Arnauld

Antoine Arnauld (1612 – 1694)

Der französische Theologe, Philosoph und Logiker Antoine Arnauld ist als Koautor der Port-Royal Logik (La logique, ou l’art de penser) (1662) bekannt geworden, dass er zusammen mit Nicole schrieb. Dieses Werk ist als Logik von Port-Royal bekannt geworden und steht unter dem Einfluss von Descartes und Pascal.

Arnauld schrieb einige Einwände, die gemeinsam mit Descartes‘ Meditation (1641) erschienen.

Als Jansenist war er 1679 gezwungen, seine Heimat zu verlassen, um sich vor den Verfolgungen durch die Jesuiten zu retten, deren Lehren er kritisiert hatte.

In seinem Werk Traité de vraies et fausses idées (1683) kritisierte Arnauld das philosophische System von Malebranche.

Argia

Argia (ca. 3. Jh. v. u. Z.)

Tochter des Diodoros Chronos und Schwester von Theognis, Artemisia, Pantakleia sowie Menexene. Sie wird der dialektischen Schule zugerechnet.

Zwei Quellen überliefern uns ihren Namen.

Clemens Alexandrinus beruft sich auf die Schrift Menexene von Philon, einem Schüler des Diodoros Chronos.

Hieronymus schreibt: "Der Sokratiker Diodoros hat gesagt, dass er fünf Töchter von auffallender Tugendhaftigkeit habe, die Dialektikerinnen seien. Über diese hat Philo, der Lehrer des Karneades, eine vollständige Geschichte geschrieben."

Arrhia

Arrhia (Ende 2./Anfang 3. Jh. u. Z.)

Arrhia lebte als Griechin in Rom, wird den Platonistinnen zugerechnet und ist eventuell identisch mit Arria, der Frau des Konsuls M. Nonius Macrinus und Mutter des Arrius, Konsul Ordinarius im Jahre 201.

Arrhia war nicht nur mit den römischen Kaisern Septimus Severus und des Sohn Caracalla befreundet, sondern auch mit Galen, der in seiner Abhandlung über Theriaca, d.h medizinische Heilmittel und Gegengifte, von Arrhia als seine von ihm besonders hochgeschätzte Zeitgenossin und als ein dem Studium der platonischen Philosophie mit größem Eifer ergebenes Frauenzimmer spricht. Galen heilte sie von einem schweren Magenleiden.

Aresas

Aresas

Der Pythagoreer Aresas stammt aus Kroton. Er wird bei Stobaeus erwähnt.

Das von Aisara erhaltene Fragment aus ihrem Werk Über die menschliche Natur wird gelegentlich Aresas zugeschrieben.


Arendt

Hannah Arendt (1906 – 1975)

Die Philosophin Hannah Arendt studierte bei Jaspers und Heidegger in Heidelberg. 1933 floh sie aus Deutschland und lebte seitdem in den USA. Sie schrieb vor allem über den Anti-Semitismus des Nazi-Regimes.

Sie ist bekannt geworden, durch ihre Analyse der soziologisch-anthropologische Kategorien Arbeit, Herstellen und Handeln.

In The Origins of Modern Totalitarianism (1951) beschrieb sie die Gefahr der Konzentration von politischer Macht. In The Life of the Mind (1972) begründete sie ihre Skepsis bezüglich des möglichen positiven Einflusses philosophischer Gedanken auf die menschliche Zivilisation.

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Arignote

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Zu diesem Stichwort wurde folgender Inhalt gefunden:

Arignote von Samos (ca. 500 v. u. Z.)

Arignote war die Tochter der Theano von Krotonund des Pythagoras, dessen Schülerin siewar. Außerdem war sie die Schwester von Myia,Damo, Telauges und Mnesarchos.

Über ihr Leben ist uns nur bekannt, dass sie nach den Vorschriftender pythagoreischen Lehrelebte.

Überliefert sind auch einige Titel ihrer philosophisch-mystischenWerke, von denen allerdings keine Zeile erhalten blieb.

Clemens Alexandrinus berichtet, dass sie die Schrift über Dionysosverfasste.

Porphyrios gibt in seinem Leben des Pythagorasan, dass ihre pythagoreischen Schriften noch zu seiner Zeit erhalten waren.

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Arete

Arete von Kyrene (ca. 400 – 330 v. u. Z.)

