Lexika

Magnilla

Magnilla (ca. 1.-2.Ja. u. Z.)

Die römische Philosphin wird in einer Inschrift aus Mysia erwähnt. Von ihrer Lehre ist nichts bekannt.

Weblinks


Marias

Julián Marias (geb. 1914)

Julián Marias ist ein Schüler von Ortega y Gasset und ein Vertreter der Madrider Schule des Existentialismus.

Er hat insbesondere die Generationentheorie von Ortega y Gasset weiterentwickelt.

Maier

Heinrich Maier (geb. 1867)

Heinrich Maier ist Neukantianer und wird dem Neokritizismus zugerechnet.

Er war Professor in Tübingen und ist von Sigwart beeinflußt.

Nach Maier ist es die Aufgabe einer Psychologie des emotionalen Denkens (der Logik des Gefühls und des Willens), die in den emotionalen Vorstellungen wirksamen logischen Funktionen aufzusuchen und das Wesen und die hauptsächlichen Betätigungen des emotionalen Denkens psychologisch zu bestimmen.

Unter Emotionalsätzen versteht Maier Urteile, die sich unmittelbar auf Gemütszustände beziehen und Gemütszustände zum Ausdruck bringen.

Elementare Urteilsakte sind schon in den Vorstellungen enthalten. Im emotionalen Denken werden Gefühls- oder Begehrungsprozessen entstammende Vorstellungsdaten zu Objekten gestaltet, bei denen die Hinweise auf Erfahrung fehlen.

Maier betrachtet das Denken voluntaristisch. Das Denken wird durch Gefühle, Strebungen und Interessen geleitet. Das Wollen ist der Kern des Bewußtseins. Alle psychischen Vorgänge sind ein Wollen, dessen Zentrum der Wille zur Selbstbehauptung ist.

Ein Willensvorgang entsteht, wenn durch einen Reiz im Ichwillen aus einer in diesem angelegten Willensdisposition eine Begehrungstendenz ausgelöst wird. Der Ichwille wählt unter konkurrierenden Motiven und Zwecken solche aus, die seiner Richtung am besten entsprechen.


Maimonid

Moses Maimonides (1135 – 1204)

Der Arzt, Philosoph, Theologe und Logiker Moses Maimonides, auch Moses ben Maimon, hat insbesondere die logisch nicht beweisbaren Wahrheiten untersucht.

Sein Hauptwerk Leitung der Zweifelnden (1190 vollendet) trug wesentlich zur Verbreitung des Aristoteles, den Maimonides als König der Philosophen bezeichnete und dessen Lehren er mit der Tradition seines Volkes zu verschmelzen versuchte, innerhalb der jüdischen Welt bei.

In der Philosophie von Maimonides treten auch platonische Elemente hervor.

Seine Behauptung, dass ein vom Glauben unabhängiges Wissen existiert, rief die Vertreter des orthodoxen Judentums auf den Plan.

Seine Ideen haben u. a. Thomas von Aquino, Spinoza, Leibniz und Maimon beeinflußt.


Maine

François Pierre Gauthier Maine de Biran (1766 – 1824)

François Pierre Gauthier Maine de Biran untersuchte in seinen ersten Arbeiten den Einfluss der Gewohnheit auf das Denken.

Maine de Biran unterscheidet passive und aktive Gewohnheiten. Er formuliert als Grundgesetz der Gewöhnung, dass sie die Sinnesempfindung (Sensation) schwächt und die Wahrnehmung (perception) verstärkt. Die Wahrnehmung ist aktiver Art und an die Bewegung des Organes selbst geknüpft.

In seiner zweiten Periode führt Maine de Biran die Lehre Destutt de Tracy’s von der Kraftanstrengung des wollenden Ichs gegenüber dem Widerstand des Objektes weiter.

Das aktive, freie Ich ist die Quelle und das Muster unserer Grundbegriffe (Kausalität, Kraft, Substanz, Einheit usw.). Die Grundbegriffe stammen aus der inneren Erfahrung des Seins und des Wirkens des aktiven, wollenden Ichs.

Das Charakteristische der Ich-Tätigkeit ist die Willensanstrengung. In dem Bewußtsein dieser Anstrengung haben die Begriffe der Ursache und der Kraft ihre Grundlage.

Die Außenwelt besteht in den Beziehungen der Dinge zu uns.


Maistre

Joseph Marie de Maistre (1754 – 1821)

Joseph Marie de Maistre ist der Begründer des neuen Ultramontanismus. Er gehört der französischen theologischen Schule an.

