Suszko

Roman Suszko

Der polnische Logiker Roman Suszko (* 1919, †  1979) ist mit seinen Arbeiten zur Nicht-Fregischen Logik bekannt geworden.

Online-Texte

Literatur

  • M. Omyla: Roman Suszko – From Diachronic Logic to Non-Fregean Logic. In: Polish Philosophers of Science and Nature in the 20th Century. (Ed. by Wladyslaw Krajewski) Amsterdam-Atlanta 2000
  • Omyla Mieczyslaw/Zygmunt Jan: Roman Suszko (1919 – 1979): a bibliography of the published work with an outline of his logical investigations, Studia Logica 43 (1984), 421 – 441

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Stauding

Franz Staudinger

Der Neukantianer Franz Staudinger (* 1849 in Wallerstätten, † 1921) war Gymnasialprofessor in Darmstadt.

Er verbindet Kant’s Kritizismus mit dem Marxismus. Der höchste Wert ist ein vollkommenes Gemeinschaftsleben. Was dorthin führt, ist sittlich.

Werke

  • Noumena. Darmstadt 1884
  • Das Sittengesetz. 1887
  • Ethik und Politik. 1899
  • Sprüche der Freiheit wider Nietzsche und die Herrenmoral. 1904
  • Wirtschaftliche Grundlagen der Moral. 1907
  • Kulturgrundlagen der Politik. 2 Bde., 1914
  • Religion in Vernunft und Leben. 1916


Swiezaw

Stefan &;wie&;awski (geb. 1907)

Stefan &;wie&;awski ist ein Vertreter der Lwow-Warschau-Schule.

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Stebbing

Lizzie Susan Stebbing

Die englische Philosophin und Logikerin Lizzie Susan Stebbing (* 2. Dezember 1885, † 1943) studierte am Girton College und an der University of London.

Von 1913-1915 arbeitete sie am Kings College, ab 1920 am Bedford College und bis 1924 an der University of London. Von 1933-1943 war sie dort Professorin für Philosophie.

Stebbing gehört zur Cambridge Analytical School und war mit Wittgenstein befreundet.

Werke

  • Pragmatism and French Voluntarism. 1912 (Diss.)
  • A Modern Introduction to Logic. 1930
  • Ideals and Illusions
  • Logical Positivsm and Analysis
  • Philosophy and the Physicists

Online-Texte

  • On Constructions (engl.)
  • Postulational Systems and Principia Mathematica (engl.)

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Syrianos

Syrianos aus Alexandreia

Syrianos aus Alexandreia (lat. Syrianus, † um 450) ist ein Vertreter der athenischen Schule des Neuplatonismus.

Er ist Schüler von Plutarchos und ab 431 u. Z. dessen Nachfolger. Syrianos ist Lehrer von Proklos und Hermias.

Er ist vor allem durch Kommentare zu Aristoteles und Platon bekannt geworden.

Syrianos betrachtet die Aristotelische Philosophie als eine Vorbereitung für die neupythagoreisch-neuplatonische Philosophie. Er unterscheidet vom Einen das Intelligible, den Geist, der die Ideen einschließt, an deren Spitze der Demiurg steht. Die Ideen sind intellektuelle Zahlen.

Literatur

  • Jöcher, Christian Gottlieb: Allgemeines Gelehrten-Lexicon, Bd. 4, 973

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Stein

Edith Stein

Die deutsche Philosophin Edith Stein (* 1891, † ca. 9. August 1942 in Auschwitz-Birkenau ermordet) studierte ab 1911 Psychologie in Breslau, wechselte dann nach Göttingen und studierte bei Husserl, dem sie auch nach Freiburg folgte.

1922 gab sie ihre Assistentenstelle bei Husserl auf. Sie siedelte in die Pfalz über und begann eine Lehrtätigkeit an einer Mädchenschule der Dominikanerinnen in Speyer. 1932 wechselte sie nach Münster an das Institut für Pädagogik. 1934 trat sie in Köln in den Orden der Karmelitinnen ein.

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Szaniaw

Klemens Szaniawski

Der polnische Ethiker und Logiker Klemens Szaniawski (* 3. März 1925 in Warschau, 5. März 1990) studierte in Warschau Und ist Schüler von Tadeusz Kotarbi&;ski, Jan &;ukasiewicz, Maria Ossowska, Stanis&;aw Ossowski, W&;adis&;aw Tatarkiewicz und Henry Hiz. Er gehört zur Lwow-Warschau-Schule. Nach dem 2. Weltkrieg wirkte er in Lódz und später in Warschau.

Er arbeitete vor allem zur Anwendung formaler Methoden in der Ethik und der Statistik. So versuchte er Inferenzmethoden auf die Statistik anzuwenden.

Literatur

  • J. Wolenski: Klemens Szaniawski – Rationality and Statistical Methods. In: Polish Philosophers of Science and Nature in the 20th Century. (Ed. by Wladyslaw Krajewski) Amsterdam-Atlanta 2000

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Steiner

Rudolf Steiner

Rudolf Steiner (* 27. Februar 1861 in Kraljevec, Österreich-Ungarn, heute Kroatien, † 30. März 1925 in Dornach (bei Basel)) studierte an der Wiener Technischen Hochschule Mathematik und Naturwissenschaften, aber auch Philosophie, Literatur und Geschichte.

