Gerson

Johannes Gerson (Johann Charlier) (1363 – 1420)

Der Mystiker Johannes Gerson (Johann Charlier aus Gerson bei Rheims) ist ein Schüler von Pierre d’Ailly. Er war Kanzler der Universität Paris.

Johannes Gerson wurde von den Grafen von St. Victor und von Bonaventura beeinflußt. Er neigt dem Nominalismus zu. Die mystische Theologie stützt sich auf die innere Erfahrung und Offenbarung. Über der Vernunft (ratio) steht die intelligentia, welche unmittelbar das Wesen der Dinge erfasst.


Galton

Francis Galton (1822 – 1911)

Francis Galton ist ein Evolutionist. Er arbeite vor allem zur Vererbungslehre (Statistische Methode) und der Eugenik, der Verbesserung der Menschenrasse durch Beeinflussung der Selektion.

Die allgemeinen Vorstellungen nennt er generic images oder blended memories. Er leitet sie aus der Vermischung der Differenzen von Vorstellungen eines und desselben Gegenstandes ab.

Geulincx

Arnold Geulincx (1624 – 1669)

Der holländische Philosoph und Logiker Arnold Geulincx ist ein Cartesianer und ein Vertreter des Okkasionalismus.

In seiner Schrift Logica fundamentalis (1662) formulierte Geulincx einige aussagenlogische Theoreme.

Geulincx stellte die Frage nach der Allgemeingültigkeit des Modus Darapti, eines der Modi der dritten Figur des kategorischen Syllogismus.

Geulincx bringt das Beispiel für diesen Modus:

Jeder weiße Mensch ist weiß.
Jeder weiße Mensch ist ein Mensch.
Einige Menschen sind weiß.

Die Prämissen in diesem Syllogismus – so Geulincx – sind notwendig, aber der Schlusssatz ist zufällig. Aus einem notwendigen Urteil, kann aber nach seiner Auffassung auf kein zufälliges Urteil geschlossen werden.


Gangesha

Upadchjan Gangesha (12. Jh.)

Der indische Philosoph Upadchjan Gangesha ist Begründer der ny&;ya, einer Philosophenschule des 12.-15. Jahrhunderts.

Er beschäftigte sich mir der Ausarbeitung einer Theorie zur Begriffsbestimmung und mit Problemen der Wahrheit von Aussagen.

Gangesha gilt als Vorläufer der modernen Prädikatenlogik.

Gichtel

Johann Georg Gichtel (1638 – 1710)

Johann Georg Gichtel ist ein Vertreter des Pietismus. Er ist stark von Jakob Böhme beeinflußt.


Gansin

Ryszard Gansiniec

Der klassische Philologe Ryszard Gansiniec (* 1888, † 1958) ist ein Vertreter der Lwow-Warschau-Schule. Er gehört nicht zu den direkten Schülern von Twardowski, war aber durch seinen Forschungsstil beeinflußt.

Weblinks


Gilbert

Gilbert de la Porrés (1070 – 1154)

Der französische Logiker Gilbert de la Porrés (Gilbertus Porretanus) ist ein Vertreter der Schule von Chartres und einer der Gründer der neuen Logik. Er schrieb das Buch De sex principiis, in welchem er sechs der zehn aristotelischen Kategorien (Raum, Zeit, Handlung, Leiden, Zustand, Lage) kommentiert.


Garve

Christian Garve (1742 – 1798)

Christian Garve, geboren in Breslau, war kurze Zeit Dozent und Professor der Philosophie in Leipzig. Er starb in Breslau.

Garve übersetzte Schriften von Ferguson, Burke, Cicero, Paley, Smith und Aristoteles.

Garve ist ein Popularphilosoph, der vom englischen Empirismus beeinflußt ist. Die Sinnesqualitäten sind nach Garve Wirkungen der Dinge auf den Organismus.

Unlust entsteht, wenn der Körper Teile verliert oder wenn sich andere anhäufen. Lust entsteht, wenn jener Mangel ersetzt wird oder dieser Überfluß wegfällt.


Glivenko

Valerij Ivanovic Glivenko


Der russische Mathematikewr und Logiker Valerij Ivanovic Glivenko (auch: Waleri Iwanowitsch Gliwenko, * 2. Januar 1897 (21. Dezember 1896) in Kiew, † 15. Februar 1940 in Moskau) studierte in Moskau und wurde 1928 Professor im Pädagogischen Institut Karl Liebknecht in Moskau.

Er arbeitete u. a. zu den Grundlagen der Mathematik und zur konstruktiven Logik. Er entwickelte gleichzeitig mit Kolmogorov und Heyting ein formales System der konstruktiven Logik und zeigt, dass es keine dreiwertige Logik gibt, die als Interpretation der konstruktiven Logik geeignet ist.

Außerhalb der Logik ist er vor allem durch den sog. Glivenko-Cantelli-Satz bekannt geworden.

Werke

  • Sur la logique de M. Brouwer. Academie Royale de Belgique, Bulletins de la classe des sciences, 15 (1929) 5, 183 – 188
  • Sulla determinazione empirica di probabilita. G. Inst. Ital. Attuari, 4, 1933
  • Théorie générale des structures (1938) (franz.)

Weblinks


Gassendi

Pierre Gassendi (1592 – 1655)

Der französische Logiker und Philosoph Pierre Gassendi knüpfte am antiken Atomismus an und betrachtete die physikalische Welt streng mechanistisch.

Nach Gassendi ist die Logik die Lehre vom richtigen Denken. Sie ist abiuncta a rebus (reine Logik) und coniuncta cum rebus (angewandte Logik).