Glivenko

Valerij Ivanovic Glivenko


Der russische Mathematikewr und Logiker Valerij Ivanovic Glivenko (auch: Waleri Iwanowitsch Gliwenko, * 2. Januar 1897 (21. Dezember 1896) in Kiew, † 15. Februar 1940 in Moskau) studierte in Moskau und wurde 1928 Professor im Pädagogischen Institut Karl Liebknecht in Moskau.

Er arbeitete u. a. zu den Grundlagen der Mathematik und zur konstruktiven Logik. Er entwickelte gleichzeitig mit Kolmogorov und Heyting ein formales System der konstruktiven Logik und zeigt, dass es keine dreiwertige Logik gibt, die als Interpretation der konstruktiven Logik geeignet ist.

Außerhalb der Logik ist er vor allem durch den sog. Glivenko-Cantelli-Satz bekannt geworden.

Werke

  • Sur la logique de M. Brouwer. Academie Royale de Belgique, Bulletins de la classe des sciences, 15 (1929) 5, 183 – 188
  • Sulla determinazione empirica di probabilita. G. Inst. Ital. Attuari, 4, 1933
  • Théorie générale des structures (1938) (franz.)

Weblinks


Gassendi

Pierre Gassendi (1592 – 1655)

Der französische Logiker und Philosoph Pierre Gassendi knüpfte am antiken Atomismus an und betrachtete die physikalische Welt streng mechanistisch.

Nach Gassendi ist die Logik die Lehre vom richtigen Denken. Sie ist abiuncta a rebus (reine Logik) und coniuncta cum rebus (angewandte Logik).


Gast

Heinrich Köselitz (geb. 1854)

Heinrich Köselitz begegnet uns häufig unter seinem Pseudonym Peter Gast.

Im Thematikon zu Peter Gasts Die heimliche Ehe schreibt Carl Fuchs in einem biographischen Vorwort:

"Peter Gast ist (10. Januar) 1854 zu Annaberg in Sachsen geboren, jener alten Veste des Silberbergbaues auf dem Erzgebirge, nahe der böhmischen Grenze. Wie dort auf dem Gebirgskamm nord- und süddeutsches Wesen zusammenstoßen, so kommen auch in ihm selbst durch Abkunft beide Elemente zusammen: sein Vater (Industrieller und Vizebürgermeister) entstammt einer einheimischen Patrzierfamilie, seine Mutter ist eine Wienerin." [zit. nach Janz, C. P. 1979, I, 693 f.].

Sein Vater Hermann Gustav Köselitz war Färbereibesitzer, Stadtrat, Ehrenbürger in Annaberg.

Als 15jähriger schrieb H. Köselitz Walzerkompositionen.

Schriften Jean Pauls und der Einfluss eines im Elternhaus verkehrenden Theologen regten seine geistige Entwicklung an.

1871 begann er in Leipzig eine kaufmännische Lehre.

Im Frühjahr 1872 bekam er die väterliche Einwilligung zum Musikstudium im Konservatorium der Musik zu Leipzig.

1878 ist H. Köselitz nach Venedig gezogen.

Nietzsche hatte sich ohne Erfolg an Bülow und Hermann Levi (1839 – 1900) gewandt – Levi war ein Dirigent aus dem Wagnerkreis -, um sie zur Aufführung seiner Oper Löwen von Venedig zu gewinnen.

Die Uraufführung des Löwen von Venedig erfolgt 1891 in Danzig (heute: Gdansk) unter dem Titel Die heimliche Ehe.

Die Oper Der Löwe von Venedig von H. Köselitz hatte am 11.02.1933 auch in Chemnitz Premiere und erlebte dort 8 Aufführungen.

Die Oper war mit den besten Solisten besetzt, die Chemnitz damals zu bieten hatte. Der Stil der Oper erinnert etwas an Albert Lortzing (1801 – 1851), ist handwerklich sauber gearbeitet.

