Ogarjow

Nikolaj Platonowitsch Ogarjow (1813 – 1877)

Nikolaj Platonowitsch Ogarjow ist ein Vertreter der revolutionären russischen Demokraten. Seine Position, von Feuerbach beeinflußt, trägt radikal atheistischen Charakter.


Ogden

Charles Kay Ogden (1889 – 1957)

Der amerikanische Sprachforscher Charles Kay Ogden ist vor allem als Schöpfer des Ogdenschen Dreiecks bekannt geworden.


Okkelo

Okkelo von Lukanien

Iamblichos erwähnt Okkelo in seiner Aufzählung der 17 Pythagoreerinnen. Bei Iamblichos ist sie die Schwester der Ekkelo und der Lukaner Brüder Okkelos und Okkilos.

Die Textstelle mit der Aufzählung lautet: " bedeutendsten Pythagoreerinnen: Timycha, die Frau des Myllias von Kroton, Philtys, die Tochter des Theophris von Kroton, Schwester des Byndakos, Okkelo und Ekkelo, die Schwestern der Lukaner Okkelos und Okkilos, Cheilonis, die Tochter des Lakedaimoniers Cheilon, die Lakonerin Kratesikleia, die Frau des Lakedaimoniers Kleanor, Theano, die Frau des Metapontiers Brotinos, Myia, die Frau des Milon von Kroton, Lasthenia aus Arkadien, Habroteleia, die Tochter des Habroteles von Tarent, Echekrateia von Phlius, Tyrsenis aus Sybaris, Peisirrhode aus Tarent, Theadusa aus Lakedaimon, Boio aus Argos, Babelyka aus Argos, Kleaichma, die Schwester des Lakedaimoniers Autocharidas. Insgesamt: 17." (Iamblichos: Pythagoras, 1963, 267)

Oft wird angenommen, dass es bei den vier Namen um nur eine historische Person geht.

Bei anderer Lesart des griechischen Textes wären Okkelos und Ekkelos die Brüder der Byndakis. Dann würde der Katalog allerdings nicht wie angegeben 17 Frauen aufzählen.

Stobaios exzerpierte von Okkelos ein kürzeres Fragment aus der Schrift Über das Gesetz.


Orbelian

Suchlan Saba Orbeliani (1658 – 1725)

Der georgische Politiker und Philosoph Suchlan Saba Orbeliani behandelt in seinem Vollständigen Wörterbuch des Georgischen u. a. Fragen der Logik, z. B. die Lehre des Porphyrios über Gattung, Art und den artbildenden Unterschied, über spezifische und zufällige Merkmale, über logsiche Operationen bei Einteilung und Definition eines Begriffes und über die Kategorien des Aristoteles.

Orbeliani definiert das Urteil als etwas, das entweder eine Bejahung oder eine Verneinung enthält. Er legt auch die Grundlagen der Syllogistik dar.


Oresme

Nikolaus von Oresme (um 1320 – 1382)

Der französische Philosoph Nikolaus von Oresme ist vor allem wegen seiner naturphilosophischen Arbeiten über Bewegung und impetustheoretische Probleme bekannt.

Nikolaus von Oresme bekämpfte die Astrologie u. a. mit dem Argument, dass die Bewegungen der Himmelskörper inkommensurabel sind und sich deshalb eine gegebene Planetenkonjunktion niemals wiederholen wird.


Origenes

Origenes (ca. 185 – ca. 254 u. Z.)

Der griechische Kirchenvater Origenes ist Schüler des Clemens von Alexandria und wahrscheinlich des Ammonios Sakkas.

Er leitete von 202 bis 231 die christliche Schule in Alexandria, danach in Caesarea.

Nachdem er Ägypten wegen eines Konflikts mit der Kirchenleitung verlassen musste, entwickelte er ein christliches System, in dem er das Christentum und die neuplatonische Emanationslehre zu vereinbaren suchte.


Ortwin

Ostap Ortwin

Ostap Ortwin (* 1873, † 1942) ist ein Vertreter der Lwow-Warschau-Schule. Er gehört nicht zu den direkten Schülern von Twardowski, war aber durch seinen Forschungsstil beeinflußt.

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Ossowska

Maria Ossowska

Maria Ossowska (* 1896, †  1974) ist eine Vertreterin der Lwow-Warschau-Schule. Sie ist die Frau von Stanis&;aw Ossowski.

Sie lieferte vor allem Ergebnisse zur Metaethik.

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Ossowski

Stanis&;aw Ossowski

Stanis&;aw Ossowski (* 1897, †  1963) ist ein Vertreter der Lwow-Warschau-Schule. Er ist der Mann von Maria Ossowska.

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Ostwald

Wilhelm Friedrich Ostwald (1853 – 1932)

Wilhelm Ostwald, geboren in Riga, war ab 1887 Professor der physikalischen Chemie in Leipzig.

Ostwald ist der Begründer des Energetismus, durch den er den wissenschaftlichen Materialismus überwinden will. Unter dem wissenschaftlichem Materialismus versteht er die Annahme, dass es hinter den energetischen Vorgängen und Zuständen einen besonderen Träger, die Materie, gibt und dass sich alle physikalischen Vorgänge auf mechanische, auf das Spiel von Atomen zurückführen lassen.

Nach Ostwald hat die Wissenschaft in rein empirisch-positiver Weise die Tatsachen zu beschreiben. Sie darf keine Hypothesen einfüren, welche über alle Erfahrungsmöglichkeit hinausgehen. Zugelassen sind jedoch vorläufige Annahmen (Protothesen) und Interpolationen (Ausfüllen von Erfahrungslücken).

Anschauliche Hypothesen und physikalische Bilder sind nicht zu verwenden. Daher ist der Atombegriff abzulehnen.

Die Energie ist das Gemeinsame aller Phänomene. Sie ist die wahre Substanz der Dinge und bedarf keines Trägers, da sie selbst das Wirkliche ist.

Alles, was wir von der Außenwelt wissen, können wir in der Gestalt von Aussagen über vorhandene Energien darstellen. Auch das Leben ist energetisch aufzufassen.

In der Erkenntnistheorie ist Ostwald Positivist, evolutionistischer Empirist und Relativist. Alles Denken muss sich auf Erfahrung stützen. Es muss an der Erfahrung geprüft werden und so lange berichtigt werden, bis es mit der Erfahrung übereinstimmt.

Raum, Zeit und Kausalität sind ererbte Vorstellungen.