Habrotel

Habrotelia von Tarent

Iamblichos erwähnt Habrotelia in seiner Aufzählung der 17 Pythagoreerinnen.

Die Textstelle mit der Aufzählung lautet: " bedeutendsten Pythagoreerinnen: Timycha, die Frau des Myllias von Kroton, Philtys, die Tochter des Theophris von Kroton, Schwester des Byndakos, Okkelo und Ekkelo, die Schwestern der Lukaner Okkelos und Okkilos, Cheilonis, die Tochter des Lakedaimoniers Cheilon, die Lakonerin Kratesikleia, die Frau des Lakedaimoniers Kleanor, Theano, die Frau des Metapontiers Brotinos, Myia, die Frau des Milon von Kroton, Lasthenia aus Arkadien, Habroteleia, die Tochter des Habroteles von Tarent, Echekrateia von Phlius, Tyrsenis aus Sybaris, Peisirrhode aus Tarent, Theadusa aus Lakedaimon, Boio aus Argos, Babelyka aus Argos, Kleaichma, die Schwester des Lakedaimoniers Autocharidas. Insgesamt: 17." (Iamblichos: Pythagoras, 1963, 267)

Haeberl

Paul Häberlin (1878 – 1960)

Paul Häberlin ist ein Vertreter der philosophischen Anthropologie und des Existentialismus.


Grassi

Ernesto Grassi (geb. 1902)

Ernesto Grassi ist ein Vertreter des Existentialismus.


Green

Thomas Hill Green (1836 – 1882)

Der englische Philosoph Thomas Hill Green ist ein Vertreter des absoluten Idealismus.

Die Hinwendung von Green zur Philosophie von Hegel ist – wie bei den meisten anderen absoluten Idealisten – motiviert durch das Bestreben, das Christentum gegen den Darwinismus zu verteidigen. Green meint, dass die Entwicklung des menschlichen Lebens aus tierischem Ursprung nicht allein durch die natürliche Auslese oder auf andere naturalistische Weise erklärt werden kann. Vielmehr ist diese Entwicklung nur zu erklären, wenn man sie als Entfaltung eines universellen, nach Vervollkomnnung strebenden Geistes betrachtet.

Nach Green ist unser Wissen immer indirektes und unvollstäniges Wissen vom Absoluten. Green postuliert die absolute Verbundenheit von allem, wobei abstrakte Relationen die Lücken ausfüllen.


Gregor R

Gregor von Rimini (Gregor Ariminensis) (gest. 1358)

Der Augustinermönch Gregor von Rimini (Gregor Ariminensis) ist ein Vertreter des Nominalismus. Er hielt in Paris Vorlesungen in Paris und wurde Ordensgeneral in Rimini.

Gregor von Rimini ist vor allem von Augustinus und Ockham beeinflußt.

Goclen

Rudolf Goclenius (1547 – 1628)

Der deutsche Philosoph und Logiker Rudolf Goclenius war Logik-Professor an der Universität Marburg.

Goclenius benutzte eine besondere Form des zusammengesetzen Syllogismus, in der Obersätze ausgelassen sind. Dieser Syllogismus wird Goclenischer Sorit genannt.

Weblinks


Gregori

Gregorius Palamas (um 1350)

Gregorius Palamas war Metropolit von Thessalonichi. Er wird der byzantinischen Mystik zugerechnet.


Godwin

William Godwin (1756 – 1836)

William Godwin ist ein Begründer und Wegbereiter des Anarchismus. Er war einer der radikalsten sozialkritischen Denker seiner Zeit.

Begeistert von den egalitären, freiheitlichen, humanistischen Ideen der Aufklärung und der Französischen Revolution, entwickelt er in seinem Werk Enquiry concerning Political Justice (1793) unter Berufung auf die Vernunft als die einzig rechtmäßige Herrscherin über den Menschen und als seine Befreierin von politischer und religiöser Knechtung ein System anarchistisch-kommunistischer Ideen, das auf den Umsturz der bestehenden Gesellschaftsordnung und eine grundlegende Neuordnung des gesellschaftlichen Zusammenlebens abzielte.

Er sieht die wichtigsten Ursachen für die zahlreichen Übel der bestehenden Gesellschaft in der Herrschaft des Privateigentums und in der Staatsgewalt.

Um die Übel zu beseitigen, müssen ihre Ursachen beseitigt werden. Dies dürfe jedoch nicht durch Anwendung von Gewalt und Zwang erfolgen, sondern nur durch Aufklärung, Erziehung und Bildung der Menschen.

Seien die Menschen einmal zur Überzeugung gebracht, dass eine Gesellschaft ohne Privateigentum und Zwangsregierung existieren könne, so könne auch die Vernunft ihre Ansprüche ungehindert in allen Lebensbereichen geltend machen und die Menschen zur höchsten Erkenntnis, zur sozialen Gerechtigkeit und zu sittlichem Handeln und damit auch zur Freiheit und Glückseligkeit, zu geistigem und körperlichen Wohl hinführen.

Godwin vertraut auf die Fähigkeit des Menschen zu immer höherer Wahrheitserkenntnis und sittlicher Vervollkommnung. Es kommt alles darauf an, die Ursachen zu beseitigen, die den Menschen daran hindern, zur Erkennntis der Wahrheit und Gerechtigkeit zu gelangen, und die Vernunft zur bestimmenden Triebkraft seines Verhaltens zu machen.

Da die Vernunft ihre Erkenntnisse aus den Eindrücken der Außenwelt schöpfe, könne sie aus ihr nur dann gute Eindrücke empfangen, wenn sie selbst und vor allem das gesellschaftliche Zusammenleben der Menschen nach den Forderungen der Vernunft und der Gerechtigkeit geordnet werden.


Grelling

Kurt Grelling (1886 – 1942)

Kurt Grelling ist ein Vertreter der Berliner Gruppe. Seine Auffassung ist stark von Fries beeinflußt.

Nach ihm und Nelson ist eine in der logischen Debatte sehr wichtige semantische Antinomie (Grelling’s und Nelson’s Paradoxie) benannt.


Goedel

Kurt Gödel (1906 – 1978)

Der in Brünn (heute Brno) geborene österreichische Mathematiker und Logiker Kurt Gödel war von 1933 bis 1938 Privatdozent an der Universität Wien. Er emigrierte 1938 in die USA und wirkte ab 1953 als Professor für Mathematik in Princeton. Gödel gehörte in Wien dem Wiener Kreis an.

Von Gödel stammen drei der grundlegendsten Resultate der Logik, der nach ihm benannte Vollständigkeitssatz, der nach ihm benannte Unvollständigkeitssatz sowie der Nachweis der relativen Widerspruchsfreiheit von Auswahlaxiom und Kontinuumshypothese zu den übrigen Axiomen der Mengenlehre.

Darüber hinaus wurde von ihm eine Vielzahl wichtiger Einzelresultate der Logik gewonnen, u. a. zum klassischen und intuitionistischen Aussagenkalkül und zum Entscheidungsproblem der Prädikatenlogik.