Dharmak

Dharmakirti (7. Jh.)

Der indische Logiker Dharmakirti verfasste sieben logische Traktate. Das in den Traktaten dargelegte System der Logik umfasst vier Abschnitte:

  1. die Wahrnehmung,
  2. die Schlussfolgerung für sich, wenn der Mensch etwas erkennt und noch nicht einem anderen weitergibt,
  3. die Schlussfolgerung für andere, wenn dem anderen etwas durch Worte weitergegeben wird.
  4. die logischen Fehler.

Der Schluss für andere tritt in zwei Formen auf:

  1. als Syllogismus der Ähnlichkeit und
  2. als Syllogismus des Unterschieds.

Die Schlüsse werden im Schluss sowohl mittels Analogie als auch mittels Kausalität und Negation verknüpft. oder

Bedeutsam sind seine Untersuchungen zu Schlüssen mit negierenden Prämissen.


Dharmott

Dharmottara (8. u. 9. Jh.)

Der indische Logiker Dharmottara, ein Vertreter der buddhistischen Logik, ist als Kommentator von Dharmakirti bekannt geworden.

Dharmottara leistete wesentliche Beiträge zur Weiterentwicklung der Logik der Ny&;ya.


Diderot

Denis Diderot (1713 – 1784)

Der französische Philosoph, ist Mitbegründer und Herausgeber der Enzyklpoädie.

Von Diderot stammt die Idee, dass die Empfindung möglicherweise eine allgemeine Eigenschaft der Materie ist. Die Atome sind Träger von Empfindungen, aus denen das Denken entsteht. Aus der Berührung der Atome entsteht das für die Menschen und das All einheitliche Bewußtsein.

In seiner Erkenntnistheorie antizipierte er die Lehre von den Reflexen.

Die Materie wird seiner Ansicht nach auf drei Arten erkannt:

  1. durch Beobachtung,
  2. durch Denken und
  3. durch Experiment.

Den Agnostizismus lehnte er entschieden ab und verteidigte die Idee von der Erkennbarkeit der Welt.

Nach Diderot bezeichnet Wissen eine zuverlässige und bewiesene Kenntnis. Unkenntnis setzt eine Idee von der Sache voraus, ohne dass ein angemessenes Urteil gebildet werden könnte.

Als Logik bezeichnete Diderot die Wissenschaft vom richtigen Denken und der gebührenden Verwendung unserer geistigen Fähigkeiten vermittels Definitionen, Einteilungen und Überlegungen.

Die Aufgabe der Logik sah Diderot darin, zu lehren, die Gedanken zur Erlangung der Wahrheit richtig zu verbinden.


Cousin

Victor Cousin (1792 – 1867)

Victor Cousin wurde 1814 Professor an der Sorbonne. Cousin ist ein Eklektiker. Er kämpft entschieden gegen Empirismus, Sensualismus und Materialismus und vertritt eine Form von Spiritualismus und Idealismus. Die Begriffe Idee und Vernunft spielen in seinen Lehren eine Hauptrolle.

Beeinflußt ist er u. a. durch Platon, die Schottische Schule, Kant, Schelling, Hegel, Maine de Biran. Er selbst beeinflußte u. a. Jouffroy, Garnier, Bouillier, Tissot und Ravaisson-Mollieu.

Cousin kämpfte für einen von der Kirche unabhängigen philosophischen Unterricht.


Daubert

Johannes Daubert

Weblinks


Couturat

Louis Couturat (1868 – 1914)

Der französische Philosoph und Logiker ist ein Schüler von Russell.

Couturat ist einer der Begründer der modernen Logik. Er findet Anfänge des Logikkalküls in unveröffentlichten Schriften von Leibniz. Couturat gab Schriften von Leibniz heraus.

David D

David von Dinant (gest. um 1200)

David von Dinant, ein Vertreter der Schule von Chartres vertritt unter dem Einfluss von Avencebrol und Johannes Scotus Eriugena einen Pantheismus. Gott, Geist, Materie sind dem Wesen nach eins. Die Körper bestehen aus der Materie (Hyle), die Seelen aus dem Geist (nous, Noys). In den ewigen Substanzen ist das primum indivisibile Gott. Die Formen sind nur sinnliche Erscheinungen der einen, materiellen und zugleich geistigen und göttlichen Substanz.

Cremon

Caesar Cremonius (1550 – 1631)

Der italienische Philosoph und Naturforscher Caesar Cremonius ist der letzte Vertreter der Paduaner Schule. Er ist Nachfolger von Zabarella. Da er mit Galilei befreundet war, kam er zeitweise in Konflikt mit der Inquisition.

Cremonius war 1573 bis 1590 Professor für Philosophie in Ferrara und dann Professor für Philosophie und Medizin in Padua.

Im Mittelpunkt seiner Naturphilosophie stand die Betonung der Selbständigkeit der Physik als Wissenschaft im aristotelischen Sinne.

Da Gott nicht als bewegende Ursache der Welt begriffen wird, bedarf die Erforschung der Welt auch keine Gotteserkenntnis.

Für den Bereich der unerschaffenen Welt behielt er das finalistische Bewegungskonzept bei.

David

David der Armenier (5. – 6. Jh.)

Der armenische Philosoph und Logiker David der Armenier (auch: David Anacht oder David der Unbesiegbare) studierte in Konstantinopel, Athen und Alexandria.

Er übersetzte mit seinen Schülern die Kategorien und De interpratione von Aristoteles ins Armenische und kommentierte diese Schriften. Er übersetzte und kommentierte auch die Einführung in die Kategorien des Aristoteles von Porphyrios. David der Armenier übersetzte u. a. auch Werke von Platon.

David der Armenier befasste sich intensiv mit Definitionen, wobei er insbesondere die Wechselbeziehung zwischen Bezeichnung und Definition, die Genese der Definitionen, ihre Arten, besonders die genetische Definition – und die Grundlagen untersucht, auf denen sie beruhen.

David der Armenier fordert die Vollständigkeit einer Definition, betont ihre gnoseologische Bedeutung und betrachtet die Beziehung zwischen Definition und Verfahren, die sie ersetzen können.

David der Armenier behandelt die Beziehungen zwischen den Regeln des deduktiven Schließens und induktiven Schließens sowie die Analogieschlüsse.

Die Erkenntnis selbst unterteilte David der Armenier in fünf Stufen: Empfindung, empirisches Wissen, Kunst, wissenschaftliches Wissen und Philosophie.

Die Philosophie ist die höchste Erkenntnisstufe. Sie operiert mit ewigen und unbestreitbaren Wahrheiten.


Crousaz

Jean Pierre de Crousaz (1663 – 1748)

Der Philosoph Jean Pierre de Crousaz, Erzieher des Prinzen Friedrich von Hessen-Kassel, war Professor in Lausanne und Gröningen.

Als Gegner der Popularphilosophie bekämpft er die Monadologie und die Lehre von der prästabilierten Harmonie.

In der Ästhetik betont de Crousaz die Einheit in der Mannigfaltigkeit.

Nach de Crousaz gibt es keine unbewussten Vorstellungen.