Marechal

Pierre-Sylvain Maréchal (1750 – 1803)

Pierre-Sylvain Maréchal ist ein Anhänger von Babeuf. Im Auftrag von Babeuf schrieb er das Manifeste des égaux (Manifest der Gleichen, 1794). Er fordert dazu auf, die bestehende Ordnung zu beseitigen und die natürliche und vernünftige Ordnung, in der jeder arbeitet, in der es kein Privateigentum gibt und die Güter gerecht verteilt werden, zu errichten.


Magnilla

Magnilla (ca. 1.-2.Ja. u. Z.)

Die römische Philosphin wird in einer Inschrift aus Mysia erwähnt. Von ihrer Lehre ist nichts bekannt.

Weblinks


Marias

Julián Marias (geb. 1914)

Julián Marias ist ein Schüler von Ortega y Gasset und ein Vertreter der Madrider Schule des Existentialismus.

Er hat insbesondere die Generationentheorie von Ortega y Gasset weiterentwickelt.

Maier

Heinrich Maier (geb. 1867)

Heinrich Maier ist Neukantianer und wird dem Neokritizismus zugerechnet.

Er war Professor in Tübingen und ist von Sigwart beeinflußt.

Nach Maier ist es die Aufgabe einer Psychologie des emotionalen Denkens (der Logik des Gefühls und des Willens), die in den emotionalen Vorstellungen wirksamen logischen Funktionen aufzusuchen und das Wesen und die hauptsächlichen Betätigungen des emotionalen Denkens psychologisch zu bestimmen.

Unter Emotionalsätzen versteht Maier Urteile, die sich unmittelbar auf Gemütszustände beziehen und Gemütszustände zum Ausdruck bringen.

Elementare Urteilsakte sind schon in den Vorstellungen enthalten. Im emotionalen Denken werden Gefühls- oder Begehrungsprozessen entstammende Vorstellungsdaten zu Objekten gestaltet, bei denen die Hinweise auf Erfahrung fehlen.

Maier betrachtet das Denken voluntaristisch. Das Denken wird durch Gefühle, Strebungen und Interessen geleitet. Das Wollen ist der Kern des Bewußtseins. Alle psychischen Vorgänge sind ein Wollen, dessen Zentrum der Wille zur Selbstbehauptung ist.

Ein Willensvorgang entsteht, wenn durch einen Reiz im Ichwillen aus einer in diesem angelegten Willensdisposition eine Begehrungstendenz ausgelöst wird. Der Ichwille wählt unter konkurrierenden Motiven und Zwecken solche aus, die seiner Richtung am besten entsprechen.


Maimonid

Moses Maimonides (1135 – 1204)

Der Arzt, Philosoph, Theologe und Logiker Moses Maimonides, auch Moses ben Maimon, hat insbesondere die logisch nicht beweisbaren Wahrheiten untersucht.

Sein Hauptwerk Leitung der Zweifelnden (1190 vollendet) trug wesentlich zur Verbreitung des Aristoteles, den Maimonides als König der Philosophen bezeichnete und dessen Lehren er mit der Tradition seines Volkes zu verschmelzen versuchte, innerhalb der jüdischen Welt bei.

In der Philosophie von Maimonides treten auch platonische Elemente hervor.

Seine Behauptung, dass ein vom Glauben unabhängiges Wissen existiert, rief die Vertreter des orthodoxen Judentums auf den Plan.

Seine Ideen haben u. a. Thomas von Aquino, Spinoza, Leibniz und Maimon beeinflußt.


Maine

François Pierre Gauthier Maine de Biran (1766 – 1824)

François Pierre Gauthier Maine de Biran untersuchte in seinen ersten Arbeiten den Einfluss der Gewohnheit auf das Denken.

Maine de Biran unterscheidet passive und aktive Gewohnheiten. Er formuliert als Grundgesetz der Gewöhnung, dass sie die Sinnesempfindung (Sensation) schwächt und die Wahrnehmung (perception) verstärkt. Die Wahrnehmung ist aktiver Art und an die Bewegung des Organes selbst geknüpft.

In seiner zweiten Periode führt Maine de Biran die Lehre Destutt de Tracy’s von der Kraftanstrengung des wollenden Ichs gegenüber dem Widerstand des Objektes weiter.