Arete war die Tochter des Aristippos von Kyrene d. Ä., dem Begründer der kyrenaischen Schule.

Nach der Biographie von Diogenes Laërtios versuchte Aristippos seiner Tochter "die besten Grundsätze beizubringen und gewöhnte sie durch strenge Erziehung an Verachtung des Übermaßes" (Leben und Meinungen berühmter Philosophen, II, 1967).

Des weiteren berichtet Diogenes Laërtios, dass Arete die Schülerin ihres Vaters war, so wie ihr Sohn gleichen Namens wiederum ihr Schüler, der deswegen Aristippos, der Metrodidakt (Mutterlehrling) genannt wurde.

Alten Quellen zufolge hat Arete 25 Jahre gelehrt, 40 Bücher geschrieben und 110 Schüler unterrichtet. Im Alter von 77 Jahren starb sie und ihre außergewöhnlichen Leistungen, ihre Begabung und ihre Schönheit wurden in der Widmung auf ihrem Grabstein gelobt.

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Aratos

Aratos von Soloi (310 – 245 v. u. Z.)

Aratos von Soloi (Kilikien) stammte aus einer vornehmen Familie. Er lebte nach Studien in Athen und am Hofe des Antigonos Gonatas in Makedonien und des Antiochos I. in Syrien.

Sein Hauptwerk ist das im Altertum berühmte Lehrgedicht in 1154 Hexametern Phainomena (Himmelserscheinungen), eine Beschreibung des Sternenhimmels nach der Lehre des Eudoxos von Knidos.

Das Werk lässt vermuten, dass Arat der stoischen Philosophie nahe stand.

Aratos belebte den Stoff durch anknüpfende Sternsagen und fügte einen Teil über Wetterzeichen an (Semaia).

Dieses Werk hatte starke Nachwirkungen (Übersetzungen u. a. von Cicero, Germanicus, Avienus) und wurde auch im Mittelalter als Schulbuch verwendet.

Arat von Soloi verdanken wir eine Ausgabe der Odyssee. Er stand mit Timon von Phleius über die Homer-Philologie im Gedankenaustausch.

Aristokl

Aristokles von Messene

Der peripatetische Philosophiehistoriker Aristokles von Messene lebte im 2. Jahrhundert v. u. Z. (PE XIV 17,1)

Aristipp

Aristippos von Kyrene d. Ä. (ca. 435 – 355 v. u. Z.)

Der Philosoph Aristippos, Vater der Arete von Kyrene wirkte ab 416 in Athen. Er war zweimal in Syrakus am Hofe des älteren (Zusammenkunft mit Platon) und des jüngeren Dionysius. Zuletzt lehrte er in Kyrene.

Aristipp ist Schüer von Sokrates und Begründer der philosophischen Schule der Kyrenaiker.

Die Empfindungen, sagte Aristippos, sind die einzige Quelle unseres Wissens, aber die Ursachen der Empfindungen sind nicht erkennbar. Auch die Empfindungen anderer sind uns unzugänglich. Wir können uns nur an ihre Äußerungen halten.

Die Glückseligkeit ist bei Aristippos nicht wie bei Sokrates, Begleiterscheinung der Tüchtigkeit (arete), sondern das Bewußtsein der Selbstberrschung in der Lust. Die Lust ist Selbstzweck. Sie ist an sich ein Gut, auch wenn sie von Schlechtem ausgeht. Die Lust ist die sanfte Bewegung in uns. Sie liegt also im ruhigen (aber nicht zu schwachen) Übergang von einem Zustand zum anderen. Alle Lust ist qualitativ gleichwertig, aber durch ihre Intensität und Dauer verschieden. Daher gehören Einsicht und innere Freiheit zum richtigen Genießen. Die innere Freiheit verhindert, dass wir Sklaven der Lust werden. Der Weise genießt die Lust, ohne sich von ihr beherrschen zu lassen.

Über Vergangenes soll man nicht klagen, von Zukünftigem nicht bangen. Man richte seinen Sinn im Denken wie im Tun auf die Gegenwart, sie allein steht uns zur freien Verfügung.

Aristippos wird zugeschrieben, die Regeln des Wahrscheinlichkeitsschlusses aus Aussagen über festgestelltes Nacheinander und Nebeneinander von beobachteten Erscheinungen formuliert zu haben.

Es ist kein Werk des Philosophen erhalten geblieben.