist einer der führenden Vertreter der Marburger Schule.


Lindenb

Adolf Lindenbaum

Der Logiker und Mathematiker Adolf Lindenbaum (* 1904, † 1941) ist ein Vertreter der Lwow-Warschau-Schule.

Weblinks


Lipps Gf

Gottlob Friedrich Lipps (geb. 1865)

Gottlob Friedrich Lipps, geb. in Albersweiler, war Professor in Leipzig. Er ist ein Schüler von Wundt.

G. F. Lipps zeigt das Entstehen der kritischen Weltanschauung infolge des Gewahrwerdens der Widersprüche, die mit der Mythenbildung verknüpft sind.

Lipps T

Theodor Lipps (geb. 1851)

Theodor Lipps ist einer der Hauptvertreter des Psychologismus. Lipps ist u. a. von Kant, Hume, Herbart, Fechner und Wundt beeinflußt.

Die Philosophie ist nach Lipps Geisteswissenschaft oder Wissenschaft der inneren Erfahrung.

Logik, Ethik und Ästhetik basieren auf der Psychologie. Die Logik ist eine psychologische Disziplin. Nicht der unmittelbare Bewußtseinsinhalt ist der Gegenstand, sondern das damit Gemeinte, das, worauf ich in meiner Vorstellung ziele.

Es gibt Stufen der Apriorität. Rein a priori sind die Urteile über die Zeit, aber nicht die über den Raum.

Die Psychologie will Lipps nicht als physiologische, sondern zunächst als reine Psychologie behandeln, als Wissenschaft vom individuellen Bewußtsein, von der Seele und den seelischen Erscheinungen, vom Vorkommen von Bewußtseinserlebnissen in Individuen.

Die Assoziationen, d. h. die Beziehungen zwischen Vorstellungen, sind der Ausdruck und die unmittelbare Betätigung der Einheit des Geistes. Die Assoziationsgesetze (der Ähnlichkeit und Gleichzeitigkeit) sind Gesetze der Vervollständigung zur Einheit.

Jedes psychische Geschehen hat den Charakter des Strebens.

Eine besteht ein Perseverationstendenz.

Lipps formuliert das Gesetz der psychischen Stauung.

Das Wollen ist das Streben, dass etwas geschehe durch mich, durch mein Zutun.

Eine fundamentale Rolle spielt bei Lipps die Apperzeption.

Das Webersche Gesetz ist nach Lipps wie bei Wundt ein Apperzeptionsgesetz.

Bezüglich der Raumvorstellung vertritt Lipps eine Verschmelzungstheorie. Der Raum ist psychologisch, die Form, in welcher gleichzeitige Gesichts- und Tastinhalte geordnet erscheinen. Auch die Zeitvorstellung beruht auf einer extensiven Verschmelzung. Es besteht ein Fortgang des psychischen Geschehens und ein Sichverweben der Momentanerlebnisse zu einem einheitlichen Zusammenhang. Die Stadien dieser Assimilation sind Temporalzeichen.

Das Ich ist nicht der bloße aktuelle Bewußtseinszusammenhang, sondern das diesen Erzeugende. Die Gefühle sind Ich-Erlebnisse, Symptome der Weisen, wie sich psychische Vorgänge zum Zusammenhang des seelischen Lebens verhalten oder stellen, wie sie sich in ihn einfügen.

Das Ich ist (psychologisch) der Zusammenhang von Möglichkeiten eines Bewußtseinslebens. Die Momentan-Iche verdichten sich zur einheitlichen Gesamtpersönlichkeit.

Das reale Ich ist die Seele selbst, als An sich des Gehirns.

Die Ethik ist auf einer Werttheorie zu gründen, die als reine Wertlehre auszubauen ist. Das Werten ist das Bewußtsein von der Weise, wie ein Erlebnis zu meiner seelischen Natur der einem Zug innerhalb derselben sich verhält. Bedingung des Wertbewusstseins ist die Wertapperzeption. Ein Ding hat einen Wert, sofern es die Eignung hat, ein Wertgefühl zu erzeugen. Die Wertung ist objektiv, wenn sie durch den Gegenstand selbst gefordert ist und auch das Gesetz des reinen Ich sie fordert.


Lipps

Hans Lipps (1889 – 1941)

Der Philosoph, Anthropologe und Logiker Hans Lipps stellte auf dem Gebiet der Sprachphilosophie eine Konzeption auf, nach der die Grundlage der Rede nicht die Logik der Sprache ist, sondern das, was man hinter den verschiedenen Wörtern vermutet.


Litt

Theodor Litt (1880 – 1962)

Theodor Litt war zunächst Lebensphilosoph, wandte sich aber zu Beginn der 1920-er Jahre von der Lebensphilosophie ab.

Er ist stark von Hegel beeinflußt. Im Mittelpunkt seiner Philosophie steht jedoch die Antinomie, die ihn über Hegel hinausführt.