Autrecou

Nicolaus von Autrecourt (um 1300 – 1350)

Der französische Philosoph Nicolaus von Autrecourt wurde wegen seiner Kritik des Substanzbegriffs und der traditionellen Kausalitätslehre der Hume des Mittelalters genannt.

Nicolaus von Autrecourt wurde von der Kurie angeklagt und musste zahlreiche Thesen widerrufen. Er war der Auffassung, dass man sich nur der eigenen Gedanken und Sinneseindrücke sicher sein könne.

Dabei spielen Wahrscheinlichkeitsüberlegungen eine wichtige Rolle. So sei eine atomistische Auffassung von Raum und Zeit wahrscheinlicher als die aristotelische These von Raum und Zeit als unendlich teilbarer Kontinua.

Baader

Franz Xaver von Baader (1765 – 1841)

Der Philosoph und Mystiker Franz von Baader versuchte das Primat des Subjekts zu überwinden. All unser Wissen ist primär ein Gewußtwerden, unser Denken ist ein Nachdenken.

Der Gedanke ist vor den Subjekt, das den Gedanken entgegennimmt. Der Mensch denkt in, mit und durch Gott. Trinität und Inkarnation sind für Baader’s Philosophie zentrale Begriffe. Die Erkenntnis ist das Mitwirken des Menschen in der göttlichen Vernunft, unser Wissen ist eine Mitwissen des göttlichen Wissens.

Die Logik ist "Sprach- und Denklehre", "die Formierungslehre oder die Lehre vom Logos als Formator durch seinen Geist". Baader unterscheidet die theosophische Logik und die anthroposophische Logik.

Asklepia

Asklepiades aus Phlius (3. Jh. v. u. Z.)

Asklepiades aus aus Phlius war Anhänger Platons, des Stilpon und Mitglied der von Phaidon aus Elis begründeten elisch-eretischen Schule. Er wirkte in Eretria.


Babeuf

François Noël Babeuf (1760 – 1797)

Unter Führung von François Noël Babeuf, gennant Gracchus Babeuf, gründete sich 1796 die Verschwörung der Gleichen.

Babeuf knüpft an Rousseau und Helvétius an. Er geht von einer naturrechtlichen Konzeption der sozialen Verhältnisse aus.

Seiner Ansicht nach hat jeder Mensch von Natur aus das gleiche Recht, seine Bedürfnisse zu befriedigen und Nutznießer aller Güter der Gesellschaft zu sein. Er bekämpft das durch eine naturrechtliche Begründung nicht zu rechtfertigende Privateigentum.

Die Gesellschaft hat die Aufgabe, die Gleichheit der Bürger zu sichern. Jeder hat die Pflicht zu arbeiten, und das Recht, Nutznießer der Früchte seiner Arbeit zu sein.

Im Gegensatz zu Rousseau begnügt sich Babeuf nicht mit Maßnahmen zur Schaffung einer Ausgleichs in den Besitzverhältnissen, sondern verlangt, sowohl den Grund und Boden als auch die erarbeiteten Güter in Gemeineigentum zu überführen und die Verteilung der Güter nach dem Leistungsprinzip zu regeln.

Babeuf wurde wegen seiner politischen Aktivitäten hingerichtet.


Apollod

Apollodoros aus Athen (um 140 – 100 v. u. Z.)

Apollodoros aus Athen gehört zu den Epikureern und ist Lehrer des Zenon aus Sidon.

Aron

Raymond Aron (geb. 1905)

Raymond Aron ist ein Vertreter des Neukantianismus.

Er vertritt eine Konvergenztheorie der Gesellschaft.

Arnauld

Antoine Arnauld (1612 – 1694)

Der französische Theologe, Philosoph und Logiker Antoine Arnauld ist als Koautor der Port-Royal Logik (La logique, ou l’art de penser) (1662) bekannt geworden, dass er zusammen mit Nicole schrieb. Dieses Werk ist als Logik von Port-Royal bekannt geworden und steht unter dem Einfluss von Descartes und Pascal.

Arnauld schrieb einige Einwände, die gemeinsam mit Descartes‘ Meditation (1641) erschienen.

Als Jansenist war er 1679 gezwungen, seine Heimat zu verlassen, um sich vor den Verfolgungen durch die Jesuiten zu retten, deren Lehren er kritisiert hatte.

In seinem Werk Traité de vraies et fausses idées (1683) kritisierte Arnauld das philosophische System von Malebranche.

Argia

Argia (ca. 3. Jh. v. u. Z.)

Tochter des Diodoros Chronos und Schwester von Theognis, Artemisia, Pantakleia sowie Menexene. Sie wird der dialektischen Schule zugerechnet.

Zwei Quellen überliefern uns ihren Namen.

Clemens Alexandrinus beruft sich auf die Schrift Menexene von Philon, einem Schüler des Diodoros Chronos.

Hieronymus schreibt: "Der Sokratiker Diodoros hat gesagt, dass er fünf Töchter von auffallender Tugendhaftigkeit habe, die Dialektikerinnen seien. Über diese hat Philo, der Lehrer des Karneades, eine vollständige Geschichte geschrieben."

Arrhia

Arrhia (Ende 2./Anfang 3. Jh. u. Z.)

Arrhia lebte als Griechin in Rom, wird den Platonistinnen zugerechnet und ist eventuell identisch mit Arria, der Frau des Konsuls M. Nonius Macrinus und Mutter des Arrius, Konsul Ordinarius im Jahre 201.

Arrhia war nicht nur mit den römischen Kaisern Septimus Severus und des Sohn Caracalla befreundet, sondern auch mit Galen, der in seiner Abhandlung über Theriaca, d.h medizinische Heilmittel und Gegengifte, von Arrhia als seine von ihm besonders hochgeschätzte Zeitgenossin und als ein dem Studium der platonischen Philosophie mit größem Eifer ergebenes Frauenzimmer spricht. Galen heilte sie von einem schweren Magenleiden.

Aresas

Aresas

Der Pythagoreer Aresas stammt aus Kroton. Er wird bei Stobaeus erwähnt.

Das von Aisara erhaltene Fragment aus ihrem Werk Über die menschliche Natur wird gelegentlich Aresas zugeschrieben.