Brunner
August Brunner (geb. 1894)
August Brunner ist ein Vertreter des Neothomismus.
Bonnet ist ein von Locke beeinflußter Empirist.
Er betont in der Psychologie die Verbindung der psychischen Vorgänge mit den Nervenprozessen (Vorgängen in den Fibern). Dabei stellt er die Reaktivität und Aktivität der Seele heraus, die nach ihm eine immaterielle Substanz ist.
Die Psychologie beruht auf Beobachtung und Erfahrung. Die Bewegungen der Nervenfibern sind natürliche Zeichen der Bewußtseinsvorgänge.
Die Vorstellungen entspringen teils aus den Sinnen, teils aus der Reflexion. Vor aller Erfahrung hat die Seele keine Vorstellungen. Dies verdeutlicht Bonnet durch Vergleich des Menschen mit einer Bildsäule.
Die Verbindungen der Vorstellungen (Assoziation), die Reproduktion usw. hängt von den Verbindungen der Nervenbewegungen ab. Die Aufmerksamkeit ist eine Reaktion der Seele auf ihre Eindrücke, wodurch sie schwächere Eindrücke verstärken kann. Die Seele besitzt einen ätherartigen Leib als unverlierbares Organ, welches die Erinnerungen des Erdenlebens aufbewahrt. Mit diesem Ätherleib geht sie in andere Körper ein, worauf die Palingenesie folgt.
Die organischen Keime bestehen auf der Erde von Anfang an und entwickeln sich im Sinne der Präformation.
Bonnet beeinflußte einige deutsche Psychologen (Feder, Hissmann, v. Irwing).
1854 publizierte Boole An investigation into the Laws of Thought, on Which are founded the Mathematical Theories of Logic and Probabilities. Boole reduzierte die Logik auf neue Weise auf eine Algebra, die sogenannte Algebra der Logik und verband so die Logik mit der Mathematik.
Hauptkategorie der Staatslehre von Jean Bodin ist die Souveränität.
Er bestimmte die Souveränität aks die höchste, dauernde, eigene, von Gesetzen entbundene Gewalt über den Untertanen.
Der Monarch ist in seiner Souveränität nicht eingeschränkt. Der Monarch farf jedoch nicht zum Tyrannen werden. D. h. er muss die Rechtssicherheit für den Bürger, seine Eigentum, die Gewissensfreiheit und die Toleranz garantieren. Der Monarch darf das göttliche Recht nicht verletzen.
Kommt der Monarch diesen Verpflichtungen nicht nach, sind Bürger und Beamte zum passiven Ungehorsam berechtigt.
In Aristokratien kommt die Souveränität den Optimaten und in Demokratien der Gesamtheit des Volkes zu.
Jean Bodin erarbeitete eine atomistische Naturphilosphie.
Die zentrale These von Bosanquet ist, dass Wissen und Realität ein einzelnes Ganzes sind. Diese These konkretisiert er für die Philosophie, die Wissenschaft, die Moralität, die Kunst, die Religion, das soziale und das politische Leben, die er als verschiedene Erfahrungsmodi (modes of experience) betrachtet.
Unser Wissen ist immer ein Teil der Erfahrung (experience), der auf eine bestimmte Weise (wissenschaftlich, ästhteisch, religiös) vorgestellt wird. Die Urteile (z. B. von Wissenschaft und Religion) können in Konflikt geraten. Was wir als Teile erfahren, ist in der Realität verbunden und konstituiert ein Ganzes. Unser Wissen ist damit partiell, inkonsistent und unvollständig. Daher ist es auch nicht völlig wahr. Wir versuchen es zu vereinheitlichen.
Vollständiges Wissen, das er als die Wahrheit betrachtet, ist umfassend (comprehensive) und systematisch. Es ist ein alles einschließendes, selbstkonsistentes und kohärentes Ganzes, das Absolute.
Der Wille der Gemeinschaft setzt sich bei Bosanquet aus den Willen der einzelnen ebenso zusammen, wir die Erkenntnisse der Gemeinschaft aus den Erkenntnissen der Einzelnen. Damit ist bei Bosanquet auch der Wille Gegenstand von Kohärenzabwägungen, was für eine heutige Kohärenztheorie durchaus studierenswert ist.
Das Absolute ist nicht transzendent, d. h. nicht in einer anderen Welt, sondern immanent in der unsrigen. Einzelne Teile des Ganzen, z. B. ein Tier, eine Person, ein künstlerisches Werk sind nicht vollständig real. Nur das Ganze, von dem sie ein Teil sind ist real. Damit sind individuelle Personen unvollständig und nicht so real wie Gemeinschaften zu denen sie gehören. Diese Gemeinschaften sind selbst nicht vollständig real.