Das aktive, freie Ich ist die Quelle und das Muster unserer Grundbegriffe (Kausalität, Kraft, Substanz, Einheit usw.). Die Grundbegriffe stammen aus der inneren Erfahrung des Seins und des Wirkens des aktiven, wollenden Ichs.

Das Charakteristische der Ich-Tätigkeit ist die Willensanstrengung. In dem Bewußtsein dieser Anstrengung haben die Begriffe der Ursache und der Kraft ihre Grundlage.

Die Außenwelt besteht in den Beziehungen der Dinge zu uns.


Maistre

Joseph Marie de Maistre (1754 – 1821)

Joseph Marie de Maistre ist der Begründer des neuen Ultramontanismus. Er gehört der französischen theologischen Schule an.

Die absolute Herrschaft – so de Maistre – gebührt der Kirche und dem Papst. Die Übel der Welt sind Strafen Gottes. Krieg. Inquisition und Todesstrafe sind Mittel der Sühne und Züchtigung. Die gottlose und völlig falsche Aufklärung hat nach de Maistre ihren geistigen Stammvater in F. Bacon.


Makrina

Makrina die Jüngere (ca. 327 – 380)

Makrina war die Enkelin von Makrina der Älteren und die Tochter der heiligen Emmelia. Auch Makrina wurde heilig gesprochen.

Ihr Bruder Gregor von Nyssa verfasste ihre Biographie und vermittelt uns darin einen Einblick in ihr Leben und die religiösen Sitten ihrer Zeit, wobei der Legendenbildung Vorschub geleistet wird.

Makrina wurde als erstes von zehn Kindern in Kaiserin (Kappadokien) geboren. Ihre Eltern, insbesondere die Mutter, legten Wert auf eine gute Bildung, in der ihr Teile des Alten Testamentes, sittliche Lehren und griechische Philosophie vermittelt wurden.

Als ihr Verlobter starb, entschied sich Makrina für ein eheloses Leben und blieb im elterlichen Haus.

Zwei ihrer Brüder, Basilius der Große und Gregor von Nyssa, wurden berühmte Bischöfe.

Sie gründete gemeinsam mit anderen Frauen auf einem Familiengut am Fluss Iris in Pontos eines der ersten Frauenklöster.

Angeblich auf dem Sterbebett führte der Bruder Gregor ein Gespräch mit ihr Über Seele und Auferstehung.

Die Art des Diologs, die Rahmensetzung der sterbenden Makrina, die Themenstellung und die inhaltliche Bearbeitung erinnern stark an den platonischen Dialog Phaidon und an die Belehrung durch Diotima im Symposion.


Malebran

Nicolas Malebranche (1638 – 1715)

Der französische Priester und Philosoph Nicolas Malebranche war einer der wichtigsten Cartesianer.

Er bewies in De la Recherche de la Vérité (1675), dass unsere Ideen kein sicheres Wissen über Körper liefert.

Auf Malebranche geht der Begriff der causa occasionalis zurück.

Online-Texte


Mally

Ernst Mally (1879 – 1944)

Mally studierte Philosophie und Pädagogik in Graz und promovierte 1903 bei Alexius Meinong mit dem Thema Untersuchungen zur Gegenstandstheorie des Messens. Er gehörte zur Grazer Schule.

Von 1906-1919 war er als Gymnasialprofessor in Graz tätig. Er habilitierte sich 1913 in Philosophie und übernahm 1918 die pädagogische Lehrkanzel Eduard Martinaks.

Er errichtete die erste psychologische Prüfungsstelle für berufliche Eignung in Österreich und arbeitete vor allem an der Entwicklung psychologischer Beobachtungsmethoden (Beobachtungsbogen für Schülerbeobachtung).

1920 übernahm Mally die Leitung des von Meinong gegründeten experimental-psychologischen Labors, wurde 1921 außerordentlicher Professor für Philosophie in Graz und war von 1925 bis 1943 als ordentlicher Universitätsprofessor für Philosophie tätig.

Mally war wesentlich an der Ausarbeitung der Gegenstandstheorie beteiligt. Er untersuchte vor allem ihre Fomalisierbarkeit und die Lösung der in ihr auftretenden logischen Fragen.

1903 formulierte er als erster das Prinzip der Unabhängigkeit des Soseins vom Sein.

Interessant ist Mallys Pionierarbeit auf dem Gebiet der Logik der Sollsätze.

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