Michaeli

Johann David Michaelis (1717 – 1791)

Johann David Michaelis ist ein Vertreter der Wolffschen Schule.


Michajl

Nikolaj Konstantinowitsch Michajlowskij (1843 – 1903)

Nikolaj Konstantinowitsch Michajlowskij ist Verfasser soziologischer Abhandlungen. Er ist Positivist, Evolutionist und Anhänger von Lawrow.


Micius

Mo-Ti (479 – 381 v. u. Z.)

Der chinesische Philosoph Mo-Ti (latinisiert: Micius) war Gegener und Nachfolger von Konfuzius.

Er untersuchte u. a. das Verhältnis von Bezeichnungen. Zudem hat er wahrscheinlich behauptet, dass Wissen aus dem unmittelbaren Studium der Wirklichkeit entsteht.


Mignet

François Auguste Marie Mignet (1796 – 1884)

François Auguste Marie Mignet ist ein Historiker der Restaurationszeit. Er war u. a. an der Ausarbeitung der Theorie der Klassenkämpfe, die auf die Erfahrung der Französischen Revolution beruht, beteiligt.


Milbrand

Mieczys&;aw Milbrandt (1915 – 1944)

Mieczys&;aw Milbrandt ist ein Vertreter der Lwow-Warschau-Schule.

Milhaud

Gaston Milhaud

Gaston Milhaud wirkte als Professor in Paris. Er ist Neukantianer und wird dem Neokritizismus zugerechnet.

Milhaud steht in seinen Ansichten auch Poincaré und dem Pragmatismus nahe.

Es gibt nach Milhaud eine mathematisch-logische Gewißheit, die um so weniger objektiv ist, desto strenger sie ist. Die logische Gewißheit beruht auf dem Satze des Widerspruches Sie hat nichts mit der Wirklichkeit zu tun.

Die mathematische Gewißheit ist subjektiver Art, da sie auf Schöpfungen des Geistes zu Zwecken der Exaktheit beruht. Sie basiert auf (empirisch beeinflußten) fiktiven Begriffen oder Symbolen von Selektionswert, welche die Wissenschaft fördern.

Die Wirklichkeit selbst enthält nicht die festen Relationen und den Determinismus der Wissenschaft.


Mercier

André Mercier (geb. 1913)

André Mercier ist ein Vertreter des Neothomismus.


Mill J

James Mill (1773 – 1836)

James Mill studierte Theologie und ging dann nach London, wo er unterrichtete und schriftstellerisch arbeitete. Nach Erscheinen seiner History of British India (1818) wurde er (1819) bei der Regierung der ostindischen Kompagnie (India House in London) angestellt.

James Mill knüpft an Hartley, Hume, Reid und T. Brown an. Er gehört zu den Hauptvertretern der englischen Assoziationspsychologie.

Das Seelische besteht nach Mill aus Elementen, denen die Eigenschaft zukommt, sich miteinander zu komplexen, aber oft – bei Verschmelzungen – einfach erscheinenden Gebilden zu vereinigen.

Die Assoziation ist der Grundprozeß des psychischen Geschehens. Es besteht ein Gesetz der untrennbaren Verbindung (law of inseparable association) oder der Häufigkeit (law of frequency).

Assoziationsfaktoren sind die Lebhaftigkeit der Eindrücke, die Häufigkeit der Wiederholung und das Interesse. Aus der Berührungsassoziation sind alle anderen Arten der Assoziation zu erklären.

Auf Assoziation beruht alles Denken und Wollen. Das Wollen beruht auf der Assoziation einer Handlung mit einem Lustgefühl. Auch der Begriff der Kausalität beruht auf Assoziation, und zwar auf der regelmäßigen Sukzession von Vorstellungen.

In der Ethik schließt sich James Mill dem Utilitarismus von J. Bentham an.


Martinak

Eduard Martinak (1859 – 1943)

Eduard Martinak wirkte als Gymnasiallehrer in Loeben und Graz. Er ist ein Schüler Meinongs und Vertreter der Grazer Schule.

Er habilitierte 1895 in Philosophie.

1918 übernahm Ernst Mally seine pädagogische Lehrkanzel.

Literatur

  • Meinong, A.: Aus Martinaks Leben und Wirken. In: Meinong, A. (Hrsg.): Beiträge zur Pädagogik und Dispositionstheorie. Prag 1919


Marty

Anton Marty

Anton Marty (* 1847 in Schwyz, † 1914) wirkte in Prag. Er knüpft vor allem an Brentano und Aristoteles an.

Werke

  • Über den Ursprung der Sprache. 1876
  • Die Frage nach der geschichtlichen Entwicklung des Farbensinns. 1879
  • Über subjectlose Sätze und das Verhältnis der Grammatik zur Logik und Psychologie. Vierteljahrsschrift für wissensch. Philosophie. 8(1884), 18(1894), 19(1895)
  • Über das Verhältnis von Grammatik und Logik. Symbolae Pragenses 1893
  • Was ist Philosophie? 1897
  • Über Sprachreflex, Nativismus und absichtliche Sprachbildung, Vierteljarsschrift für wissensch. Philosophiie. 8(1884) ff.
  • Über Annahmen. 1905
  • Untersuchungen zur Srachphilosophie und Grammatik. 1908
  • Zur Sprachphilosophie. 1910

Literatur

  • Eisler, R.: Philosophen-Lexikon, 455f.

Weblinks