Strawson

Peter Frederick Strawson

Peter Frederick Strawson (* 23. November 1919 in London) ist ein Philosoph, der der Richtung der Philosophie der normalen Sprache. Er war Waynflete Professor of Metaphysical Philosophy an der Universität von Oxford von 1968 bis 1987. Strawson wurde bekannt durch seinen Artikel On Referring (1950), einer Kritik an Bertrand Russells Theory of Descriptions.

Strawsons Philosophie, die er deskriptive Metaphyik nennt, ist durch eine Anwendung Kantianischer Gedankengänge auf die moderne Sprachphilosophie gekennzeichnet. Strawson trug damit nicht nur zu einer Kant-Renaissance in der angelsächsischen Philosophie bei, sondern entfachte zudem eine neue Debatte um die Möglichkeit transzendentaler Argumente. Strawson hat zudem sehr einflussreiche Arbeiten zum Wahrheitsbegriff, zum Skeptizismusproblem und zum Begriff des Analytischen verfasst.

Werke

  • Introduction to Logical Theory. London 1952.
  • Individuals: An Essay in Descriptive Metaphysics. London 1959.
  • The Bounds of Sense: An Essay on Kant’s Critique of Pure Reason. London 1966.
  • Analysis and Metaphysics: An Introduction to Philosophy. Oxford 1992.
  • Entity and Identity. Oxford 1997.
  • Truth. In: Analysis, 1949.
  • On Referring. In: Mind, 1950.
  • In Defense of a Dogma. mit H. P. Grice. In: Philosophical Review, 1956.
  • Logical Subjects and Physical Objects. In: Philosophy and Phenomenological Research, 1957.
  • Singular Terms and Predication. In: Journal of Philosophy, 1961.
  • Universals. In: Midwest Studies in Philosophy, 1979.

Literatur

  • The Philosophy of P. F. Strawson. Louis Hahn, ed. Open Court, 1998.
  • Richard Kirkham, Theories of Truth, 1992. (Kapitel 10 enthält eine detaillierte Diskussion von Strawsons performativer Theorie der Wahrheit.)

Strodus

Radulphus Strodus

Der englische Logiker und Pädagoge Radulphus Strodus (auch: Ralph Strode, ca. 1370) nahm im Nominalismus-Streit eine vermittelnde Position ein.

Interessant sind seine Untersuchungen zur formalen Implikation und zur modalen Logik. Neben den Wahrheitswerten "wahr" und "falsch" verwendete er den Wahrheitswert "zweifelhaft" (dubium).

Werke

  • Logica
  • Consequentiarum formulae
  • Obligationes

Literatur

  • Jöcher, Christian Gottlieb: Allgemeines Gelehrten-Lexicon, Bd. 4, 886

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Strumpf

Carl Stumpf

Der deutsche Philosoph und Psychologe Carl Stumpf (* 21. April 1848 in Wiedentheid (Bayern), † 25. Dezember 1936 in Berlin) ist ein Schüler von Franz Brentano und Lotze.

Er unterrichtete in Göttingen, in Würzburg, Prag, Halle, München und Berlin.

In seiner Abhandlung Zur Einteilung der Wissenschaften (1906) entwickelt Stumpf den Unterschied von Natur- und Geisteswissenschaften auf der Grundlage der Unterscheidung von Physischem und Psychischem. Auch den Begriff Sachverhalt hat er in die Philosophie eingeführt.

Online-Texte

  • Autobiography (engl.)

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Sulzer

Johann Georg Sulzer

Johann Georg Sulzer (* 16. Oktober 1720 in Winterthur, † 25. Februar 1779 in Berlin) war Professor in Berlin. Er ist ein Anhänger von Wolff.

Empfindungen sind die lust- und unlustbetonten verworrenen Vorstellungen, die sich auf unseren eigenen Zustand beziehen. Sie zeigen die Förderung oder Schwächung unseres Zustandes an.

Sulzer stellt die Gefühle zwischen die eigentlichen, klaren Vorstellungen und die Begehrungen. Der Zweck des Handelns ist Glückseligkeit.

Die Seele des Menschen ist unsterblich.

Werke

  • Unterredungen über die Schönheit der Natur. 1750
  • Gedanken über den Ursprung der Wissenschaften und schönen Künste. 1762
  • Allgemeine Theorie der schönen Künste. 1771-74
  • Vermischte philosophische Schriften. 1773 u. 1781

Online-Texte

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Slupecki

Jerzy S&;upecki

Jerzy S&;upecki (*1904, †  1987) ist ein Vertreter der Lwow-Warschau-Schule.

