Konsis P

Konsistenzbedingung

Als Konsistenzpostulat oder Konsistenzbedingung bezeichnet man in der Wissenschaftstheorie die Annahme, dass neue Hypothesen mit einer bestätigten Theorie übereinstimmen müssen.

Das Konsistenzpostulat wurde insbesondere von Feyerabend kritisiert.

Konstat

Konstativ

Um zu widerlegen, dass Sprache ausschließlich der deskriptiven Beschreibung der Welt diene, weist Austin in seiner Sprechakttheorie auf Äußerungen hin, die zwar eine deskriptive Form haben, aber nichts feststellen, sondern Handlungen vollziehen.

Austin unterscheidet zunächst zwischen performativen und konstativen Äußerungen.

Searle zählt die Konstativa zu den illokutionären Akten und unterscheiden sie von Akten wie Auffordern, Fragen, Raten, Warnen, Grüßen und Beglückwünschen.

Eine saubere Unterscheidung der konstativen Äußerungen von den assertiven steht noch aus.

Kontext

Kontextualismus

Als Kontextualismus bezeichnet man die Auffassung, nach der Sätze und Normen ihrem Sinn und ihrer Geltung nach von den jeweiligen geschichtlichen und kulturellen Kontexten abhängen, innerhalb derer sie auftreten. Da das Regelwissen, das der Verwendung und dem Verständnis von Äußerungen und Handlungsweisen zugrunde liegt, nur relativ zu einer eingespielten Lebensparxis zu bestimmen sei, dürfe für nicht transkontextuelle, universuelle Gültigkeit beansprucht werden.

Wir unterscheiden nach seiner Konsequenz den radikalen vom gemäßten Kontextualismus und nach seinem Anwendungsbereich den erkenntnistheoretischen Kontextualismus und den ethischen Kontextualismus.

Konkurrenzansätze sind der Fundamentalismus, die Kohärenztheorien und der Skeptizismus.

Kontext2

Erkenntistheorischer Kontextualismus

Dem erkenntnistheoretischen Kontextualismus zufolge gibt es eine epistemisch ausgezeichnete Klasse von Überzeugungen, die selber keiner Rechtfertigung durch andere Überzeugungen bedürfen, aber vom Rechtfertigungskontext abhängen. Schon Wittgenstein hat in Über Gewißheit darauf hingewiesen, dass die Frage, welche Aussagen wir rechtfertigen und auf welche wir uns dabei stützen, vom jeweiligen Kontext abhängig ist.

Der erkenntnistheoretische Kontextualismus ist eine Variante des Kontextualismus.

Entsprechend der Unterscheidung des formalen Fundamentalismus vom substantiellen Fundamentalismus lassen sich auch der formale Kontextualismus vom substantiellen Kontextualismus unterscheiden.

Konkurrenztheorien zum erkenntnistheoretischen Kontextualismus sind die erkenntnistheoretischen Kohärenztheorien, der Erkenntnisskeptizismus und der erkenntnistheoretische Fundamentalismus.


Kontrad

Kontradiktion, kontradiktorische Urteile

Urteile bilden eine Kontradiktion bzw. heißen kontradiktorisch, wenn sie nicht zugleich wahr oder falsch sein können.

Sie sind unter anderem von konträren Urteilen und von subkonträren Urteilen zu unterscheiden.

Kontraer

Konträre Urteile

Urteile heißen konträr, wenn sie nicht zugleich wahr, aber zugleich falsch sein können.

Sie sind unter anderem von kontradiktorischen Urteilen und von subkonträren Urteilen zu unterscheiden.

Kontrbeg

Konträre Begriffe

Konträre Begriff (lat.: notiones contrariae) nennt man unvereinbare Begriffe, zu denen Zwischenbegriffe existieren, Begriffe, die sich zwar gegenseitig ausschließen, aber Raum für weitere Möglichkeiten lassen, z. B. das Begriffspaar weiß – schwarz. Jeder Begriff des Paares weiß – schwarz geht in den Umfang des Begriffes Farbe ein, zusammen füllen sie ihn aber nicht voll aus.

Zwei einander konträre Begriffe können, wenn man sie über ein und dieselbe Klasse von Gegenständen, zu ein und derselben Zeit und in in ein und derselben Beziehung nimmt, nicht gleichzeitig wahr sein. So kann ein Gegenstand nicht zugleich weiß und schwarz sein.

Zwei einander konträre Begriffe können sich jedoch, wenn man sie über ein und dieselbe Klasse von Gegenständen, zu ein und derselben Zeit und in ein und derselben Beziehung nimmt, durchaus beide falsch sein. Dies erklärt sich daraus, dass konträre Begriffe Raum für weitere Möglichkeiten lassen. Eine rote Rose ist z. B. weder weiß noch schwarz.

Von konträren Begriffen sind kontradiktorische Begriffe zu unterscheiden.

Kontxdef

Kontextdefinition

In einer Kontextdefinition tritt der definierte Ausdruck in Definiendum und Definiens auf. Beispiel einer Kontextdefinition ist die Definition des Logarithmus: "Der Logarithmus der Zahl a mit der Basis b ist gleich der Zahl c genau dann, wenn die Zahl b in die Potenz c gehoben die Zahl a ergibt."

Koordbeg

Koordinierte Begriffe

Koordination nennt man die Wechselbeziehung zwischen mehreren Begriffen, die gleichermaßen ein und demselben Gattungsbegriff untergeordnet sind.

Die koordinierten Begriffe gehören zu den vereinbaren Begriffen.

Koordinierende Begriffe werden auch Nebenbegriffe genannt.

Kommeth

Kommunitaristische Ethik

Kommunitaristische Ethik nennt man die Richtung in der Ethik, die die Gemeinschaft als entscheidend für ethische Überlegungen betrachtet.

Die meisten Vertreter dieser Richtung haben sich auf menschliche Gemeinschaften beschränkt: Nachbarschaften, Gemeinden, Kulturkreise, Nationen und gelangten so zu einer anthropozentrischen Ethik. Dahinter steckt vielleicht die implizite Kritik der Universalitätsforderung des Liberalismus. Man kann aber eine kommunitaristische Ethik durchaus auch pathozentrisch ausführen.