Mutianus

Conradus Mutianus Rufus (1470/1471 – 1526)

Der Humanist, Theologe und Jurist Conradus Mutianus Rufus (eigentlich Konrad Muth) war in Deventer Mitschüler von Erasmus von Rotterdam. Er studierte in Erfurt und Rotterdam. Ab 1503 lebte er als Kanonikus in Gotha. Er trat dem Erfurter Humanistenkreis bei und wurde ca. 1515 dessen Haupt.

Mutianus Rufus war mit E. Hessus, C. Rubeanus und J. Jonas befreundet.

In philosophischer Hinsicht folgte er der Position der Platonischen Akademie von Florenz. Er wollte nach deren Vorbild die antike Philsosophie und die christliche Theologie zu einer Einheit bringen.


Myia

Myia (ca. 500 v. u. Z.)

Myia war Tochter der Theano von Kroton und des Pythagoras sowie Schwester von Arignote, Damo, Telauges und Mnesarchos. Myia war die Frau des Athleten und Pythagoreers Milon von Kroton.

Iamblichos erwähnt Myia in seiner Aufzählung der 17 Pythagoreerinnen.

Die Textstelle mit der Aufzählung lautet: " bedeutendsten Pythagoreerinnen: Timycha, die Frau des Myllias von Kroton, Philtys, die Tochter des Theophris von Kroton, Schwester des Byndakos, Okkelo und Ekkelo, die Schwestern der Lukaner Okkelos und Okkilos, Cheilonis, die Tochter des Lakedaimoniers Cheilon, die Lakonerin Kratesikleia, die Frau des Lakedaimoniers Kleanor, Theano, die Frau des Metapontiers Brotinos, Myia, die Frau des Milon von Kroton, Lasthenia aus Arkadien, Habroteleia, die Tochter des Habroteles von Tarent, Echekrateia von Phlius, Tyrsenis aus Sybaris, Peisirrhode aus Tarent, Theadusa aus Lakedaimon, Boio aus Argos, Babelyka aus Argos, Kleaichma, die Schwester des Lakedaimoniers Autocharidas. Insgesamt: 17." (Iamblichos: Pythagoras, 1963, 267)

Von Clemens Alexandrinus wird Myia als pythagoreische Philosophin und Dichterin bezeichnet.

Lukian sagt in seiner Lobrede auf die Fliege: "Wieviel könnte ich noch von der pythagoreischen Myia sagen, wenn ihre Geschichte nicht ohnehin schon jedermann bekannt wäre?" (Lukian, Sämtl Werke IV, 471). Als junges Mädchen soll sie den Chor der Mädchen in Kroton angeführt haben.

Ein Brief unter ihrem Namen wurde überliefert, der wohl später zu datieren ist. Der Name Myia könnte in diesem Brief als Pseudonym verwendet worden sein. Sie schrieb an die Pythagoreerin Phyllis. Der Brief enthält Hinweise auf die Wahl einer Amme für ein neugeborenes Kind.

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Nalbandj

Mikael Lasarewitsch Nalbandjan (1829 – 1866)

Der armenische Politiker, Philosoph, Logiker und Psychologe Mikael Lasarewitsch Nalbandjan betrachtete den Geist als eine Eigenschaft der Materie.

Er sah in den Empfindungen die Anfangsstufe der Erkenntnis. Nach Nalbandjan schöpft der Mensch seine Ideen aus der Natur. In dem Maße, in dem er die Natur erkannt und erforscht hat, sind seine Ideen und Begriffe zuverlässig.

Die Wahrheit erlangt man – so Nalbandjan – durch Analyse und Synthese von Gegenständen und Erscheinungen. Polemik und Meinungsstreit fördern die Erkenntnis der Wahrheit auf logischem Wege.


Nawroczy

Bogdan Nawroczy&;ski (1882 – 1974)

Der Pädagoge Bogdan Nawroczy&;ski ist ein Vertreter der Lwow-Warschau-Schule. Er gehört nicht zu den direkten Schülern von Twardowski, war aber durch seinen Forschungsstil beeinflußt.

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Nelboeck

Hans Nelböck

Hans Nelböck kam aus einer katholischen Bauernfamilie. Er promovierte bei Schlick.

Nelböck hat Schlick 1936, als dieser auf dem Weg zu einer Vorlesung war, niedergeschossen. Die Motive sind umstritten. So sagen einige, dass Schlick und Nelböck eine Beziehung zu derselben Studentin hatten, andere dass Nelböck geistesgestört war und wieder andere, dass Schlick gegen Nelböck intrigiert hatte, weil er ihm nicht fein genug war.


Moritz

Karl Philipp Moritz (1757 – 1793)

Karl Philipp Moritz wirkte in Berlin als Professor. Er verfasste den psychologisch-biographischen Roman Anton Reiser (1785 – 1790) und gab das Magazins für Erfahrungsseelenkunde (1783 – 1793) sowie verschiedene psychologische und ästhetische Schriften heraus.


Mortimer

Halina Mortimer

Die polnische Logikerin Halina Mortimer arbeitete vor allem zur Induktionslogik.

Werke

  • Logika Indukcji: Wybrane Problemy (1982) (Polnisch)
  • Instytucje Rynku Pracy (Polnisch)
  • The Logic of Induction (englisch)

Literatur

  • A. Jedynak: Halina Mortimer – The Logic of Induction. In: Polish Philosophers of Science and Nature in the 20th Century. (Ed. by Wladyslaw Krajewski) Amsterdam-Atlanta 2000


Mosca

Gaetano Mosca (1858 – 1941)

Gaetano Mosca ist ein Vertreter des Existentialismus.


Mitscher

Alexander Mitscherlich (geb. 1908)

Alexander Mitscherlich ist ein führender Vertreter der Psychoanalyse.


Mittelst

Jürgen Mittelstraß

Der deutsche Philosoph und Wissenschaftstheoretiker Jürgen Mittelstraß (* 11. Oktober 1936 in Düsseldorf) studierte von 1956 bis 1961 evangelische Theologie, Philosophie und Geschichte in Bonn, Erlangen, Hamburg und Oxford und promovierte 1961 an der Universität Erlangen. Er habilitierte sich dort 1968. Seine wissenschaftliche Prägung erhielt er durch den Erlanger Konstruktivismus. Ab 1970 ist er Professor an der Universität Konstanz.

Von 1970 bis 2005 war er Ordinarius für Philosophie und Wissenschaftstheorie in Konstanz, seit 1990 auch Direktor des Zentrums Philosophie und Wissenschaftstheorie.

Mittelstraß ist Herausgeber der Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie (4 Bände, 1980-1996).

Werke

  • Die Rettung der Phänomene (1962, Dissertation)
  • Neuzeit und Aufklärung (1970)
  • Die Möglichkeit von Wissenschaft (1974)
  • Wissenschaft als Lebensform (1982)
  • Der Flug der Eule (1989)
  • Die unzeitgemäße Universität (1994)
  • Die Häuser des Wissens (1998)
  • Wissen und Grenzen (2001)

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