Gregor R

Gregor von Rimini (Gregor Ariminensis) (gest. 1358)

Der Augustinermönch Gregor von Rimini (Gregor Ariminensis) ist ein Vertreter des Nominalismus. Er hielt in Paris Vorlesungen in Paris und wurde Ordensgeneral in Rimini.

Gregor von Rimini ist vor allem von Augustinus und Ockham beeinflußt.

Goclen

Rudolf Goclenius (1547 – 1628)

Der deutsche Philosoph und Logiker Rudolf Goclenius war Logik-Professor an der Universität Marburg.

Goclenius benutzte eine besondere Form des zusammengesetzen Syllogismus, in der Obersätze ausgelassen sind. Dieser Syllogismus wird Goclenischer Sorit genannt.

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Gregori

Gregorius Palamas (um 1350)

Gregorius Palamas war Metropolit von Thessalonichi. Er wird der byzantinischen Mystik zugerechnet.


Godwin

William Godwin (1756 – 1836)

William Godwin ist ein Begründer und Wegbereiter des Anarchismus. Er war einer der radikalsten sozialkritischen Denker seiner Zeit.

Begeistert von den egalitären, freiheitlichen, humanistischen Ideen der Aufklärung und der Französischen Revolution, entwickelt er in seinem Werk Enquiry concerning Political Justice (1793) unter Berufung auf die Vernunft als die einzig rechtmäßige Herrscherin über den Menschen und als seine Befreierin von politischer und religiöser Knechtung ein System anarchistisch-kommunistischer Ideen, das auf den Umsturz der bestehenden Gesellschaftsordnung und eine grundlegende Neuordnung des gesellschaftlichen Zusammenlebens abzielte.

Er sieht die wichtigsten Ursachen für die zahlreichen Übel der bestehenden Gesellschaft in der Herrschaft des Privateigentums und in der Staatsgewalt.

Um die Übel zu beseitigen, müssen ihre Ursachen beseitigt werden. Dies dürfe jedoch nicht durch Anwendung von Gewalt und Zwang erfolgen, sondern nur durch Aufklärung, Erziehung und Bildung der Menschen.

Seien die Menschen einmal zur Überzeugung gebracht, dass eine Gesellschaft ohne Privateigentum und Zwangsregierung existieren könne, so könne auch die Vernunft ihre Ansprüche ungehindert in allen Lebensbereichen geltend machen und die Menschen zur höchsten Erkenntnis, zur sozialen Gerechtigkeit und zu sittlichem Handeln und damit auch zur Freiheit und Glückseligkeit, zu geistigem und körperlichen Wohl hinführen.

Godwin vertraut auf die Fähigkeit des Menschen zu immer höherer Wahrheitserkenntnis und sittlicher Vervollkommnung. Es kommt alles darauf an, die Ursachen zu beseitigen, die den Menschen daran hindern, zur Erkennntis der Wahrheit und Gerechtigkeit zu gelangen, und die Vernunft zur bestimmenden Triebkraft seines Verhaltens zu machen.

Da die Vernunft ihre Erkenntnisse aus den Eindrücken der Außenwelt schöpfe, könne sie aus ihr nur dann gute Eindrücke empfangen, wenn sie selbst und vor allem das gesellschaftliche Zusammenleben der Menschen nach den Forderungen der Vernunft und der Gerechtigkeit geordnet werden.


Grelling

Kurt Grelling (1886 – 1942)

Kurt Grelling ist ein Vertreter der Berliner Gruppe. Seine Auffassung ist stark von Fries beeinflußt.

Nach ihm und Nelson ist eine in der logischen Debatte sehr wichtige semantische Antinomie (Grelling’s und Nelson’s Paradoxie) benannt.


Goedel

Kurt Gödel (1906 – 1978)

Der in Brünn (heute Brno) geborene österreichische Mathematiker und Logiker Kurt Gödel war von 1933 bis 1938 Privatdozent an der Universität Wien. Er emigrierte 1938 in die USA und wirkte ab 1953 als Professor für Mathematik in Princeton. Gödel gehörte in Wien dem Wiener Kreis an.

Von Gödel stammen drei der grundlegendsten Resultate der Logik, der nach ihm benannte Vollständigkeitssatz, der nach ihm benannte Unvollständigkeitssatz sowie der Nachweis der relativen Widerspruchsfreiheit von Auswahlaxiom und Kontinuumshypothese zu den übrigen Axiomen der Mengenlehre.