Von ihm stammt u. a. die Ergänzung des dreiwertigen &;ukasiewiczschen Systems &;3 zu einem funktional vollständigen System &;3S sowie dessen Axiomatisierung [1]. Dieses Ergebnis ist eine der zentralen Resultate der mehrwertigen Logik.

Weblinks


[1] S&;upecki, J.: Der volle dreiwertige Aussagenkalkül, Comptes Rendus Séances Société des Sciences et Lettrres Varsovie, cl. III, 29 (1936), 9 – 11


Spranger

Eduard Spranger

Der Pädagoge, Psychologe und Philosoph Eduard Spranger (* 27. Juni 1882 in Groß-Lichterfelde bei Berlin, † 17. September 1963 in Tübingen) war ab 1911 Professor in Leipzig. 1920 ging er nach Berlin und ab 1946 wirkte er in Tübingen. Er war 1936 – 1937 auch Gastprofessor in Japan.

Spranger knüpft an Dilthey und ist der Lebensphilosophie zuzurechnen. Spranger unterschied verschiedene Lebensformen, insbesondere den theoretischen, ästhetischen, sozialen, ökonomischen und religiösen Menschen sowie den Machtmenschen.

Er hat u. a. viel zu W. von Humboldt gearbeitet und gehört in der Pädagogik zur geisteswissenschaftlichen Schule, d. h. zu derjenigen Schule, die die Pädagogik als eine Geisteswissenschaft auffasst und eher mit hermeneutischen als mit naturwissenschaftlichen Methoden an die pädagogische Analyse geht.

Werke

  • Die Grundlagen der Geschichtswissenschaft, 1905
  • W. von Humboldt und die Humanitätsidee, 1909
  • W. von Humboldt und die Neubegründung des humanist. Bildungswesens. 1910
  • Lebensformen. Halle 1921
  • Psychologie des Jugendalters. Leipzig 1924.

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Smigleck

Marcin &;miglecki

Der polnische Theologe, Philosoph und Logiker Marcin &;miglecki (lat.: Martinus Smiglesius, * 1564 in Lemberg, † 26. Juli 1618 in Kalisch (heute: Kalisz)) studierte ab 1585 in Rom und lebte dann 14 Jahre in Vilnius.

&;miglecki schrieb ein Lehrbuch über Logik Logic selectis disputationisbus et quaetionibus illustrata (1618). Außer zahlreichen theologischen Schriften verfasste er auch eine Ethik.

Werke

  • O lichwie y trzech przednieyszych kontrakciech: wyderkowym, czynszowym, y Towarzystwa kupieckiego, nauka krotka, 1596
  • Nodus Gordius, seu de vocatione ministrorum disputatio. Krakow 1609
  • Vana sine viribus ira ministrorum evangelicorum. Köln 1611 Nova monstra novi Arianismi seu absurdae haereses a novis Arianis in Poloniam importatae … refutatae. 1612
  • Verbum caro factum. Krakow 1613.
  • De baptismo adversus Hieronymus Moscorovium Adrianum liber unus. Krakow 1615
  • De Christo vero et naturali Dei filio … libri duo. Krakow 1615
  • De erroribus novorum Arianorum libri duo. Krakow 1615
  • De ordinatione sacerdotum in ecclesia romana, adversus J. Zaborovii … dissertationem. Krakow 1617
  • Logica selectis disputationibus et quaestionibus illustrata. 1618

Literatur

  • Jöcher, Christian Gottlieb: Allgemeines Gelehrten-Lexicon, Bd. 4, 646

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Stael

Anne Louise Germaine Necker Staël-Holstein

Die französische Schriftstellerin und Philosophin Anne Louise Germaine Necker Staël-Holstein (* 22. April 1766 in Paris, † 14. Juli 1817 in Paris) veröffentlichte 1788 ihre Lettres sur le caractère et les écrits de Jean-Jacques Rousseau. Außer dieser philosophischen Schrift veröffentlichte sie mehrere Schriften zu nicht-philosophischen, insbesondere zu politischen Themen.

Werke

  • Lettres sur le caractère et les écrits de Jean-Jacques Rousseau. 1788
  • Delphine. 1802
  • Corinne ou l’Italie. 1807
  • De l’Allemagne. 1813
  • Considérations sur la Révolution française. 1818

Online-Texte

Weblinks


Smolka

Franciszek Smolka

Der Papyrologe, Bibliothekar und Philosophiehistoriker Franciszek Smolka (* 1883, † 1947) ist ein Vertreter der Lwow-Warschau-Schule.


Smuts

Jan Christiaan Smuts

Der Anwalt, Politiker und Philosoph Jan Christiaan Smuts (* 24. Mai 1870 in Malmesbury, Kapkolonie, † 11. September 1950 in Irene (bei Pretoria)) systematisierte den von Haldane begründeten methodischen Holismus.

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