Arrianos

Flavius Arrianos

Flavius Arrianos stammte aus Nikomedeia in Bithynien und lebte um 95 bis um 175. Er war kaiserlich römischer Offizier, Konsul und Statthalter von Kappadokien.

Arrianos war Schüler von Epiktetos, dessen Vorträge er aufzeichnete.

Arrianos schrieb eine indische Geschichte (Indika) und über den Perserfeldzug Alexander des Großen (Anabasis Alexandru).


Astell

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Mary Astell (1666 – 1731)

Die englische Philosophin und Feministin wuchs in bürgerlichen Verhältnissen in der Provinzstadt Newcastle-upon-Tyne auf.

Nach Abschluß ihrer schulischen Ausbildung 1688 gind sie mit dem Ziel nach London, ihr Leben dem Geist und der Wahrheit zu widmen.

Sie heiratete nie und stand in sehr engem Kontakt mit ihren Freundinnen in Chelsea (Lady Catherine Jones, Lady Ann Coventry, Lady Elisabeth Hastings), die später auch ihre Publikationen förderten.

Neben feministschen Themen interessierten sie seit ihrer Jugend auch philosophische Themen. Ihr Interesse galt vor allem der menschlichen Natur, der Seele und der Körper. Deshalb setzte sie sich mit der damals populären Naturphilosophie, wie sie Descartes und Bacon entwickelt hatten, auseinander.

Außerdem beschäftigte sie sich intensiv mit den Ethiken von Hobbes und Locke und vor allem mit deren Theorien zum Thema Natur.

Eng verbunden mit ihren philosophischen und metaphysischen Betrachtungen war auch die Frage nach der Natur, der Intelligenz und der Seele der Frau und damit setzte sie auch die Diskussion um die Rechtmäßkeit ihrer Unterdrückung in Gang.

Mary Astell führte einen langandauernden Briefwechsel mit dem Philosophen John Norris. Ihr Briefwechsel wurde 1695 unter dem Titel Letters Concerning the Love of God veröffentlicht.

Ähnlich wie Norris kritisierte sie Locke vor allem wegen seines Antichristentums.

Sie publizierte ihre Auseinandersetzung damit in dem 1705 erschienen Buch The Christian Religion, das unter dem Pseudonym Profess’d by a Daughter of the Church erschien.

In den Jahren 1703-1709 beteiligte sich Mary Astell an parteipolitischen und öffentlichen politischen Debatten.

Später zog sie sich aus dem öffentlichen Leben zurück und übernahm die Leitung der Charity School in Chelsea.

1731 erkrankte sie an Brustkrebs. Sie starb mit 65 Jahren an den Folgen einer Brustoperation.

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Arria2

Arria die Jüngere (ca. 30 – 96 u. Z.)

Arria d. J. war die Tochter von Arria der Älteren. Sie war verheiratet mit P. Clodius Thrasea Paetus und ist die Mutter von Fannia.

Ähnlich wie ihre Mutter wurde auch Arria d. J. durch ihren Heroismus bekannt. Als ihr Mann im Jahre 66 aus politischen Gründen zum Tode verurteilt wurde, wollte sie dem Beispiel der Mutter folgen, wurde aber durch ihren Mann vom Suizid abgehalten. Auch der kynische Philosoph Demetrius sagte zu Arria d. J., sie sollte weiterleben und auf ihre Tochter Fannia aufpassen.

Domitian verbannte sie mit ihrer Tochter Fannia und erst nach dessen Tod kehrte sie nach Rom zurück.

Arria d. J. war mit dem Dichter Persius Flaccus verwandt und mit Plinius d. J. befreundet.

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Aspasia

Aspasia von Milet (ca. 470 – 410 v. u. Z.)

Aspasia wurde in Milet als Tochter des Axiochos geboren, kam nach Athen und lernte dort Perikles kennen. Sie wurde die zweite Frau von Perikles. Da sie aber keine athenische Staatsbürgerin war, wurde die Ehe nicht voll anerkannt und ihr gemeinsamer Sohn galt nicht als Vollbürger Athens. Perikles hatte einige Jahre zuvor selbst die Regelung verfügt, dass nur Kinder aus der Ehe Athener Bürger die volle Anerkennung der Bürgerrechte erlangen konnten.

