Kreczmar

Jerzy Kreczmar

Jerzy Kreczmar (* 1902, † 1985) ist ein Vertreter der Lwow-Warschau-Schule.

Weblinks


Kokoszyn

Maria Kokoszynska-Lutmanowa


Maria Kokoszynska-Lutmanowa (* 1905, †  1981) ist eine Vertreterin der Lwow-Warschau-Schule.

Literatur

  • M. Talasiewicz: Maria Kokoszynska-Lutmanowa – Methodology, Semantics, Truth. In: Polish Philosophers of Science and Nature in the 20th Century. (Ed. by Wladyslaw Krajewski) Amsterdam-Atlanta 2000


Kopernik

Nikolaus Kopernikus (1473 – 1543)

Der polnische Astronom Nikolaus Kopernikus (eigentlich: Nikolaus Koppernigk) wurde nach dem Tod seines Vaters durch deinen Onkel erzogen. Er studierte1491/95 an der Krakauer Universität und hörte dort astronomische Vorlesungen. Ab 1496 studierte er in Bologna Rechtswissenschaft.

Nach Polen zurückgekehrt, arbeitete er in der eigenen Sternwarte in Frauenburg. Dort beobachtete er am 9.3.1497 die Bedeckung des Sternes Aldebaran durch den Mond und zweifelte daraufhin an der bisherigen Theorie der Bewegung der Himmelskörper um die Erde.

1501 ging er erneut nach Italien. Er studierte Medizin in Padua und promovierte in Ferrara zum Dr. jur. utr.

Nach seiner Rückkehr war er 1504 – 1512 Sekretär und Leibarzt seines Onkels. Ab 1510 war er Domherr in Frauenburg. Kopernikus praktizierte in Frauenburg auch als Arzt. In Frauenburg führte er astronomische Beobachtung durch. 1543 erschien sein Werk De Revolutionibus Orbium Coelestium, in dem er sein heliozentrisches Weltbild darstellte. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einer kopernikanischen Wende des Weltbildes.

Die Sonne – so Kopernikus – steht im Mittelpunkt der Welt, die Erde aber und die Planeten bewegen sich in Kreisbahnen um die Sonne. Die scheinbare tägliche Bewegung der Gestirne sei durch die Drehung der Erde um ihre Achse verursacht. Die scheinbare Bewegung der Planeten relativ zu den Sternen ei Folge der Bewegung der Erde und der Planeten auf ihren Bahnen. Da die mathematischen Berechnungen nicht mit den Beobachtungen übereinstimmten, musste Kopernikus eine exzentrische Lage der Sonne in den Kreisbahnen und zusätzliche Epizyklenbewegungen annehmen, worunter die Einfachheit der Theorie litt.

In den folgenden Jahren arbeitete Kopernikus an einer Münzreform, arbeitete zur Mathematik, insbesondere zur Trigonometrie, und arbeitete seine Theorie der Himmelskörper weiter aus.


Korcik

Antoni Korcik (1892 – 1969)

Pater und Logiker Antoni Korcik gehörte sowohl zur Lwow-Warschau-Schule als auch zum Krakower Kreis.

Er arbeitete vor allem zur Geschichte der Logik und lieferte eine Theorie der Konversion kategorischer Aussagen sowie eine Analyse der syllogistischen Logik.


Koselski

Jakow Pawlowitsch Kozelskij (ca. 1728 – nach 1793)

Der russische Philosoph und Mathematiker Jakow Pawlowitsch Kozelskij, ein Vertreter der russischen Aufklärung, betrachtete die Logik als einen Teil der Philosophie. Er bezeichnet die Logik als Wissenschaft des Verstandes.

Die Logik unterteilt Kozelskij in zwei Abschnitte:

  1. die Regeln von den drei Kräften der menschlichen Seele, d. h. von der Wahrnehmung, von der Überlegung oder dem Urteilen und vom Folgern,
  2. die Regeln zur Verwendung dieser Kräfte bei der ermittlung der Wahrheit.

Als Wahrheit bezeichnet er die Ähnlichkeit der Gedanken mit den Dingen.

Die Erkenntnis beginnt mit der sinnlichen Wahrnehmung, die unter dem Einfluss des materiellen Gegenstandes auf die Sinnesorgane entsteht. Wir erkennen die Dinge nur über die Sinne. Das ist daraus ersichtlich, dass wir mit geschlossenen Augen nichts sehen und mit geschlossenen Ohren nichts hören, sondern uns nur das Gesehene oder Gehörte einbilden.

