Haeberl

Paul Häberlin (1878 – 1960)

Paul Häberlin ist ein Vertreter der philosophischen Anthropologie und des Existentialismus.


Haecker

Theodor Haecker (1879 – 1945)

Theodor Haecker ist ein Vertreter des Katholischen Existentialismus.

Haegerst

Axel Hägerström (1868 – 1939)

Der Philosoph Axel Haägerström, von 1911 – 1933 Professor in Uppsala, ist ein Hauptvertreter der Uppsala-Schule.

Gegenstand der Philosphie ist für Hägerström die Begriffsanalyse.

Die Anwendung der Begriffsanalyse auf die Ethik führt Hägerström wie den Wiener Kreis zum Wertnihilismus. Werturteile in Ethik, Recht und Soziologie stellen Gefühlsäußerungen dar.

Die Begriffe wahr und falsch sind auf Moralurteile nicht anwendbar. Ethik kann Moralwertungen nur beschreiben und erklären.

Hahn

Hans Hahn

Der österreichische Mathematiker und Philosoph Hans Hahn (* 27. September 1879 in Wien, † 24. Juli 1934 in Wien) begann seine akademische Laufbahn 1898 mit der Aufnahme eines Studiums der Rechtswissenschaften an der Universität Wien. Er wandte sich nach einem Jahr der Mathematik zu und studierte in Straßburg und München.

1901 kehrte Hahn nach Wien zurück wo er 1902 seine Promotion zum Thema Zur Theorie der zweiten Variation einfacher Integrale abschloss und so zum Dr. phil. ernannt wurde. Während seiner Zeit an der Technischen Hochschule in Wien freundete er sich mit Paul Ehrenfest, Heinrich Tietze and Gustav Herglotz an. Mit der Arbeit Bemerkungen zur Variationsrechnung habilitierte er sich 1905 in Wien. Er lehrte in Czernowitz, Bonn und Wien. Hahn war auch philosophisch sehr interessiert und aktives Mitglied des Wiener Kreises.

Leistungen

Der Name Hans Hahn ist vor allem durch den Satz von Hahn-Banach bekannt. Darüber hinaus hat Hahn noch andere wichtige Beiträge zur Funktionalanalysis, zur Maßtheorie (Hahnscher Zerlegungssatz), zur harmonischen Analyse und zur allgemeinen Topologie geleistet. Der größte Teil von Hahns Veröffentlichungen sind die eben erwähnten Schriften mathematischen Inhalts.

Texte mit philosophischem Inhalt publizierte Hans Hahn ab Anfang der 30-er Jahre. Diese drehten sich um wissenschaftstheoretische Überlegungen für die Naturwissenschaften.

Werke

  • Logik, Mathematik und Naturerkennen. In: Schleichert, Hubert(Hrsg.): Logischer Empirismus – Der Wiener Kreis, München (1975).
  • Überflüssige Wesenheiten (Occams Rassiermesser). In: Schleichert, Hubert(Hrsg.): Logischer Empirismus – Der Wiener Kreis, München(1975).
  • Rudolf Carnap/Hans Hahn/Otto Neurath: Wissenschaftliche Weltauffassung – Der Wiener Kreis. In: Schleichert, Hubert(Hrsg.): Logischer Empirismus – Der Wiener Kreis, München (1975).

Literatur

  • Stadler, Friedrich: Studien zum Wiener Kreis – Ursprung, Entwicklung und Wirkung des Logischen Empirismus im Kontext, Frankfurt am Main (1997). Biografie und Bibliografie auf den Seiten 693-703.

Weblinks


Haldane

John Scott Haldane (1860 – 1936)

John Scott Haldane ist der Begründer des methodischen Holismus.

Haldane lehnt die Möglichkeit künstlicher Produktion von lebender Materie mit dem Argument ab, dass, selbst wenn deren Struktur völlig bekannt wäre und nachgebildet würde, noch kein Leben gegeben sei, sondern die aktive Selbsterhaltung hinzutreten müsse.


Hallier

Ernst Hallier (1831 – 1904)

Der Botaniker Ernst Hallier war Professor in Jena. Er ist Anhänger von Fries.


Hamann

Johann Georg Hamann (1730 – 1788)

Der deutsche Schriftsteller und Philosoph Johann Georg Hamann studierte in Königsberg u. a. Theologie (ohne Abschluß).

