Resolut
Resolutives Verfahren
Die naturalistischen Aristoteliker der Renaissance unterschieden das resolutive Erklärungsverfahren vom kompositiven Verfahren. Beim resolutive Verfahren erfolgt die Auflösung der Wirkung in deren gesuchten Ursachen.
Beim resolutive Verfahren erfolgt die Auflösung der Wirkung in deren gesuchten Ursachen.
Schon in Platons Staat sagt Glaukon:
P. Singer sieht in solchen Positionen einen größeren Zwang zu Anthropozentrik als tatsächlich vorhanden ist.
Er schreibt:
Eine zweite Gruppe von Tieren sind die Tiere, die dem Menschen in irgendeiner Weise nützen (man könnte fragen, ob dies nicht sogar Tiere aller Tierarten sind). Auch diese Tiere können keinen Vertrag unterschreiben. Aber sie verhalten sich wie ein Vertragspartner, wenn man als ihre Vertragsverpflichtung ansieht, dass sie sich an die Naturgesetze halten werden.
Nun glaube ich nicht, dass Ethiken des realen Vertrages die Lösung ethischer Probleme sind. Allerdings sollte das Schließen von Verträgen, die Herausbildung von Gewohnheiten in einer Gemeinschaft usw. in einer Ethik ein ausreichenden Platz bekommen.
Gleiches würde ich von Ethiken des fiktionalen Vertrages nicht sagen, da diese eine Art von Rationalität unterstellen, an die sich alle halten sollten.
Stärker als das genannte Argument Singers gegen Ethiken des realen Vertrages ist der Einwand, der darauf hinausläuft diesen Ethiken fehlenden Altruismus vorzuwerfen. So weist er darauf hin, dass diese Ethiken vom Eigeninteresse ausgehen [2] und die künftigen Generationen nicht in den Blick bekommen [3].
[1] Singer, P.: Praktische Ethik. Neuausgabe. Stuttgart 21994, 111
[2] Singer, P.: Praktische Ethik. Neuausgabe. Stuttgart 21994, 112
[3] Singer, P.: Praktische Ethik. Neuausgabe. Stuttgart 21994, 113
Man könnte epistemische Rechtfertigungen mit Rechtfertigungen von Überzeugungen (beliefs) identifizieren. Aber es gibt auch andere Formen der Rechtfertigung, die sich auf Überzeugungen beziehen.
BonJour verweist auf folgendes Beispiel:
"… suppose that I have a dear friend who has stood by me and supported me through many trials and crises, often at considerable cost to himself. Now this friend stands accused of a horrible crime, everyone else believes him to be guilty, and there is substantial evidence for this cconclusion. Suppose too that I have no independent evidence concerning the matter and also that my friend knows me well enough that an insincere claim to believe in his innocence will surely be detected. If in these difficult circumstances I can bring myself to believe in his innocence, it is surely plausible to say that there is a sense in which I am justified in so believing; indeed such a belief might well be regarded as obligatory. But the justification in question isplainly not epistemic justification, but rather a kind of moral justification …" [1].
Die grundlegende Rolle der epistemischen Rechtfertigung ist ihr Rolle als Mittel der Wahrheit. Wenn die Standard der epistemischen Rechtfertigung korrekt sind, führt uns die epistemische Rechtfertigung (wenn auch auf Umwegen) zur Wahrheit.
Häufig wird davon ausgegangen, dass es Grade epistemischer Rechtfertigung gibt [2].
Es ist sehr schwierig herauszufinden, welche Standards der epistemischen Rechtfertigung korrekt sind, da wir zeigen müssen, wie diese Standards das Ziel, Wahrheit zu finden, unterstützen. Will eine Theorie der epistemischen Rechtfertigung Alternativtheorien oder dem Skeptiker widerstehen, muß sie zeigen wie die Rechtfertigungsstandards zur Wahrheit führen. Die Theorie der epistemischen Rechtfertigung hat somit zwei Aufgaben. Sie muss (1) Standards der epistemischen Rechtfertigung finden und (2) eine Metarechtfertigung liefern, die zeigt, dass die Standards zu Wahrheit führen.
