Gotama

Gotama (4. Jh. u. Z.)

Der indische Philosoph Gotama ist der Begründer der ny&;ya-Schule. Auf ihn geht vermutlich der indische Syllogismus zurück.

Gottsch

Johann Christoph Gottsched (1700 – 1766)

Der Dichter und Kritiker Johann Christoph Gottsched gehört als Philosoph zur Wolffschen Schule.

Weblinks


Grabmann

Martin Grabmann (1875 – 1949)

Martin Grabmann ist ein Vertreter des Neothomismus.

Gramsci

Antonio Gramsci (1891 – 1937)

Der italienische Philosoph und Politiker Antonio Gramsci war 1921 Mitbegründer der kommunistischen Partei Italiens. Er wurde 1928 von den Faschisten zu 20 Jahren Haft verurteilt.

Für Gramsci ist der Marxismus eine Philosophie der Praxis, der zufolge die Kraft der geschichtlichen Entwicklung in der menschlichen Freiheit liegt. Er tritt damit der Auffassung, dass die Geschichte ehernen Naturgesetzen gehorche und zwangsläufig auf den Zusammenbruch des kapitalistischen Systems hinsteuere.

Der Kapitalismus wird nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt einstürzen. Der Sozialismus muss als kontinuierliche Entwicklung einer Gesellschaft begriffen werden, in der die Freiheit des Proletariats organisiert, kontrolliert und in zunehmendem Maß realisiert wird.

Gramsci sieht im Staat nicht den bloßen Zwangsapparat oder die Diktatur einer Klasse, sondern zuallererst die Aufrechterhaltung von Macht durch Kirche, Erziehungswesen, Medien usw.

Bestimmend für das politische Handeln ist daher nach Gramsci auch nicht die ökonomische Basis, sondern deren Interpretation. Daraus erklärt sich auch die besondere Rolle, die Gramsci den Intellektuellen bei der Entwicklung des Sozialismus zuschreibt.


Grassi

Ernesto Grassi (geb. 1902)

Ernesto Grassi ist ein Vertreter des Existentialismus.


Green

Thomas Hill Green (1836 – 1882)

Der englische Philosoph Thomas Hill Green ist ein Vertreter des absoluten Idealismus.

Die Hinwendung von Green zur Philosophie von Hegel ist – wie bei den meisten anderen absoluten Idealisten – motiviert durch das Bestreben, das Christentum gegen den Darwinismus zu verteidigen. Green meint, dass die Entwicklung des menschlichen Lebens aus tierischem Ursprung nicht allein durch die natürliche Auslese oder auf andere naturalistische Weise erklärt werden kann. Vielmehr ist diese Entwicklung nur zu erklären, wenn man sie als Entfaltung eines universellen, nach Vervollkomnnung strebenden Geistes betrachtet.

Nach Green ist unser Wissen immer indirektes und unvollstäniges Wissen vom Absoluten. Green postuliert die absolute Verbundenheit von allem, wobei abstrakte Relationen die Lücken ausfüllen.


Gregor R

Gregor von Rimini (Gregor Ariminensis) (gest. 1358)

Der Augustinermönch Gregor von Rimini (Gregor Ariminensis) ist ein Vertreter des Nominalismus. Er hielt in Paris Vorlesungen in Paris und wurde Ordensgeneral in Rimini.

Gregor von Rimini ist vor allem von Augustinus und Ockham beeinflußt.

Goclen

Rudolf Goclenius (1547 – 1628)

Der deutsche Philosoph und Logiker Rudolf Goclenius war Logik-Professor an der Universität Marburg.

Goclenius benutzte eine besondere Form des zusammengesetzen Syllogismus, in der Obersätze ausgelassen sind. Dieser Syllogismus wird Goclenischer Sorit genannt.

Weblinks


Gregori

Gregorius Palamas (um 1350)

Gregorius Palamas war Metropolit von Thessalonichi. Er wird der byzantinischen Mystik zugerechnet.


Godwin

William Godwin (1756 – 1836)

William Godwin ist ein Begründer und Wegbereiter des Anarchismus. Er war einer der radikalsten sozialkritischen Denker seiner Zeit.

Begeistert von den egalitären, freiheitlichen, humanistischen Ideen der Aufklärung und der Französischen Revolution, entwickelt er in seinem Werk Enquiry concerning Political Justice (1793) unter Berufung auf die Vernunft als die einzig rechtmäßige Herrscherin über den Menschen und als seine Befreierin von politischer und religiöser Knechtung ein System anarchistisch-kommunistischer Ideen, das auf den Umsturz der bestehenden Gesellschaftsordnung und eine grundlegende Neuordnung des gesellschaftlichen Zusammenlebens abzielte.

Er sieht die wichtigsten Ursachen für die zahlreichen Übel der bestehenden Gesellschaft in der Herrschaft des Privateigentums und in der Staatsgewalt.

Um die Übel zu beseitigen, müssen ihre Ursachen beseitigt werden. Dies dürfe jedoch nicht durch Anwendung von Gewalt und Zwang erfolgen, sondern nur durch Aufklärung, Erziehung und Bildung der Menschen.

Seien die Menschen einmal zur Überzeugung gebracht, dass eine Gesellschaft ohne Privateigentum und Zwangsregierung existieren könne, so könne auch die Vernunft ihre Ansprüche ungehindert in allen Lebensbereichen geltend machen und die Menschen zur höchsten Erkenntnis, zur sozialen Gerechtigkeit und zu sittlichem Handeln und damit auch zur Freiheit und Glückseligkeit, zu geistigem und körperlichen Wohl hinführen.

Godwin vertraut auf die Fähigkeit des Menschen zu immer höherer Wahrheitserkenntnis und sittlicher Vervollkommnung. Es kommt alles darauf an, die Ursachen zu beseitigen, die den Menschen daran hindern, zur Erkennntis der Wahrheit und Gerechtigkeit zu gelangen, und die Vernunft zur bestimmenden Triebkraft seines Verhaltens zu machen.

Da die Vernunft ihre Erkenntnisse aus den Eindrücken der Außenwelt schöpfe, könne sie aus ihr nur dann gute Eindrücke empfangen, wenn sie selbst und vor allem das gesellschaftliche Zusammenleben der Menschen nach den Forderungen der Vernunft und der Gerechtigkeit geordnet werden.