Kepler

Johannes Kepler (1571 – 1630)

Der deutsche Astronom modifizierte das heliozentrisches Weltbild von Kopernikus, indem er zeigte, dass sich die Planeten auf elliptischen (nicht auf kreisförmigen) Bahnen um die Sonne bewegt.

Kepler’s Erkenntnisse, die in Astronomia Nova (1609) und Harmonices Mundi (1619) erschienen, waren ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu Newton’s Theorie.

Weblinks


Jung

Carl Gustav Jung (1875 – 1961)

Der schweizerische Psychiater Carl Gustav Jung war neben Sigmund Freud und Alfred Adler einer der Begründer der Tiefenpsychologie.

Er wendete sich gegen Freuds Auffassung, dass die kindliche Sexualität die Quelle des Libido ist und stellte den generellen Willen zur Liebe heraus.

Der entwickelte ein Modell des Unterbewusstseins, das von Archetypen im kollektiven Unterbewusstsein ausgeht.


Keyserl

Hermann Keyserling (1880 – 1946)

Hermann Keyserling, geboren in Koenno (Livland), ist ein von Platon, Kant und der Romantik beeinflußter Vertreter einer idealistischen, teleologisch-organischen Position.

In der Welt besteht ein Analogen mathematischer Verhältnisse.

Das Ich ist das Gesetz des Menschengeistes, seine platonische Idee. Die Idee überhaupt ist das Gesetz der Erscheinung.

Die Kraft ist die Möglichkeit zur Bewegung. Sie ist eine Potenz, deren Wesen in der Kontinuität liegt.

Das unpersönliche, überpersönliche, ewige Leben, die allem zugrunde liegende göttliche Kraft, ist unsterblich.


Jungius

Joachim Jungius (1587 – 1657)

Der deutsche Mathematiker, Physiker und Philosoph Joachim Jungius bezeichnet die Logik als die Kunst, die das Denken im Prozeß der Unterscheidung von wahr und falsch lenkt.

Von Jungius stammt die Idee, die Logik mit Methoden aufzuubauen, die den mathematischen Methoden entsprechen.

Jungius untersuchte insbesondere mittelbare Schlüsse mit Relationsurteilen.


Juschkew

Pawel Salomonowitsch Juschkewitsch (1873 – 1945)

Der russische Sozialdemokrat und Philosoph Pawel Salomonowitsch Juschkewitsch steht dem Positivismus und dem Pragmatismus nahe. Er bezeichnet seine Position als Empiriosymbolismus.


Kaila

Eino Kaila (1890 – 1958)

Der finnische Philosoph, Psychologe und Logiker Eino Kaila ist ein Vertreter des logischen Positivismus.

Er gehörte zum Wiener Kreis und war an der Entwicklung der Psychologie und der Logik in Skandinavien maßgeblich beteiligt.

In der Logik untersuchte Kaila vor allem Probleme der Deduktion, der Induktion und der Wahrscheinlichkeit. Außerdem beschäftigte er sich mit philosophischen Fragen der Naturwissenschaften.


Jevons

William Stanley Jevons (1835 – 1882)

Der englische Logiker, Methodologe und Ökonom William Stanley Jevons bezeichnete die Logik als die Wissenschaft von den natürlichen Gesetzen des Denkens, deren Nichtbefolgung unmöglich ist. Die Logik befasst sich nach Jevons mit der Entdeckung und Beschreibung allgemeiner Formen des Denkens, die man immer verwenden muss, wenn man korrekt schließen will.

In der Logik werden Termini, Sätze und Syllogismen behandelt. Diesen Bestandteilen der Logik entsprechen die Arten des Denkens: Begriff, Urteil und Schluss.

Das Urteil ist nach Jevons eine Verstandesoperation, die aus dem Vergleich zweier Begriffe gegebener Ideen besteht.

Das Urteil, is interpretierte Jevons als Identitätsbeziehung zwischen Subjekt und Prädikat. Die Identität kann einfach, partikulär oder begrenzt sein. Die Kopula ist bzw. sind werden in Jevons‘ mathematischer Logik, eine Weiterentwicklung der logischen Algebra, durch das Gleichheitszeichen = ersetzt.

Den Satz vom Widerspruch symbolisiert Jevons durch Aa = 0, wobei A eine beliebige Klasse bedeutet, a die Verneinung der Klasse A und 0 die Leerklasse. Die Gleichung besagt also, dass zwei entgegengesetzte Gedanken nicht gleichzeitig wahr sein können.

Als Syllogismus bezeichnet Jevons den mittelbaren Schluss. Er unterscheidet ihn vom unmittelbaren Schluss, der ohne einen Mittelbegriff erfolgt.

Die Deduktion ist – so Jevons – ein Verfahren, mit dem der Verstand alle Materialien des Wissens erlangt und analysiert. Nach Jevons führt die Induktion zur Entdeckung allgemeiner Gesetze, zur Entdeckung der Beziehungen von Ursache und Wirkung, zur Entdeckung aller allgemeinen Wahrheiten. Daher ist die Induktion wichtiger als Traduktion und Deduktion. Den Induktionsurteilen kommt nur Wahrscheinlichkeit zu.

Die Induktion ist ein Spezialfall des Wahrscheinlichkeitsschlusses.

Die Deduktion ist ein Prozeß, durch den das mit der Induktion erlangte Wissen nutzbar gemacht wird.

Jevons konstruierte einen logischen Abakus und eine logische Maschine.

Auf Jevons geht der Terminus Boolesche Funktion zurück.


Joachim

Harold H. Joachim (1868 – 1938)

Harold H. Joachim ist ein Vertreter des absoluten Idealismus.

Anders als Bradley identifizierte Joachim das Absolute und Gott.


Joecher

Christian Gottlieb Jöcher

Christian Gottlieb Jöcher gehört als Philosoph zur Wolffschen Schule.

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Joergens

Jørgen Jørgensen (1894 – 1969)

Der dänische Philosoph und Logiker Jørgen Jørgensen war Professor an der Universität Kopenhagen. Er ist einer der führenden Vertreter des logischen Positivismus.

Jørgensen knüpft an die Marburger Schule an. Er hatte enge Beziehung zum Wiener Kreis.

Seine erkenntnistheoretische Position nannte Jørgensen epistemologischer Neutralismus.

In späteren Jahren nahm er die Existenz einer vom Subjekt unabhängigen Realität an und interpretierte die Naturgesetze als Kopien der Beziehungen zwischen den Objekten.