Kiesew

Joh. Gottfried Karl Christian Kiesewetter (1766 – 1819)

Joh. Gottfried Karl Christian Kiesewetter ist ein popularisierender Anhänger von Kant.

Nach Kiesewetter ist die Logik "die Wissenschaft von den allgemeinen und notwendigen Regeln des Denkens".


Kindi

Abu Jussuf Jakub ben Isaak al-Kindi (ca. 800 – ca. 870)

Der arabische Mathematiker, Astronom, Philosoph und Logiker al-Kindi ist vor allem durch seine Kommentare zur aristotelischen Logik bekannt geworden. Er schrieb mehr als 200 Arbeiten von denen aber nur einige Fragmente überliefert sind.

al-Kindi vereinigte die aristotelische Lehre vom Verstand mit der neuplatonischen Lehre vom Verstand und der pythagoreischen Zahlentheorie.

Dem Menschen ist nach al-Kindi eine potentielle (passive) Vernunft eigen. Diese Vernunft nähert sich der ewigen aktiven Vernunft. Dazu durchläuft die Vernunft zwei Stufen:

  1. die erworbene Vernunft und
  2. die demonstrative Vernunft.


Klages

Ludwig Klages (1872 – 1956)

Ludwig Klages ist ein Vertreter der Lebensphilosophie. Er greift auf den Eros zurück und beschreibt diesen in mythischen Bildern.


Kleaich

Kleaichma

Kleaichma war die Schwester des Lakedaimoniers Autocharidas. Iamblichos erwähnt Kleaichma in seiner Aufzählung der 17 Pythagoreerinnen.

Die Textstelle mit der Aufzählung lautet: " bedeutendsten Pythagoreerinnen: Timycha, die Frau des Myllias von Kroton, Philtys, die Tochter des Theophris von Kroton, Schwester des Byndakos, Okkelo und Ekkelo, die Schwestern der Lukaner Okkelos und Okkilos, Cheilonis, die Tochter des Lakedaimoniers Cheilon, die Lakonerin Kratesikleia, die Frau des Lakedaimoniers Kleanor, Theano, die Frau des Metapontiers Brotinos, Myia, die Frau des Milon von Kroton, Lasthenia aus Arkadien, Habroteleia, die Tochter des Habroteles von Tarent, Echekrateia von Phlius, Tyrsenis aus Sybaris, Peisirrhode aus Tarent, Theadusa aus Lakedaimon, Boio aus Argos, Babelyka aus Argos, Kleaichma, die Schwester des Lakedaimoniers Autocharidas. Insgesamt: 17." (Iamblichos: Pythagoras, 1963, 267)


Kleanth

Kleanthes aus Assos (ca. 331 – 233 v. u. Z.)

Der Stoiker Kleanthes aus Assos (Rhinesia) war in Athen Schüler des Zenon von Kition. Er verdiente sich des Nachts durch Teigkneten und Wassertragen seinen Lebensunterhalt.

Kleanthes wurde Nachfolger Zenons im Lehramt und soll durch Selbstmord gestorben sein (Verweigerung der Nahrungsaufnahme).

Die Philosophie gliedert er in Dialektik, Rhetorik, Ethik, Politik, Physik und Theologie.

Die Vorstellung vergleicht er mit dem Abdruck eines Siegels in Wachs.

Die Seele ist ein durch den ganzen Leib verbreitetes Pneuma. Sie überdauert den Tod bis zum Weltenbrande.

Tugendhaftes Handeln ist nur durch Erkenntnis der Wirklichkeit möglich. Sittliches Wissen ist mit Geistes- und Charakterstärke untrennbar verbunden.

Neben Tapferkeit, Selbstbeherrschung und Gerechtigkeit ist die Beharrlichkeit für Kleanthes die wesentlichste Tugend des Menschen.

Kleanthes dichtete einen Zeushymnus, in dem er Zeus als Weltseele und Weltvernunft verherrlichte und so die stoische Theologie begründete.


Kleene

Stephen Cole Kleene (1909 – 1994)

Der amerikanische Mathematiker und Logiker Stephen Cole Kleene studierte auf dem Amherst College und promovierte 1934 an der Princeton University bei Church.

Dann arbeitete er in Princeton und ab 1935 in der University of Wisconsin at Madison. Er wurde 1948 ordentlicher Professor an dieser Universität und arbeitete dort bis 1979. Kleene arbeitete vor allem zur Algorithmentheorie und zur Theorie rekursiver Funktionen. Er führte u. a. den Begriff der partiell rekursiven Funktion ein und bewies den nach ihm benannten Darstellungssatz.

Kleene begründete die nach ihm und Mostowski benannte Hierarchie der arithmetischen Mengen und behandelte Probleme der klassischen Interpretation der intuitionistischen Logik und Mathematik.

Seine Anwendung der dreiwertigen Logik auf mathematische Probleme partieller Funktionen [1] gehört zu den zentralen Ergebnissen der mehrwertigen Logik. Bei Kleene steht der dritte Wahrheitswert dabei für undefiniert. Kleene benutzt in seinem Kalkül die &;ukasiewicz-Tarksi-Negation, &;ukasiewicz-Tarksi-Konjunktion, die &;ukasiewicz-Tarksi-Alternative und eine Implikation die in folgender Tabelle dargestellt ist:

seq01/21
0111
1/21/21/21
101/21

In der Automatentheorie entwickelte Kleene den Kalkül der regulären Ereignisse.


[1] Kleene, S. C.: On notation for ordinal numbers. Journal Symbolic Logic 3 (1938), 749 – 758


Kleiner

Juliusz Kleiner

Der Literaturhistoriker Juliusz Kleiner (* 1886, †) ist ein Vertreter der Lwow-Warschau-Schule. Er gehört nicht zu den direkten Schülern von Twardowski, war aber durch seinen Forschungsstil beeinflußt.

Weblinks


Kleinpet

Hans Kleinpeter (1869 – 1916)

Hans Kleinpeter war Gymnasialprofessor in Gmunden (Österreich). Er ist ein Vertreter des Empiriokritizismus und vertrat u. a. das Prinzip der Denkökonomie.

Erfahrung ist Beobachtung von Empfindungen bzw. Empfindungsgruppen. Denken ist nach Kleinpeter aktive Verarbeitung der Empfindungen.


Kleitom

Kleitomachos

Kleitomachos war Schüler von Karneades und dessen Nachfolger in der Leitung der Akademie. Der Punier kam im Alter von 40 Jahren aus Kathargo zu Karneades nach Athen und wurde von diesem in die griechische Literatur eingeführt. Cicero lobte seinen Scharfsinn, seinen Fleiß und sein Akribie [1].


[1] Luc. 98; DL IV 67


Johannes

Johannes Damaszenus (670 – ca. 753)

Der griechische Theologe Johannes Damaszenus versuchte die aristotelische Lehre in den Dienst der Theologie zu stellen.

Er sah in der Logik ein Mittel zur Systematisierung der christlichen Glaubenslehre.

In seinen Werken Quelle der Erkenntnis und Dialektik befasst sich Johannes Damaszenus mit der aristotelischen Logik.

Johannes Damaszenus spricht von vier Methoden der Logik:

  1. Einteilung der Gattungen in Arten,
  2. Definition über die Gattung und den Artunterschied,
  3. Zerlegung des Zusammengesetzten in einfache Elemente,
  4. Verbindung von zwei Gedanken durch einen Mittelbegriff.

Eine ähnliche Klassifikation hat auch David der Armenier geliefert.