Oresme

Nikolaus von Oresme (um 1320 – 1382)

Der französische Philosoph Nikolaus von Oresme ist vor allem wegen seiner naturphilosophischen Arbeiten über Bewegung und impetustheoretische Probleme bekannt.

Nikolaus von Oresme bekämpfte die Astrologie u. a. mit dem Argument, dass die Bewegungen der Himmelskörper inkommensurabel sind und sich deshalb eine gegebene Planetenkonjunktion niemals wiederholen wird.


Origenes

Origenes (ca. 185 – ca. 254 u. Z.)

Der griechische Kirchenvater Origenes ist Schüler des Clemens von Alexandria und wahrscheinlich des Ammonios Sakkas.

Er leitete von 202 bis 231 die christliche Schule in Alexandria, danach in Caesarea.

Nachdem er Ägypten wegen eines Konflikts mit der Kirchenleitung verlassen musste, entwickelte er ein christliches System, in dem er das Christentum und die neuplatonische Emanationslehre zu vereinbaren suchte.


Nink

Caspar Nink (geb. 1885)

Caspar Nink ist ein Vertreter des Neothomismus.


Niphus

Augustinus Niphus (1473 – 1546)

Der italienische Philosoph und Mediziner Augustinus Niphus (eigentlich Agostino Nifo) ist ein bedeutender Vertreter des Renaissancearistotelismus. Er ist Schüler von Nicoletto Vernia und lehrte in Padua, Neapel, Rom und Pisa.

In seinen umfangereichen Kommentaren bzw. Editionen, u. a. zu Aristoteles und Averroës versuchte er eine adäquate lateinische Übersetzung.

Er vertrat anfangs die Auffassung des Averroës von der Einheit des Intellekts. Später distanzierte er sich von diesem und entwickelte einen gemäßten Averroismus.

1518 verfasste er eine Widerlegung der Auffassung von Pomponazzi über die Sterblichkeit der Seele.

Niphus nahm an, dass es eine unsterbliche, kollektive Gesamtseele gibt.

In der Physik wollte Niphus zwischen der Physik von Averroës und der Impetustheorie vermitteln.

Niphus vertrat eine hedonistische Ethik.


Norris

John Norris

Der Philosoph John Norris galt als der bedeutendste Platonkenner seiner Zeit.

Sein Practical Discourse basiert auf den Principles von Malebranche. In diesem Werk vertritt Norris die These, man müsse nicht alle Kreaturen lieben, das dies nicht mit der Liebe zu Gott zu vereinbaren wäre. Diese Ansicht wurde späer u. a. von Damaris Cudworth Masham kritisiert.

Sein Briefwechsel mit Mary Astell wurde 1695 unter dem Titel Lettres Concerning the Love of God veröffentlicht.

Norris kritisierte Locke vor allem wegen seines Antichristentums.


Nowikow

Pjotr Sergejewitsch Nowikow (1901 – 1975)

Der Mathematiker und Logiker P. S. Nowikow hat vor allem zur mathematischen Logik, zur Mengenlehre und zu den Grundlagen der Mathematik gearbeitet.

Er bewies 1957 die rekursive Unlösbarkeit des Wortproblems für Gruppen. 1959 widerlegte er die Burnsidesche Vermutung.


Nowinski

Czes&;aw Nowinski (1907 – 1981)

Czes&;aw Nowinski ist ein Vertreter der Lwow-Warschau-Schule.


Numenios

Numenios von Apameia (2. Hälfte des 2. Jh. u. Z.)

Der antike Skeptiker Numenios stammt aus Apameia (Syrien). Er ist nach Diogenes Laërtios ein Schüler des Pyrrhon von Elis.

Er betrachtete Platon als Schüler des Pythagoras und Nachfolger des Weisen des Orients. Mitunter wird er daher als platonisierender Neupythagoreer bezeichnet.

Numenios verstand die Welt dualistisch: dem dreifach gestuften Göttlichen (oberste Gottheit: der eine Nus; der Demiurg als Weltbildner; der Kosmos als sein Abbild) steht der Materie gegenüber. Beide Prinzipien stehen in der empirischen Welt im Kampf miteinander.

Dementsprechend hat der Mensch eine vernünftige und eine vernunftlose Seele.

Philosophie lehrt ihn, das Göttliche vom Stofflichen zu trennen.

Diogenes Laërtios berichtet:

"Aber nur Numenios behauptet, er [d.h. Pyrrhon] habe auch dogmatisiert." (Leben und Meinungen berühmter Philosophen IX 68).

Die Stelle macht deutlich, dass Numenios mit dieser Meinung alleine stand.


Nyman

Alf Nyman (1884 – 1968)

Der Philosoph Alf Nyman war von 1930 bis 1949 Professor der Philosophie an der Universität Lund. Nyman ist durch die Neukantianer Larsson und Vaihinger stark beeinflußt.

Nyman versuchte – an Avenarius und Kant anknüpfend – die Ideen des Fiktionalismus auf die Raumanalogien anzuwenden. Er bezeichnete die Raumanalogien als falsch, aber zweckmäßig.

Nyman arbeitete auch zur Wissenschaftstheorie und zur Philosophiegeschichte.

Neurath

Otto Neurath

Otto Neurath (* 10. Dezember 1882 in Wien, &dagger, 22. Dezember 1945 in Oxford) war ein österreichischer Philosoph, Soziologe und Ökonom.

Er studierte zuerst in Wien, dann in Berlin Mathematik, Ökonomie, Geschichte und Philosophie. Er promovierte 1907 in Berlin, war zwischenzeitlich im österreichischen Kriegsministerium in der Wirtschaftsabteilung tätig und habilitierte sich 1917 in Heidelberg.

In der Münchner Räterepublik war er Präsident des Zentralwirtschaftsamtes, wurde aber nach deren Ende wegen Hochverrats zu eineinhalb Jahren Haft verurteilt. Er wurde allerdings vorzeitig entlassen und nach Wien abgeschoben.

Er gehörte dem linken Flügel des Wiener Kreis an und vertrat einen pragmatischen wissenschaftstheoretischen Ansatzes.

Zusammen mit dem Graphiker Gerd Arntz entwickelte er die Isotype, die Wiener Methode der Bildstatistik.

Nach den Ereignissen des 12. Februar 1934 und der Errichtung des Ständestaates emigrierte er zunächst in die Niederlande nach Den Haag, musste aber 1940 weiter nach England flüchten, um seine Arbeit fortzusetzen.

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