Maupert

Pierre Louis Moreau de Maupertuis (1698 – 1759)

Der Mathematiker, Physiker und Philosoph Pierre Louis Moreau de Maupertuis ist Hylozoist, d. h. er schreibt allen Elementen der Materie Empfindung (sensation et perception) zu.

Von ihm stammt das Gesetz des kleinsten Kraftaufwandes.

Schon vor Jeremy Bentham unternimmt de Maupertuis einen Lust– und Unlust-Kalkül, wobei er die Unlust als überwiegend findet und den Vorzug der geistigen Lust betont.

Gott ist der erste Beweger der Dinge und überweltlich. Die Wissenschaft aber muss alle Vorgänge aus ihren nächsten Ursachen erklären.


Maxim G

Maxim, der Grieche (ca. 1470 – 1556)

Der Philosoph Maxim der Grieche wurde in Art, im heutigen Albanien geboren. Er studierte in Italien.

1518 kam er nach Moskau an den Hof des Fürsten Wassili III.

Da Maxim die russische Sprache nicht beherrschte, übersetzte er aus dem Griechischen ins Lateinische. Aus dem lateinischen ins Russische übersetzten dann andere.

Maxim hielt die aristotelische Syllogistik für unvereinbar mit der katholischen Dogmatik. U. a. verwendete er die Mittel der syllogistischen Argumentation zur Widerlegung des Glaubens der Katholiken an das Fegefeuer.

Wegen Ketzerei und Verrat am Zaren angeklagt, war Maxim von 1531 bis 1556 eingekerkert.


Maximus

Orosius Maximus Confessor (580 – 662)

Der Mönch und Abd Orosius Maximus Confessor ist ein Gegner der Monotheleten. Er ist besonders von Gregor von Nyssa beeinflußt. Maximus Confessor betont den Gedanken der Einigung des Menschen und alles Geschaffenen mit Gott und dem Logos, als dem Endziel aller Schöpfung. Er kommentierte u. a. die Schriften von Pseudo-Dionysios.


Mccoll

Hugh McColl (1761 – 1808)

Hugh McColl ist einer der Wegbereiter der algebraischen Logik. Er entwickelte eine algebraisch aufgebaute Aussagenlogik in der Modalitäten vorkommen. Seine Logik kann auch als Vorläuferin der mehrwertigen Logik betrachtet werden. Sein Ansatz ist keine Interpretation der Algebra der Logik, sondern eine eigenständige Logik.


Mannheim

Karl Mannheim (1893 – 1944)

Karl Mannheim ist ein Vertreter der philosophischen Anthropologie.

Er unterscheidet zwischen Ideologie als Rechtfertigung und Verherrlichung der von der Vergangenheit her bestimmten bestehenden Gesellschaftsordnung und Utopie als Verwerfung und Überwindung des Status quo.

Durch die Annahme einer rapiden Folge von Generationsstilen erklärt Mannheim in seiner Wissenssoziologie das steigende Tempo gesellschaftlicher Umwälzungen.

Manteuff

Ernst Christoph von Manteuffel

Ernst Christoph von Manteuffel gehört als Philosoph zur Wolffschen Schule.

Manteuffel ist ein Mitbegründers des Bundes der „Alethophilen“ (Wahrheitsliebende) der sich in Berlin zur Verteidigung der Philosophie von Wolff gebildet hatte. Er wurde deshalb von Friedrich dem Großen aus Berlin ausgewiesen und wechelte nach Leipzig an.


Mantuan

Petrus Mantuanus (15. Jh.)

Der italienische Logiker Petrus Mantuanus ist durch seine Arbeiten zur Theorie des Schließens und zur modalen Logik bekannt geworden.

Er kannt die Regel ad nullam de necessario, d. h. uin heutigen Worten Ein notwendiges Urteil folgt aus der leeren Prämissenmenge.

Petrus Mantuanus benutzte 63 Schlussregeln. Zu diesen gehörten die Regeln, dass man vom Wirklichen auf das Mögliche schließen kann und dass aus der Annahme der Negation eines apodiktischen Urteils auf die Annahme der Möglichkeit des entsprechenden verneinten Urteils (und umgekehrt) geschlossen werden kann.

Marbach

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Gotthard Oswald Marbach (1810 – 1890)

Gotthard Oswald Marbach war ab 1845 Professor in Leipzig.

Marbach ist Anhänger von Hegel.


Marc Wog

Konrad Marc-Wogau

Der Philosoph Konrad Marc-Wogau, Professor in Uppsala, ist ein Vertreter der Uppsala-Schule.

Er vertrat wie Phalén und Hägerström die Auffassung von der Philosophie als Begriffsanalyse.

Marc-Wogau bemüht sich um eine Präzisierung der logischen Analyse und knüpft an die Cambridge-Schule an.

Er hat sich ausführlich mit Kant, Descartes und Berkeley beschäftigt.


Marcian

Marcian Capella (5. Jh. u. Z.)

Der römische Philosoph und Staatsmann Marcian Capella (auch: Martianus Capella) ist Autor einer Enzyklopädie der sieben freien Künste.

Die Logik ist nach Marcian Capella eine der sieben freien Künste. Er gibt in seiner Enzyklopädie der sieben freien Künste einen Abriß der aristotelischen Logik und der stoischen Logik.

In seinem Werk De nuptilis Philologiae et Mercurii et de septem artibus liberallibus …, geschrieben ca. 470, legt Marcian Capella die aristotelische Lehre vom Urteil und vom Syllogismus dar.

Marcian Capella unterscheidet nach der Quantität allgemeine Urteile, partikuläre Urteile und unbestimmte Urteile und nach der Qualität bejahende Urteile und verneinende Urteile.

Marcian Capella charakterisiert die Modi der drei Figuren des kategorischen Syllogismus und die Regeln und Modi des bedingten Syllogismuses.

Er beschreibt die Regeln der Transformation und der Kontraposition von Urteilen und untersucht die Operation des aussagenlogischen Folgerns.