Seine politische Philosophie entwickelt Bosanquet vor allem in seinem Werk The Philosophical Theory of the State. Daneben schrieb er zu dieser Problematik zahlreiche Artikel.
Jede Person ist eine besondere Modifikation des sozialen Ganzen. Dieser Ansatz widerspricht dem Individualismus von Bentham, Mill und Spencer. Die Individuen sind durch gemeinsame Ideen und ihre Teilnahme an Institutionen verbunden. Als Ganzes haben sie zusammen einen allgemeinen Willen (general will), der realer ist als der besondere Wille des Einzelnen. Ihre Freiheit besteht darin in Übereinstimmung mit dem allgemeinen Willen, repräsentiert durch die Gesetze und die staatlichen Praktiken, zu handeln. Bosanquet kann die verschiedenen Stufen und Arten von Gruppen (Familie, Berufe, Gewerkschaften, Kirche …) berücksichtigen. Er kann zeigen wie sie zusammenwirken, in Widerspruch geraten und durch den souveränen Staat Interessenkonflikte gelöst werden.
Diese Position ist offen für pluralistische Argumente, die Bosanquet später in seine Theorie eingebaut hat.
Auch religiöse Überzeugungen können nach Bosanquet inkohärent oder falsch sein. Deshalb muss der Leser, so in What Relgion is, beim Lesen der Bibel lernen, sie zu interpretieren. Die religiösen Überzeugungen sind nach Bosanquet keine Überzeugungen von übernatürlichen Dingen, sondern Überzeugungen vom alltäglichen Leben. Ganz analog zu seiner Erkenntnistheorie unterscheidet Bosanquet religiöse Überzeugungen von einzelnen Personen von der Religion, von der religiösen Überzeugung als Ganzes, die er religiöses Bewußtsein (religious consciousness) nennt.
Er griff auf seinen Gesellenwanderungen mystische und alchimistische Gedanken auf, las die Schriften von Kaspar Schwenckfeld und wurde auch von paracelsischen Ideen beeinflußt. 1599 ließ er sich als Schumacher in Görlitz nieder.
1612 begann Böhme mit der Niederschrift seines Werkes Morgenröte im Aufgang.
Dieses Werk brachte ihm ein städtisches Schreibverbot ein, an dass er sich fünf Jahre hielt, bevor er 19 weitere Texte schrieb.
Selber lutherisch geprägt, wurde Böhme von den orthodoxen Lutheranern heftig verfolgt. Er hatte aber bei Vertretern des schlesischen Adels und am Kursächsischen Hofe eine gute Resonanz, so dass ihm schlimmere Verfolgungen erspart blieben.
Böhmes Grundidee ist die der absoluten göttlichen Einheit, in der alle Gegensätze vermittelt sind. Daraus entwickelt Böhme eine spekulative Lehre über den inneren Zusammenhang von Gegensätzen. Etwas kann nur durch etwas anderes offenbar werden, sich zeigen. Allein durch die Dunkelheit ist das Licht. Ebenso kann sich das Gute nur durch das Böse zeigen. Die Wirklichkeit besteht aus Gegensätzen und ist doch Eines, weil die Gegensätze zusammengehören.
Über diesen Gedanken sucht Böhme das Negative, moralisch gesprochen das Böse, in Gott oder von Gott her zu begreifen. An sich selbst ist Gott der Ungrund, d. h. ein unterschiedsloses Nichts. Aber durch absolute Unterschiede oder Gegensätze offenbart er sich und kommt zu sich selbst.
Böhme hat u. a. Goethe, Hegel, F. von Baader und Schelling beeinflußt.
Boëthius übersetzte die Kategorien und De interpretione von Aristoteles und die Isagoge von Porphyrios ins Lateinische.
In die Geschichte der Logik ist Boëthius auch durch seine Arbeit zu den Syllogismen eingegangen. Er schrieb Werke wie Einführung in den kategorischen Syllogismus, Über den hypothetischen Syllogismus, Über den kategorischen Syllogismus, aber auch Über die Definition, Über die Einteilung, Über die Unterscheidung.
Er untersuchte die Operation der Einteilung des Begriffsumfangs und die Modalurteile.
Boëthius unterschied konträre Urteile und kontradiktorische Urteile. Er kannte die Definition der Implikation durch die strenge Alternative und die Negation.
Boëthius wurde unter der Anschuldigung des Hochverrates hingerichtet.