Oelzelt

Anton Oelzelt-Newin (gest. 1925)

Der Philosoph Anton Oelzelt-Newin war Privatdozent für Philosophie in Bern. Er gehört zu den Schülern von Alexius Meinong in dessen Wiener Zeit.

Seine Habilitation für Philosophie 1888 wurde – wie Meinong – berichtet von der Unterrichtsbehörde aus formellen Gründen nicht bestätigt [1].

Mit seiner Spende von Apparaten im Jahre 1893 legte er die Grundlage für das 1894 von Meinong begründe psychologische Laboratorium der Universität Graz [2].

Anton Oelzelt-Newin ist ein Vertreter der Grazer Schule.


[1] Meinong, A. In: Philosophie der Gegenwart in Selbstdarstellungen. Leipzig 21923, 105
[2] Meinong, A. In: Philosophie der Gegenwart in Selbstdarstellungen. Leipzig 21923, 105

Oetinger

Friedrich Christoph Oetinger (1702 – 1782)

Friedrich Christoph Oetinger ist ein Vertreter des Pietismus. Er ist stark von Böhme, Malebranche und Swedenborg beeinflußt.

Oetinger betont die Zusammengehörigkeit von Geist und Materie, sowie von Licht und Finsternis. Die Tinktur ist ein Mittelding zwischen Geist und Materie.

Das Leben geht nach Oetinger dem Denken und Sein voran.

In allen Dingen ist Lebensgeist (spiritus rector). Der Raum ist die wahre Substanz als Ort der Geister.

Der Wille zur Selbstoffenbarung ist der erste Trieb der Seele. Dieser Wille geht dem Verstand voran.

Ogarjow

Nikolaj Platonowitsch Ogarjow (1813 – 1877)

Nikolaj Platonowitsch Ogarjow ist ein Vertreter der revolutionären russischen Demokraten. Seine Position, von Feuerbach beeinflußt, trägt radikal atheistischen Charakter.


Ogden

Charles Kay Ogden (1889 – 1957)

Der amerikanische Sprachforscher Charles Kay Ogden ist vor allem als Schöpfer des Ogdenschen Dreiecks bekannt geworden.


Okkelo

Okkelo von Lukanien

Iamblichos erwähnt Okkelo in seiner Aufzählung der 17 Pythagoreerinnen. Bei Iamblichos ist sie die Schwester der Ekkelo und der Lukaner Brüder Okkelos und Okkilos.

Die Textstelle mit der Aufzählung lautet: " bedeutendsten Pythagoreerinnen: Timycha, die Frau des Myllias von Kroton, Philtys, die Tochter des Theophris von Kroton, Schwester des Byndakos, Okkelo und Ekkelo, die Schwestern der Lukaner Okkelos und Okkilos, Cheilonis, die Tochter des Lakedaimoniers Cheilon, die Lakonerin Kratesikleia, die Frau des Lakedaimoniers Kleanor, Theano, die Frau des Metapontiers Brotinos, Myia, die Frau des Milon von Kroton, Lasthenia aus Arkadien, Habroteleia, die Tochter des Habroteles von Tarent, Echekrateia von Phlius, Tyrsenis aus Sybaris, Peisirrhode aus Tarent, Theadusa aus Lakedaimon, Boio aus Argos, Babelyka aus Argos, Kleaichma, die Schwester des Lakedaimoniers Autocharidas. Insgesamt: 17." (Iamblichos: Pythagoras, 1963, 267)

Oft wird angenommen, dass es bei den vier Namen um nur eine historische Person geht.

Bei anderer Lesart des griechischen Textes wären Okkelos und Ekkelos die Brüder der Byndakis. Dann würde der Katalog allerdings nicht wie angegeben 17 Frauen aufzählen.

Stobaios exzerpierte von Okkelos ein kürzeres Fragment aus der Schrift Über das Gesetz.


Orbelian

Suchlan Saba Orbeliani (1658 – 1725)

Der georgische Politiker und Philosoph Suchlan Saba Orbeliani behandelt in seinem Vollständigen Wörterbuch des Georgischen u. a. Fragen der Logik, z. B. die Lehre des Porphyrios über Gattung, Art und den artbildenden Unterschied, über spezifische und zufällige Merkmale, über logsiche Operationen bei Einteilung und Definition eines Begriffes und über die Kategorien des Aristoteles.

Orbeliani definiert das Urteil als etwas, das entweder eine Bejahung oder eine Verneinung enthält. Er legt auch die Grundlagen der Syllogistik dar.


Nietzsch

Friedrich Nietzsche (1844 – 1900)

Der deutsche Philosoph Friedrich Nietzsche studierte Theologie (ein Semester) und Philologie in Bonn und Leipzig. Von 1870 bis 1879 war er Professor für Klassische Philologie in Basel. Seit Januar 1889 gilt Nietzsche als geisteskrank.

Online-Texte

Weitere Informationen

Weblinks


Nikarete

Nikarete von Megara (ca. 3. Jh. v. u. Z.)

Nikarete war eine Schülerin des Stilpon und wohl eng mit ihm befreundet. Sie wird der megarischen Schule zugerechnet.

Diogenes Laërtios schreibt: Stilpon "… war verheiratet, pflegte aber auch Umgang mit der Hetäre Nikarete, wie Onetor irgendwo berichtet." (Leben und Meinungen berühmter Philosophen, II 114).

Athenaios spricht von ihr als einer aus angesehener Familie stammenden Hetäre mit ausgezeichneter Bildung, die mit Stilpon studierte.

Weblinks


Nink

Caspar Nink (geb. 1885)

Caspar Nink ist ein Vertreter des Neothomismus.


Niphus

Augustinus Niphus (1473 – 1546)

Der italienische Philosoph und Mediziner Augustinus Niphus (eigentlich Agostino Nifo) ist ein bedeutender Vertreter des Renaissancearistotelismus. Er ist Schüler von Nicoletto Vernia und lehrte in Padua, Neapel, Rom und Pisa.

In seinen umfangereichen Kommentaren bzw. Editionen, u. a. zu Aristoteles und Averroës versuchte er eine adäquate lateinische Übersetzung.

Er vertrat anfangs die Auffassung des Averroës von der Einheit des Intellekts. Später distanzierte er sich von diesem und entwickelte einen gemäßten Averroismus.

1518 verfasste er eine Widerlegung der Auffassung von Pomponazzi über die Sterblichkeit der Seele.

Niphus nahm an, dass es eine unsterbliche, kollektive Gesamtseele gibt.

In der Physik wollte Niphus zwischen der Physik von Averroës und der Impetustheorie vermitteln.

Niphus vertrat eine hedonistische Ethik.