Dambska

Izydora Dambska

Die Logikerin Izydora Dambska (* 1904, †  1983) ist Schülerin von Twardowski und eine Vertreterin der Lwow-Warschau-Schule. Sie arbeitete vor allem zur Erkenntistheorie.

Literatur

  • J. Wolenski: Izydora Dambska – Between Conventionalism and Realism. In: Polish Philosophers of Science and Nature in the 20th Century. (Ed. by Wladyslaw Krajewski) Amsterdam-Atlanta 2000

Weblinks


Damo

Damo (ca. 500 v. u. Z.)

Damo war Tochter der Theano von Kroton und des Pythagoras sowie Schwester von Arignote, Myia, Telauges und Mnesarchos. Sie ist Mutter der Pythagoreerin Bitale.

Einem Brief des Lysis zufolge vertraute Pythagoras seine Aufzeichnungen seiner Tochter Damo zur Aufbewahrung an, mit der Bitte, die Niederschriften "niemandem zu übergeben, der nicht zum Hause gehöre" (Diog. Laërtius, Leben und Meinungen berühmter Philosophen, VIII 42).

Damo gab die pythagoreischen Aufzeichnungen ihrer Tochter Bitale weiter.

Weblinks


Coornh

Dirck Volkertsen Coornhert (1522 – 1590)

Der niederländische Schriftsteller, Übersetzer, Graveur und Philosoph Dirck Volkertsen Coornhert ist Sohn eines Tuchhändlers.

Cornhert schrieb gegen den Dogmatismus und die Herrschsucht der Kirche. Er kämpfte gegen Intoleranz und religiösen Autoritätsglauben.

Sein Werk Zedekunst, dat is wellevenskunste (1586) ist eine untheologische Ethik, die die menschliche Vernunft zur Richtschnur sittlichen Handelns macht.

Coornhert ist damit ein Vertreter des Deismus und insbesondere der Vernunftreligion.

Er geriet wegen seiner humanistischen Ansichten mit der spanischen Inquisition, später auch mit dem Kalvinismus in Konflikt musste daher mehrmals nach Deutschland fliehen.

1572 wurde er Staatssekretär von Holland, 1577/1578 Notar in Haarlem. Später lebte er in Den Haag, Delft und Gouda.


Darwin E

Erasmus Darwin (1731 – 1802)

Der Arzt Erasmus Darwin ist ein Großvater von Charles Darwin.

Die veränderten Lebensbedingungen bewirken eine Anpassung der Organismen.

Erasmus Darwin geht von Hartley aus und leitet die Materialität des Psychischen aus der Tatsache gemeinsamer körperlicher Eigenschaften ab.

Erasmus Darwin betont die Bedeutung der Assoziation für das Seelenleben.


Cordemoy

Géraud de Cordemoy (gest. 1684)

Der Cartesianer Géraud de Cordemoy vertritt schon den Okkasionalismus, wonach die Wechselbeziehungen zwischen Seele und Leib durch Gott vermittelt sind, so dass z. B. bei Gelegenheit bestimmter Willensimpulse bestimmte Körperbewegungen auftreten und umgekehrt.


Darwin

Charles Darwin (1809 – 1882)

Charles Darwin ist für die Philosophie durch seine Entwicklungslehre von Bedeutung.

Darwin hat eine ganze Reihe von Evolutionisten zu Vorläufern. Dazu gehören u. a. Empedokles, Lamarck, Erasmus Darwin, Goethe, Owen und Spencer.

Von Darwin stammt die Selektionstheorie. Die Arten sind nicht von Anfang an fertig geschaffen worden, sondern haben sich aus wenigen niedrigsten Formen von Lebewesen erst entwickelt. Sie sind durch Stabilisierung von Varietäten entstanden und viele Arten sind bereits untergegangen. In der Natur gibt es nicht nur Zweckursachen. Die Zweckmäßigkeit ist das notwendige Resultat natürlicher, rein kausal wirkender Faktoren.

Die organische Entwicklung erfolgt meist durch allmähliche Anhäufung kleiner Variationen, die sich vererben.

Wie Malthus setzt Darwin voraus, dass die Vermehrung der Lebewesen stets über das Maß erreichbarer Lebensmittel hinausgeht. Dies führt zu einem Kampf ums Dasein (struggle for life). Der Kampf ums Dasein ist ein Wettbewerb um die Existenzbedingungen, bei dem die relativ lebensfähigsten, Individuen und Arten sich erhalten (natürliche Auslese).

Die Variationen, welche bei den Individuen auftreten, werden vererbt und indem die Selektion wiederholt die günstigen Variationen zum Weiterbestand gegenüber den mit ungünstig ausgestatteten Individuen bringt, entstehen, oft erst nach langen Zeiträumen, aus Varietäten neue Arten.

Durch die Selektion erfolgt die Anpassung an die Lebensbedingungen. Diese Anpassung ist passiv und indirekt. Es gibt aber auch eine aktive und direkte Anpassung, denn Milieu und Funktion (Übung) spielen auch eine Rolle als Entwicklungsfaktoren.

Neben der natürlichen gibt es auch eine sexuelle Auslese im Wettbewerb der Männchen um die Weibchen.

Der Mensch hat sich aus affenartigen Vorfahren (nicht aus einer lebenden Affenart) entwickelt. Auch die psychischen und sittlichen Eigenschaften des Menschen sind das Produkt einer Entwicklung.

Unter den auf vererbten Gewohnheiten beruhenden Instinkten der Tiere befinden sich auch schon soziale Triebe. Diese Triebe sind die Quelle der Sittlichkeit beim Menschen. Die sittlichen Gefühle sind durch Selektion aus sozialen Impulsen hervorgegangen. Ziel des sittlichen Handelns ist das allgemeine Wohl, das nicht in Lust, sondern in Lebenstüchtigkeit besteht.

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Cousin

Victor Cousin (1792 – 1867)

Victor Cousin wurde 1814 Professor an der Sorbonne. Cousin ist ein Eklektiker. Er kämpft entschieden gegen Empirismus, Sensualismus und Materialismus und vertritt eine Form von Spiritualismus und Idealismus. Die Begriffe Idee und Vernunft spielen in seinen Lehren eine Hauptrolle.

Beeinflußt ist er u. a. durch Platon, die Schottische Schule, Kant, Schelling, Hegel, Maine de Biran. Er selbst beeinflußte u. a. Jouffroy, Garnier, Bouillier, Tissot und Ravaisson-Mollieu.

Cousin kämpfte für einen von der Kirche unabhängigen philosophischen Unterricht.


Daubert

Johannes Daubert

Weblinks


Couturat

Louis Couturat (1868 – 1914)

Der französische Philosoph und Logiker ist ein Schüler von Russell.

Couturat ist einer der Begründer der modernen Logik. Er findet Anfänge des Logikkalküls in unveröffentlichten Schriften von Leibniz. Couturat gab Schriften von Leibniz heraus.

David D

David von Dinant (gest. um 1200)

David von Dinant, ein Vertreter der Schule von Chartres vertritt unter dem Einfluss von Avencebrol und Johannes Scotus Eriugena einen Pantheismus. Gott, Geist, Materie sind dem Wesen nach eins. Die Körper bestehen aus der Materie (Hyle), die Seelen aus dem Geist (nous, Noys). In den ewigen Substanzen ist das primum indivisibile Gott. Die Formen sind nur sinnliche Erscheinungen der einen, materiellen und zugleich geistigen und göttlichen Substanz.