Vereinb

Vereinbare Begriffe

Begriffe,, deren Umfänge gänzlich oder zum Teil übereinstimmen. Im Inhalt von vereinbaren Begriffen gibt es keine Merkmale, die die Möglichkeit der völligen oder teilweisen Übereinstimmung der Umfänge dieser Begriffe ausschließen, z. B. das Begriffspaar Bücher – Lehrmittel. Es gibt mehrere Arten von vereinbaren Begriffen, z. B. die äquipollenten, die subordinierten Begriffe, die koordinierten Begriffe und die sich schneidenden Begriffe.

Von vereinbaren Begriffen sind unvereinbare Begriffe zu unterscheiden.

Vereinig

Vereinigte Methode von Ähnlichkeit und Unterschied

Die Vereinigte Methode von Ähnlichkeit und Unterschied ist eine der Methoden zur Untersuchung kausaler Zusammenhänge. Diese Methode geht davon aus, dass wenn zwei oder mehr Fälle des Entstehens einer Erscheinung nur einen Umstand gemeinsam haben, und zwei oder mehr Fälle des Entstehens einer anderen Erscheinung nur das Fehlen eben dieses Umstandes gemeinsam haben, dieser Umstand, in dem allein sich beide Reihen von Fällen unterscheiden, entweder Folge oder Ursache oder notwendiger Teil der Ursache der untersuchenden Erscheinung ist.

Die vereinigte Methode von Ähnlichkeit und Unterschied ist eine Form der ausscheidenden Induktion.

Verglbe

Vergleichbare Begriffe

Begriffe, die auf Grund von Übereinstimmung in gewissen Merkmalen und Differenzen in anderen Merkmalen zueinander in Beziehung gesetzt werden können.

Vergleichbare Begriffe sind von nichtvergleichbaren Begriffen zu unterscheiden.

Utopie

Utopie

Der Begriff Utopie ist abgeleitet von dem Wort Utopia (griech. ou = nicht, topos = Ort, lat. utopia = Nirgendwo), das Thomas Morus im Titel seines Romanes De optimo rei publicae statu, deque nova insula Utopia verwendete. In diesem Roman kritisiert Morus die englische Gesellschaftsordnung und entwirft ein ideales Gemeinwesen, das er auf die Insel Utopia verlegt.

Der Begriff Utopie wird heute zumindest in zwei verschiedenen Bedeutungen verwendet: (1) als Bezeichnung für den Entwurf einer künftigen Gesellschaft und (2) als Bezeichnung für einen nicht verwirklichbaren Entwurf einer künftigen Gesellschaftsordnung.

Utraque

utraque praemissa neget nil inde sequetur

Utraque praemissa neget nil inde sequetur ist die latainische Bezeichnung der Regel, dass mit zwei negierenden Prämissen kein korrekter Schluss zustande kommt.

Beispiel: Aus den Sätze Kein Apfel ist eine Pflaume und Eine Birne ist kein Apfel lässt sich nichts schließen.

V Indukt

Vollständige Induktion

In der Mathematik und stark mathematisierten Wissenschaften wird die vollständige Induktion (auch: mathematische Induktion, lat. inductio completa genannt) als eine Form der Induktion untersucht.

Durch vollständige Induktion beweist man, dass eine bestimmte Eigenschaft auf jede natürliche Zahl n zutrifft, indem man zeigt:

  1. diese Eigenschaft trifft für n = 1 zu,
  2. wenn diese Eigenschaft auf n = k zutrifft, so trifft sie auch auf n = k + 1 zu.

Dieses Prinzip der vollständigen Induktion ist eines der Axiome im Axiomensystem der natürlichen Zahlen von Peano.

Mitunter wird die Induktion durch vollständige Aufzählung auch als vollständige Induktion bezeichnet.

V Relig

Vernunftreligion

Die Vernunftreligion wird in der Aufklärung vor allem von Freidenkern und Deisten ausgebildet.

Die Vernunft gilt als höchste Richterin in Glaubensdingen. Gegen die Vernunft braucht nicht geglaubt zu werden. Obwohl die Deisten die personale Existenz Gottes nicht bestreiten, behaupten sie, dass nach der Schöpfung die Welt sich nach ihren eigenen Gesetzen bewege und entwickle. Offenbarungs- und Wunderglaube werden abgelehnt.

Vertreter dieser Position waren Coornhert, H. von Cherbury, Blount, Tindal, Bolingbroke, Voltaire, Rousseau, Reimarus, Edelmann und Toland.

V2 Induk

Induktion durch vollständige Aufzählung

Die Induktion durch vollständige Aufzählung ist eine Form der Deduktion und nicht der Induktion wie der Name erwarten lässt. Dies hängt mit der engen Verwandtschaft zur aufzählenden Induktion zusammen.

Aristoteles, der die Induktion durch vollständige Aufzälung entdeckt hat, nennt diese Induktionssyllogismus.

Nehmen wir an, eine Klasse K habe die Elemente a, b, c. Wissen wir, dass die Eigenschaft F auf das Element a zutrifft, und stellen dann fest, dass sie auch auf das Element b und das Element c zutrifft, dann können wir den Schluss ziehen, dass alle Elemente dieser Klasse die genannte Eigenschaft haben.

Einige Logiker vertreten die Ansicht, dass die Induktion durch vollständige Aufzählung der Form nach dem Darapti entspricht, andere betrachten die vollständige Induktion als distributiven Syllogismus.


Vagheit

Vagheit

Als Vagheit bezeichnet man eine Unbestimmtheit.

Eine Begriff ist ein vager Begriff, wenn es wenigstens ein Objekt aus dessen Grundbereich gibt, für den nicht feststellbar ist, ob er zur Extensionalität des Begriffes gehört. Dabei muss das Unvermögen aus dem Begriff und nicht aus subjektiven Gründen resultieren.

Eine Aussage ist eine vage Aussage, wenn nicht für alle Situationen feststellbar ist, ob die Aussage wahr ist. Die Vagheit einer Aussage macht es unmöglich, Situationen auf die sie zutrifft von Situationen zu unterscheiden, auf die sie nicht zutrifft.

Vaisesh

Vaiseshika

Die Vaiseshika-Schule ist eine Richtung der indischen Philosophie, die dem Kanada zugeschrieben wird. Sie hat einen atomistischen Charakter. Als Elemente der Körper werden Erde, Wasser, Luft und Licht genannt.