More T

Thomas Morus (1478 – 1535)

Der englische Humanist, Politiker und Philosoph übersetzte mit seinem Freund Erasmus von Rotterdam Lukianos ins Lateinische.

Sein philosophische Hauptwerk ist das 1516 veröffentlichte De optimo statu rei publicae deque nova insula Utopia (Über die beste Staatsverfassung und die neue Insel Utopia). Morus veranschaulicht darin satirisch die Mißstände der bestehenden Staatsformen in England und Frankreich und stellt ihnen eine christlische hedonistische Gesellschaft, die auf der Philosophie von Epikur beruht, gegenüber. Auf dieser Insel ist das Privateigentum beseitigt und jeder zur Arbeit verpflichtet.

Weblinks

  • Ökumenisches Heiligenlexikon


Moritz

Karl Philipp Moritz (1757 – 1793)

Karl Philipp Moritz wirkte in Berlin als Professor. Er verfasste den psychologisch-biographischen Roman Anton Reiser (1785 – 1790) und gab das Magazins für Erfahrungsseelenkunde (1783 – 1793) sowie verschiedene psychologische und ästhetische Schriften heraus.


Mortimer

Halina Mortimer

Die polnische Logikerin Halina Mortimer arbeitete vor allem zur Induktionslogik.

Werke

  • Logika Indukcji: Wybrane Problemy (1982) (Polnisch)
  • Instytucje Rynku Pracy (Polnisch)
  • The Logic of Induction (englisch)

Literatur

  • A. Jedynak: Halina Mortimer – The Logic of Induction. In: Polish Philosophers of Science and Nature in the 20th Century. (Ed. by Wladyslaw Krajewski) Amsterdam-Atlanta 2000


Mosca

Gaetano Mosca (1858 – 1941)

Gaetano Mosca ist ein Vertreter des Existentialismus.


Mitscher

Alexander Mitscherlich (geb. 1908)

Alexander Mitscherlich ist ein führender Vertreter der Psychoanalyse.


Mittelst

Jürgen Mittelstraß

Der deutsche Philosoph und Wissenschaftstheoretiker Jürgen Mittelstraß (* 11. Oktober 1936 in Düsseldorf) studierte von 1956 bis 1961 evangelische Theologie, Philosophie und Geschichte in Bonn, Erlangen, Hamburg und Oxford und promovierte 1961 an der Universität Erlangen. Er habilitierte sich dort 1968. Seine wissenschaftliche Prägung erhielt er durch den Erlanger Konstruktivismus. Ab 1970 ist er Professor an der Universität Konstanz.

Von 1970 bis 2005 war er Ordinarius für Philosophie und Wissenschaftstheorie in Konstanz, seit 1990 auch Direktor des Zentrums Philosophie und Wissenschaftstheorie.

Mittelstraß ist Herausgeber der Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie (4 Bände, 1980-1996).

Werke

  • Die Rettung der Phänomene (1962, Dissertation)
  • Neuzeit und Aufklärung (1970)
  • Die Möglichkeit von Wissenschaft (1974)
  • Wissenschaft als Lebensform (1982)
  • Der Flug der Eule (1989)
  • Die unzeitgemäße Universität (1994)
  • Die Häuser des Wissens (1998)
  • Wissen und Grenzen (2001)

Weblinks


Moderat

Moderatos aus Gades (1. Jh. u. Z.)

Nach Moderatos aus Gades, einem Pythagoreer, ist die Eins das Symbol der Einheit und der Gleichheit. Sie ist die Ursache der Harmonie der Dinge. Die Zwei ist dagegen das Zeichen der Ungleichheit, der Trennung und Veränderung. Die Zahl ist ein Komplex von Einheiten.


Moebius

Paul Julius Möbius (1853 – 1907)

Paul Julius Möbius war Psychiater in Leipzig.

Möbius ist Anhänger von Fechners. Das Physische ist die Außenseite einer Wirklichkeit, die an sich psychisch ist und mit der das menschliche Seelenleben in Verbindung steht.


Meyer Jb

Jürgen Bona Meyer (1829 – 1897)

Jürgen Bona Meyer war ab 1868 Professor in Bonn.

Er ist stark von Fries beeinflußt und will die psychologisch-empirische Seite der Philosophie von Kant weiterentwickeln.

Nach Meyer hat Kant das apriorische nicht a priori, sondern durch empirische Analyse des Bewußtseins gefunden. Alles Wissen hat den Glauben an die Aussagen der Sinne und den Fortbestand der Naturgesetze zur Grundlage.

Meyer betont die Verschiedenheit des Psychischen und Physischen.


Meyerson

Émile Meyerson (1859 – 1933)

Der französische Chemiker und Philosoph Émile Meyerson vertritt in seinem Werk Identité et réalité (1908) eine Gegenposition zum Positivismus.

Er kritisiert die Auffassung, dass sich die Wissenschaften auf die Feststellung gesetzmäßiger Verbindungen zwischen wahrnehmbaren Phänomenen begrenzen lassen.

Für Émile Meyerson liegt die entscheidende Forderung an eine wissenschaftliche Erklärung darin, dass sie die zugrundeliegenden Kausalverhältnisse in ihrer Gesetzmäßigkeit klärt. Das Hauptinteresse liegt darin, zu wissen, warum dem immer so ist. Die Antwort bezieht, d. h. auf Teile der Wirklichkeit, die sich unserer unmittelbar gegebenen (positiven) Sinneswahrnehmung entziehen.