Beneke

Friedrich Eduard Beneke (1798 – 1854)

Der deutsche Philosoph und Psychologe Friedrich Eduard Beneke interpretierte die Logik als angewandte Psychologie.

Erkennbar sind nach Beneke psychische Erscheinungen. Die Logik und alle übrigen Wissenschaften helfen, die Prozesse der inneren Erfahrungen zu verwirklichen.

Baumg Sj

Siegmund Jakob Baumgarten (1706 – 1757)

Siegmund Jakob Baumgarten ist ein Vertreter der Wolffschen Schule.


Bembo

Pietro Bembo (1470 – 1547)

Bembo stammte aus venzianischem Adel. Er verkehrte an den Höfen von Urbino. Florenz, Ferrara und Rom. 1539 wurde er zum Kardinal ernannt.

Seine Überlegenheit von der Überlegenheit der Volkssprache über das Latein der Humanisten begründete er mit dem literarischen Glanz der drei großen Florentiner Dante Alighieri, G. Boccaccio und F. Petrarca.

In seinem Werk "Prose della volgar lingua" (1525) legt er den Grundstein für eine systematische italienische Grammatik, Stilkunde sowie Sprach- und Literaturgeschichte.

Er will in diesem Werk das bisher nur auf die lateinischen Klassiker bezogene Prinzip der Imitatio auf die in italienischer Volkksprache geschriebenen Werke des Trescento übertragen. Damit vertritt er in der Sprachfrage die archaisierende Position.

Die von Calmeta (eigtl. Vincenzo Colli, 1460-1508) in seiner verlorengegangenen Schrift Della volgar poesia vorgeschlagene römische Hofsprache lehnte Bembo mit dem Argument ab, sie sei keine Sprache, weil sie über keine Literatur verfüge. Das gleiche gilt nach Bembo für die florentinische bzw. toskanische Sprache, die den ästhetischen Ansprüchen der Dichtung nicht genüge.

Mit Asolani (1505) führte Bembo ein Genre der dialoghi ein, bei dem Gebildete im eleganten Gespräch über die verschiedensten Themen, bei ihm wie z. B. auch bei Tullia d’Aragona die Liebe, disputieren.


Behmann

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Zu diesem Stichwort wurde folgender Inhalt gefunden:

Heinrich Behmann (1891 – 1970)

Der Mathematiker und Logiker Heinrich Behmann befasste sich u. a. mit dem Entscheidungsproblem im Aussagen- und Prädikatenkalkül, mit Antinomien und mit dem Klassenkalkül. Behmann bewies mit der Methode der kontrapränexen Normalform die Entscheidbarkeit des einstelligen Prädikatenkalküs.


Bayle

Pierre Bayle (1647 – 1706)

Der französische Publizist und Philosoph Pierre Bayle ist einer der Hauptvertreter der Frühaufklärung. Seine Ideen wirkten entscheidend auf die Entwicklung der Aufklärung vor allem in Frankreich ein.

Der Skeptiker Bayle bekämpfte jeden Dogmatismus in der Philosophie. Er verlangte die Behandlung ethischer Probleme allein durch die Vernunft.

Bayle hielt Glauben und Wissen für unvereinbar.


Bengel

Johann Albrecht Bengel (1687 – 1752)

Johann Albrecht Bengel ist ein Vertreter des Württembergischen Pietismus.

Baur

Ludwig Baur (geb. 1871)

Ludwig Baur ist ein Vertreter des Neothomismus.


Berenike

Berenike (* 28 u. Z.)

Die römische Philosophin wird von Photius in sewiner Bibliotheca als Philosophin erwähnt. Sie ist eine Tochterdes Agrippa I von Judäa.

Weblinks


Berdjaj

Nikolaj Alexandrowitsch Berdjajew (1874 – 1948)

Nikolaj Alexandrowitsch Berdjajew ist ein Vertreter des Katholischen Existentialismus.


Benth J

Jeremy Bentham (1748 – 1832)

Der englische Philosoph und Jurist ging mit 13 Jahren an die Universität Oxford und erwarb 1764 den Bachelor of Arts. Er wurde 1772 Advokat, gab diesen Beruf aber bald auf.

Bentham,Sohn eines vermögenden Rechtsanwalts, unternahm Studienreisen, ohne einer festen Erwerbstätigkeit nachzugehen.

In seinem wirtschaftswissenschaftlichen Essay In defense of Usury (1787) geht er von der These aus, dass jeder am besten beurteilen kann, was für ihn am nützlichsten ist.

In Principles of Morals and Legislation (jeweils in geringer Auflage 1780 und 1789 veröffentlicht) begreift er Leid und Freude als Konstanten der menschlichen Natur, die bei der Bestimmung des Glücks eine entscheidende Rolle spielen.

Er formuliert in dieser Arbeit das Prinzip der Nützlichkeit, erörtert das Problem der Beweisbarkeit dieses Prinzips und diskutiert die Prinzipien, die mit dem Utilitarismus konkurrieren.

Bentham verweist auf vier Quellen von Freude und Schmerz und skizziert einen hedonistischen Kalkül bzw. Nutzenkalkül, der es erlauben soll, alle erdenklichen Empfindungen von Freude und Leide, selbst die heterogener Natur, gegeneinander aufzurechnen und eine Gesamtbilanz des menschlichen Glücks aufzustellen.

Wie Smith sah Bentham keinen Gegensatz zwischen persönlichem und allgemeinem Wohlergehen. Das fundamentale Prinzip ist dan Bentham das größtmögliche Glück der größtmöglichen Zahl von Menschen.

Dieses Prinzip verband er mit dem demokratischen Prinzip Jeder hat für einen, niemand für mehr als einen zu gelten.

Nicht der Rückgriff auf irgendwelche Autoritäten, sondern das menschliche Streben nach Glück bildet die Grundlage menschlicher Sittlichkeit.

Bentham sah in seinem Ansatz eine rationale, praktische Orientierungshilfe in Gestalt des hedonistischen Kalküls. Danach lässt sich die mit dem Handlungserfolg verbundene Lust bemessen nach Stärke und Dauer, im Hinblick auf die Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens und auf die möglichen Nebenfolgen und nicht zuletzt im Hinblick auf die Anzahl der an ihr beteiligten Personen.

Im Sinne des wohlverstandenen Interesses erweist sich der reine Egoismus als falsch berechnet, weil er über den individuellen Augenblick der Lust die lange Dauer des Gesamtnutzens übersieht.

Bentham ist mit seiner Theorie der Nutzenpsychologie für verschiedene Grenznutzentheoretiker (z. B. Menger, Jevons, Gossen) Anknüpfungspunkt geworden.

In der Philosophie wirkte Benthams Utilitarismus insbesondere auf die Philosophie von Mill, Sidgwick und James.

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