Walfisz
Meczys&;aw Wallis-Walfisz
Meczys&;aw Wallis-Walfisz (* 1895, † 1975) ist ein Vertreter der Lwow-Warschau-Schule.
Er befasst sich vor allem mit der deutschen Philosophie und insbesondere mit Hegel, Kant und Schopenhauer. Wie die Brüder Edward Caird und John Caird wollte er Hegels Philosophie vor allem nutzen, um das Christentum zu verteidigen.
Das Absolute ist eine einheitliche Erfahrungsgesamtheit.
Wasiljew bezeichnete die Dinge als Empfingungskomplexe.
Wasiljew wollte ein Logiksystem konstruieren, in dem die Wirkungsweise des Satzes vom Widerspruch und des Satzes vom ausgeschlossenen Dritten begrenzt ist.
Unter einer solchen Logik verstand Wasiljew eine Metalogik, eine imaginäre Logik, in der die Regeln der Aussagenverknüpfung vom Subjekt selbst bestimmt werden können. Eine solche Logik gilt nicht in der Welt der objektiven Dinge, bedarf aber zum eingehenden Verständnis der traditionellen Aristotelischen Logik.
Er verglich die nicht-aristotelischen Logik mit der nicht-euklidischen Geometrie.
Auf der Suche nach der imaginären Logik entdeckte Wasiljew eine Reihe von Sätzen, die einige Thesen der später entstandenen konstruktiven Logik vorwegnahm.
Wasiljew unterteilte die Urteile in Tatsachen und Begriffsurteile. Seine Interpretation bestimmter numerischer Urteile, die die Eigenschaft einer bestimmten Anzahl von Gegenständen abbilden, und von unbestimmten numerischen Aussagen nimmt einige Interpretationen logischer Sätze durch die Begründer der intuitionistischen Logik von Brouwer und Weyl vorweg.
Er war mit Thomas Morus, G. Budé und Erasmus von Rotterdam befreundet.
Eigene Beiträge liefert er vor allem zur Affektenlehre.
Er war antischolastisch eingestellt und forderte auf die Natur und nicht so sehr auf Aristotles zu schauen, genau so wie es auch Aristoteles selbst getan habe. Er wandte sich durch solche Argumente gegen den Autoritätsglauben und argumentierte für eine erfahrungsgeleitete Wissenschaft. So interessiert ihn nicht so sehr, das Wesen der Seele, sondern vor allem wie sie funktioniert.
Von der Metaphysik hielt er konsequenterweise wenig.
In der Ethik steht er Platon und der Stoa nahe, die er für besser mit dem christlichen Glauben vereinbar hält als die aristotelische Ethik.
Vives ist häufig als Vorläufer von Bacon und Descartes betrachtet worden. Gassendi und Ramus berufen sich auf ihn.
Er wurde 1847 Professor in Gießen. Er war 1848 Mitglied des Parlaments und lebte dann in Bern und Nizza. Von 1852 bis 1895 war er Professor in Genf.
Vogt ist ein führender Materialist des 19. Jahrhunderts. Er argumentiert gegen den Dualismus und gegen die Annahme einer immateriellen, unsterblichen Seelensubstanz.
Er identifiziert die Seele mit den psychischen Gehirnfunktionen. Die Seele vergeht nach dem Tod, weil die psychischen Gehirnfunktionen voneinander abhängen.
Wie das Bewusssein aus den Gehirnzellen entsteht, hält Vogt für unerklärbar.
Die Zeitgenossen hat eine Äußerung in Köhlerglauben und Wissenschaft besonders empört. Er schreibt, "das die Gedanken etwa in demselben Verhältnis zum Gehirn stehen, wie die Galle zu der Leber oder der Urin zu den Nieren".
Johannes Volkelt ist von Hegel, Schopenhauer, Hartmann, Kant und Hume beeinflusst.
Er will eine kritische Metaphysik aufstellen, d. h. die Metaphysik mit einer skeptisch-kritischen Herangehensweise verbinden. Dabei f&¨hrt er auch zahlreiche psychologische Argumente in seine Theorie ein.