Als Begriff bezeichnet Kozelskij die Vorstellung eines Dinges in unserem Denken. Er teilt die Begriffe in klare und dunkle, in deutliche und undeutliche, in vollständige und unvollständige sowie in einzelne, besondere und allgemeine ein.

Das Urteil ist nach Kozelskij eine Anhäufung oder Trennung von Begriffen. Der Schluss – so Kozelskij ist die Ableitung eines dritten Satzes aus zwei vorausgehenden.


Kotarb J

Janina Kotarbinska


Die Logikerin Janina Kotarbinska (* 1901, †  1997) gehörte zur Lwow-Warschau-Schule. Sie war mit Tadeusz Kotarbinski verheiratet.

Literatur

  • W. Krajewski: Janina Kotarbinska – Logical Methodology and Semantic. In: Polish Philosophers of Science and Nature in the 20th Century. (Ed. by Wladyslaw Krajewski) Amsterdam-Atlanta 2000

Weblinks


Kotarbin

Tadeusz Kotarbinski


Der Logiker Tadeusz Kotarbinski (* 31. März 1886, † 3. Oktober 1981) gehörte zur Lwow-Warschau-Schule. Er war mit Janina Kotarbinska verheiratet.

Die Logik nennt Kotarbinski eine allgemeinbildende Disziplin, die unmittelbar mit dem Leben zusammenhängt und Fragen der Erkenntnistheorie, der Semantik der natürlichen Sprache und auch Probleme der Methodologie und Didaktik umfasst.

Zunächst bezeichnete Kotarbi&;ski seine philosophische Lehre als Reismus (res lat. Ding). Nach dieser Theorie existieren nur Dinge, die der Mensch erkennt. Da keine allgemeinen Gegenstände existieren, sondern nur eine unbegrenzte Anzahl konkreter Körper, bezeichnete er seine Theorie auch als Konkretismus.

Online-Texte

Literatur

  • J. Wolenski: Tadeusz Kotarbinski – Reism and Science. In: Polish Philosophers of Science and Nature in the 20th Century. (Ed. by Wladyslaw Krajewski) Amsterdam-Atlanta 2000

Weblinks


Kozlow

Alexej Alexandrowitsch Kozlow (1831 – 1901)

Alexej Alexandrowitsch Kozlow wirkte von 1876 bis 1887 als Professor in Moskau.

Kozlow ist ein von Leibniz und Teichmüller beeinflußter Vertreter eines pluralistischen Panpsychismus.

Der Begriff des Seins entstammt dem Ich-Bewußtsein. Er wird auf die Außendinge übertragen. Die räumliche Welt ist ein Zeichensystem, dessen An sich geistig ist.

Kraft V

Victor Kraft (1880 – 1975)

Der österreichische Logiker und Philosoph war ab 1925 Professor in Wien.

Er ist einer der führenden Vertreter des Wiener Kreises. Er wird dem Neopositivismus zugerechnet.

Nach dem 2. Weltkrieg bildet sich in Wien ein Diskussionskreis um Victor Kraft, in dem über philosophische Grundlagenprobleme der Naturwissenschaft diskutiert wurde. Dieser Diskussionskreis wurde u. a. von Wittgenstein, Anscombe, Feyerabend und von Wright besucht.

Kraft kritisiert den im Wiener Kreis vorherrschenden Wertrelativismus und vertritt statt dessen eine Form des ethischen Kognitivismus.

Mit Russell lehnt Kraft den Apriorismus ab. Auch synthetische Urteile a priori könne es nicht geben. Aussagen über Tatsachen können nur aufgrund von Erfahrung gelten.

Logik und Mathematik sagen nichts über die erfahrbare Wirklichkeit aus.


Krates M

Krates von Mallos (1. Hälfte des 2. Jh. v. u. Z.)

Krates von Mallos (in Kilikien) war Haupt der pergamenischen Grammatikerschule. Sein Prinzip war die Anomalie der Stoa im Gegensatz zur Analogie der alexandrinischen Schule (Hauptgegner Aristarchos von Samothrake). Anders als Eratosthenes sah Krates Homer als großen Geographen an, in dessen Werk er das stoische Weltbild mittels allergorischer Erklärungen hineininterpretierte. Krates soll auch den ersten Globus gebaut haben. Bei seinem Aufenthalt als Gesandter in Rom(um 169/68) beeinflußte Krates durch seine Vorträge nachhaltig die grammatisch-philologischen Studien der Römer.