Aspasia nahm politischen Einfluss auf ihren Mann. Ihr wurde vorgeworfen, den samischen und peloponnesischen Krieg mit veranlaßt zu haben.

Im Haus des Perikles versammelten sich häufiger Philosophen zu sophistisch-philosophischen und politischen Gesprächen.

Plutarchos schreibt:

"Die einen behaupten, Perikles habe Aspasia nur wegen ihrer Weisheit und politischen Einsicht umworben. Denn auch Sokrates besuchte sie zuweilen mit seinen Schülern, und ihre Freunde brachten oft die eigenen Gattinnen zu ihr, damit sie ihr zuhören könnten .. dass diese Frau den Ruhm besaß, wegen ihrer Beredsamkeit von vielen Athenern aufgesucht zu werden." (Plutarchos: Perikles. In: Von großen Griechen und Römern. übers. v. K. Ziegler, 1991).

Über die Anklage von Aspasia berichtet Plutarchos:

"… sie nehme freigeborene Frauen, welche mit Perikles verbotenen Umgang hätten, bei sich auf. Des weiteren brachte Diopeithes den Antrag vor das Volk, es sei unter Anklage zu stellen, wer nicht an die Götter glaube und sich in wissenschaftlichen Vorträgen mit den Dingen über der Erde befasse." (ebenda)

Perikles, der sie nach Athener Recht als Vormund vor Gericht vertrat konnte sie nur mit Mühe retten.

Nach dem Tode des Perikles heiratete sie den Schafzüchter Lysikles, der aber schon bald starb.

Von der zeitgenössischen Komödiendichtung wird Aspasia als Hetäre bezeichnet. Dies vermutlich weil sie keine Athener Bürgerin war und sich für ihre Zeit in ihrem freien Umgang mit Männern recht ungewöhnlich verhielt.

Neben dem Bericht des Plutarchos gibt es eine weitere wichtige Quelle über Aspasia: Platons Dialog Menexenos. In diesem Dialog stellt Sokrates Aspasia als seine Rhetoriklehrerin vor und betont, dass sie auch andere zu vortrefflichen Rednern ausgebildet habe. Im Menxenos geht es um den kunstvollen Aufbau einer Beerdigungsrede, die von den Vorfahren ausgehend, Leben und Taten des Toten würdigen, Ermahnungen zu tugendhaftem Leben an die Angehörigen richten und die Hinterbliebenen trösten soll.

Ob die Rede der Aspasia, die in diesem Dialog von Sokrates vorgetragen wird, authentisch ist, wissen wir nicht.

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Arignote

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Arignote von Samos (ca. 500 v. u. Z.)

Arignote war die Tochter der Theano von Krotonund des Pythagoras, dessen Schülerin siewar. Außerdem war sie die Schwester von Myia,Damo, Telauges und Mnesarchos.

Über ihr Leben ist uns nur bekannt, dass sie nach den Vorschriftender pythagoreischen Lehrelebte.

Überliefert sind auch einige Titel ihrer philosophisch-mystischenWerke, von denen allerdings keine Zeile erhalten blieb.

Clemens Alexandrinus berichtet, dass sie die Schrift über Dionysosverfasste.

Porphyrios gibt in seinem Leben des Pythagorasan, dass ihre pythagoreischen Schriften noch zu seiner Zeit erhalten waren.

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Arete

Arete von Kyrene (ca. 400 – 330 v. u. Z.)

Arete war die Tochter des Aristippos von Kyrene d. Ä., dem Begründer der kyrenaischen Schule.

Nach der Biographie von Diogenes Laërtios versuchte Aristippos seiner Tochter "die besten Grundsätze beizubringen und gewöhnte sie durch strenge Erziehung an Verachtung des Übermaßes" (Leben und Meinungen berühmter Philosophen, II, 1967).

Des weiteren berichtet Diogenes Laërtios, dass Arete die Schülerin ihres Vaters war, so wie ihr Sohn gleichen Namens wiederum ihr Schüler, der deswegen Aristippos, der Metrodidakt (Mutterlehrling) genannt wurde.

