Menexene

Menexene (ca. 3. Jh. v. u. Z.)

Tochter des Diodoros Chronos und Schwester von Argia, Theognis, Artemisia sowie Pantakleia. Sie wird der dialektischen Schule zugerechnet.

Hieronymus schreibt: "Der Sokratiker Diodoros hat gesagt, dass er fünf Töchter von auffallender Tugendhaftigkeit habe, die Dialektikerinnen seien. Über diese hat Philo, der Lehrer des Karneades, eine vollständige Geschichte geschrieben."


Markow

Andrej Andrejewitsch Markow (1903 – 1979)

Der Mathematiker und Logiker wurde vor allem durch seine Arbeiten zur Algorithmentheorie bekannt.

1946 konstruierte er unabhängig von Post eine Halbgruppe mit rekursiv unlösbarem Wortproblem.

In der Logik ist Markow Begründer einer konstruktiven Richtung in Mathematik und Logik.


Martinak

Eduard Martinak (1859 – 1943)

Eduard Martinak wirkte als Gymnasiallehrer in Loeben und Graz. Er ist ein Schüler Meinongs und Vertreter der Grazer Schule.

Er habilitierte 1895 in Philosophie.

1918 übernahm Ernst Mally seine pädagogische Lehrkanzel.

Literatur

  • Meinong, A.: Aus Martinaks Leben und Wirken. In: Meinong, A. (Hrsg.): Beiträge zur Pädagogik und Dispositionstheorie. Prag 1919


Marty

Anton Marty

Anton Marty (* 1847 in Schwyz, † 1914) wirkte in Prag. Er knüpft vor allem an Brentano und Aristoteles an.

Werke

  • Über den Ursprung der Sprache. 1876
  • Die Frage nach der geschichtlichen Entwicklung des Farbensinns. 1879
  • Über subjectlose Sätze und das Verhältnis der Grammatik zur Logik und Psychologie. Vierteljahrsschrift für wissensch. Philosophie. 8(1884), 18(1894), 19(1895)
  • Über das Verhältnis von Grammatik und Logik. Symbolae Pragenses 1893
  • Was ist Philosophie? 1897
  • Über Sprachreflex, Nativismus und absichtliche Sprachbildung, Vierteljarsschrift für wissensch. Philosophiie. 8(1884) ff.
  • Über Annahmen. 1905
  • Untersuchungen zur Srachphilosophie und Grammatik. 1908
  • Zur Sprachphilosophie. 1910

Literatur

  • Eisler, R.: Philosophen-Lexikon, 455f.

Weblinks


Maistre

Joseph Marie de Maistre (1754 – 1821)

Joseph Marie de Maistre ist der Begründer des neuen Ultramontanismus. Er gehört der französischen theologischen Schule an.

Die absolute Herrschaft – so de Maistre – gebührt der Kirche und dem Papst. Die Übel der Welt sind Strafen Gottes. Krieg. Inquisition und Todesstrafe sind Mittel der Sühne und Züchtigung. Die gottlose und völlig falsche Aufklärung hat nach de Maistre ihren geistigen Stammvater in F. Bacon.


Makrina

Makrina die Jüngere (ca. 327 – 380)

Makrina war die Enkelin von Makrina der Älteren und die Tochter der heiligen Emmelia. Auch Makrina wurde heilig gesprochen.

Ihr Bruder Gregor von Nyssa verfasste ihre Biographie und vermittelt uns darin einen Einblick in ihr Leben und die religiösen Sitten ihrer Zeit, wobei der Legendenbildung Vorschub geleistet wird.

Makrina wurde als erstes von zehn Kindern in Kaiserin (Kappadokien) geboren. Ihre Eltern, insbesondere die Mutter, legten Wert auf eine gute Bildung, in der ihr Teile des Alten Testamentes, sittliche Lehren und griechische Philosophie vermittelt wurden.

Als ihr Verlobter starb, entschied sich Makrina für ein eheloses Leben und blieb im elterlichen Haus.

Zwei ihrer Brüder, Basilius der Große und Gregor von Nyssa, wurden berühmte Bischöfe.

Sie gründete gemeinsam mit anderen Frauen auf einem Familiengut am Fluss Iris in Pontos eines der ersten Frauenklöster.

Angeblich auf dem Sterbebett führte der Bruder Gregor ein Gespräch mit ihr Über Seele und Auferstehung.

Die Art des Diologs, die Rahmensetzung der sterbenden Makrina, die Themenstellung und die inhaltliche Bearbeitung erinnern stark an den platonischen Dialog Phaidon und an die Belehrung durch Diotima im Symposion.


Malebran

Nicolas Malebranche (1638 – 1715)

Der französische Priester und Philosoph Nicolas Malebranche war einer der wichtigsten Cartesianer.

Er bewies in De la Recherche de la Vérité (1675), dass unsere Ideen kein sicheres Wissen über Körper liefert.

Auf Malebranche geht der Begriff der causa occasionalis zurück.

Online-Texte


Mally

Ernst Mally (1879 – 1944)

Mally studierte Philosophie und Pädagogik in Graz und promovierte 1903 bei Alexius Meinong mit dem Thema Untersuchungen zur Gegenstandstheorie des Messens. Er gehörte zur Grazer Schule.

Von 1906-1919 war er als Gymnasialprofessor in Graz tätig. Er habilitierte sich 1913 in Philosophie und übernahm 1918 die pädagogische Lehrkanzel Eduard Martinaks.

Er errichtete die erste psychologische Prüfungsstelle für berufliche Eignung in Österreich und arbeitete vor allem an der Entwicklung psychologischer Beobachtungsmethoden (Beobachtungsbogen für Schülerbeobachtung).

1920 übernahm Mally die Leitung des von Meinong gegründeten experimental-psychologischen Labors, wurde 1921 außerordentlicher Professor für Philosophie in Graz und war von 1925 bis 1943 als ordentlicher Universitätsprofessor für Philosophie tätig.

Mally war wesentlich an der Ausarbeitung der Gegenstandstheorie beteiligt. Er untersuchte vor allem ihre Fomalisierbarkeit und die Lösung der in ihr auftretenden logischen Fragen.

1903 formulierte er als erster das Prinzip der Unabhängigkeit des Soseins vom Sein.

Interessant ist Mallys Pionierarbeit auf dem Gebiet der Logik der Sollsätze.

Weblinks


Malthus

Thomas Robert Malthus (1766 – 1834)

Der Geistliche und Ökonom Thomas Robert Malthus vertrat eine einflußreiche Bevölkerungslehre, wonach das Wachstum der Bevökerung ewigen Naturgesetzen unterliegt und schneller vor sich geht (geometrische Progression) als die Produktion von Nahrungsmitteln (arithmetische Progression).

Elend und Hunger haben nach Malthus ihre Ursache in der natürlichen Eigenschaft der Menschen, sch zu vermehren.

Die Position von Malthus ist insbesondere in der Bevölkerungsethik von großem Einfluss.

Mannheim

Karl Mannheim (1893 – 1944)

Karl Mannheim ist ein Vertreter der philosophischen Anthropologie.

Er unterscheidet zwischen Ideologie als Rechtfertigung und Verherrlichung der von der Vergangenheit her bestimmten bestehenden Gesellschaftsordnung und Utopie als Verwerfung und Überwindung des Status quo.

Durch die Annahme einer rapiden Folge von Generationsstilen erklärt Mannheim in seiner Wissenssoziologie das steigende Tempo gesellschaftlicher Umwälzungen.