Nelson

Leonard Nelson (1882 – 1927)

Der Mathematiker, Philosoph und Logiker Leonard Nelson gründete nach seiner Habilitation in Göttingen die Jakob-Friedrich-Fries-Gesellschaft und wurde dadurch Begründer der Neuen Fries’schen Schule.

In seiner Arbeit Die Unmöglichkeit der Erkenntnistheorie vertrat er die Position, dass eine wissenschaftliche Erkenntnistheorie nicht möglich sei, da jede Begründung einer objektiven Gültigkeit der Erkenntnis als Mittel bereits objektive gültige Erkenntnis benutzen müsse.

Nach ihm ist Grelling’s und Nelson’s Paradoxie, eine semantische Antinomie, benannt.


Neumann

John von Neumann (1903 – 1957)

Der Mathematiker John (Johann) von Neumann wurde in Budapest geboren. Er war von 1926 bis 1930 Privatdozent in Berlin und ab 1930 Professor für Mathematik an der Universität Princeton. Er wirkte auch am Institute for Advanced Studies.

John v. Neumann arbeitete auf vielen Gebieten der Mathematik. Er ist der Begründer der Spieltheorie, die als Entscheidungstheorie heute viele Wissenschaften, so z. B. die Ethik und die Ökonomie beeinflußt.

Im Zusammenhang mit seinen Untersuchungen zur Automatentheorie gelangte er zu dem Problem, die Kategorie Zeit in die Logik einzubeziehen. Die Semantiken, die Zeitüberlegungen berücksichtigen, knüpfen heute an diese Überlegungen an.

Andere Fragen der Automatentheorie führten in zu Problemen einer Wahrscheinlichkeitslogik.

Von ihm stammt auch die Idee, dass hinreichend komplizierte Automaten die Fähigkeit der Selbstreproduktion haben.


Mosdorf

Jan Mosdorf

Jan Mosdorf (* 1904, † 1943) ist ein Vertreter der Lwow-Warschau-Schule.

Weblinks


Moser Fk

Friedrich Karl Moser (1723 – 1798)

Friedrich Karl Moser ist ein Vertreter des Württembergischen Pietismus.

Moser Jj

Johann Jacob Moser (1701 – 1785)

Johann Jacob Moser ist ein Vertreter des Württembergischen Pietismus.

Mitscher

Alexander Mitscherlich (geb. 1908)

Alexander Mitscherlich ist ein führender Vertreter der Psychoanalyse.


Mittelst

Jürgen Mittelstraß

Der deutsche Philosoph und Wissenschaftstheoretiker Jürgen Mittelstraß (* 11. Oktober 1936 in Düsseldorf) studierte von 1956 bis 1961 evangelische Theologie, Philosophie und Geschichte in Bonn, Erlangen, Hamburg und Oxford und promovierte 1961 an der Universität Erlangen. Er habilitierte sich dort 1968. Seine wissenschaftliche Prägung erhielt er durch den Erlanger Konstruktivismus. Ab 1970 ist er Professor an der Universität Konstanz.

Von 1970 bis 2005 war er Ordinarius für Philosophie und Wissenschaftstheorie in Konstanz, seit 1990 auch Direktor des Zentrums Philosophie und Wissenschaftstheorie.

Mittelstraß ist Herausgeber der Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie (4 Bände, 1980-1996).

Werke

  • Die Rettung der Phänomene (1962, Dissertation)
  • Neuzeit und Aufklärung (1970)
  • Die Möglichkeit von Wissenschaft (1974)
  • Wissenschaft als Lebensform (1982)
  • Der Flug der Eule (1989)
  • Die unzeitgemäße Universität (1994)
  • Die Häuser des Wissens (1998)
  • Wissen und Grenzen (2001)

Weblinks


Moderat

Moderatos aus Gades (1. Jh. u. Z.)

Nach Moderatos aus Gades, einem Pythagoreer, ist die Eins das Symbol der Einheit und der Gleichheit. Sie ist die Ursache der Harmonie der Dinge. Die Zwei ist dagegen das Zeichen der Ungleichheit, der Trennung und Veränderung. Die Zahl ist ein Komplex von Einheiten.


Moebius

Paul Julius Möbius (1853 – 1907)

Paul Julius Möbius war Psychiater in Leipzig.

Möbius ist Anhänger von Fechners. Das Physische ist die Außenseite einer Wirklichkeit, die an sich psychisch ist und mit der das menschliche Seelenleben in Verbindung steht.


Molesch

Jakob Moleschott (1822 – 1893)

Jakob Moleschott ist ein Vertreter des mechanischen Materialismus. Er war Professor der Physiologie in Zürich (ab 1856), Turin (ab 1861) und in Rom (ab 1879).

Moleschott ist von Feuerbach beeinflußt.

Alle Erkenntnis beruht auf Erfahrung und auf denkende Zusammenfassung der Sinneswahrnehmungen.

Ein Gegenstand ist nur durch seine Beziehung zu anderen Gegenständen. Haben wir alle Eigenschaften der Dinge erkannt, die auf die entwickelten Sinne einen Eindruck zu machen vermögen, dann haben wir auch das Wesen der Dinge erfasst.

Alles Naturgeschehen besteht in Bewegung der Grundstoffe. Die Unveränderlichkeit des Stoffvorrats begründet die Ewigkeit des Kreislaufes. Die Bewegungsfähigkeit ist eine der allgemeinsten Eigenschaften des Stoffes. Überall sind die Eigenschaften des Stoffes dieselben, daher gibt es keine besondere Lebenskraft.

Die Organismen sind aus dem Anorganischen hervorgegangen und nur kompliziertere Stofformen. Auch die psychischen Vorgänge sind an den Stoff gebunden. Das Denken ist eine Gehirnbewegung.

In der Welt ist alles streng gesetzlich bestimmt. So auch der Wille.