Das Thematikon von Carl Fuchs erschien 1890 bei Naumann in Leipzig.

Literatur

  • Janz, Curt Paul: Nietzsche. Biographie in 3 Bdn., München/Wien: Hanser 1978 ff.
  • Lenzewski, Gustav: Artikel: Gast, Peter. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Allgemeine Enzyklopädie der Musik. Hg.: Friedrich Blume. Kassel/Basel: Bärenreiter o. J., Bd. 4. Sp. 1435 – 1437


Gebarow

Mieczyslaw Gebarowicz (1893 – 1984)

Mieczyslaw Gebarowicz ist ein Vertreter der Lwow-Warschau-Schule.


Geblew

Eugeniusz Geblewicz (1904 – 1974)

Eugeniusz Geblewicz ist ein Vertreter der Lwow-Warschau-Schule.


Gemina1

Gemina I (3. Jh.)

Gemina I war die Mutter von Gemina II.

Porphyrios erwähnt beide in seinem Buch Plotinus und stellt fest, dass sie sich durch eine große Hingabe zur Philosophie auszeichneten.

Plotin lebte in ihrem Haus und es kann davon ausgegangen werden, dass Gemina I seine Schülerin war.

Die Stelle bei Porphyrios lautet:

"Auch Frauen gehörten zu seinen ergebenen Anhängerinnen, Gemina, in deren Hause er wohnte, und deren der Mutter gleichnamige Tochter Gemina; ferner Amphikleia, die Gattin des Ariston, des Sohnes des Iamblichos; sie waren leidenschaftlich der Philosophie ergeben." (Porphyrios: Das Leben Plotins, 9).

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Gemina2

Gemina II (3. Jh.)

Gemina II war die Tochter von Gemina I.

Porphyros erwähnt beide in seinem Buch Plotinus und stellt fest, dass sie sich durch eine große Hingabe zur Philosophie auszeichneten.

Die Behauptung, dass sie mit Plotin in einem Haus lebte, kann man mit der Porphyros-Stelle nicht belegen, da unklar ist, ob sie im Haus ihrer Mutter lebte.

Es kann davon ausgegangen werden, dass Gemina II eine Schülerin Plotins war.

Die Stelle bei Porphyrios lautet:

"Auch Frauen gehörten zu seinen ergebenen Anhängerinnen, Gemina, in deren Hause er wohnte, und deren der Mutter gleichnamige Tochter Gemina; ferner Amphikleia, die Gattin des Ariston, des Sohnes des Iamblichos; sie waren leidenschaftlich der Philosophie ergeben." (Porphyrios: Das Leben Plotins, 9).

Weblinks


Gentz

Friedrich von Gentz (1764 – 1832)

Friedrich von Gentz ist ein Philosoph der Romantik. Von ihm stammt eine Übersetzung und Kommentar von Burke’s Betrachtungen über die Französische Revolution.


Gentzen

Gerhard Gentzen (1909 – 1945)

Der Mathematiker und Logiker Gerhard Gentzen beschäftigte sich vor allem mit Problemen des logischen Schließens. Er entwickelte das allein auf Schlussregeln basierende natürliche Schließen und das Sequenzschließen.

Von Gentzen stammt auch ein Beweis für die Widerspruchsfreiheit der formalisierten Arithmetik der natürlichen Zahlen.


Gerber

Gustav Gerber

Von Gustav Gerber erschien 1871 das Buch Die Sprache als Kunst. Gerber zeigt sich in diesem Buch als von Max Müller, Herder und Humboldt beeinflußt.

Das Denken ist für Gerber an die Sprache gebunden. Das begriffliche Denken knüpft Gerber an die Schrift. Die Schriftsprache erzeugt die Illusion einer festen Bedeutung bzw. eigentlicher, d. h. buchstäblicher Beudeutung (die man im Wörterbuch auffinden kann).