Volkelt definiert die Erkenntnistheorie als die Wissenschaft, "welche sich die Möglichkeit und Berechtigung des Erkennens in seinem vollen Umfange und von Grund aus zum Probleme macht" [Volkert, Johannes: Erfahrung und Denken. 1886, 9].
Die Erkenntnistheorie ist "Theorie der Gewißheit" [Volkert, Johannes: Erfahrung und Denken. 1886, 15].
Volkelt unterscheidet erkenntnistheoretisches von einem psychologischen a priori. Zum erkenntnistheoretischen a priori schreibt er:
"Unter jenem ist die unbezweifelbare Tatsache zu verstehen, daß die eigentümlichen Functionen des Denkens nicht durch die Erfahrung gegeben sind; also daß das Denken Leistungen vollzieht, zu denen es die Erfahrung als solche nicht berechtigt, deren es unter bloßer Zugrundelegung der Erfahrung niemals fähig wäre." [Volkert, Johannes: Erfahrung und Denken. 1886, 494]
Und zum psychologischen a priori heißt es:
"Dagegen will die psychologische Apriorität mehr besagen: sie hat den Sinn, daß die Functionen des Denkens aus der Erfahrung überhaupt nicht entsprungen sein können, daß es neben der Erfahrung besondere und ursprüngliche Functionen gibt, deren Inbegriff man eben als Denken bezeichnet" [Volkert, Johannes: Erfahrung und Denken. 1886, 494]
Die Logik ist nach Volkelt ein Teil der Erkenntnistheorie.
Volkelt schreibt: "Derjenige Factor, an dessen Vorhandensein unabänderlich das Eintreten oder Bestehen eines andern geknüpft ist, heißt die Ursache" [Volkert, Johannes: Erfahrung und Denken. 1886, 226].
Entscheidend ist, dass die eine "Erscheinung für eine andere bestimmend, maßgebend ist". [Volkert, Johannes: Erfahrung und Denken. 1886, 89] Kausalität ist die "unabänderliche Regelmäßigkeit in der Verbindung zweier Factoren oder Factorencomplexe" [Volkert, Johannes: Erfahrung und Denken. 1886, 226].
Er hat sich in mehreren Werken mit der Ästhetik befasst.
Von 1726 bis 1729 hielt sich Voltaire im Exil in England auf. Dort wurde er durch die Werke von Locke und Newton stark angeregt.
Voltaires Begeisterung für das Englische schlug sich in den Lettres philosophiques nieder, die er 1731 schrieb und die 1734 gedruckt wurden. Den Briefen war ein Text gegen Blaise Pascal angefügt, der ihm Schwierigkeiten einbrachte.
In der Traité de métaphysique (1736) befasst er sich mit naturphilosophischen und theologischen Themen.
1756 begann er seine Mitarbeit an der 1746 von Diderot und d’Alembert initiierten Encyclopédie.
In der philosophischen Erzählung Candide ou l’optimisme (1759) greift er den Naturoptimismus von Rousseau und Leibnitz‘ optimistische These, dass wir in der beste aller möglichen Welten leben, an.
Das Dictionnaire philosophique portatif (1764) knüpft an Voltaires Beiträgen für die Encyclopédie an. Er liefert in diesem Werk eine ausführliche Religionskritik und entwickelt eine eigene Version des Sensationalismus.
Er wird dem Neukantianismus zugerechnet.
Er hat versucht die kritischen Methode Kants auf die praktischen Philosophie anzuwenden. Er wollte so Kant mit den Sozialwissenschaften, insabesondere mit dem Marxismus zusammenbringen. Er steht mit dieser Position Cohen und Natorp nahe.
Der kategorische Imperativ wird dabei sozial gefasst. Die oberste Idee der Ethik ist die Gemeinschaft freiwollender Menschen.
Gemeinsam mit Gustave Cohen und unterstützt von der Rockefeller Foundation gründete er in New York eine Exiluniversität, die École Libre des Hautes Études.
Wahl begann seine Karriere als Nachfolger von Henri Bergson. Er ist ein Mitbegrüder des französischen Hegelianismus in den 1930er Jahren. Neben Hegel interessierte ihn auch Kierkegaard sehr.
Wahl beeinflusste die Philosophie von Emmanuel Levinas und Jean-Paul Sartre maßgeblich.