Darüber hinaus wurde von ihm eine Vielzahl wichtiger Einzelresultate der Logik gewonnen, u. a. zum klassischen und intuitionistischen Aussagenkalkül und zum Entscheidungsproblem der Prädikatenlogik.


Grice

Herbert Paul Grice (1913 – 1988)

Der englische Philosoph H. Paul Grice studierte und unterrichtete bis 1967 in Oxford. Von 1939 bis 1967 war er Fellow am St. John’s College. Von 1968 bis zu seiner Emeritierung 1980 war Grice Professor für Philosophie in Berkeley (Kalifornien).

Bekannt geworden ist Grice durch seine sprachphilosophischen Arbeiten, insbesondere zur Sprecherbedeutung, zu konversationalen Implikaturen und zur intentionalen Semantik.

Die wichtigsten Gedanken von Grice entwickelte er während seine Vorlesungen über William James an der Harvard-Universität im Jahre 1967.

In seinem Aufsatz Meaning (1957) unterschied Grice zwischen natural meaning und non-natural meaning. Die natürliche Bedeutung ist die Art von Bedeutung, wenn wir sagen Sonnenschein bedeutet schwitzen.

Die nicht-natürliche Bedeutung ist die Art von Bedeutung, von der wir sprechen, wenn wir sagen Dieses Klingeln bedeutet, dass der Bus voll ist.

Später lieferte Grice eine Bestimmung der nicht-natürlichen Bedeutung die auch als Gricesches Grundmodell bezeichnet wird. Dieses Grundmodell hat er später in Utterer’s Meaning, Sentence Meaning, and Word-Meaning (1968) präzisiert und gegen Einwände verteidigt worden. Eine semi-formale Rekonstruktion und Diskussion dieser Begriffe findet sich in dem Buch Grundbegriffe der Kommunikation von Georg Meggle. Einige Aspekte der Arbeit von Meggle’s Kommunikationstheorie habe ich in meiner Magisterarbeit diskutiert.

Grice hat die Sprachphilosophie in großem Maße durch seiner Untersuchung konversationaler Implikaturen beeinflußt.

In diesem Konzept wird unterschieden zwischen dem, was eine Person mit ihren Worten sagt, und dem, was eine Personen mit seinen Worten außer dem, was direkt in den Worten steht, noch meint.

Grice Untersuchung der konversationalen Implikaturen beginnt mit der Formulierung eines Kooperationsprinzips aus dem einige weitere Maximen abgeleitet werden.

Online-Texte


Geblew

Eugeniusz Geblewicz (1904 – 1974)

Eugeniusz Geblewicz ist ein Vertreter der Lwow-Warschau-Schule.


Gemina1

Gemina I (3. Jh.)

Gemina I war die Mutter von Gemina II.

Porphyrios erwähnt beide in seinem Buch Plotinus und stellt fest, dass sie sich durch eine große Hingabe zur Philosophie auszeichneten.

Plotin lebte in ihrem Haus und es kann davon ausgegangen werden, dass Gemina I seine Schülerin war.

Die Stelle bei Porphyrios lautet:

"Auch Frauen gehörten zu seinen ergebenen Anhängerinnen, Gemina, in deren Hause er wohnte, und deren der Mutter gleichnamige Tochter Gemina; ferner Amphikleia, die Gattin des Ariston, des Sohnes des Iamblichos; sie waren leidenschaftlich der Philosophie ergeben." (Porphyrios: Das Leben Plotins, 9).

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Gemina2

Gemina II (3. Jh.)

Gemina II war die Tochter von Gemina I.

Porphyros erwähnt beide in seinem Buch Plotinus und stellt fest, dass sie sich durch eine große Hingabe zur Philosophie auszeichneten.

Die Behauptung, dass sie mit Plotin in einem Haus lebte, kann man mit der Porphyros-Stelle nicht belegen, da unklar ist, ob sie im Haus ihrer Mutter lebte.

Es kann davon ausgegangen werden, dass Gemina II eine Schülerin Plotins war.

Die Stelle bei Porphyrios lautet:

"Auch Frauen gehörten zu seinen ergebenen Anhängerinnen, Gemina, in deren Hause er wohnte, und deren der Mutter gleichnamige Tochter Gemina; ferner Amphikleia, die Gattin des Ariston, des Sohnes des Iamblichos; sie waren leidenschaftlich der Philosophie ergeben." (Porphyrios: Das Leben Plotins, 9).

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