Kontraer
Konträre Urteile
Urteile heißen konträr, wenn sie nicht zugleich wahr, aber zugleich falsch sein können. Sie sind unter anderem von kontradiktorischen Urteilen und von subkonträren Urteilen zu unterscheiden.
Sie sind unter anderem von kontradiktorischen Urteilen und von subkonträren Urteilen zu unterscheiden.
Der substantielle Kohärenztheorie fügt der formalen Kohärenztheorie Aussagen darüber hinzu, wie inferentielle Rechtfertigungen aussehen und worin Kohärenz besteht.
[1] Bartelborth, T.: Begründungsstrategien. Ein Weg durch die analytische Erkenntnistheorie. Berlin1996, 109
In Abhängigkeit davon wie man Interessen näher bestimmt gelangt man zu anthropozentrischen oder pathozentrischen Ansätzen.
Kohärenz ist eine Form des Zusammenhanges. In erster Näherung kann man Kohärenz als eine Eigenschaft einer Menge von Elementen (z. B. Propositionen, Begriffe, Theorien, Normen) verstehen, die gut zusammenhalten.
In der Philosophie sind u. a. Kohärenztheorien der Wahrheit, der Rechtfertigung und der Ethik diskutiert worden.
Williams hat die systematische Kohärenz von der relationalen Kohärenz unterschieden. Bartelborth hat der systematische Kohärenz die (systematische) Inkohärenz gegenübergestellt.
Konkurrenztheorien zur erkenntnistheoretischen Kohärenztheorie sind der erkenntnistheoretische Fundamentalismus, der Erkenntnisskeptizismus und der erkenntnistheoretische Kontextualismus. Eine Position, die kohärentistische und fundamentalistische Positionen vereint wird als Foundherentismus bezeichnet.
Thagard hat konnexktionistische Modelle entwickelt, um Kohärenzüberlegungen zu modellieren. Andere Computermodelle stammen von Daniel Schoch und Uwe Wiedemann.
Vom jedem Einzelnen wird behauptet, was für das Ganze zutrifft.
Wird z. B. gesagt, dass eine Bibliothek gut ist, so wird gefolgert, dass jedes einzelne Buch dieser Bibliothek gut ist.
Ein anderes Beispiel stammt von Jevons: Er sagt, dass die Minister, die im Staatsrat sitzen, wahrscheinlich zu vernünftigen Entscheidungen in einer wichtigen Frage kommen werden. Daraus folgt dem Fehlschluß von der Kollektivbedeutung zur Distributivbedeutung, dass jeder von ihnen für sich genommen zu einer vernünftigen Entscheidung kommt.
Er führt den Begriff auf den Begriff der Erfordernis (requirement) zurück: Ein Zustand ist intrinisch besser als ein anderer, wenn die Betrachtung beider es erfordert, den einen dem anderen vorzuziehen.
Aus dem Begriff des intrinsisch besseren leitet Chisholm den Begriff epistemisch besser ab.
1978 wurde mit der Geburt von Louise Brown zum ersten Mal ein Mensch geboren, der außerhalb eines menschlichen Körpers befruchtet worden war. Damit gelang es Robert Edwards und Patrick Steptoe, die Möglichkeit der In-Vitro-Fertilisation (IVF) zu zeigen.
Um dies zu ermöglichen mussten Experimente mit menschlichen Embryonen gemacht werden.
Inzwischen hat die IVF sich durchgesetzt. Mehr noch: Embryonen werden eingefroren um sie über mehrere Jahre aufzuheben und sie dann wiederum Frauen einzusetzen.
Weil das IVF-Verfahren oft mehr Embryonen produziert, als sich auf sicherem Wege in den Uterus der Frau zurückgefürt werden können, gibt es viele eingefrorene Embryonen, die niemals gebraucht, vermutlich zerstört oder der Forschung zur Verfügung gestellt werden oder an andere unfruchtbare Paare weitergegeben werden.
Die Vernichtung der Embryonen führt zu ähnlichen Problemen, wie denen, die im Umfeld mit der Abtreibung diskutiert werden.
Die Anworten können jedoch nicht einfach übertragen werden. So gilt das Argument, dass die Frau einen Anspruch darauf hat über ihren eigenen Körper zu bestimmen hier nicht.
Andere haben in Analogie zur Abtreibungsdebatte ausgeführt, dass der Embryo einen Schutzanspruch hat, weil er ein (a) menschliches Wesen bzw. (b) ein potentielles menschliches Wesen ist.
Ist es schon bei Föten äußerst schwierig, zu zeigen, dass sie Autonomie besitzen, so erst recht bei Embryonen. So gilt es zu bedenken, dass Embryonen im Frühstadium noch keine Individuen sind, da sich bis zu 14 Tagen nach der Befruchtung das Embryo noch jederzeit in zwei oder mehr genetisch identische Embronen aufspalten kann. Außerdem gilt ein Embryo den meisten Philosophen nicht als Person, sondern höchstens als Quasi-Person.
Kompliziert ist auch das Argument, dass das Embryo ein potentielles menschliches Wesen ist. Das liegt daran, dass in vitro befruchtete Eizellen eine relativ geringe Wahrscheinlichkeit haben, dass sie sich im Uterus auch wirklich einnisten (10-20%).
Im Zusammenhang mit der In-Vitro-Fertilisation sind einige neue Probeleme der personalen Identität aufgetaucht.
Bis zu vierzehn Tage nach der Befruchtung kann sich der Embryo jederzeit in zwei oder mehr genetisch identische Embryonen aufspalten. Ist ein Embryo vor dieser Spaltung personal identisch mit dem späteren Kind? Und wie ist es, wenn eine solche Spaltung nicht stattfindet, wir dies aber noch nicht wissen?
Es wird von einer Stichprobe auf die Gesamtheit geschlossen.