Gramsci
Antonio Gramsci (1891 – 1937)
Der italienische Philosoph und Politiker Antonio Gramsci war 1921 Mitbegründer der kommunistischen Partei Italiens. Er wurde 1928 von den Faschisten zu 20 Jahren Haft verurteilt.Für Gramsci ist der Marxismus eine Philosophie der Praxis, der zufolge die Kraft der geschichtlichen Entwicklung in der menschlichen Freiheit liegt. Er tritt damit der Auffassung, dass die Geschichte ehernen Naturgesetzen gehorche und zwangsläufig auf den Zusammenbruch des kapitalistischen Systems hinsteuere.
Der Kapitalismus wird nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt einstürzen. Der Sozialismus muss als kontinuierliche Entwicklung einer Gesellschaft begriffen werden, in der die Freiheit des Proletariats organisiert, kontrolliert und in zunehmendem Maß realisiert wird.
Gramsci sieht im Staat nicht den bloßen Zwangsapparat oder die Diktatur einer Klasse, sondern zuallererst die Aufrechterhaltung von Macht durch Kirche, Erziehungswesen, Medien usw.
Bestimmend für das politische Handeln ist daher nach Gramsci auch nicht die ökonomische Basis, sondern deren Interpretation. Daraus erklärt sich auch die besondere Rolle, die Gramsci den Intellektuellen bei der Entwicklung des Sozialismus zuschreibt.
Grassi
Ernesto Grassi (geb. 1902)
Ernesto Grassi ist ein Vertreter des Existentialismus.
Green
Thomas Hill Green (1836 – 1882)
Der englische Philosoph Thomas Hill Green ist ein Vertreter des absoluten Idealismus.Die Hinwendung von Green zur Philosophie von Hegel ist – wie bei den meisten anderen absoluten Idealisten – motiviert durch das Bestreben, das Christentum gegen den Darwinismus zu verteidigen. Green meint, dass die Entwicklung des menschlichen Lebens aus tierischem Ursprung nicht allein durch die natürliche Auslese oder auf andere naturalistische Weise erklärt werden kann. Vielmehr ist diese Entwicklung nur zu erklären, wenn man sie als Entfaltung eines universellen, nach Vervollkomnnung strebenden Geistes betrachtet.
Nach Green ist unser Wissen immer indirektes und unvollstäniges Wissen vom Absoluten. Green postuliert die absolute Verbundenheit von allem, wobei abstrakte Relationen die Lücken ausfüllen.
Gregor R
Gregor von Rimini (Gregor Ariminensis) (gest. 1358)
Der Augustinermönch Gregor von Rimini (Gregor Ariminensis) ist ein Vertreter des Nominalismus. Er hielt in Paris Vorlesungen in Paris und wurde Ordensgeneral in Rimini. Gregor von Rimini ist vor allem von Augustinus und Ockham beeinflußt.
Goclen
Rudolf Goclenius (1547 – 1628)
Der deutsche Philosoph und Logiker Rudolf Goclenius war Logik-Professor an der Universität Marburg.Goclenius benutzte eine besondere Form des zusammengesetzen Syllogismus, in der Obersätze ausgelassen sind. Dieser Syllogismus wird Goclenischer Sorit genannt.
Weblinks
Gregori
Gregorius Palamas (um 1350)
Gregorius Palamas war Metropolit von Thessalonichi. Er wird der byzantinischen Mystik zugerechnet.
Gast
Heinrich Köselitz (geb. 1854)
Heinrich Köselitz begegnet uns häufig unter seinem Pseudonym Peter Gast.Im Thematikon zu Peter Gasts Die heimliche Ehe schreibt Carl Fuchs in einem biographischen Vorwort:
"Peter Gast ist (10. Januar) 1854 zu Annaberg in Sachsen geboren, jener alten Veste des Silberbergbaues auf dem Erzgebirge, nahe der böhmischen Grenze. Wie dort auf dem Gebirgskamm nord- und süddeutsches Wesen zusammenstoßen, so kommen auch in ihm selbst durch Abkunft beide Elemente zusammen: sein Vater (Industrieller und Vizebürgermeister) entstammt einer einheimischen Patrzierfamilie, seine Mutter ist eine Wienerin." [zit. nach Janz, C. P. 1979, I, 693 f.].
Sein Vater Hermann Gustav Köselitz war Färbereibesitzer, Stadtrat, Ehrenbürger in Annaberg.
Als 15jähriger schrieb H. Köselitz Walzerkompositionen.
Schriften Jean Pauls und der Einfluss eines im Elternhaus verkehrenden Theologen regten seine geistige Entwicklung an.
1871 begann er in Leipzig eine kaufmännische Lehre.
Im Frühjahr 1872 bekam er die väterliche Einwilligung zum Musikstudium im Konservatorium der Musik zu Leipzig.
1878 ist H. Köselitz nach Venedig gezogen.
Nietzsche hatte sich ohne Erfolg an Bülow und Hermann Levi (1839 – 1900) gewandt – Levi war ein Dirigent aus dem Wagnerkreis -, um sie zur Aufführung seiner Oper Löwen von Venedig zu gewinnen.
Die Uraufführung des Löwen von Venedig erfolgt 1891 in Danzig (heute: Gdansk) unter dem Titel Die heimliche Ehe.
Die Oper Der Löwe von Venedig von H. Köselitz hatte am 11.02.1933 auch in Chemnitz Premiere und erlebte dort 8 Aufführungen.
Die Oper war mit den besten Solisten besetzt, die Chemnitz damals zu bieten hatte. Der Stil der Oper erinnert etwas an Albert Lortzing (1801 – 1851), ist handwerklich sauber gearbeitet.
Das Thematikon von Carl Fuchs erschien 1890 bei Naumann in Leipzig.
Literatur
- Janz, Curt Paul: Nietzsche. Biographie in 3 Bdn., München/Wien: Hanser 1978 ff.
- Lenzewski, Gustav: Artikel: Gast, Peter. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Allgemeine Enzyklopädie der Musik. Hg.: Friedrich Blume. Kassel/Basel: Bärenreiter o. J., Bd. 4. Sp. 1435 – 1437
Gebarow
Mieczyslaw Gebarowicz (1893 – 1984)
Mieczyslaw Gebarowicz ist ein Vertreter der Lwow-Warschau-Schule.
Geblew
Eugeniusz Geblewicz (1904 – 1974)
Eugeniusz Geblewicz ist ein Vertreter der Lwow-Warschau-Schule.