Steiner war von 1890 bis 1897 Mitarbeiter an der Weimarer Goethe-Ausgabe. 1891 veröffentlichte er eine philosophische Dissertation in Rostock mit seinem später unter dem Titel Wahrheit und Wissenschaft. Vorspiel einer Philosophie der Freiheit erschienen Werk. In dieser Zeit entstanden mehrere philosophische und philosophiegeschichtliche Schriften, unter ihnen auch die Philosophie der Freiheit von 1894. Sein Habilitationsversuch von 1894 scheiterte.

Von 1899 bis 1904 lehrte er an der Arbeiter-Bildungsschule in Berlin. Ab 1901 begann seine Vortragstätigkeit zunächst innerhalb der Theosophischen Gesellschaft. Nach seiner Trennung von der Theosophischen Gesellschaft im Jahre 1913, er war ab 1902 Generalsekretär der deutschen Sektion, widmete er seine Arbeit der Anthroposophischen Gesellschaft (seit 1923: Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft). Sein umfangreiches Gesamtwerk beruht zum großen Teil auf stenographischen Mitschriften seiner Vorträge.

In dieser Zeit entwickelte Steiner seine Anthroposophie, eine esoterische und zugleich christlische Lehre. Die Antroposophie baute er in den folgenden Jahren aus.

Steiners Denken ist sowohl am deutschen Idealismus als auch an Goethe geschult. Er vertritt einen ontologischen Monismus, in dem Geist und Materie verschiedene Rezeptionsqualitäten ein und derselben Wirklichkeit sind.

Es gibt nach Steiner keine außerhalb unserer Welt liegenden Prinzipien. Die philosophische Untersuchung muss – so Steiner – die Untersuchung der reinen Ideenwelt und des Wahrnehmungsvermögens beinhalten.

Wahrheit ist ein freies Erzeugnis des Menschengeistes und existiert nur, wenn sie der Mensch hervorbringt. Der Mensch ist nicht Zuschauer, sondern durch sein geistiges Schaffen Bestandteil des Weltgeschehens. Auch sittliche Ideale sind nichts Äußeres, sondern etwas im Menschen vorhandenes. Es gibt keine äußere Macht als deren Gebote wir unsere Sittengesetze ansehen müssen.

Sittliche Ideale sind ein freies Erzeugnis des Menschen und werden von diesen selbst als Norm gesetzt. Grundlage der Sittenlehre ist damit die freie Persönlichkeit.

Solange wir jedoch die Handlungsgesetze nicht vollkommenen ideell durchdrungen haben, kann ein außenstehender, der sich auf einer höheren Erkenntnisstufe befindet, erkennen, inwieweit unser Tun in der Individualität begründet ist. Wenn dem einzelnen Menschen gelingt, ein Motiv seines Handelns zu erkennen, gewinnt er an Freiheit.

Steiner hat ein hierarchisches Erkenntnisbild und unterscheidet mehrere Erkenntnisstufen, deren erste vier die materielle Erkenntnis, die imaginative Erkenntnis, die inspirierte oder willensartige Erkenntnis und die intuitive Erkenntnis sind.

Er fordert eine Dreigliederung des sozialen Organismus in einen selbständigen Geistes- (Schule, Erziehung), Rechts- und Wirtschaftsorganismus, deren Zusammenhalt dadurch gewährleistet werden soll, dass die Menschen mit ihren Interessen allen drei Teilen anghören. Hintergrund für die Forderung einer Dreigliederung ist Steiners These, dass die Abhängigkeit des Geisteslebens und Rechtswesens vom Wirtschaftsleben zum 1. Weltkrieg geführt hat.

Die Anthroposophie Steiners ist Bestandteil der Waldorf-Pädagogik, der anthroposophischen Medizin und des biologisch-dynamischen Landbaus, was dazu führt, dass seine philosophischen Ansichten in diesem Umfeld auch heute noch diskutiert werden.

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Szumowsk

W&;adys&;aw Szumowski

W&;adys&;aw Szumowski (* 1875, † 1954) ist ein Vertreter der Lwow-Warschau-Schule. Er gehört nicht zu den direkten Schülern von Twardowski, war aber durch seinen Forschungsstil beeinflußt.

Szumowski beschäftigte sich vor allem mit philosophischen Problemen der Philosophie. Er war 1920 der erste in der Welt, der einen Lehrstuhl für philosophische Probleme der Medizin innehatte (in Krakow).

Werke

  • Historia medycyny filozoficznie ujeta. Kraków 1935

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Steward

Dugald Stewart

Dugald Stewart (* 22. November 1753 in Edinburgh, † 11. Juni 1828 in Kinneilhouse) ist ein Vertreter der Schottischen Schule. Er war 1785 – 1810 Professor in Edinburgh.

Stewart bezeichnet die selbstgewissen Grundsätze des common sense als Grundgesetze der menschlichen Überzeugung (fundamental laws of human belief).

Die Existenz des Ich ist keine Empfindungstatsache, sondern eine Eingebung (Suggestion) des Verstandes. Das Dasein der Objekte der Außenwelt ergibt sich aus der von unserem Willen unabhängigen wiederholten Wahrnehmung desselben Dinges und aus der Voraussetzung einer einheitlichen und festen Naturordnung.

Die Gewohnheit erklärt Stewart aus der Vorstellungsassoziation.

Die Sittlichkeit ist eine Neigung, dem Gewissen gemäß zu handeln.

Werke

  • Elements of the philosophy of human mind, 3 Bde., 1792-1827
  • Outlines of the moral philosophy. Edinburgh 1793
  • Philosophical essays. Edinburgh 1810
  • Philosophy of the active and moral powers. Edinburgh 1828
  • Collected Works. 11 Bde., 1854 ff.

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