Die absolute Herrschaft – so de Maistre – gebührt der Kirche und dem Papst. Die Übel der Welt sind Strafen Gottes. Krieg. Inquisition und Todesstrafe sind Mittel der Sühne und Züchtigung. Die gottlose und völlig falsche Aufklärung hat nach de Maistre ihren geistigen Stammvater in F. Bacon.


Makrina

Makrina die Jüngere (ca. 327 – 380)

Makrina war die Enkelin von Makrina der Älteren und die Tochter der heiligen Emmelia. Auch Makrina wurde heilig gesprochen.

Ihr Bruder Gregor von Nyssa verfasste ihre Biographie und vermittelt uns darin einen Einblick in ihr Leben und die religiösen Sitten ihrer Zeit, wobei der Legendenbildung Vorschub geleistet wird.

Makrina wurde als erstes von zehn Kindern in Kaiserin (Kappadokien) geboren. Ihre Eltern, insbesondere die Mutter, legten Wert auf eine gute Bildung, in der ihr Teile des Alten Testamentes, sittliche Lehren und griechische Philosophie vermittelt wurden.

Als ihr Verlobter starb, entschied sich Makrina für ein eheloses Leben und blieb im elterlichen Haus.

Zwei ihrer Brüder, Basilius der Große und Gregor von Nyssa, wurden berühmte Bischöfe.

Sie gründete gemeinsam mit anderen Frauen auf einem Familiengut am Fluss Iris in Pontos eines der ersten Frauenklöster.

Angeblich auf dem Sterbebett führte der Bruder Gregor ein Gespräch mit ihr Über Seele und Auferstehung.

Die Art des Diologs, die Rahmensetzung der sterbenden Makrina, die Themenstellung und die inhaltliche Bearbeitung erinnern stark an den platonischen Dialog Phaidon und an die Belehrung durch Diotima im Symposion.


Malebran

Nicolas Malebranche (1638 – 1715)

Der französische Priester und Philosoph Nicolas Malebranche war einer der wichtigsten Cartesianer.

Er bewies in De la Recherche de la Vérité (1675), dass unsere Ideen kein sicheres Wissen über Körper liefert.

Auf Malebranche geht der Begriff der causa occasionalis zurück.

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Lukrez

Lucretius Carus

Der Dichter und Philosoph Lucretius Carus (auch Lukrez) ist ein Vertreter der Atomistik und lebte in Rom. Er berief sich vor allem auf die Lehre von Epikur. Sein Lehrer war wahrscheinlich Philodemos.

In seinem Lehrgedicht De rerum natura stellt er in sechs Büchern die epikuräische Philosophie dar.

Lucretius Carus war betrebt, eine Philosophie zu vermitteln, die dem Menschen Gemütsruhe und Gelassenheit gibt und ihm die Furcht vor dem Tode und den Göttern nimmt, die aus der Unkenntnis des Menschen über seine Stellung in der Welt, über die Natur und das Wesen entspringt und folglich durch Aufklärung überwunden werden muss.

Dabei spielen die atomistischen Theorie, die Lehre von der Sterblichkeit der menschlichen Seele und die Auffassung, dass die Götter weder in der Lage noch willens sind, sich in das Erdenleben einzumischen, die entscheidende Rolle.

Lucretius Carus fordert nicht das Lathe biosas Epikurs, sondern nimmt Anteil an den gesellschaftlichen Ereignissen seiner Zeit, verurteilt den sittlichen Verfall des Adels, klagt den Krieg und seine Schrecken an, die durch den technischen Fortschritt ständig anwachsen.

Lucretius Carus versucht, die Entstehung der Gesellschaft und Kultur auf natürliche Weise zu erklären. Die Menschen lebten zunächst in einem tierähnlichen Zustand, ohne Sprache, Erkenntnis und sozialen Zusammenhalt, die sich erst durch die Erfahrung entwickelten.

Die Staatsentstehung erklärt er durch die Vertragstheorie. Als Triebkraft der gesellschaftlichen Entwicklung sieht er die Vernunft der Menschen an.

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Lun

Gunsun Lun (ca. 325 – ca. 250 v. u. Z.)

Der Logiker Gunsun Lun ist als Autor von Paradoxien, z. B. der vom Fliegenden Pfeil, bekannt, die an die Paradoxien von Zenon von Elea erinnern.

Gunsun Lun untersuchte die logische Natur der Kopula im Satz. Er analysierte den mittelbaren Schluss vom Typ der Analogie sowie die Typologie der Merkmale.