Oresme

Nikolaus von Oresme (um 1320 – 1382)

Der französische Philosoph Nikolaus von Oresme ist vor allem wegen seiner naturphilosophischen Arbeiten über Bewegung und impetustheoretische Probleme bekannt.

Nikolaus von Oresme bekämpfte die Astrologie u. a. mit dem Argument, dass die Bewegungen der Himmelskörper inkommensurabel sind und sich deshalb eine gegebene Planetenkonjunktion niemals wiederholen wird.


Origenes

Origenes (ca. 185 – ca. 254 u. Z.)

Der griechische Kirchenvater Origenes ist Schüler des Clemens von Alexandria und wahrscheinlich des Ammonios Sakkas.

Er leitete von 202 bis 231 die christliche Schule in Alexandria, danach in Caesarea.

Nachdem er Ägypten wegen eines Konflikts mit der Kirchenleitung verlassen musste, entwickelte er ein christliches System, in dem er das Christentum und die neuplatonische Emanationslehre zu vereinbaren suchte.


Ortwin

Ostap Ortwin

Ostap Ortwin (* 1873, † 1942) ist ein Vertreter der Lwow-Warschau-Schule. Er gehört nicht zu den direkten Schülern von Twardowski, war aber durch seinen Forschungsstil beeinflußt.

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Ossowska

Maria Ossowska

Maria Ossowska (* 1896, †  1974) ist eine Vertreterin der Lwow-Warschau-Schule. Sie ist die Frau von Stanis&;aw Ossowski.

Sie lieferte vor allem Ergebnisse zur Metaethik.

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Ossowski

Stanis&;aw Ossowski

Stanis&;aw Ossowski (* 1897, †  1963) ist ein Vertreter der Lwow-Warschau-Schule. Er ist der Mann von Maria Ossowska.

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Ostwald

Wilhelm Friedrich Ostwald (1853 – 1932)

Wilhelm Ostwald, geboren in Riga, war ab 1887 Professor der physikalischen Chemie in Leipzig.

Ostwald ist der Begründer des Energetismus, durch den er den wissenschaftlichen Materialismus überwinden will. Unter dem wissenschaftlichem Materialismus versteht er die Annahme, dass es hinter den energetischen Vorgängen und Zuständen einen besonderen Träger, die Materie, gibt und dass sich alle physikalischen Vorgänge auf mechanische, auf das Spiel von Atomen zurückführen lassen.

Nach Ostwald hat die Wissenschaft in rein empirisch-positiver Weise die Tatsachen zu beschreiben. Sie darf keine Hypothesen einfüren, welche über alle Erfahrungsmöglichkeit hinausgehen. Zugelassen sind jedoch vorläufige Annahmen (Protothesen) und Interpolationen (Ausfüllen von Erfahrungslücken).

Anschauliche Hypothesen und physikalische Bilder sind nicht zu verwenden. Daher ist der Atombegriff abzulehnen.

Die Energie ist das Gemeinsame aller Phänomene. Sie ist die wahre Substanz der Dinge und bedarf keines Trägers, da sie selbst das Wirkliche ist.

Alles, was wir von der Außenwelt wissen, können wir in der Gestalt von Aussagen über vorhandene Energien darstellen. Auch das Leben ist energetisch aufzufassen.

In der Erkenntnistheorie ist Ostwald Positivist, evolutionistischer Empirist und Relativist. Alles Denken muss sich auf Erfahrung stützen. Es muss an der Erfahrung geprüft werden und so lange berichtigt werden, bis es mit der Erfahrung übereinstimmt.

Raum, Zeit und Kausalität sind ererbte Vorstellungen.


Nowinski

Czes&;aw Nowinski (1907 – 1981)

Czes&;aw Nowinski ist ein Vertreter der Lwow-Warschau-Schule.


Numenios

Numenios von Apameia (2. Hälfte des 2. Jh. u. Z.)

Der antike Skeptiker Numenios stammt aus Apameia (Syrien). Er ist nach Diogenes Laërtios ein Schüler des Pyrrhon von Elis.

Er betrachtete Platon als Schüler des Pythagoras und Nachfolger des Weisen des Orients. Mitunter wird er daher als platonisierender Neupythagoreer bezeichnet.

Numenios verstand die Welt dualistisch: dem dreifach gestuften Göttlichen (oberste Gottheit: der eine Nus; der Demiurg als Weltbildner; der Kosmos als sein Abbild) steht der Materie gegenüber. Beide Prinzipien stehen in der empirischen Welt im Kampf miteinander.

Dementsprechend hat der Mensch eine vernünftige und eine vernunftlose Seele.

Philosophie lehrt ihn, das Göttliche vom Stofflichen zu trennen.

Diogenes Laërtios berichtet:

"Aber nur Numenios behauptet, er [d.h. Pyrrhon] habe auch dogmatisiert." (Leben und Meinungen berühmter Philosophen IX 68).

Die Stelle macht deutlich, dass Numenios mit dieser Meinung alleine stand.


Nyman

Alf Nyman (1884 – 1968)

Der Philosoph Alf Nyman war von 1930 bis 1949 Professor der Philosophie an der Universität Lund. Nyman ist durch die Neukantianer Larsson und Vaihinger stark beeinflußt.

Nyman versuchte – an Avenarius und Kant anknüpfend – die Ideen des Fiktionalismus auf die Raumanalogien anzuwenden. Er bezeichnete die Raumanalogien als falsch, aber zweckmäßig.

Nyman arbeitete auch zur Wissenschaftstheorie und zur Philosophiegeschichte.

Neurath

Otto Neurath

Otto Neurath (* 10. Dezember 1882 in Wien, &dagger, 22. Dezember 1945 in Oxford) war ein österreichischer Philosoph, Soziologe und Ökonom.

Er studierte zuerst in Wien, dann in Berlin Mathematik, Ökonomie, Geschichte und Philosophie. Er promovierte 1907 in Berlin, war zwischenzeitlich im österreichischen Kriegsministerium in der Wirtschaftsabteilung tätig und habilitierte sich 1917 in Heidelberg.

In der Münchner Räterepublik war er Präsident des Zentralwirtschaftsamtes, wurde aber nach deren Ende wegen Hochverrats zu eineinhalb Jahren Haft verurteilt. Er wurde allerdings vorzeitig entlassen und nach Wien abgeschoben.

Er gehörte dem linken Flügel des Wiener Kreis an und vertrat einen pragmatischen wissenschaftstheoretischen Ansatzes.

Zusammen mit dem Graphiker Gerd Arntz entwickelte er die Isotype, die Wiener Methode der Bildstatistik.

Nach den Ereignissen des 12. Februar 1934 und der Errichtung des Ständestaates emigrierte er zunächst in die Niederlande nach Den Haag, musste aber 1940 weiter nach England flüchten, um seine Arbeit fortzusetzen.

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