Alten Quellen zufolge hat Arete 25 Jahre gelehrt, 40 Bücher geschrieben und 110 Schüler unterrichtet. Im Alter von 77 Jahren starb sie und ihre außergewöhnlichen Leistungen, ihre Begabung und ihre Schönheit wurden in der Widmung auf ihrem Grabstein gelobt.

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Aratos

Aratos von Soloi (310 – 245 v. u. Z.)

Aratos von Soloi (Kilikien) stammte aus einer vornehmen Familie. Er lebte nach Studien in Athen und am Hofe des Antigonos Gonatas in Makedonien und des Antiochos I. in Syrien.

Sein Hauptwerk ist das im Altertum berühmte Lehrgedicht in 1154 Hexametern Phainomena (Himmelserscheinungen), eine Beschreibung des Sternenhimmels nach der Lehre des Eudoxos von Knidos.

Das Werk lässt vermuten, dass Arat der stoischen Philosophie nahe stand.

Aratos belebte den Stoff durch anknüpfende Sternsagen und fügte einen Teil über Wetterzeichen an (Semaia).

Dieses Werk hatte starke Nachwirkungen (Übersetzungen u. a. von Cicero, Germanicus, Avienus) und wurde auch im Mittelalter als Schulbuch verwendet.

Arat von Soloi verdanken wir eine Ausgabe der Odyssee. Er stand mit Timon von Phleius über die Homer-Philologie im Gedankenaustausch.

Aristokl

Aristokles von Messene

Der peripatetische Philosophiehistoriker Aristokles von Messene lebte im 2. Jahrhundert v. u. Z. (PE XIV 17,1)

Aristipp

Aristippos von Kyrene d. Ä. (ca. 435 – 355 v. u. Z.)

Der Philosoph Aristippos, Vater der Arete von Kyrene wirkte ab 416 in Athen. Er war zweimal in Syrakus am Hofe des älteren (Zusammenkunft mit Platon) und des jüngeren Dionysius. Zuletzt lehrte er in Kyrene.

Aristipp ist Schüer von Sokrates und Begründer der philosophischen Schule der Kyrenaiker.

Die Empfindungen, sagte Aristippos, sind die einzige Quelle unseres Wissens, aber die Ursachen der Empfindungen sind nicht erkennbar. Auch die Empfindungen anderer sind uns unzugänglich. Wir können uns nur an ihre Äußerungen halten.

Die Glückseligkeit ist bei Aristippos nicht wie bei Sokrates, Begleiterscheinung der Tüchtigkeit (arete), sondern das Bewußtsein der Selbstberrschung in der Lust. Die Lust ist Selbstzweck. Sie ist an sich ein Gut, auch wenn sie von Schlechtem ausgeht. Die Lust ist die sanfte Bewegung in uns. Sie liegt also im ruhigen (aber nicht zu schwachen) Übergang von einem Zustand zum anderen. Alle Lust ist qualitativ gleichwertig, aber durch ihre Intensität und Dauer verschieden. Daher gehören Einsicht und innere Freiheit zum richtigen Genießen. Die innere Freiheit verhindert, dass wir Sklaven der Lust werden. Der Weise genießt die Lust, ohne sich von ihr beherrschen zu lassen.

Über Vergangenes soll man nicht klagen, von Zukünftigem nicht bangen. Man richte seinen Sinn im Denken wie im Tun auf die Gegenwart, sie allein steht uns zur freien Verfügung.

Aristippos wird zugeschrieben, die Regeln des Wahrscheinlichkeitsschlusses aus Aussagen über festgestelltes Nacheinander und Nebeneinander von beobachteten Erscheinungen formuliert zu haben.

Es ist kein Werk des Philosophen erhalten geblieben.

Aristip2

Aristippos von Kyrene d. J.

Der Philosoph Aristippos von Kyrene ist Sohn der Arete von Kyrene und Enkel des gleichnamigen Aristippos von Kyrene d. Ä..

Diogenes Laërtios berichtet, dass er Aristippos, der Metrodidakt (Mutterlehrling) genannt wurde.

Zu seinen Schülern gehört Theodoros der Atheist.