Benussi

Vittorio Benussi (1878 – 1927)

Der Psychologe Vittorio Benussi ist Schüler Meinongs und ein Vertreter der Grazer Schule.

Er habilitierte 1905 in Philosophie.

Im März/April 1913 konstruierte Vittorio Benussi einen Apparat, der die Atmungsphasen und den Puls registriert und an dem angelesen werden kann, ob die Versuchsperson lügt – einen Lügendetektor.

Benussi arbeitete als Bibliothekar an der Universität Graz und als Mitarbeiter Meinongs im Psychologischen Laboratorium.

Nach dem Tode von Stephan Witasek im Jahre 1915 übernahm Benussi die Leitung des Laboratoriums, bis er im Herbst 1918 aus Graz wegging.

Ab 1918 war Vittorio Benussi Professor in Padua.

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Becher

Erich Becher (1882 – 1929)

Erich Becher studiert ab 1901 in Bonn Mathematik, Physik, Nationalökonomie und Philosophie. Er ist Schüer von B. Erdmann. Außerdem hörte er Philosophie bei Baeumker, Dyroff und Freytag.

1903/04 schrieb er eine Dissertation bei B. Erdmann zur Psychologie des Lesens. Er wurde Assistent im philosophischen Seminar von B. Erdmann und führte vor allem die experimentell-psychologischen übung durch.

Er wurde stark durch die Lektüre von Mill und Fechner beeinflußt und wurde wir er es selbst nennt überzeugter Parallelist.

Er lehrte, dass im Weltgeschehen und im menschlichen Dasein von den primitiven Anfängen bis zu den höchsten Leistungen der Kultur ein überindividuell Seelisches sich auswirkt.

In seinem Wissenschaftssystem teilt er die Wissenschaften, die er nach Gegenständen, Methoden und Grundlagen betrachtet, in Idealwissenschaften und Realwissenschaften ein. Die Realwissenschaften teilt er in Natur- und Geisteswissenschaften. Die Geisteswissenschaften gliedern sich nach Becher in Psychologie und Kulturwissenschaften.

Seine Ethik wird dem Eudämonismus zugerechnet.

Literatur

  • Erich Becher. In: Die Philosophie der Gegenwart in Selbstdarstellungen. Leipzig 21923, 21 – 46


Bergm J

Julius Bergmann

Der Philosoph Julius Bergmann (* 1840, † 1904) wirkte in Königsberg und Marburg.Er ist stark von Fichte beeinflußt.

Die Außenwelt ist unabhängig vom erkennenden Subjekt.

Nach Bergmann hat Gegenstand der Logik "das Denken hinsichtlich seiner Angemessenheit zu dem im Erkennen und Wissen bestehenden Zwecke" [Die Grundprobleme der Logik 21895, 2]

Auf Bergmann geht wahrscheinlich der Begriff Sachverhalt als eigenständiger philosophischer Terminus zurück. Allerdings findet sich bereits vorher, z. B. im Reallexikon von Lossius [1805, Bd. 3, 626] der verwandte Begriff Sachheit.

Werke

  • Erste Probleme der Ontologie. 1865
  • Grundlinien einer Theorie des Bewußtseins. 1870
  • Reine Logik. Berlin 1879
  • Sein und Erkennen. 1880
  • Das Ziel der Geschichte. 1881
  • Die Grundprobleme der Logik. 1882, 21895
  • Materialismus und Monismus. 1882
  • Über das Richtige. 1883
  • Übver den Utilitarismus. 1883
  • Vorlesungen über Metaphysik. 1886
  • Über das Schöne. 1887
  • Geschichte der Philosophie. 1892 f.
  • Der Begriff des Daseins. Archiv f. Philosophie. Bd. II, 1896
  • Untersuchungen über Hauptpunkte der Philosophie. 1900
  • System des objectiven Idealismus. 1903

Literatur

  • Eisler, R.: Philosophen-Lexikon, 150 f.

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Beauvoir

Simone de Beauvoir (1908 – 1986)

Die französische Philosophin und Schriftstellerin Simone de Beauvoir war Gefährtin von Sartre. Sie ist eine der führenden Persönlichkeiten des französischen Existentialismus.

Sie fasst den Menschen als eine von der Geschichte geformte Gegebenheit auf. Die Frau ist mehr als der Mann etwas Werdendes.

Weblinks


Bergmann

Hugo Bergmann

Der Philosoph ist ein Anhänger von Brentano.


Beattie

James Beattie (1735 – 1803)

James Beattie ist ein Vertreter der Schottischen Schule. Er gehört zu den Gegnern der Philosophie von Hume, die er wegen ihrer skeptischen Konsequenzen ablehnte.

Bergson

Henri Bergson (1859 – 1941)

Der französische Philosoph negierte die Rolle des logischen Denkens und betrachtete die voluntative Intuition, die mystische Schau, als höchste Form der philosophischen Erkenntnis, durch die Wahrheit unmittelbar, außerhalb sinnlicher und rationaler Daten erkannt wird.

Bergson lehrte, dass sich das Denken des Gehirns nur als eines automatischen Werkzeugs bediene und die Intelligenz nur das Starre, Tote der anorganischen Natur begreifen könne, nicht aber das Leben, das in seinem Wesen schöpferische Aktivität und begrifflichen unfaßbar sei.

Das seelische Individuum sei eine fließende, rational nicht festhaltbare, unzerlegbare Mannigfaltigkeit, das Leben nur durch Intuition begreifbar.

Dabei vollzieht sich nach Bergson im Intuitionsprozeß das Entstehen der Wirklichkeit.

Becker

Oskar Becker (1889 – 1964)

Der deutsche Mathematiker, Philosoph und Logiker wirkte ab 1927 als außerordentlicher Professor in Freiburg und ab 1931 als ordentlicher Professor in Bonn.

Becker befasste sich unter anderem mit Fragen der Modalitätenlogik, wobei er sich im Anschluß an Leibniz um eine statistische und eine normative Deutung der Modalitäten bemüht.

Er diskutiert, ob man den modallogischen Begriff notwendig als logische, physikalische oder ontologische Notwendigkeit auffassen muss.

Als Philosoph wird er der Phänomenologie zugerechnet.


Beccio

Giorgio Del Beccio (geb. 1878)

Giorgio Del Beccio wurde 1904 ordentlicher Professor in Ferrara, 1906 in Sassari, 1909 in Messina, 1911 in Bologna und 1929 in Rom.

Del Beccio wollte die Philosophie des Rechts auf kritischer Grundlage erneuern. Del Beccio arbeitete an der Lösung der Fragen des Verhältnisses zwischen Staat und Moral und zwischen Staat und Recht.


Belinski

Wissarion Grigorewitsch Belinskij (1811 – 1848)

Der russische Demokrat, Philosoph, Literaturkritiker und Publizist Wisarion Grigorewitsch Belinskij wurde als Sohn eines Militärarztes geboren. Er besuchte 1825 bis 1829 das Gymnasium in Pensa, studierte anschließend an der Moskauer Universität.

1832 wurde er als führender Kopf der studentischen Bewegung von der Universität verwiesen.

Anschließend arbeitete er für verschiedene Zeitschriften.

Tuberkulose, materielle Not und strenge Überwachung durch die zaristische Geheimpolizei und die Zensur überschatteten seine letzten Lebensjahre.

Die Quelle der Vorstellungen und Begriffe ist die Einwirkung der Außenwelt. Empfindungen, die durch die Einwirkung der Gegenstände auf die Sinnesorgane erhalten wurden, sind der Anfang der Erkenntnis.


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