Philosophie

Logik A

Angewandte Logik

Die Unterteilung der Logik in reine Logik und angewandte Logik findet sich bereits bei al-Farabi. Er spricht von logica docens und logica utens.

Nach Gassendi unterscheidet die abiuncta a rebus (reine Logik) und die coniuncta cum rebus (angewandte Logik).

Auch Kant unterscheidet reine Logik und angewandte Logik. Die angewandte Logik ist "eine Vorstellung des Verstandes und der Regeln seines notwendigen Gebrauchs in concreto".

Die angewandte Logik betrachtet nach Maass das Denken in gewissen, bestimmten denkenden Wesen.

Lodi kritisierte Kants Unterteilung in reine und angewandte Logik.


Kyrieuon

Kyrieuon

Als Kyrieuon (der Gewaltige) bezeichnet man einen Beweis des Diodoros Chronos, dass nur das Wirkliche möglich ist und das Nichtwirkliche unmöglich sei (Id solum fieri posse, quod aut verum sit aut verum futurum sit, Cicero, de fato 17).

Aus einem Möglichen kann nichts Unmögliches folgen. Ist von zwei sich ausschließenden Fällen der eine wirklich geworden, so ist der andere unmöglich. Wäre er möglich gewesen, so wäre aus einem Möglichen ein Unmögliches geworden. Damit ist aber nur das Wirkliche möglich.


L Analys

Logische Analyse

Als logische Analyse bezeichnet man sowohl die Analyse von Urteilen und Argumenten mit Hilfe der Logik als auch die Begriffsanalyse.

L Fikt

Logische Fiktion

Der Begriff logische Fiktion (engl. logical fiction) ist ein von Russell verwendetes Synonym für eine logische Konstruktion.

L Gesetz

Logisches Gesetz

Logische Gesetze nennt man Gesetze des menschlischen Denkens.

Der Wissenschaft sind seit langem vier logische Gesetze bekannt. Bei Aristoteles finden sich das Gesetz von der Identität, das Gesetz vom ausgeschlossenen Widerspruch und das Gesetz vom ausgeschlossenen Dritten.

Von Parmenides wurde zum ersten Male die logische Unverträglichkeit von Wahrheit und Falschheit betont und das logische Gesetz der Identität bewusst angewendet. Auf Leibniz wird das Gesetz vom zureichenden Grunde zurückgeführt. Dieses Gesetz findet sich aber beispielsweise schon bei Leukippos und Demokritos.

L Konst

Logische Konstante

Logische Konstanten (Konstante, von lat. co, zusammen, gemeinsam, und stare, stehen, bestehen) sind Wörter eines Satzes, die übrigbleiben, wenn alle Gegenstands- und Relationsbezeichnungen sowie Funktionsausdrücke (die nicht-logischen Wörter) entfernt worden sind.

L Masch

Logische Maschine

Bereis Lullus Lullus konstruierte eine logische Maschine. Sie bestand aus sieben um ein Zentrum drehbaren konzentrischen Scheiben. Auf jeder dieser Scheiben waren Wörter notiert, die verschiedene Begriffe (z. B. Mensch, Wissen, Wahrheit, Ruhm, Wohl und Quantität) und logische Operatoren (z. B. Unterschied, Übereinstimmung, Widerspruch und Gleichheit) bezeichneten.

Durch Drehen dieser Scheiben ergeben sich verschiedene Verknüpfungen von Begriffen, die Schlussformen syllogistischen Typs entsprechen.

Jevons entwickelte eine logische Maschine. Sie war einem Klavier ähnlich und hatte 21 Tasten. Auf den Tasten der linken Hälfte der logischen Maschine waren Buchstaben notiert, die das Subjekt eines Urteils symbolisieren, auf den Tasten der rechten Seite Buchstaben, die das Urteilsprädikat symbolisieren. Die Mitteltaste spielte die Rolle der Kopula im Urteil. Seitentasten dienten zum Arretieren der der Maschine, und Tasten mit Punkten bezeichneten disjunktive Verknüpfungen. Zur Lösung einer logischen Gleichung musste man die Tasten entsprechend den Symbolen der Ausgangsprämissen drücken. Sobald die Maschine alle Prämissen erhalten hatte, gab sie den sich ergebenden Schlusssatz der Ableitung aus.

Zu den logischen Maschinen gehören auch die syllogistischen Maschinen.

L Schule

Leipziger Schule

Die Leipziger Schule der Gestaltpsychologie bildete sich um Felix Krueger.

Anders als die Grazer Schule und die Berliner Schule suchte die Leipziger Schule im Gefühlsgrund des Erlebens die Ursache solcher psychischen Phänomene wie die optische Wahrnehmung.

Krittheo

Kritische Theorie

Kritische Theorie wird die Philosophie der Frankfurter Schule genannt.

Kultur P

Kulturphilosophie

Alks Kulturphilosophie bezeichnet man jede philosophische Auseinandersetzung mit den Kulturleistungen des Menschen und dem Begriff der Kultur (Herder, T. S. Eliot, A. J. Toynbee), mit den methodologischen Grundlagen der Kulturwissenschaften (Windelband, Rickert, Cassirer) und die philosophiesche Kulturkritik (Georg Simmel, Spengler, Ortega y Gasset).