Dubois

W. E. B. Du Bois (1868 – 1963)

Der amerikanische Historiker und Soziologe untersuchte in The Souls of Black Folk (1903) die Ursprünge, Praxis und Folgen der Rassendiskriminierung in den USA.

Du Bois nahm an den Bemühungen um die sozialen Reformen teil, gründete 1910 die National Association fot the Advancement of Colored People und gab die Zeitschriften Crisis und Phylon heraus.

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Duhem

Pierre Duhem (1861 – 1916)

Der franz. Physiker, Wissenschaftshistoriker und Philosoph Pierre Duhem studierte in Paris. Er war ab 1894 Physikprofessor in Bordeaux.

Er hat wichtige Arbeiten zur Wissenschaftstheorie geliefert.

Die Duhem-Quine-These ist nach ihm und Quine benannt.


Dupre

Marie Dupré (17. Jh.)

Marie Dupré war die Nichte des Humanisten Roland Desmarets.

Während ihrer Studien wuchs ihr Interesse am Werk Descartes‘ und sie gehörte zu den Cartesienne, denen auch Anne de Lavigne, Louise-Anastasia Serment und Elisabeth von der Pfalz zugerechnet werden.

Sie verteidigte das Werk von Descartes leidenschaftlich gegen jede Kritik.

Marie Dupré verfasste auch eigene poetische Werke unter dem Pseudonym Isis. Überliefert sind die Werke Responses d’Isis à Climène und Recueil des vers choisis.

Außerdem stand sie im Briefwechsel mit Madeleine de Scudéry.

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Durkheim

Émile Durkheim (1858 – 1917)

Der französische Philosoph und Soziologe Émile Durkheim war Professor in Bordeaux und Paris.

Durkheim betonte, dass die Gesellschaft mehr ist als die Summe der Individuen, die zu ihr gehören. Er stellte fest, dass die Gesellschaft nicht mit biologischen oder psychologischen Begriffe erklärt werden kann.

Die Arbeitsteilung stellt den Menschen in ein von ihm nicht beherrschbares Geflecht von Ursachen und Wirkungen.

Durkheim entwickelte eine soziologische Methode, die soziale Phänomene als selbständige Größen betrachtet, die sich nicht auf psychologische Phänomene reduzieren lassen.


Ebbingh

Hermann Ebbinghaus (1850 – 1909)

Hermann Ebbinghaus wirkte in Berlin (1880 – 1893), Breslau (1894 – 1905) und Halle (1905 – 1908).

Er nimmt in der Psychologie einen vermittelnden Standpunkt ein. Ohne Anhänger des psychologischen Atomismus zu sein, hält er die Zerlegung des Bewußtseins in Elemente für notwendig.

Es gibt keine einfachen Willensakte, sondern nur Kombinationen von Empfindung bzw. Vorstellung und Gefühl.

Für das Gedächtnis gilt folgendes Gesetz: Die Quotienten aus Behaltenem und Vergessenem verhalten sich etwa umgekehrt wie die Logarithmen der verstrichenen Zeit.

Es besteht ein psychophysischer Parallelismus, keine Wechselwirkung zwischen Seele und Leib.


Echekrat

Echekrateia von Phlius

Iamblichos erwähnt Echekrateia in seiner Aufzählung der 17 Pythagoreerinnen.

Die Textstelle mit der Aufzählung lautet: " bedeutendsten Pythagoreerinnen: Timycha, die Frau des Myllias von Kroton, Philtys, die Tochter des Theophris von Kroton, Schwester des Byndakos, Okkelo und Ekkelo, die Schwestern der Lukaner Okkelos und Okkilos, Cheilonis, die Tochter des Lakedaimoniers Cheilon, die Lakonerin Kratesikleia, die Frau des Lakedaimoniers Kleanor, Theano, die Frau des Metapontiers Brotinos, Myia, die Frau des Milon von Kroton, Lasthenia aus Arkadien, Habroteleia, die Tochter des Habroteles von Tarent, Echekrateia von Phlius, Tyrsenis aus Sybaris, Peisirrhode aus Tarent, Theadusa aus Lakedaimon, Boio aus Argos, Babelyka aus Argos, Kleaichma, die Schwester des Lakedaimoniers Autocharidas. Insgesamt: 17." (Iamblichos: Pythagoras, 1963, 267)


Diogen O

Diogenes von Oinoanda

Diogenes von Oinoanda war ein Anhänger des Epikur.

Eckhart

Johannes Eckhart (um 1260 – 1327)

Der Dominikaner Johannes Eckhart wurde Dominikaner und studierte in Köln und Paris. Er lehrte in Paris und in verschiedenen Städten Deutschlands. 1307 wurde er Generalvikar. Eckhart wurde wegen seiner Lehren von der Kirche verfolgt.

Eckhart ist der bedeutendste christliche Mystiker. Er wurde u. a. vom Neuplatonismus, von Augustinus, Dionysius Areopagita und der Scholastik beeinflußt.

Das Höchste ist ihm die Vereinigung der Seele mit Gott. Unser Erkennen Gottes ist Selbsterkenntnis Gottes in uns, welche erfolgt, wenn wir uns von aller Vielheit und Körperlichkeit abscheiden, um in der Schauung Gottes zu ruhen.

Weblinks

  • Ökumenisches Heiligenlexikon


Diogen S

Diogenes von Sinope (ca. 412 – 323 v. u. Z.)

Der kynische Philosoph Diogenes von Sinope lebte in Korinth. Er ist der bekannteste und populärste Schüler des Antisthenes.

Diogenes von Sinope ist in die Geschichte vor allem als Verächter der Kultur eingegangen (Diogenes in der Tonne). Diogenes führte trotz vornehmer Herkunft ein Bettlerdasein (daher erhielt er den verächtlich machenden Beinamen Kyon (griech. "der Hund"). Er wirkte mehr durch seine Lebensweise als durch seine Lehren. Er forderte die Aufhebung der Ehe, befürwortete in Übersteigerung der sokratischen Selbstgenügsamkeit äußerste Bedürfnislosigkeit, verachtete alle Konventionen und bezeichnete sich als Weltbürger. Die Erziehung und Stählung soll diesen Prinzipien entsprechen. Demjenigen, der nichts besitzt und der keine Bedürfnisse hat, kann nichts genommen werden. Daher kann nur ein solcher Mensch glücklich sein.

Es ist die Anekdote überliefert, dass er Alexander den Großen, als dieser ihn besuchte und versprach ihm ein Bitte zu erfüllen, bat, aus der Sonne zu gehen.

Diogenes von Sinope soll auch mittags auf dem Markt von Athen mit der Laterne nach Menschen gesucht haben.

Nietzsches, Satz von der "Umwertung der Werte" geht auf Diogenes von Sinope zurück.

Literatur

  • Jöcher, Christian Gottlieb: Allgemeines Gelehrten-Lexicon, Bd. 2, 135


Edelmann

Johann Christian Edelmann (1698 – 1767)

Johann Christian Edelmann ist als Vertreter des Deismus und insbesondere als Vertreter einer Vernunftreligion bekannt.