Die Lösung dieser Aufgaben bezeichnet man auch als Problem des Kriteriums.
[1] BonJour, L.: The Structure of Empirical Knowledge. Cambridge, Mass./London 1985, 6
[2] BonJour, L.: The Structure of Empirical Knowledge. Cambridge, Mass./London 1985, 8
Es gibt viele Arten der Rechtfertigung. Eine Handlung kann mit moralischen Standards, eine Geschäftsentscheidung mit Standards des Geschäftslebens begründet werden usw.
Ein spezieller Fall von Rechtfertigung ist die epistemische Rechtfertigung.
Eine Überzeugung die ausreichend gerechtfertigt ist, bezeichnet man als evident.
Im subjektiven Sinne verstehen wir unter Regel soviel wie Vorschrift, als ideelles Gebilde, das denjenigen, an den es gerichtet ist, zu einem bestimmten Verhalten auffordert.
Bei den Regeln im subjektiven Sinne unterscheidet man Regeln im Sinne von Moralnormen und methodische Regeln.
Mit dem Begriff der Regel in all den genannten Bedeutungen ist die Ausnahme vereinbar, mit dem des Gesetzes nicht. Bestätigt werden all diese Regeln durch Ausnahmen jedoch nicht (Ausnahmen bestätigen höchstens, dass es sich um eine Regel – im objektiven Sinne – und nicht um ein Gesetz handelt.
In der Logik wird der Begriff Regel mitunter abkürzend für Schlussregeln (z. B.: Abtrennungsregel, Regel des Kettenschlusses) gebraucht.
Bei Demokrit ist der Raum als Leere, in dem sich die Atome bewegen. Er ist notwendige Bedingung für die Bewegung der Körper. Demokrit denkt den Raum als unendlich.
Bei Platon vermittelt der Raum zwischen den Welten des Seins und des Werdens.
Nach Descartes sind Raum und körperliche Ausdehnung nur begrifflich verschieden. Descartes identifiziert Stoff und Raum. Der Raum besteht aus kleinsten Partikeln, die er Korpuskeln nennt.
Nach More ist der Raum Ausdruck der Allgegenwart Gottes.
Bei Newton ist der Raum von materiellen Eigenschaften unabhängig. Der Raum ist das Sensorium Gottes. Er ist ein unendlicher, leerer, homogener und unbeweglicher Behälter, in dem sich die Körper bewegen. Der Raum besitzt bei Newton keine physikalischen, sondern nur geometrische Eigenschaften.
Das Nichts, als Fähigkeit, etwas in sich haben zu können, ist nach Weigel der Raum.
Leibniz faßt den Raum als eine Relation auf, die das Zugleichsein von wirklichen und möglichen Dingen ausdrückt. Der Raum ist damit von den Dingen abhängig.
Kant bestimmt Raum und Zeit in seiner transzendentalen Ästhetik als reine Formen der Anschauung. Sie sind subjektive Bedingungen jeder Erfahrung.
Nach Lipps sind zwar die Urteile über die Zeit a priori, aber nicht die Urteile über den Raum.
Nach Ostwald gehört der Raum zu den ererbten Vorstellungen.
Nach Herder hat Kant unrecht, wenn er die Begriffe Raum und Zeit für apriorisch hielt, denn in Wirklichkeit, behauptet Herder, entstanden sie aus der Erfahrung.
Auch nach Verworn stammen die Anschauungsformen Raum und Zeit aus der Erfahrung.
Mit der Entdeckung der nicht-euklidischen Geometrien trennte sich der physikalische vom geometrischen Raumbegriff. So konzentriert sich die Relativitätstheorie auf die geometrische Struktur des Raumes.
In der Phänomenologie wird wird die Raumerfahrung des einzelnen Bewußtseins studiert.
Der Realdefinition steht die Nominaldefinition gegenüber.