1757-58 (erfolglose) Reise nach London im Auftrag einer Handelsfirma. Durch seine Auseinandersetzung mit der Bibel hatte Hamann auf einer Londonreise 1757 – 1758 ein Erweckungserlebnis und kämpfte von nun an leidenschaftlich gegen die zeitgenössische Aufklärungsphilosophie.

Die Menschwerdung Gottes steht im Zentrum seines Denkens. Er betont die paradoxe Vereinigung von Gegensätzen: Sinnlichkeit und Geist, Geschichte und Vernunft. Hamann wendet sich kritisch gegen den Glauben an eine reine, von allem Körperlichen, Geschichtlichen und insbesondere der Sprache losgelöste Vernunft.

In der Tradition der johanneischen Logostheologie deutet Hamann die Wirklichkeit als durch das Wort Gottes geschaffen. Die menschliche Wirklichkeit ist durch Sprache Wirklichkeit. Erst in der Sprache wird der Mensch zum Menschen.

Hamann wirkte u. a. auf Herder, den jungen Goethe, Jacobi, die Romantik, Hegel und Kierkegaard.


Hamelin

Ostave Hamelin (gest. 1908)

Ostave Hamelin wirkte als Professor in Paris. Er ist Neukantianer und wird dem Neokritizismus zugerechnet.

Er ist auch von Platon und Hegel beeinflußt.


Goethe

Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)

Goethe ist der Hauptvertreter der Weimarer literarischen Klassik und ein bedeutender Vertreter der Weltliteratur. Neben seinem umfangreichen literarischen Schaffen in allen Genres leistete er auch wichtige Beiträge zum ästhetischen, kunsttheoretischen, philosophischen und naturwissenschaftlichen Denken seiner Zeit.

Goethe studierte 1765 – 1786 die Rechte in Leipzig und verfasste dort seione ersten dichterischen Versuche. Von 1770 – 1771 studierte er in Straßburg. und erwarb dort das Lizentiat der Rechte.

Goethe ist in seinen philosophischen und philosophiehistorischen Äußerungen u. a. von Spinoza, Bruno, Paracelsus, Leibniz, Lessing, Kant und Herder beeinflußt.

Goethes Position ist monistisch, hylozoistisch und pantheistisch. Geist und Materie sind an sich eins. Alles Körperliche ist beseelt, alles Seelische tritt in materieller Form auf.

Wir erkennen die Dinge durch gedanklich geleitete und synthetisch vereinigte Erfahrung (Rationeller Empirismus). Die höhere Erfahrung besteht aus mehreren anderen.

Die anschauende Urteilskraft geht auf das Urbildliche, Typische. Sie erfasst die Idee der Sache, gelangt aber in der Erfahrung niemals völlig zur Darstellung. Wir müssen in der Erkenntnis zu den Urphänomenen gelangen.

Das Gesetz eines jeden Wesens bedingt dessen Werden. Trotz aller äußeren Zufälligkeiten erhält sich der Typus und die Individualität bei aller Entfaltung.

Gott und Natur sind einander immanent. Wirksam ist die Gottheit nur im lebendigen. Die Gottheit ist im Werdenden und sich Verwandelnden, nicht im Gewordenen und Erstarrten. Gott ist die Allvernunft, der uns durchdringende Weltgeist, ist die Weltseele, die ewig in allem sich regt und in der doch auch alles Drängen, Ringen, Werden ewige Ruhe, ewiges Sein ist. Alle Dinge sind im Unendlichen, ohne Teile desselben zu sein.

Die Natur wirkt nach ewigen, notwendigen, göttlichen Gesetzen. Die Natur umfasst alles. Wir können nicht aus ihr heraus. Sie schafft ewig neue Gestalten. Sie scheint alles auf Individualität angelegt zu haben und macht sich nichts aus den Individuen. Sie verwandelt sich ewig.

Geist und Materie, Wille und Bewegung sind die notwendigen Doppelingredienzien des Universums (Identitätstheorie). Die Welt ist eine in Monaden oder Entelechien (Seelen) gegliederte Einheit. Diese Elemente sind alle unzerstörbar. Die Monaden scheiden nur aus den alten Verhältnissen, um auf der Stelle wieder neue einzugehen.


Groethuy

Bernhard Groethuysen (geb. 1880)

Bernhard Groethuysen ist ein Vertreter der philosophischen Anthropologie.